Auf Gottes Wegen

S. FISCHER, VERLAG, BERLIN
1911
Alle Rechte vorbehalten
Meinem besten Freunde,
dem Staatsrat Frederik Hegel,
zur Erinnerung
Aulestad, 11. September 1889.
Nie warst Du hier; doch fast beständig Auf Schritt und Tritt begegn' ich Dir. Es ist kein Weg, kein Zimmer hier, Wo Dein Gedächtnis nicht lebendig Und mich umhegt seit jenen Jahren, Da Deine Treue, Deine Tat In meinem Kampf mir Heimat waren.
Wie oft, als ich dies Buch geschrieben, Sah mir Dein warmes Auge zu; Da waren eins wir, ich und Du Und das, was still zum Licht getrieben. Weil drum im Buch sich vielfach spiegelt Dein frischer Glaub' und echter Sinn, — Mit Deinem Namen sei's besiegelt.
Im Tauwetter, auf der Felsenkuppe nach der See zu, stand im letzten Sonnenglanz ein vierzehnjähriger Junge, ganz in sich versunken. Er blickte gen Westen übers Meer hinaus, er blickte gen Osten, auf die Stadt, den Strand, die mächtigen Berge, hinter denen noch höhere Felsengipfel emporragten. Alles in klarer Luft.
Der Sturm hatte lange und furchtbarer gewütet, als die ältesten Leute sich entsinnen konnten. Trotz der neuen Mole hatten sich Schiffe im Hafen losgerissen und waren untergegangen. Der Telegraph meldete von Schiffbrüchen die Küste entlang; in der ganzen Umgegend gab es nichts als zerrissene Netze, fortgeschwemmte Fischreusen, verschwundene Bootstege. Und immer noch hatten die Leute Angst, das Schlimmste komme noch erst.
Jetzt endlich — seit ein paar Stunden — war es vorüber; der Sturm hatte sich gelegt, die Windstöße, die ruckweise aufeinander gefolgt waren, hörten auf; kaum noch ein letzter Nachhall war zu spüren.

Bjørnstjerne Bjørnson
О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2006-11-11

Темы

Christian life -- Juvenile fiction; Norway -- Fiction

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