Zueignung.
Dein Zustand, lieber Xaverius,
Erfüllt mich mit tiefer Bekümmernus!
Du klagst in deiner letzten Epistel
Über Gliederreißen und stetes Gehüstel,
Der Kopf sei heiß, die Füße wie Eis,
Du fändest weder Schlaf noch Schweiß,
Dich quäle im Lauf des ganzen Jahres
Das lästige Wesen des Kartarrhes,
Auch Speisen, die du sonst vertragen,
Bereiten einen Druck im Magen;
Bei allgemeiner Leibabmagerung
Befremde des Hängebauchs Fettablagerung;
Die Nieren, sowie Blas’ und Darm,
Sei’n launenhaft, daß Gott erbarm;
Bald seist du da, bald dort entzündlich,
Seist gegen Witterungswechsel empfindlich.
Auch mit den Nerven will’s nicht klappen,
Du fürchtest, gar noch überzuschnappen:
Dein Hirn lieg’ wie in einer Klammer,
Und dein Gemüt in Katzenjammer.
Die Homöo- und Allopathen
Wissen dir nimmer zu helfen und raten,
Verschränken die Arme wie Fastenbretzel
Und sprechen: Wir steh’n vor einem Rätsel.
Und zitterig schreibst du zum Beschluß:
»Leb’ wohl!