Lyrisches Intermezzo.
Es hat in Deutschland mancher
Zu dichten schon begonnen,
Nachdem er erst vergeblich
Auf etwas sich besonnen.
Des Weltenschmerzes Thränen
In dunkle Lieder träufeln,
Das bleibt als letzter Ausweg
Den meisten armen Teufeln.
Die Schmerzen all’ zu schildern,
Wird Lied auf Lied gefeilt —
Warum besang noch keiner,
Wie man die Schmerzen heilt?
Habt ihr noch nie erwogen,
Warum wohl dem Parnaß
Ein Wasserquell entsprudelt?
Sagt, was bedeutet das?
Ich hab es längst erwogen,
Drum kam ich auf die Spur;
Der höchste Stoff der Dichtung
Sei: Lob der Wasserkur!
Durch Wasser wird der Leib gestählt
Und die Gesundheit besser;
Gilt dieses Urteil ebenfalls
Vom Mineralgewässer?
Das Mineralbad bringt dem Leib
So wenig einen Nutzen,
Als wolltest du ein Silberzeug
Mit grobem Sande putzen.
Gar mancher reist in’s Luxusbad
Der lieben Besserung wegen
Und läßt die Börse und den Leib
Sich unbarmherzig fegen.
Das Mittel ist brutal und streng,
Und schadet oft unsäglich.
Drum bleib’ im Lande, nähre dich,
Und bade dich tagtäglich!
5.
Badet jemand in der Eil’
Einzeln einen Körperteil,
Etwa Auge oder Hand,
Wird es Teilbad zubenannt.
Namentlich empfiehlt es sich:
Wasch’ die Kopfhaut säuberlich!