Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Elfter Band: enthaltend Kapitel 21 und 22. - Baron Thomas Babington Macaulay Macaulay - Buch

Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Elfter Band: enthaltend Kapitel 21 und 22.

Thomas Babington Macaulay’s
seit der
Thronbesteigung Jakob’s des Zweiten.
Aus dem Englischen.
Vollständige und wohlfeilste
Stereotyp-Ausgabe.
Elfter Band:
enthaltend Kapitel 21 und 22.
Leipzig, 1856.
G. H. Friedlein.
Die Hoffnungen Jakob’s und seiner Exilgefährten waren jetzt größer als sie seit der Schlacht von La Hogue je gewesen. Die Staatsmänner, sowohl bei uns, als auch auf dem Continent, waren in der That allgemein der Ansicht, daß es Wilhelm nicht möglich sein werde, sich noch lange auf dem Throne zu halten. Ohne den Beistand seiner Gemahlin, sagte man, würde er sich nicht einmal so lange haben halten können. Ihre Leutseligkeit habe Viele gewonnen, die sein kaltes Benehmen und seine kurzen Antworten abgestoßen hätten. Ihr englischer Accent, ihre englischen Gesinnungen und Neigungen hätten Viele bezaubert, denen sein holländischer Accent und seine holländischen Gewohnheiten zuwider gewesen seien. Obgleich sie der Hochkirchenpartei nicht angehört, habe sie doch dieses Ritual geliebt und sich gern und ehrerbietig einigen Ceremonien anbequemt, die er zwar nicht als sündhaft, doch als kindisch angesehen und an denen Theil zu nehmen er schwer habe über sich gewinnen können. So lange der Krieg daure, müsse er nothwendig fast die Hälfte des Jahres außerhalb England’s zubringen. Bisher habe sie in seiner Abwesenheit ihn vertreten, und gut vertreten. Wer solle ihn jetzt vertreten? In welchen Stellvertreter könne er gleiches Vertrauen setzen? Welchem Stellvertreter werde die Nation gleiche Achtung zollen? Alle Staatsmänner Europa’s stimmten daher in der Ansicht überein, daß seine zum mindesten schwierige und gefährliche Lage durch den Tod der Königin noch schwieriger und gefährlicher geworden sei. Aber alle Staatsmänner Europa’s täuschten sich, und merkwürdigerweise war seine Regierung nach dem Ableben Mariens entschieden glücklicher und ruhiger als zu ihren Lebzeiten.
Die parlamentarische Thätigkeit wurde nicht unterbrochen. Während die Abtei wegen des Leichenbegängnisses der Königin schwarz ausgeschlagen war, kamen die Gemeinen zu einem Beschlusse, der damals wenig Aufmerksamkeit und gar keine Aufregung hervorrief, den voluminöse Annalisten unerwähnt gelassen haben und dessen Geschichte man nur unvollständig aus den Parlamentsarchiven ersehen kann, der aber für die Freiheit und Civilisation mehr gethan hat als die Große Charte oder die Rechtsbill. Kurz nach Beginn der Session war ein gewählter Ausschuß beauftragt worden zu ermitteln, welche temporären Gesetze dem Erlöschen nahe seien, und um zu erwägen, welche von diesen Gesetzen fortbestehen zu lassen zweckmäßig sein würde. Der Bericht wurde erstattet, und alle in diesem Berichte enthaltenen Vorschläge wurden, bis auf einen, angenommen. Unter den Gesetzen, deren Erneuerung der Ausschuß dem Hause anempfahl, befand sich auch das, welches die Presse einer Censur unterwarf. Es wurde die Frage gestellt, „ob das Haus mit dem Comité in dem Beschlusse übereinstimme, daß die Acte unter dem Titel: Acte zur Verhütung von Mißbräuchen beim Drucken aufrührerischer, hochverrätherischer und unerlaubter Pamphlets und zur Regulirung des Buchdrucks und der Buchdruckerpressen, fortbestehen solle.” Der Sprecher erklärte, daß die Neins überwögen, und die Jas hielten es nicht für rathsam, ein Scrutinium vornehmen zu lassen.

Baron Thomas Babington Macaulay Macaulay
Содержание

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Geschichte von England


Luxemburg’s Tod.


Wilhelm’s Schmerz.


Parlaments­verhandlungen; Emancipation der Presse.


Halifax’ Tod.


Parlamentarische Untersuchungen wegen der Corruption in den öffentlichen Aemtern.


Tadelsvotum gegen den Sprecher des Hauses der Gemeinen.


Foley zum Sprecher erwählt.


Untersuchung der Rechnungen der Ostindischen Compagnie.


Verdächtiges Treiben Seymour’s.


Bill gegen Sir Thomas Cook.


Untersuchung durch einen vereinigten Ausschuß der Lords und Gemeinen.


Anklage gegen Leeds.


Leeds’ Entlassung.


Lords Justices ernannt.


Aussöhnung zwischen Wilhelm und der Prinzessin Anna.


Jakobitische Verschwörungen gegen Wilhelm’s Leben.


Charnock.


Porter.


Goodman.


Parkyns.


Fenwick.


Session des schottischen Parlaments.


Untersuchung des Gemetzels von Glencoe.


Krieg in den Niederlanden; der Marschall Villeroy.


Jakobitische Complots gegen die Regierung während Wilhelm’s Abwesenheit.


Belagerung von Namur.


Uebergabe der Stadt Namur.


Uebergabe des Kastells von Namur.


Verhaftung Boufflers’.


Wirkung der Emancipation der englischen Presse.


Wilhelm’s Rückkehr nach England; Auflösung des Parlaments.


Wilhelm unternimmt eine Reise durch das Land.


Die Wahlen.


Beunruhigender Zustand der Geldverhältnisse.


Zusammentritt des Parlaments; Loyalität des Hauses der Gemeinen.


Polemik über die Valuta.


Maßregeln des Parlaments in Bezug auf die Valuta.


Annahme der Acte zur Regulirung des Prozeßverfahrens in Hochverrathsfällen.


Parlaments­verhandlungen wegen der Verleihung von Kronländereien in Wales an Portland.


Zwei jakobitische Complots geschmiedet.


Berwick’s Complot.


Das Ermordungscomplot; Sir Georg Barclay.


Berwick’s Complot scheitert.


Entdeckung des Mordanschlags.


Parlamentarische Schritte bezüglich des Mordanschlags.


Stand der öffentlichen Stimmung.


Prozeß Charnock’s, King’s und Keyes’.


Hinrichtung Charnock’s, King’s und Keyes’.


Prozeß Friend’s.


Parkyns’ Prozeß.


Hinrichtung Friend’s und Parkyns’.


Prozesse Rookwood’s, Cranburne’s und Lowick’s.


Der Verein.


Bill zur Regulirung der Wahlen.


Acte zur Errichtung einer Landbank.


Fußnoten


Handelskrisis in England.


Finanzkrisis.


Anstrengungen um dem Geldmangel abzuhelfen.


Noth des Volks; seine Stimmung und sein Verhalten.


Unterhandlungen mit Frankreich; der Herzog von Savoyen fällt von der Coalition ab.


Ergreifung Fenwick’s.


Fenwick’s Bekenntniß.


Wilhelm’s Rückkehr nach England.


Zusammentritt des Parlaments; Lage des Landes.


Rede König Wilhelm’s bei Eröffnung der Session.


Beschlüsse des Hauses der Gemeinen.


Rückkehr des Wohlstandes.


Einfluß der Maßnahmen des Hauses der Gemeinen auf die auswärtigen Regierungen.


Besserung der Finanzen.


Folgen des Fenwick’schen Bekenntnisses.


Godolphin’s Rücktritt.


Stimmung der Whigs über Fenwick.


Wilhelm verhört Fenwick.


Verschwinden Goodman’s.


Parlamentarische Maßnahmen in Bezug auf Fenwick’s Geständnisse.


Bill zur Verurtheilung Fenwick’s.


Debatten der Gemeinen über die Verurtheilungsbill.


Die Verurtheilungsbill den Lords überreicht.


Monmouth’s Kunstgriffe.


Debatten der Lords über die Verurtheilungsbill.


Schritte gegen Monmouth.


Stellung und Gesinnung Shrewsbury’s.


Die Verurtheilungsbill angenommen.


Versuche, Fenwick zu retten.


Fenwick’s Hinrichtung.


Bill zur Regulirung der Wahlen.


Bill zur Regulirung der Presse.


Bill zur Abschaffung der Vorrechte von Whitefriars und dem Savoy.


Schluß der Session; Beförderungen und Ernennungen.


Zustand Irland’s.


Zustand Schottland’s.


Eine Parlamentssession in Edinburg.


Acte zur Errichtung von Schulen.


Der Prozeß Thomas Aikenhead’s.


Militärische Operationen in den Niederlanden.


Von Frankreich offerirte Friedensbedingungen.


Verhalten Spanien’s.


Verhalten des Kaisers.


Congreß von Ryswick.


Wilhelm eröffnet eine bestimmte Unterhandlung.


Zusammenkünfte Portland’s mit Boufflers.


Die Friedensbedingungen zwischen Frankreich und England werden festgesetzt.


Versuche Jakob’s, einen allgemeinen Friedensschluß zu verhindern.


Der Tractat von Ryswick unterzeichnet.


Spannung in England.


Ankunft der Friedensnachricht in England.


Schrecken der Jakobiten.


Allgemeine Freude.


Einzug des Königs in London.


Der Tag des Dankgottesdienstes.


Fußnoten


Anmerkungen zur Transkription

О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2014-10-22

Темы

Great Britain -- History -- James II, 1685-1688; Great Britain -- History -- William and Mary, 1689-1702

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