Warum wir sterben

Von Dr. Alexander Lipschütz Zürich
Also sprach Zarathustra: Wichtig nehmen alle das Sterben: Aber noch ist der Tod kein Fest. Noch erlernten die Menschen nicht, wie man die schönsten Feste weiht.
Mit 36 Abbildungen im Text
Stuttgart Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde Geschäftsstelle: Franckh'sche Verlagshandlung 1914 Alle Rechte, besonders das Übersetzungsrecht, vorbehalten. Copyright 1914 by Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart.
Inhaltsverzeichnis.

Ich habe das Problem des Todes in den Zusammenhängen, wie ich es in diesen Blättern bringe, zum ersten Mal vor etwa zwei Jahren in dem Feuilleton einer Tageszeitung behandelt. Eine ähnliche wissenschaftliche Behandlung hat das Todesproblem in ausgezeichneter Weise durch Doflein erfahren. Meine Darstellung knüpft an das an, was unsere großen Meister des biologisch-medizinischen Denkens, wie Nothnagel, Ribbert und Verworn, an Bausteinen und an allgemeinen Gesichtspunkten für eine Erörterung des Todesproblems zusammengetragen haben, und ich habe versucht, diese Gesichtspunkte zellularphysiologisch weiter auszugestalten durch Berücksichtigung der zahlreichen zellularpathologischen Arbeiten des russischen Forschers Mühlmann. Das Tatsachenmaterial, über das diese beiden Forscher berichtet haben, ist für eine wissenschaftliche Behandlung des Todesproblems von einschneidender Bedeutung, wenn auch Mühlmann in seinen kritischen Studien über den Tod zu Schlüssen gelangt ist, die ich keinesfalls unterschreiben will. Ich habe in meine Erörterung auch den Begriff der „Unvollkommenheit des Stoffwechsels“ eingeführt, den Jickeli für die Behandlung biologischer Fragen – wenn auch in anderen Zusammenhängen und in nicht ganz glücklicher Weise – als erster zu verwerten bemüht war. Den ganzen Komplex der wichtigen Partialprobleme des Todes, die Friedenthal und Rubner in ihren Arbeiten behandelt haben, habe ich unberücksichtigt lassen müssen, da sonst meine Darstellung zu sehr angewachsen wäre. Wer eingehender über das Problem des Todes orientiert sein will, sei auf meine „Allgemeine Physiologie des Todes“ verwiesen, die im Verlag von Vieweg u. Sohn erscheinen wird. In diesem Buch wird der Leser auch all die Originalarbeiten genannt finden, die meinen Ausführungen über den Tod zugrundeliegen. –

Alejandro Lipschütz
О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2008-02-15

Темы

Essays; Biology; Death -- Causes

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