Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Siebenter Band: enthaltend Kapitel 13 und 14.
Thomas Babington Macaulay’s
Aus dem Englischen.
Vollständige und wohlfeilste Stereotyp-Ausgabe.
Siebenter Band: enthaltend Kapitel 13 und 14.
Leipzig, 1856. G. H. Friedlein.
Die Heftigkeit der Revolutionen steht gewöhnlich im Verhältnis mit der Schwere der Regierungssünden, welche sie herbeigeführt haben. Es kann daher nicht Wunder nehmen, daß die Regierung von Schottland, welche seit vielen Jahren despotischer und verderbter gewesen war als die von England, mit einem weit heftigeren Sturze fiel. In England war die Bewegung gegen den letzten König des Hauses Stuart conservativ, in Schottland war sie destructiv. Die Engländer beschwerten sich nicht über das Gesetz, sondern über die Verletzung des Gesetzes; sie erhoben sich gegen den ersten Beamten des Staats lediglich, um die Suprematie des Gesetzes zur Geltung zu bringen, und sie waren zum größten Theil treue Anhänger der durch das Gesetz eingeführten Landeskirche. Selbst bei Anwendung des außergewöhnlichen Heilmittels, zu welchem sie durch eine außergewöhnliche Lage zu greifen gezwungen worden waren, wichen sie so wenig als möglich von den durch das Gesetz vorgeschriebenen ordentlichen Formen ab. Die zu Westminster tagende Convention war, obwohl durch unregelmäßige Ausschreiben einberufen, genau nach dem Muster eines regelmäßigen Parlaments constituirt. Niemand wurde aufgefordert, einen Platz im Oberhause einzunehmen, dessen Berechtigung, darin zu sitzen, nicht klar war. Die Abgeordneten der Grafschaften und Burgflecken wurden durch die nämlichen Wähler gewählt, welche berechtigt gewesen sein würden, die Mitglieder für ein unter dem großen Siegel einberufenes Haus der Gemeinen zu wählen. Die Wahlrechtstitel des Vierzigschilling-Freisassen, des Steuern zahlenden Angesessenen, des Pächters, des Wahlbürgers von London, des Magisters der freien Kräfte in Oxford wurden respectirt. Die Gesinnung der Wahlkörper wurde mit eben so wenig Zwang von Seiten des großen Haufens und mit eben so wenig Arglist von Seiten der Wahlbeamten ausgeforscht, wie bei irgend einer allgemeinen Wahl der damaligen Zeit. Als endlich die Stände zusammentraten, fanden ihre Verhandlungen in vollkommener Freiheit und genau nach den althergebrachten Formen statt. Nach Jakob’s erster Flucht herrschte allerdings in London und in einigen Theilen des platten Landes eine beunruhigende Anarchie. Aber diese Anarchie dauerte nirgends länger als achtundvierzig Stunden. Von dem Tage, an welchem Wilhelm im St. Jamespalast ankam, hatten selbst die unpopulärsten Agenten der gestürzten Regierung, selbst die Diener der römisch-katholischen Kirche, von der Wuth des Pöbels nichts mehr zu fürchten.
Baron Thomas Babington Macaulay Macaulay
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Die Revolution in Schottland heftiger als in England.
Wahlen für die Convention.
Mißhandlung des Episkopalklerus.
Zustand von Edinburg.
Die Frage einer Union zwischen England und Schottland in Anregung gebracht.
Wunsch der englischen Niederkirchlichen, das Episkopat in Schottland beizubehalten.
Ansichten Wilhelm’s über das kirchliche Regiment in Schottland.
Comparative Stärke der religiösen Parteien in Schottland.
Schreiben von Wilhelm an die schottische Convention.
Wilhelm’s Instructionen für seine Agenten in Schottland.
Die Dalrymple.
Melville.
Jakob’s Agenten in Schottland: Dundee, Balcarras.
Zusammentritt der Convention.
Hamilton zum Präsidenten erwählt.
Wahlausschuß.
Das Schloß von Edinburg zur Uebergabe aufgefordert.
Dundee von den Covenanters bedroht.
Schreiben von Jakob an die Convention.
Wirkung von Jakob’s Schreiben.
Dundee’s Flucht.
Tumultuarische Sitzung der Stände.
Ein Ausschuß zur Entwerfung eines Regierungsplanes ernannt.
Vom Ausschuß vorgeschlagene Beschlüsse.
Wilhelm und Marie proklamirt.
Die Rechtsforderung.
Abschaffung des Episkopats.
Die Folter.
Wilhelm und Marie nehmen die Krone Schottland’s an.
Ministerielle Einrichtungen in Schottland.
Hamilton.
Crawford.
Die Dalrymple. — Lockhart.
Montgomery.
Melville.
Bildung des Clubs; Annandale, Roß.
Hume.
Fletcher von Saltoun.
In den Hochlanden bricht Krieg aus.
Zustand der Hochlande.
Eigenthümlicher Character des Jakobitismus in den Hochlanden.
Eifersucht auf den Einfluß der Campbells.
Die Stewarts und Macnaghtens.
Die Macleans.
Die Camerons; Lochiel.
Die Macdonalds.
Fehde zwischen den Macdonalds und den Mackintoshs. Inverneß.
Inverneß wird von Macdonald von Keppoch bedroht.
Dundee erscheint in Keppoch’s Lager.
Aufstand der den Campbells feindlichen Clans.
Tarbet’s Rath für die Regierung.
Unentschiedener Feldzug in den Hochlanden.
Militärischer Character der Hochländer.
Zwistigkeiten in der hochländischen Armee.
Dundee sucht bei Jakob um Unterstützung nach.
Unterbrechung des Kriegs in den Hochlanden.
Bedenklichkeiten der Covenanters, für König Wilhelm die Waffen zu ergreifen.
Aushebung des Cameron’schen Regiments.
Uebergabe des Schlosses von Edinburg.
Parlamentssession in Edinburg.
Einfluß des Clubs.
Unruhen in Athol.
Der Krieg bricht in den Hochlanden wieder aus.
Dundee’s Tod.
Mackay’s Rückzug.
Eindruck der Schlacht von Killiecrankie.
Vertagung des schottischen Parlaments.
Die hochländische Armee verstärkt.
Gefecht bei St. Johnston’s.
Unordnung in der hochländischen Armee.
Die Camerons werden nach Dunkeld verlegt.
Die Hochländer greifen das Regiment Cameron an.
Auflösung der hochländischen Armee.
Intriguen des Clubs, Zustand des Niederlandes.
Zwistigkeiten im englischen Parlament.
Russell’s Todesurtheil umgestoßen.
Umstoßung anderer Verurtheilungen.
Das Erkenntniß gegen Samuel Johnson.
Das Erkenntniß gegen Devonshire.
Das Erkenntniß gegen Oates.
Rechtsbill.
Streitigkeiten wegen einer Indemnitätsbill.
Die letzten Tage Jeffreys’.
Die Whigs unzufrieden mit dem Könige.
Maßlose Heftigkeit Howe’s.
Angriff gegen Caermarthen.
Angriff auf Halifax.
Schomberg.
Unterbrechung der Parlamentssitzungen.
Zustand Irland’s — Rath Avaux’.
Entlassung Melfort’s.
Schomberg landet in Ulster.
Carrickfergus genommen.
Schomberg rückt weiter nach Leinster.
Die englische und die irische Armee campiren nahe bei einander.
Schomberg lehnt eine Schlacht ab.
Betrügereien des englischen Kriegscommissariats.
Verschwörung unter den in englischen Diensten stehenden französischen Truppen.
Pestilenz in der englischen Armee.
Die englische und die irische Armee beziehen ihre Winterquartiere.
Verschiedene Meinungen über Schomberg’s Verfahren.
Marineangelegenheiten.
Torrington’s schlechte Verwaltung.
Die festländischen Angelegenheiten.
Gefecht bei Walcourt.
Anschuldigungen gegen Marlborough.
Der Klerus der Hochkirche über die Angelegenheit der Eide gespalten.
Argumente für Leistung der Eide.
Argumente gegen die Eidesleistung.
Die große Mehrheit des Klerus leistet die Eide.
Die Eidverweigerer.
Ken.
Leslie.
Sherlock.
Hickes.
Collier.
Dodwell.
Kettlewell. Fitzwilliam.
Allgemeiner Character des eidverweigernden Klerus.
Der Comprehensionsplan. Tillotson.
Eine kirchliche Commission ernannt.
Maßregeln der Commission.
Die Geistlichkeit unzufrieden mit dem König.
Der Klerus durch das Verhalten der schottischen Presbyterianer gegen die Dissenters erbittert.
Einrichtung der Convocation.
Wahl der Convocationsmitglieder.
Verleihung geistlicher Aemter.
Compton ist unzufrieden.
Zusammentritt der Convocation.
Die Hochkirchlichen im Unterhause der Convocation überwiegend.
Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Häusern der Convocation.
Das Unterhaus der Convocation erweist sich als unlenksam.
Die Convocation prorogirt.