»Meine Brüder im stillen Busch, in Luft und Wasser«
Anmerkungen zur Transkription
Das Original ist in Fraktur gesetzt. Im Original gesperrter Text ist so ausgezeichnet . Im Original in Antiqua gesetzter Text ist so markiert .
von
Martin Braeß
4. Band der Heimatbücherei des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz Dresden 1923
Otto Wigand'sche Buchdruckei in Leipzig
Den Deutschen in Nordböhmen
als Dank für ihre dem Landesverein »Sächsischer Heimatschutz« in schwerer Zeit geleistete Hilfe
Das Leben auf unserer Erde kennt keine Schranke, kein Grenzstein ist ihm gesetzt. Und es sind nicht nur die niedrigsten Lebewesen, einzellige Algen, Pilze, Infusorien, die sich sozusagen überall einstellen, nein, wenigstens von der Tierwelt gilt es, daß sich gerade ihre höchsten Vertreter, die Wirbeltiere , die ganze Welt erobert haben.
Aus den größten Tiefen der Ozeane, wo längst keine Pflanze mehr gedeiht, wo ewige Finsternis herrscht, bis auf die Flammen, die sich die Tiere selbst anzünden, hat man eine erstaunliche Artenzahl wohlorganisierter Fische ans Licht befördert, und hoch über der Waldgrenze der Gebirge, wo nur noch kurzrasiges Gras an dem Steilhang emporklettert und niedrige Alpenblumen ihre farbensatten Sterne dem Sonnenstrahl öffnen, ja noch höher droben, wohin keine blühende Pflanze mehr folgt, wo der zackige Felsengrat nackt und tot aus dem Firnschnee zum Himmel emporstarrt, da haftet der Fuß der flüchtigen Gemse, des Steinbocks, da pfeift im Steintrümmermeer das Murmeltier vor seiner Höhle. Über allem Irdischen aber, an der blauen Glocke des Himmels, schwebt in erhabener Ruhe der Adler, der König der Lüfte.
Martin Braess
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Inhalt
Das Tier im Landschaftsbild unserer Heimat
Die volkstümlichsten Tiere der deutschen Märchen und Fabeln
Allerlei Fischräuber, bepelzt und befiedert
Malepartus, die Raubburg und Kinderstube von »Reinke de Vos«
Swinegel un sine Sippschaft
Vogelnester
Im Teichgebiet der sächsischen Lausitz
Die heimatliche Vogelwelt im deutschen Volksglauben
Schutz den schutzlosen Kriechtieren und Lurchen!
Sechsbeinig, achtbeinig und ohne Beine