Der Selbstarzt bei äußeren Verletzungen und Entzündungen aller Art / Oder, das Geheimniß, durch Franzbranntwein und Salz alle Verwundungen, Lähmungen, offene Wunden, Brand, Krebsschäden, Zahnweh, Kolik, Rose, sowie überhaupt alle äußern und innern Entzündungen ohne Hülfe des Arztes zu heilen.
Oder: Das Geheimniß, durch Franzbranntwein und Salz
alle Verwundungen, Lähmungen, offene Wunden, Brand, Krebsschäden, Zahnweh, Kolik, Rose, sowie überhaupt alle äußern und innern Entzündungen ohne Hülfe des Arztes zu heilen.
Ein unentbehrliches Handbüchlein für Jedermann.
Herausgegeben von dem Entdecker des Mittels William Lee. Aus dem Englischen. Dritte Auflage.
Quedlinburg und Leipzig. Druck und Verlag von Gottfr. Basse. 1845.
Während in einem entlegenen Winkel Deutschlands ein Nichtarzt, Prießnitz , das Wasser mit Erfolg zur Heilung der mannichfachsten Uebel verwendete, hatte in einem Winkel Frankreichs ein anderer Nichtarzt, William Lee , ein in Frankreich ansässiger Engländer, die anti-entzündlichen Eigenschaften entdeckt, welche einer nach gewissen Verhältnissen gemachten Mischung von Franzbranntwein und Salz innewohnen. William Lee wandte anfänglich seine Mittel nur auf alle ihm vorkommenden äußern Entzündungen und Verletzungen an, versuchte sich indeß hierauf auch an inneren entzündlichen Uebeln, und war in allen seinen Kuren glücklich. Nach fünfjährigen Erfahrungen, im Jahre 1835, glaubte er endlich das Publikum auf die von ihm entdeckten Eigenschaften seines Mittels in einem öffentlichen englischen Blatte zum Nutzen der leidenden Menschheit aufmerksam machen zu müssen. Da sein Medicament und die einfache Anwendung desselben die Hülfe eines Arztes ganz entbehrlich macht, so bedarf es wohl kaum angeführt zu werden, daß die Aerzte sich gegen ihn erhoben und seine mitgetheilten Erfahrungen und Kuren für Lügen erklärten. Erging es doch dem Wasserdoctor Prießnitz in Deutschland nicht anders.
Das Publikum, und besonders der gewerbetreibende Theil desselben, war indeß durchaus nicht einer Meinung mit den entrüsteten Aerzten; man bediente sich hauptsächlich in den Fabrik-Distrikten Englands des mit Salz gemischten Franzbranntweins bei allen äußern Verletzungen, und befand sich vortrefflich dabei. Die kleinen englischen Volksblätter fingen an, zum Verdruß der Aerzte von Artikeln über schnelle Heilungen dieser Art zu wimmeln, von denen der Verfasser vorliegender Broschüre eine lange namentliche Liste angefertigt und seiner Schrift hinzugefügt hat, die in der deutschen Bearbeitung jedoch füglich wegbleiben durfte.
William Lee
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Zubereitung des Medicaments.
Schwindel.
Andrang des Blutes nach dem Kopf.
Kopfschmerzen
Augenentzündung.
Hirnentzündung.
Zahnschmerz.
Ohrenschmerz oder Ohrenzwang.
Harthörigkeit und Taubheit.
Zahngeschwüre.
Ausschlag im Gesicht oder auf dem Kopf.
Wechselfieber und Fieberanfälle überhaupt.
Kolik.
Cholera.
Bräune und Halsentzündung.
Unterleibsentzündung.
Seitenstiche.
Rheumatismus.
Gicht und rheumatische Gichtanfälle.
Verbrühungen und alle Arten von Brandwunden.
Frostbeulen.
Heftige Nervenzufälle, Delirium und Anfälle von Raserei.
Krebsschäden.
Schwindsucht.
Asthma.
Schnupfen, Husten und Erkältungen.
Verrenkungen und Verstauchungen.
Lähmungen durch Schlaganfälle.
Bisse von giftigen Schlangen oder anderm Gewürm.
Wespen- und Bienenstiche.
Die Rose und alle Arten von äußerlichen Entzündungen.
Tic douloureux.
Gallenübel.
Alte Schäden und offene Wunden.
Beulen und Geschwüre.
Schnittwunden.
Lendenreißen und Rückgrathschmerzen.
Indigestion oder Unverdaulichkeit.
Anwendung des Medicaments bei Kindern.
Schluß.