Congestionen.
Der Umstand, daß du ledig bist,
Vermag mich wohl zu hindern,
Zu fragen, wie’s dem Weibchen geht
Und deinen lieben Kindern:
Hingegen, wie’s dir selber geht,
Dem stolzen Junggesellen,
Und ob du’s wohl noch lange bleibst —
Die Frage muß ich stellen!
Greifst du nur stets ins Saitenspiel
Und niemals an ein Mieder?
Lockt dich kein and’rer Rhythmus je,
Als der im Bau der Lieder?
Suchst du das edle Ebenmaß,
Das hohe himmlisch Schöne
In anderer Verschmelzung nie
Als nur in der der Töne?
Den schönen Sinn in schöner Form
Beseligend verbunden —
Hast dies Geheimnis du sonst nie
Als in Musik gefunden?
Willst du nur stets den Schreibekiel
Und nie die Lippen spitzen?
Willst du nur bei dem Kadhi stets,
Nie bei der Kathi sitzen?
Jahraus, jahrein Congestion —
Ist das ein Lebenswandel?
Entweder wähl’ ein Weibchen Dir —
Oder den spanischen Mantel.