Griechische Altertumskunde
Zuschauerraum und Orchestra des Theaters von Epidauros.
Von Professor Dr. Richard Maisch neu bearbeitet von Professor Dr. Franz Pohlhammer
Alle Rechte, namentlich das Übersetzungsrecht, von der Verlagshandlung vorbehalten.
Druck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig.
(Vgl. Hübner, Bibliographie der klassischen Altertumswissensch., Berlin 1889.)
Die griechische Altertumskunde will ein Bild des öffentlichen wie häuslichen Lebens der alten Griechen nach seiner durch die Eigentümlichkeit von Land und Leuten gegebenen Grundlage, seiner zeitlichen Entwicklung wie örtlichen Verschiedenheit innerhalb der einzelnen Staaten geben. Indem sie die Formen dieses Lebens als Einrichtungen und Zustände ins Auge faßt, zeichnet sie den Schauplatz, auf welchem die Personen handeln und die Ereignisse sich abspielen, welche den Inhalt der Geschichte ausmachen. Weil nun aber die Überlieferung eine sehr ungleichmäßige und lückenhafte ist, so kann die Darstellung nicht bei allen Staaten und Zeiträumen gleichmäßig verweilen; sie wird sich da reicher gestalten, wo der Strom jener Überlieferung reicher fließt, oder wo die geschichtliche Anteilnahme eine lebhaftere ist.
So gebietet die Beschaffenheit unserer Quellen die Beschränkung auf die beiden Städte, welche in der Geschichte Griechenlands die hervorragendste Rolle gespielt und die Eigenart der beiden Hauptstämme, des ionischen und dorischen, am schärfsten ausgeprägt haben: Athen und Sparta. Und auch hier können wir nicht die gesamte Kulturentwicklung von ihren Anfängen bis zum schließlichen Absterben genauer verfolgen, sondern müssen uns in der Hauptsache mit einer näheren Betrachtung der eigentlich „klassischen“ Zeit des griechischen Altertums, des 5. und 4. Jahrhunderts vor Chr. begnügen.
Unsere Kenntnis des griechischen Altertums schöpfen wir teils aus literarischen, teils aus monumentalen Quellen.
Die zweite Gattung bilden die monumentalen Quellen. In besonderem Maße gilt von dem griechischen Altertum das Dichterwort:
Richard Maisch
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Inhaltsverzeichnis.
Verzeichnis der Vollbilder.
Literatur.
Einleitung.
§ 1. Begriff der griechischen Altertumskunde.
A. Das Land.
B. Das Volk.
§ 11. Geschichtliche Grundlagen der Verfassung Spartas.
§ 12. Periöken und Heloten.
§ 13. Die Spartiaten.
§ 14. Das Königtum.
§ 15. Die Gerusie.
§ 16. Die Ephoren.
§ 17. Die Volksversammlung.
§ 18. Die spartanische Zucht (ἀγωγή).
§ 19. Heerwesen und Kriegführung.
A. Verfassungsgeschichte.
B. System der Staatsverfassung.
Das Rechtswesen.
Das Finanzwesen.
Innere Verwaltung.
Der Kultus.
Das Kriegswesen.
C. Häusliches Leben.
§ 64. Das Gastrecht.
§ 65. Tempelvereine (Amphiktyonien).
§ 66. Staatenvereine.
§ 67. Nationalfeste.
§ 68. Die olympische Feier.
§ 69. Tiryns und Mykenä.
§ 70. Die Akropolis von Athen.
§ 71. Olympia.
§ 72. Pergamon.
Deutsches Register.
Griechisches Register.
Fußnoten
Bemerkungen zur Textgestalt