6. Physikalische Anstalt.

Im Jahre 1835 bildete das physikalische Kabinet einen Theil des im Jahre 1821 gegründeten naturwissenschaftlichen Museums, und es war ihm ein Raum im Falkensteiner Hof zu ebener Erde links eingeräumt. Vorsteher desselben war Chr. Fr. Schönbein, der an der Universität zugleich die Chemie und Physik vertrat und die letztere Wissenschaft auch in der obersten Klasse des Pädagogiums (obern Gymnasiums) lehrte. Die Apparate des Kabinets dienten zu den die Vorträge begleitenden Demonstrationen, so wie auch zu den Forschungen des Professors, die, soweit sie die Physik betrafen, hauptsächlich dem Gebiete des Voltaismus angehörten. Im Jahre 1849 siedelte die physikalische Anstalt mit den andern wissenschaftlichen Sammlungen in das neuerbaute Museum an der Augustinergasse über; sie erhielt daselbst zu ebener Erde links einen schönen grossen Saal, der sich aber der feuchten Nordlage wegen nicht besonders zur Aufbewahrung der Instrumente eignete; der daran stossende speziell für die physikalischen Vorlesungen bestimmte Hörsaal wurde seiner schlechten akustischen Eigenschaften wegen nur selten entsprechend seiner Bestimmung gebraucht und diente später mehr als Laboratorium. Durch das Gesetz vom 30. März 1852 wurde der Lehrstuhl der Physik von dem der Chemie abgetrennt und Herrn Christoph Stähelin sel. übertragen; Gesundheitsrücksichten nöthigten diesen, schon nach Ablauf eines Jahres zurückzutreten, und es wurde als Professor der Physik an der Universität Herr Dr. Gustav Wiedemann, bis dahin Privatdocent in Berlin, berufen. Dieser wusste nicht nur durch seinen frischen und anregenden Vortrag die Studierenden und ein weiteres wissenschaftliches Publikum für die Physik zu interessieren, sondern er hat auch in den äusserst mangelhaften Laboratoriumsräumen bedeutende wissenschaftliche Arbeiten, besonders aus der Lehre des Galvanismus und Magnetismus zu Tage gefördert. Im Jahre 1863 verliess er nach zehnjähriger reicher Thätigkeit Basel und wandte sich einem weiteren Wirkungskreise in Deutschland zu; der Lehrstuhl der Physik in Basel wurde nunmehr dem Unterzeichneten anvertraut. Die bedeutenden Fortschritte auf dem Gebiete der experimentellen Wissenschaften und die damit stets wachsenden Anforderungen bezüglich passender Einrichtungen für Forschung und Demonstration liessen den Mangel der Räumlichkeiten im Museum stets mehr empfinden und dem Wunsche, der Physik und Chemie eine neue Stätte zu bereiten, konnte entsprochen werden, als die Akademische Gesellschaft sich mit der Kommission, welche den beim Universitätsjubiläum 1860 gestifteten Sternwartefond verwaltete, zu gemeinsamem Vorgehen verständigte und mit noch weiterer Unterstützung von Seite des Staates, des Universitätsvermögens, der Stadtgemeinde, des Museumsvereines, der Gemeinnützigen Gesellschaft und mancher Freunde der Universität auf dem hohen Wall in der Nähe des Petersplatzes eine neue Anstalt für Physik, Chemie und Astronomie gründete, in Erinnerung an die berühmten Basler Mathematiker Bernoullianum nannte und im Jahre 1874 der Universität als Geschenk übergab; nahezu 90% der für Bau und Ausrüstung nöthigen Summe von ungefähr Fr. 410,000 sind auf Privatweg durch freiwilligen Opfersinn beigesteuert worden. Die physikalische Anstalt nimmt nun die westliche Hälfte dieses Gebäudes ein. Sie hat zu ihrer Verfügung einen hellen trockenen Saal für die Instrumentensammlung, einen zweckmässigen Hörsaal für die Universitätsvorlesungen, ein praktisch eingerichtetes Laboratorium, in dem zeitweise vorgerücktere Praktikanten wissenschaftliche Forschungen machen und regelmässig die Uebungen der Studierenden der Medicin und der Naturwissenschaften abgehalten werden; ferner ein Zimmer und ein Laboratorium für den Professor der Physik, der zugleich Vorsteher der Anstalt ist, die nöthigen Lokalitäten für Aufstellung der galvanischen Batterie, photometrische Messungen und für Versuche, die grosse Höhe verlangen, einen Maschinenraum und eine mechanische Werkstätte, in welcher der Gehilfe die für Forschung und Demonstration nöthigen Konstruktionen und Reparaturen ausführen kann. Im ersten und zweiten Stock sind die Räumlichkeiten und Instrumente für die Meteorologie und die Astronomie; sie stehen mit der Physik unter der gleichen Direktion und werden seit einigen Jahren von Herrn Dr. Albert Riggenbach besorgt, der freiwillig die Assistentenstelle für die beiden genannten Wissenschaften versieht. Ein grosser ungefähr 450 Personen fassender Hörsaal in der Mitte des Gebäudes eignet sich auch besonders zu physikalischen Demonstrationen und wird jeden Winter regelmässig bei öffentlichen populären Vorträgen zur Verbreitung physikalischer Kenntnisse in weiteren Kreisen benützt. In den verflossenen elf Jahren, während welcher die Physik im Bernoullianum haust, wurde manches zur Vervollkommnung gethan. Der Vorsteher war stets bestrebt, die Sammlung der Instrumente und die Einrichtungen für Demonstration und Forschung zu vervollständigen und, so weit es die sehr bescheidenen Mittel gestatteten, dem steten Fortschritt der Wissenschaft entsprechend den Bedürfnissen anzupassen; in dieser Hinsicht möchten wir besonders erwähnen die Aufstellung der astronomischen Instrumente im Jahre 1878, worauf die Akademische Gesellschaft etwas über Fr. 32,000 aus dem von ihr übernommenen Sternwartefond verwandte, und die Installation eines Gasmotors und einer Dynamomaschine mit den nöthigen Einrichtungen für Projektion mit elektrischem Licht im Jahre 1881, wozu der Ertrag besonderer Vorträge und freiwillige Gaben von Freunden der Wissenschaft die Mittel mit ungefähr Fr. 11,000 liefern mussten.

Die Kosten für Laboratorium und Sammlung werden theils aus dem Staatskredit, theils aus Beiträgen der Akademischen Gesellschaft und des Museumsvereins, theils aus Geschenken verschiedener Freunde der Anstalt bestritten; in den verflossenen elf Jahren kamen ausser der auf Anschaffung der astronomischen Instrumente schon erwähnten Summe folgende Einnahmeposten der physikalischen Anstalt zu:

vom Staate direktFr.13,800.—
von freiwilligen Gesellschaften»10,572.—
von Freunden»19,826.—

also durchschnittlich im Jahr Fr. 4000.—, wovon der Staat 31%, die freiwilligen Gesellschaften 24% und die Freunde 45% gaben; es wurden somit von den Ausgaben für die physikalische Anstalt mehr als zwei Drittel durch freiwillige Privatbeiträge gedeckt. Ausserdem sind, wie das Schenkbuch aufweist, noch manche verschiedene theils sehr werthvolle Apparate, wobei wir ganz besonders die von Herrn Handmann-Howald sel. uns übergebenen elektrischen Instrumente erwähnen, so wie auch Präparate, Bücher, Photographieen und Zeichnungen von manchen Gönnern unserer Anstalt geschenkt worden.

Nähere Auskunft über die Geschichte und Einrichtung der physikalischen Anstalt geben folgende Druckschriften:

Jahresberichte über die physikalische Anstalt werden seit 1879 als Beilage zum Jahresbericht der Akademischen Gesellschaft gedruckt.

Ed. Hagenbach-Bischoff.


7. Chemische Anstalt.

In den siebzehn ersten Jahren der Periode 1835-1885 ist die im vorigen Abschnitt skizzierte Geschichte der physikalischen Anstalt zugleich diejenige der Chemischen. Auch nach der im Jahr 1852 erfolgten Trennung der Lehrstühle für Physik und Chemie blieben beide Institute, sowohl im Falkensteiner Hof als im Museum und später im Bernoullianum neben einander, und theilten ein so ähnliches Schicksal, dass wir — um bereits Gesagtes nicht zu wiederholen — uns kurz fassen können.

Der Glanzpunkt in der Geschichte der Anstalt fällt in die Zeit des Falkensteiner Hofes, wo, mit geringen Mitteln ausgeführt, die Epoche machenden Arbeiten von Schönbein über das Ozon und die Schiessbaumwolle die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Welt auf Basel lenkten. Heute, nachdem die Zahl ähnlicher Fälle von Allotropie und salpetersauren organischen Verbindungen sich ausserordentlich vermehrt hat, ist man kaum noch im Stande, die Summe von Scharfsinn zu würdigen, welche solche Entdeckungen erforderten, und das Aufsehen zu begreifen, welches sie damals hervorriefen. Dass schon vor Schönbein ein explodierbares Nitroamylum bekannt war, und dass nicht Er, sondern Genfer Forscher die wahre Natur des Ozons erkannten, vermindert durchaus nicht sein hohes Verdienst.

Durch seine geniale Persönlichkeit wirkte Schönbein auch als Lehrer äusserst anregend; aber die Spezialität seines Forschungsgebietes, die Originalität seiner Untersuchungsmethoden, sein Bedürfniss als Pionier der Wissenschaft, frei und unabhängig seine eigenen ungebahnten Wege zu gehen, alles dies und wohl auch der Mangel au Platz brachten es mit sich, dass er nur wenige Bevorzugte in sein Laboratorium aufnahm und den praktischen Unterricht, namentlich in der Analyse und in der organischen Chemie, nie streng schulmässig betrieb. Es fehlte in Basel ein eigentliches Praktikantenlaboratorium im modernen Sinne. Und doch wurde der Mangel eines solchen immer fühlbarer.

Die Erweiterung der medicinischen Fakultät, die Einführung des schweizerischen Konkordates für ärztliche Prüfungen, der enorme Aufschwung der organischen Chemie und der für Basel wichtigen Fabrikation künstlicher Farbstoffe, erforderten eine Berücksichtigung im chemischen Unterricht der philosophischen Fakultät. Dies war die nächste Aufgabe des nach dem Tode Schönbeins (1868) als dessen Nachfolger (1869) berufenen Unterzeichneten; welcher Aufgabe, Dank der wohlwollenden Unterstützung von Behörden und Privaten, zum Theil schon im alten Lokal im Museum, besser im neuen Bernoullianum (1874) entsprochen werden konnte.

Im neuen Gebäude erhielt die chemische Anstalt die östliche Hälfte mit Hörsaal, Vorbereitungszimmer, Sammlung, Arbeitszimmer und Privatlaboratorium des Vorstehers, analytisches und technisches Laboratorium für circa 25 Praktikanten, Wagen- und Bibliothekenzimmer, Werkstätte, Vorrathsräume, Keller und Hof. Während der daselbst verbrachten 23 Semester haben 414 Praktikanten (durchschnittlich 18 Praktikanten ohne Lehrer und Assistenten) in 10-45 wöchentlichen Stunden regelmässig gearbeitet. Bei der im Sommer 1885 erreichten Zahl von 41 Praktikanten waren allerdings die Nachtheile einer Ueberfüllung stark zu spüren. Der Vorsteher wurde für die Vorlesungen und das Praktikum, ausser von einem Diener, von je einem oder zwei, im ganzen acht verschiedenen Assistenten unterstützt, von denen drei habilitiert waren und in der Anstalt Spezialvorlesungen hielten.

Von wissenschaftlichen Arbeiten, die aus dem Institut hervorgegangen sind, können summarisch erwähnt werden solche über Chrysin und Tectochrysin, Resorcin, Nitrokresole, Cantharidin und Orthoxylol, Protamin, Anthrachinon, chemisch-physikalische Versuche (Piccard und Schüler); ferner zahlreiche Ergänzungen in den höheren Fettreihen, Dank einer verbesserten Methode der Destillation im luftleeren Raum (Krafft und Schüler); Untersuchungen in der unteren Fettreihe (Kahlbaum); neuerdings die Entdeckung von mehrfachen Chinoylen und Hexaoxybenzol, aus Chinon sowohl, als bei der merkwürdigen Synthese aus Kohlenoxydkalium (Nietzki und Schüler); und in anderen Gebieten von Hagenbuch, Salomon, Fèvre, Beck und Passavant, Andeer u.s.w. Zahlreiche Arbeiten in der angewandten Chemie wurden endlich vom Unterzeichneten während einer provisorischen Amtsdauer als Kantonschemiker ausgeführt, wodurch die chemische Anstalt, soweit als möglich ohne Beeinträchtigung ihres akademischen Charakters, in beständiger Fühlung mit der Basler Bürgerschaft und der Basler Industrie geblieben ist.

Die finanzielle Lage der Anstalt ist zwar im Vergleich mit ähnlichen Instituten scheinbar sehr bescheiden, indem wir gesetzlich vom Staate, ausser Assistenz, Bedienung, Heizung, Beleuchtung und baulicher Unterhaltung, bloss 3000 Fr. erhalten; aber allen wirklichen Bedürfnissen ist bisher auf die eine oder die andere Weise stets entsprochen worden. Von der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft, vom Museumsverein, von zahlreichen Freunden der Universität, von chemischen Fabrikanten, von Sanitätsbehörden für hygienische Untersuchungen u.s.w. hat die chemische Anstalt in den elf Jahren an Geld- und Naturalbeiträgen über 20,000 Fr. empfangen, also circa ⅖ der gesammten Laboratoriumseinnahmen. Wir haben die auf lange Erfahrung gegründete Ueberzeugung, dass, so lange die Anstalt ihrem wissenschaftlichen und praktischen Zweck entspricht, sie nicht Noth leiden wird.

Jules Piccard.


8. Botanische Anstalt.

Die Geschichte der botanischen Anstalt reicht zurück bis zum Jahre 1588, als beim unteren Collegium ein kleiner botanischer Garten angelegt wurde.

Etwas über hundert Jahre später, 1692, gründete man beim Spital auf einem grösseren, etwa zwei Juchart umfassenden Areal einen neuen Garten, welcher der Pflege wissenschaftlich und medicinisch wichtiger Pflanzen gewidmet war. Um die Erweiterung und den Ausbau dieser Anstalt machte sich besonders Werner de Lachenal verdient. Im Bunde mit den Behörden und durch Aufwendung beträchtlicher eigener Mittel gelang es ihm, um 1777 eine ordentliche Professor-Wohnung zu erstellen, und die Sammlungen der Anstalt, besonders die Bibliothek, nach und nach zu erweitern.

Als jedoch im vierten Decennium unsres Jahrhunderts das neue Spital erbaut wurde, ergab sich die Notwendigkeit, auch das Areal des botanischen Gartens mit der neuen Anstalt zu vereinigen. In Folge dessen kam zwischen der Erziehungsbehörde und dem Stadtrathe ein Vertrag zu Stande, in welchem die Verlegung des botanischen Gartens beschlossen wurde. Dieser Vertrag erhielt am 7. August 1838 die Genehmigung des Grossen Rathes und wurde in den Jahren 1838-1842 zur Ausführung gebracht.

Die neue botanische Anstalt wurde vor das Aeschenthor verlegt (jetzt St. Jacobstrasse 6). Um das Areal zu beschaffen, kaufte löbl. Spitalpflegamt das Schneider'sche Gut an, das an Flächeninhalt ungefähr 3 Juchart und 218 Ruthen betrug. Durch weiteren Ankauf Seitens löbl. Akademischer Gesellschaft wurde dieser Raum soweit vermehrt, dass das ganze Grundstück fast 4 Juchart umfasste. Auf diesem Gebiet fand unter Professor Meissner die Neugründung der Anstalt statt. Die äussere Gestalt, welche dieselbe dabei erhielt, war diejenige, welche sie bis heute behalten hat; der ganze Entwicklungsprozess aber fällt nach Obigem in denjenigen engeren Zeitraum, welchen diese Geschichte behandelt.

Wie die ältere, so zerfiel auch die neue Anstalt in zwei Theile, das Institut im engeren Sinne nebst der Professor-Wohnung und den Garten mit den Gewächshäusern.

Was zunächst den Garten anbelangt, so wurde als Eintheilungsprincip das de Candolle'sche System zu Grunde gelegt und die annuellen Gewächse, Stauden und Sträucher nach dem früher gebräuchlichen Verfahren auf parallele Beete gepflanzt. Daneben wurde ein besonderes Quartier für offizinelle Gewächse bestimmt. — Durch die vereinte Thätigkeit der hohen Regierung, des löbl. Stadtrathes, der löbl. Gemeinnützigen Gesellschaft, sowie einer zu dem Zweck veranstalteten Subskription gelang es, ein geräumiges, aus drei Abtheilungen, Kalt-, Temperirt- und Warmhaus bestehendes Gewächshaus zu erstellen, dem sich in der Folge ein Vermehrungs- und ein kleineres Haus zur Aufbewahrung von Kalthauspflanzen anschloss.

Als sich in der Folge das aus Holz erstellte grosse Gewächshaus als unzulänglich erwies, wurde es im Jahre 1862 durch ein neues, geräumigeres und aus Eisen konstruiertes ersetzt, zu dessen Bau die hohe Regierung Fr. 25,000 und der Reservefond der Universität Fr. 10,000 beitrug. Im Jahre 1865 wurde auf dem Areal des botanischen Gartens ein Polizeiposten und in Verbindung damit eine Gärtnerwohnung erbaut und endlich im Jahre 1881 an Stelle des alten, baufällig gewordenen Vermehrungshauses ein neues, aus Eisen gefertigtes errichtet, das sich in jeder Richtung als zweckmässig erwiesen hat.

Damit gelangen wir zur Besprechung des Instituts. Ursprünglich war dasselbe, vom Unterrichtszwecke abgesehen, wesentlich systematischen Aufgaben gewidmet; die verfügbaren Räume dienten lediglich zur Aufstellung der Herbarien und der Bibliothek. Im Laufe der Zeit machte sich jedoch mehr und mehr das Bedürfniss geltend, auch der anatomisch-physiologischen Richtung in der Wissenschaft Rechnung zu tragen. Nachdem schon Professor Schwendener in diesem Sinne die ersten Schritte gethan hatte, wurden seinem Nachfolger Professor Pfeffer die Mittel zur Einrichtung eines eigentlichen kleinen Laboratoriums bewilligt und zur Unterhaltung und weiteren Ausbildung desselben von löbl. Akademischer Gesellschaft ein jährlicher Beitrag von Fr. 500 ausgesetzt. Mit Hilfe dieser Mittel wurden im Laufe der letzten Jahre nach und nach die ersten und notwendigsten Apparate herbeigeschafft, welche zur Ausführung der einfacheren physiologischen Versuche erforderlich sind. Um endlich dem Bedürfniss nach einigen grösseren Instrumenten und Apparaten, vor allem nach einem den heutigen Anforderungen entsprechenden, vollständigen Mikroskope, zu genügen, wurde im verflossenen Jahre von hoher Regierung und löbl. Akademischer Gesellschaft ein Extrakredit von Fr. 2,500 bewilligt.

Wir dürfen diese Zeilen mit dem Bemerken schliessen, dass die botanische Anstalt in lebendiger Entwicklung begriffen ist. Möge sie trotz ihres Alters immer jung bleiben, wie der Gegenstand ihres Studiums, die immer sich neu verjüngende Pflanzenwelt.

H. Vöchting.