Seekriege und Seekriegswesen, Zweiter Band / in ihrer weltgeschichtlichen Entwicklung. Mit besonderer Berücksichtigung der grossen Seekriege des XVII. and XVIII. Jahrhunderts.

George Brydges Rodney
in ihrer weltgeschichtlichen Entwicklung Mit besonderer Berücksichtigung der großen Seekriege des XVII. und XVIII. Jahrhunderts von Rudolph Rittmeyer Kontre-Admiral z. D.
Zweiter Band Von 1739–1793 Mit zahlreichen Porträts, Abbildungen und Skizzen Berlin 1911 Ernst Siegfried Mittler und Sohn Königliche Hofbuchhandlung
Alle Rechte aus dem Gesetz vom 19. Juni 1901 sowie das Übersetzungsrecht sind vorbehalten.

Die günstige Beurteilung des ersten Bandes hat mich bestimmt, den zweiten nach den gleichen Grundsätzen zu bearbeiten. Auch Einteilung und Anordnung des Stoffes sind die gleichen geblieben, um Übersicht und Nachschlagen zu erleichtern.
Mein Bestreben ging und geht vor allem dahin, die besten Quellen der verschiedenen Völker über die Tätigkeit ihrer Marinen, die naturgemäß manches für eine allgemeine Seekriegsgeschichte nicht Notwendige enthalten und mehr oder weniger national gefärbt erscheinen, sorgsam zu prüfen sowie gegeneinander abzuwägen, um eine möglichst objektiv gehaltene Darstellung der Seekriege in ihren wichtigsten Ereignissen geben zu können.
Je weiter aber die Geschichte fortschreitet, um so reichlicher fließen die Quellen; infolgedessen hat die Bearbeitung des zweiten Bandes mehr Zeit erfordert, als ich voraussetzte. Auch beanspruchte die Schilderung der Seekriege größeren Raum, als ich für sie in Aussicht genommen hatte, insbesondere der See- und Kolonialkrieg Englands gegen seine aufständischen Kolonien in Nordamerika, sowie gegen Frankreich, Spanien und Holland, der ereignisreichste und wohl lehrreichste Seekrieg, der je ausgefochten wurde. Ich habe deshalb den zweiten Band auf die Darstellung der Ereignisse von 1739–1793 beschränken müssen. Auch dieser Zeitraum ist gewissermaßen in sich abgeschlossen, weil er die großen Seekriege umfaßt, die in erster Linie dem Kolonialbesitz gelten.
Wie im ersten Bande und aus den gleichen, dort im Vorworte angeführten Gründen habe ich die Kriege, die für die allgemeine Geschichte, sowie für die Entwicklung des Seekriegswesens von geringerer Bedeutung sind, unter der Bezeichnung „Nebenkriege“ nur kurz behandelt. Diejenigen, die sich in der Ostsee abspielen, sind zwar für uns Deutsche wohl bemerkenswert, aber ich habe doch von ihrer ausführlicheren Darstellung absehen zu können geglaubt, weil Vizeadmiral Kirchhoff in seinem 1907 und 1908 erschienenen Werke „Seemacht in der Ostsee“ diese Vorgänge eingehend schildert und dabei auch die innere Geschichte der nordischen Marinen in ähnlicher Weise behandelt, wie ich es bei der englischen, französischen und holländischen getan habe.

Rudolph Rittmeyer
О книге

Язык

Немецкий

Год издания

2020-11-23

Темы

Naval history; Naval art and science -- History

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