6. Kongressberichte.
Internationaler botan. Kongreß London 1866. Eine gewisse Berühmtheit hat für uns dieser Kongreß (und die International horticultur exhibition in London 1866) erlangt, da auf ihm der Name «Cinchona» statt «Tschintschona», wie MARKHAM wegen der Aussprache des Namens der Gräfin Anna von Chinchon [spr. Tschintschon] zu schreiben wünschte, definitiv festgesetzt wurde.
Actes du Congrès international des botanistes à Amsterdam 1877 (hatte eine Sektion Chinarinden). —
F. HEIM, Compte rendu des travaux de la première Réunion internationale d’Agronomie coloniale provoquée par la Société française de colonisation. Paris 1906.
Ferner: die Berichte über die internationalen pharmazeutischen Kongresse (Braunschweig 1865, Paris 1867, Wien 1869, Petersburg 1874, London 1881, Brüssel 1885, Chicago 1893, Brüssel 1898, Paris 1900 — besonders die zwei letzten) und die Sektionen Pharmazie, Pharmakologie, Pharmakognosie einiger medizinischer Kongresse (z. B. Moskau 1897).
Sodann sind wichtig: Die Verhandlungen der Sektion Pharmazie der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte, früher im «Tageblatt» jetzt in den «Verhandlungen» publiziert (über sie berichtet auch die pharm. Fachpresse eingehend). Zum ersten Male finden wir eine selbständige Sektion Pharmazie — JOH. BART. TROMMSDORFF war ihr Begründer — auf der Versammlung in Hamburg 1830, zum zweiten Male in Jena 1836, dann 1837 in Prag, 1839 in Pyrmont, zuletzt 1841 in Braunschweig. Nach 43jährigem Schlafe wurde sie dann 1884 in Magdeburg neu in den Kreis der Sektionen eingefügt und ist seitdem zuerst in der medizinischen, dann in der naturwissenschaftlichen Gruppe dauernd erhalten geblieben. Sie trägt jetzt meist den Namen «Sektion Pharmazie und Pharmakognosie».