Der Weltuntergang: Eine Phantasie aus dem Jahre 1900
Vincenz Chiavacci. Der Weltuntergang.
Im Verlag von Adolf Bonz & Comp. sind von demselben Verfasser ferner erschienen:
Kleinbürger von Groß-Wien. Ernstes und Heiteres aus dem Wiener Volksleben. Oktav. — Geheftet M. 3.60, elegant gebunden M. 4.80.
Wiener vom alten Schlag. Heitere und ernste Bilder aus dem Volksleben der Kaiserstadt. Oktav. — Geheftet M. 3.60, elegant gebunden M. 4.80.
Wiener Typen. Humoristische Bilder aus dem Wiener Leben. Oktav. — Geheftet M. 3.60, elegant gebunden M. 4.80.
Eine die’s versteht. Lokal-politische Standreden der Frau Sopherl vom Naschmarkt. Oktav. — Geheftet M. 2.—, elegant gebunden M. 3.—
Eine Phantasie aus dem Jahre 1900 von Vincenz Chiavacci.
Illustriert von Emil Ranzenhofer.
Stuttgart. Verlag von Adolf Bonz & Comp. 1897.
Druck von A. Bonz’ Erben in Stuttgart.
Es war im Spätsommer des Jahres 1899. Als ob das sterbende Jahrhundert allen übrigen noch in letzter Stunde den Rang ablaufen wollte, hatten sich die Ereignisse in den Neunziger-Jahren in fieberhafter Hast gejagt. Das Flugproblem war endgültig gelöst. Die Beförderungsweise war zwar noch etwas kostspielig; dennoch unternahm man schon waghalsige Expeditionen und plante sogar einen Entdeckungsflug nach dem Nordpol. Fast mehr noch als die überraschenden Erfolge auf dem Gebiete der technischen Wissenschaften wurde die Menschheit von den Fragen der politischen und socialen Gesellschaftsordnung in Atem gehalten. Seit Monaten schwebte schon das Damoclesschwert eines aller Voraussicht spottenden, in seinen verheerenden Wirkungen unabsehbaren Weltkrieges über der Menschheit.
Die europäischen Großmächte hatten die Steuerkräfte der Völker auf’s höchste angespannt, um die ungeheuerlichen Summen aufzubringen, welche die Heeresausrüstungen verschlangen.