Petersburg

1919 München bei Georg Müller
Autorisierte Übersetzung aus dem Russischen von Nadja Strasser
Alle Rechte vorbehalten
Apollon Apollonowitsch Ableuchow war von höchst würdiger Abstammung: er hatte Adam zum Vorfahren gehabt. Das war aber die Hauptsache nicht: viel wichtiger war, daß sein edelst geborener Ahne Sem gewesen war, also der eigentliche Ahnherr der semitischen, chetitischen und farbigen Völker.
Hier wollen wir aber zu den Vorfahren weniger ferner Epochen einen Übergang tun.
Diese Vorfahren lebten im kirgiskaijsakischen Hordenstaat, und von da aus trat Mirsa Ab-Lai, Ururgroßvater des Senators, der in der christlichen Taufe den Vornamen Andreij und den Rufnamen Uchow bekommen hatte, zur Regierungszeit Anna Joannownas ruhmvoll in den russischen Dienst ein. So berichtet über dieses Hervorgehen aus den Tiefen einer mongolischen Rasse des Russischen Reiches Wappenkalender. Dann wurde der Kürze wegen Ab-Lai-Uchow in Ableuchow verwandelt.
Dieser Ururgroßvater wurde, der Überlieferung nach, zum Urquell des ganzen Geschlechts.
Ein mit Goldtressen geschmückter, grauer Lakai staubte mit einem Federbusch den Schreibtisch ab; in der offenen Tür zeigte sich die Papiermütze des Kochs.
»Er ist schon auf, was?«
»Reibt sich mit Eau de Cologne ab, wird gleich zum Kaffee erscheinen.«
»Morgens sagte der Briefbote, für den gnädigen Herrn sei ein Briefchen aus Hispanien gekommen: mit hispanischer Marke.«
»Ich mache Sie aufmerksam: Sie sollten Ihre Nase weniger in die Briefsachen stecken.«

Andrey Bely
Содержание

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Nordost


Brief mit spanischer Marke


Der Wagen raste in den Nebel


Und indem sie ihn erblickten, weiteten sie sich, begannen zu leuchten, zu glänzen . . .


Aber schweigen Sie doch! . . .


Ein Schreibtisch stand dort


Seltsame Eigenschaften


Unsere Rolle


Feuchter Herbst


Im Arbeitszimmer eines hohen Verwaltungsamtes


Die kalten Finger


So geschieht’s immer


Sofja Petrowna Lichutina


Die Besucher Sofja Petrownas


Der Offizier Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin


Der schlanke hübsche Trauzeuge


Der rote Narr


Gemeinheit, Gemeinheit, Gemeinheit


Ein ganz verräuchertes Gesicht


Die Zusammenstöße in den Straßen häuften sich


Es ruft mich mein geliebter Delwig


Inzwischen setzte sich die Unterhaltung fort


Wände — Schnee und nicht Wände


Eine Persönlichkeit


Stjopka


Auf dem Meeting


Edel, schlank und blaß! . . .


Comt! — Comt! — Comt!


Tatam — tam — tam!


Der zweite Raum des Senators


Madame Farnoix


Zu Ende getanzt


Der Ball


Als klagte jemand


Eine kleine vertrocknete Gestalt


Pompadour


Das Verhängnisvolle


Apollon Apollonowitsch


Der Skandal


Wie aber wenn . . .?


Der weiße Domino


Sie vergaß das, was war


Unruhe


Der Brief


Das Paket?!


Begleiter


Närrisch


Was weiter


Ein Gläschen Wodka!


Rettungslos verloren


Rot wie Feuer


Ein schlechtes Zeichen


Bleistiftpäckchen


Pépp, Péppowitsch, Pépp


Die Treppe


Er riß sich los und begann zu laufen


Die Straße


Die helfende Hand


Der Newskij-Prospekt


Die Offenbarung


Die Karyatide


Fort, fort, Tomy!


Häßlich . . .


Wieder war er da, der Traurige und Schlanke


Ein toter Strahl fiel durchs Fenster


Petersburg


Der Gast


Die Schere


Die Kraniche


Ich gehe einfach so . . . und störe niemand


Das Hohe Amt


Ich weiß, was ich tue


Höllische Finsternis


Der Privatmann


Die verunglückte Auseinandersetzung


Das Schwanenlied


Das Spielzeug


Die Diener wunderten sich


Eine einzige Sinnlosigkeit


Die Melone — ein Gemüse


Die kleine Uhr


Fußnoten

О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2012-06-05

Темы

Historical fiction; City and town life -- Fiction; Saint Petersburg (Russia) -- Fiction; Russian fiction -- Translations into German; Russia -- History -- Revolution, 1905-1907 -- Fiction

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