Zugabe zum Essen.

Fern im schönen Land der Hindus

In dem Stromgebiet des Indus,

An dem Strand des gelben Ganges

Gibt’s der Himmelswunder manches —

Schädelgroße Edelsteine

Kollern einem um die Beine,

Massenhaftes Gold und Perlen

Find’st du bei den ärmsten Kerlen —

Nur kein Rindfleisch ißt man freilich,

Denn das wäre unverzeihlich;

Aber dafür kocht man Reis,

Den man sehr zu schätzen weiß.

Kurz und gut, ich sag’s summarisch:

Dorten lebt man vegetarisch.

Zwar ein Münchener comme il faut

Würde dorten niemals froh;

Denn falls er sich dort erdreistete

Und sich einmal Kalbfleisch leistete,

Wie im kalbfleischfrohen München,

Würden ihn die Hindus lynchen;

Und falls er sich wollt’ entwöhnen

Und des Fleisches ganz entraten,

Würd’ er sich zu Tode sehnen

Nach den guten Nierenbraten,

Nach den mächtigen Kälberhaxen,

Wie sie nur in München wachsen.

Und nun möchten manche wissen,

Wie sie sich verhalten müssen,

Ob nicht Würste, Fleisch und Braten

Uns’rem lieben Körper schaden,

Oder ob man Obst und Kohl

Unablässig essen soll?

Laß die Kämpfer beider Seiten,

Gegenseitig weiter streiten,

Hör’ getrost den beiden zu,

Iß Gemüs’ — und Fleisch dazu!

Schluß des ersten Teiles.