Threnodie XV - Jan Kochanowski; Spiridion Wukadinović

Threnodie XV

Erato goldgelockt und du auch, holde Leier,
Den Menschen als ein Trost in Leid und Sorgen teuer,
Stillt auf ein Weilchen nur mir den gequälten Sinn,
Eh eine Säul’ aus Stein ich noch im Felde bin,
Aus deren Marmel es wie blut’ge Tränen quillt,
Ein Denkmal schweren Leids, ein unglückselig Bild!
Irr ich, dass wenn der Mensch auf andrer Nöte blicket,
Er sich in eigenen Verlust viel leichter schicket?
Unsel’ge Mutter, (wenn dem Unglück man zu Schulden
Das buchen kann, was wir durch unsre Torheit dulden),
Wo sind die Söhne dir, die Töchter hin entschwunden?
Wohin der Trost, wohin die Freude froher Stunden?

Jan Kochanowski
Spiridion Wukadinović
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О книге

Язык

Польский

Год издания

2014-02-19

Издатель

Fundacja Nowoczesna Polska

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