Der Flieger
Anmerkungen zur Transkription
Das Original ist in Fraktur gesetzt. Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; offensichtliche Druckfehler korrigiert.
Worte in Antiquaschrift sind kursiv dargestellt.
von
Rudolf Hans Bartsch
Ullstein Bücher
Eine Sammlung zeitgenössischer Romane
Ullstein & Co / Berlin und Wien
Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten.
Amerikanisches Copyright 1915 by Ullstein & Co, Berlin.
»Geordnet Leben, ehelich Leben macht Stalltiere, die in der freien Wildnis und im Losbruch aller Kräfte zugrunde gehen. Raub und Einbruch: das ist ein unentbehrlich Stück Mann!«
Jetzt hatte er's. Wahr' dich, Wildling; wahr' dich, Tikosch Gabor! Unten auf der Erde brüllte es, um ihn jaulten und sausten die Kugeln, und er flog um Leben und Tod! Der Motor gab her, was er konnte, und sein tiefes Donnern übergrollte das Knattern der Flintenschüsse da unten. Nur wenn eine Kugel Metall faßte oder an die Versteifungsdrähte streifte, da biß sich ihr hohes Wimmern durch das Geratter der Maschine. Der Wind sauste nicht so schneidend durch die Drähte als dieses Jammern der Geschosse, die blutdürstig aufschrien, wenn sie vorbeigingen. Wie das hundertfache Juchzen betrunkener Sennbuben mochte es in einem fort gehen. Uii, wiiiiu! Aber Tikosch Gabor hörte es nicht. Der Motor donnerte tief und metallen; und Tikosch flog wie im Fieber. Er wußte nicht, war er verwundet, lebte er überhaupt? Das Blut brauste ihm und rollte in eins zusammen mit dem knatternden Rasen seines Flugzeugs.