Sämtliche Werke 9: Novellen aus Österreich III
Ferdinand von Saars sämtliche Werke in zwölf Bänden.
Im Auftrage des Wiener Zweigvereins der Deutschen Schillerstiftung mit einer Biographie des Dichters von Anton Bettelheim herausgegeben von Jakob Minor .
Mit 5 Bildnissen, einer Wiedergabe des Grabdenkmals des Dichters und einem Briefe als Handschriftenprobe.
Neunter Band. Novellen aus Österreich. III.
Leipzig. Max Hesses Verlag.
Ferdinand von Saars
Herausgegeben von Jakob Minor.
Dritter Teil: Schicksale. — Frauenbilder. — Schloß Kostenitz.
Leipzig. Max Hesses Verlag.
Das Recht der Übersetzung behält sich der Wiener Zweigverein der Deutschen Schillerstiftung vor.
Die Novelle ist im Sommer 1887 in Blansko geschrieben und noch in demselben Jahre in der „Deutschen Dichtung“ von Karl Emil Franzos am 1. und am 15. September (zweiter Band, Heft 11 und 12, Seite 312-334 und 338-354) zuerst erschienen. Hier sollte sie den Titel: „ Vanitas “ führen, den Saar auf den Rat Franzos’ in den ursprünglichen: „ Leutenant Burda “ verändert hat. Die Handschrift hat sich Franzos nach dem Abdruck für seine Autographensammlung ausgebeten; der Dichter aber konnte ihm nicht zu Willen sein, da sie die Fürstin Salm besitzen wollte, in deren Nachlaß sie sich also wohl befinden dürfte. Früher aber hat sie der Dichter noch mit vielen, jedoch bloß stilistischen Abänderungen der Buchausgabe in der dritten Novellensammlung: „Schicksale“ (Seite 1-126) zugrunde gelegt, welche im Herbst 1888 mit der Jahreszahl 1889 erschien. Für die zweibändigen Ausgaben der „Novellen aus Österreich“ 1897 und 1904 (zweiter Band, Seite 1-81) hat Saar hie und da neuerdings zu bessern gesucht und noch in der letzten Korrektur von 1904 die Chiffre B... in Brünn aufgelöst. Eine merkwürdige Mittelstellung zwischen den Drucken von 1889 und 1897 nimmt der Abdruck in der „Wiener Mode“ 1898 (Elfter Jahrgang, 7. bis 12. Heft, Seite 294 ff., 337 f., 376-378, 415-417, 456 f., 497 f.) ein, der zwar nach der Angabe des Herausgebers auf Grund der „Novellen aus Österreich“ von 1897 veranstaltet sein soll und mit ihnen auch in der Regel übereinstimmt, wiederholt aber doch noch Lesarten der „Schicksale“ von 1889 aufweist; er muß auf eine Handschrift oder auf Korrekturbogen zurückgehen, die für den Druck von 1897 dann noch weitere Änderungen erfahren haben. Dagegen beruht die zweite Auflage der „Schicksale“ von 1897 auf demselben Satz wie die „Novellen aus Österreich“ von demselben Jahre.