Flöten und Dolche: Novellen - Heinrich Mann

Flöten und Dolche: Novellen

Transcriber's Note: The original was typeset in German Fraktur. Text that was s p a c e d - o u t has been changed to italics .
Albert Langen Verlag für Litteratur und Kunst München 1905
Semblable à ces criminels d’autrefois, qui, poursuivis par la justice, étaient sauvés s’ils atteignaient l’ombre d’un autel, il essayait de se glisser dans le sanctuaire de la vie. (La Peau de Chagrin)
„Und verratet mich nicht,“ sagte Mario Malvolto zu seinen zwei Freunden. „Laßt sie glauben, ich käme zurück.“
„Du kommst nicht?“
„Ich muß nach Hause. Ich habe Kopfschmerzen . . . Nein, ich will euch gestehen, ich muß allein sein.“
„Deinen Triumph überdenken. Gute Nacht, glücklicher Dichter.“
„Schlafen wirst du kaum.“
„Wer weiß. Gute Nacht.“
Die andern gingen hinein. Mario Malvolto stand noch einen Augenblick oben an der Treppe. Hinter ihm verhallte das Bankett zu seinen Ehren. Links und rechts neigten sich tief zwei Lakaien voll goldener Schnüre. Er hielt seine schmächtige Gestalt ganz steif und schritt hinab, über den blassen, dicken Teppich, zwischen den vergoldeten Geländern.
„Diese Eitelkeit muß ausgekostet werden,“ dachte er dabei. „Drinnen arbeitete ich zu sehr an meiner Rolle. Jetzt beherrsche ich das Erlebnis.“
„Wohin fahren wir, Herr Malvolto?“ fragte der Kutscher.

Heinrich Mann
Содержание

О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2010-02-08

Темы

Short stories; German fiction

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