Sigismund Forster

Anmerkungen zur Transkription
Das Deckblatt wurde vom Autor der Transkription erstellt und geht in die „public domain“.
Die Schreibweise im Text (wie z. B. Ae statt Ä) ist beibehalten. Offensichtliche typografische und Fehler bei der Zeichensetzung sind stillschweigend bereinigt.
Von
Ida Gräfin Hahn-Hahn.
Berlin.
Verlag von Alexander Duncker,
Königl. Hofbuchhändler.
1843.
Im Gasthof zum Stern in Bonn saß eine Gesellschaft fröhlicher Studenten beisammen. Sie tranken lebhaft und sprachen noch lebhafter über rosenrothe Mädchen und graue Professoren, und zwar nach Studentenart, nämlich so, daß am Ende sonnenklar erwiesen wurde, wie kein Mädchen hübsch genug und kein Professor geistreich genug sei, um von Studenten sonderlich beachtet zu werden. Darin stimmten Alle überein, auch die, welche eben zum Beginn der Wintervorlesungen nach Bonn gekommen waren, und folglich von dessen Professoren nur die Namen, und von dessen hübschen Mädchen nur das wußten, was ihnen die schnellgewonnenen Freunde, die schon länger da gewesen waren, von ihnen erzählten. Mitten in dieser allgemeinen Weiberverachtung sprang ein junger Mensch lebhaft auf und ans Fenster und rief:
„Sacristi! da geht ein bildschönes Mädchen!“
Die Hälfte seiner Gefährten sprang ihm nach, aber das Mädchen war schon verschwunden.

Gräfin Ida Hahn-Hahn
О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2020-01-19

Темы

German fiction -- 19th century

Reload 🗙