Flametti: oder vom Dandysmus der Armen - Hugo Ball

Flametti: oder vom Dandysmus der Armen

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Flametti oder Vom Dandysmus der Armen Roman
Hugo Ball
Emmy Hennings zugeeignet
Flametti zog die Hosen an, spannte die Hosenträger und brachte durch mehrfaches Wippen der Beine die etwas straff ansetzende Hosennaht in die angängigste Lage. Er zündete sich eine Zigarette an, stülpte die Hemdärmel auf und trat aus dem Schlafgemach in das Gasfrühlicht seiner geheizten Stube.
Kaffee! befahl er mit etwas verschlafener, rauh gepolsterter Stimme.
Er strich sich die haarigen Arme und gähnte. Trat vor den Spiegelschrank, zog sich den Scheitel. Er bürstete Hosen und Stiefel ab, setzte sich dann auf das weinrote Plüschsofa und öffnete zögernd die Schieblade des vor dem Sofa stehenden Eßtisches.
Dort befanden sich seine Rechnungsbücher, seine verschiedenen Kassen, Quittungshefte und die brandroten Briefkuverte, die die Anschrift trugen Flamettis Varieté-Ensemble .
Er stellte die Gagen zusammen—es war der fünfzehnte—und fand, daß er zu zahlen habe:
dem Jodlerterzett (Vater, Mutter und Tochter), nach Abzug der à conti Fr. 27.50
dem Kontorsionisten, nach Abzug der à conti 2.27

Hugo Ball
Содержание

О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2001-10-01

Темы

Switzerland -- Fiction

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