Fußnoten

[1] s. Aen. Sylvius de statu Europae c. 24. ap. Frkhr. T. II. pag. 221. (edit. Struv. Argentor 1717.) »Conradus Rauses (de Kauffungen) nobili loco apud Saxones natus, bellicae rei peritus, manu promptus, et animo imperterritus etc.«

[2] Albinus Landchronik der Meißn. Lande. pag. 265.

[3] s. Kunzens Revers wegen des ad interim ihm eingeräumten Gutes Schwickershain und Zugehörungen unter den Beilagen zu den gleich anzuführenden Churfürstl. Manifeste in Wecks Dresdner Chronik, pag. 170. –

[4] sowohl die Koburgsche Pflege, als auch alle Schlösser und Güter in Thüringen. Kammermeisteri Annal. Erfurt, ap. Menken. T. III, pag. 1180–1215.

[5] Müllers sächs. Annal. pag. 29, Chron. terrae Misn. pag. 360. Kammermeisteri, l. c. T. III. p. 1210.

[6] Der Landfriede wurde zuerst durch eine Verordnung der geistlichen Synode zu Elne in Rousilon den 16. Mai 1027. als eine Zeit, wo keine Fehden bei Vermeidung des Bannes eintreten sollten, ausgesprochen. Es durfte hierdurch namentl. kein Krieg statt finden, wenn Gottesdienst gehalten wurde. In Deutschland trat dieser Landfrieden später jedoch allgemeiner ein im Jahre 1495. und das Reichskammergericht entstand nun zugleich als Behörde, welche darüber zu richten hatte und bei welcher alle deutschen Fürsten verklagt werden konnten. Mithin fehlte es zur Zeit des Prinzenraubes noch an einer Gerichtsbehörde, sogar in Sachsen selbst wurden das Oberhofgericht zu Leipzig und die Landesregierung zu Dresden erst im Jahre 1483 u. 1486 errichtet, s. v. Römers sächs. Staatsrecht Th. 2. pag. 104. §. 12. – Kretschmanns Geschichte des Oberhofgerichts zu Leipzig, seit seiner Entstehung. Leipzig 1804. 8. – Früher wurde der Landfrieden in Thüringen als im Meißnischen und überhaupt in Deutschland eingeführt durch das auf dem Landtage zu Weisensee beschlossene Gericht vom J. 1446. s. Weißens sächs. Geschichte Band 2. pag. 377.

[7] Daß Kunz Eisenberg vor dem Prinzenraube besessen hat, ersieht man aus einer Montags nach Ostern 1455. ausgestellten Urkunde. (Schoettgenii opuscula minora per Godofr. Imman. Grandig. 337) worin Kunz sich als Zeuge auf folgende Weise unterschrieben hat: Kunyz Kauffungka snd in ein na Eysenberczia.

d. i. Kunz von Kauffungen gesessen zu Eisenberg. – Eisenberg ist noch jetzt der Name des Schlosses.

[8] Schreiters Geschichte des Prinzenraubes pag. 1 da 167 u. f.

[9] Nach dem julianischen Kalender der 25. Juni, nach unserm verbesserten Kalender der 7. Juli.

[10] Indem Kunz von Kauffungen als früherer Schloßhauptmann im ganzen Altenburger Schlosse bekannt war.

[11] s. Albinus a. a. O. pag. 266. –

[12] s. Müller a. a. O. Tab. 2 u. Tab. 16.

[13] Dieser Brief befindet sich auch in Vulpii Plagio Kauffung. Weißenfeld 1704. 4. pag. 8. –

[14] Im verständlicheren Deutsch:

Meinen willigen Dienst, samt alles Liebes und Gutes zuvor.

Ehrbarer, strenger lieber Junker!

Da der Kurfürst gewiß beschlossen hat, morgen Sonntags nach der Frühmesse nach Leipzig zu fahren mit den meisten Hofleuten, auch auf den Montag Abend der Kanzler ein Gastmahl in seinem Hause ausrichten wird, wobei denn viele Hofleute sein mögen, da nun auch auf dem Schlosse um diese Zeit der alte Asmus allein den Trabantendienst hat, der zuerst eingeschläfert werden muß, da endlich auch der Pförtner bettlägerig ist, so kann ich Euch dies alles nicht bergen, und meiner angelobten Treue gemäß Euch zu dienen, und nun Euern Veranstaltungen gewärtig zu sein. Darnach Ihr Euch zu richten habt. Datum Altenburg am Sonnabend nach Mariä Heimsuchung. Anno 1455.

Hans Schwalbe.

[15] s. Brauns monatl. Auszug der Gesch. v. Sachsen. Th. IV. pag. 486. Die Leiter hatte Schwalbe befestiget, doch waren es nicht eigentliche Strickleitern, wie die noch jetzt zu Freiberg befindlichen Stücke davon zeigen. Man sehe auch das Manifest bei Weck a. a. O.

[16] Nach einer Handschrift, welche M. Joh. Tauchnitz 1633, der als Pfarrer in Morstab bei Altenburg starb, hinterlassen hat.

[17] s. Albinus a. a. O. pag. 267 und die sächs. Provinzialblätter 1801, im Januar Stück 82.

[18] Die Namen derselben befinden sich, in einer Beilage zu dem Manifest. Bei Weck a. a. O. pag. 172.

[19] Dieser Wald ist jetzt noch 2 Stunden lang und 1 Stunde breit.

[20] Ehe er dorthin kam mußte er die Mulde passiren, allenfalls bei einem Furt durch die Mulde setzen, welches bei mittelmäßigem Wasser angeht, wäre aber dieß damals nicht möglich gewesen, so mußte er die Wolkenburger Brücke passiren. Nun besaß er aber das nahe bei Wolkenburg über der Mulde gelegene Schloß und Rittergut Kauffung, sein Stammhaus, wo er sich bisweilen um die Zeit seiner Streitigkeiten mit dem Kurfürsten muß aufgehalten haben, weil er seinen Revers an den Kurfürsten mit folgenden Worten anfängt:

Ich Kunz von Kauffungen zu Kauffungen gesessen.

[21] s. Schreiter, a. a. O. pag. 256. ff.

[22] Nämlich am Fürstenberg, ein Berg im Zwickauer Kreisdirektionsbezirk, im Amte Grünhain ¾ Stunde von Grünhain und ¾ Stunde von Raschau, im Schneeberger Bergamtsrevier gelegen. Diesen Namen führt er erst seit dem Prinzenraube, indem er früher »Schmiedewald« hieß. Man findet hier sehr viele alte Meilerstätten, vorzügl. rechts bei dem jetzt errichteten Monumente hin, auch oberhalb des Denkmals bei dem Marmor- und Kalkbruche, die mit Moos und Erde schon überzogen sind, wozu Jahrhunderte gehören. – Nach Schumanns Staats-, Post- und Zeitungslexikon. Band 15. pag. 976. käme der Name Fürstenberg, nicht von der Befreiung des Prinzen her, sondern von First (Hochberg) allein blos der untere Theil des Berges heißt hier Fürstenberg, nicht auch die höchste Spitze desselben oben in der Nähe bei Grünhain, die Spiegelwald genannt wird. Er verwechselt daher offenbar diesen Berg mit dem bei Schneeberg, und es ist erwiesen, daß dieser erstere früher Schmiedewald hieß. (s. Anmerkg. 32.)

Am Fürstenberge befinden sich mehrere Bergwerksgruben, so rechts von der Quelle die Fürstenberger Fundgrube, welche auf Eisenstein baut. Ferner links von der Quelle nach dem Dorfe Haide zu Himmlisch Heer und dann der Frischglückstolln. Nach Gottesgeschick zu auf der Wiese liegt der Mohrenstolln. Der schon oben erwähnte Marmorbruch befindet sich über dem Denkmale, auf der Spitze des Fürstenberges. Besitzer ist dermalen der Herr Erbrichter Stölzel zu Oberscheibe. Dieser Marmor zeichnet sich vorzüglich wegen seiner Festigkeit und Weiße aus. Da man aber immer nicht den gehörigen Gebrauch davon gemacht hat, so ist er jetzt sehr schwer zu gewinnen, und wird zu Kalk verbrannt. Nicht weit davon ist Kieselshoffnung, wo man Kupferkies gewinnt.

[23] s. Spangenbergs Mansfelder Chronik 559.

Albinus a. a. O. 269.

Fabric. Origg. Saxon. liber. 7.

[24] s. Oesfelds Landchronik. 2. Th. 65.

[25] In Adam Daniel Richters Annaberger Chronik. 1746. 1. Th. 1. St. pag. 6. steht folgendes geschrieben: »Es ist ein geschickter, kunstreicher Mann gewesen, mit Namens, Peter Rosenkrantz, in das Kloster Grünhain gehörig, welcher noch am Leben gewesen, als der Schneeberg (1471.) aufkommen. Dieser Rosenkrantz und Kuntz von Kauffungen sind stets beisammen gewesen, und als Kuntz von Kauffungen die jungen Fürsten von dem Schlosse Altenburg wollen wegstehlen, hat ihn Rosenkrantz sehr gewehret, er sollte es nicht thun, es würde ihm Leib und Leben kosten. Welches auch hernach geschehen ist.« –

[26] Kam erst 1459 zu Sachsen, indem Georg Podiebrad, König von Böhmen, seiner Tochter Sidonia die Herrschaft Schwarzenberg als Morgengabe bei ihrer Vermählung mit dem Herzog Albrecht (derselbe, den Kunz von Kauffungen geraubt hatte) mitgab. Schwarzenberg wurde damals Schwarzenburg genannt. s. Lunigs deutsches Reichsarchiv. Part. spec. cont. I. B. 6. Der ersten Contin. 1. Forsetz. pag. 232. s. a. Richter a. a. O. pag. 28. –

[27] Grünhain ist eine kleine Bergstadt im Königreich Sachsen im Kreisdirektionsbezirk Zwickau, im Amte Grünhain, an der Chaussée nach Chemnitz gelegen. Sie ist offen, amtsässig und der Sitz des Amtes Grünhain. 153 Häuser mit 1389 Einwohner (1839) enthaltend. Die Stadt liegt untern 30° 28′ der Länge und 50° 34½′ bis 35′ der Breite. 1⅛ St. NNOlich von Schwarzenberg, 1 St. von Elterlein und 3 St. von Annaberg; östlich 2¼ Stunde von Scheibenberg, 2 St. von Schlettau und 3 St. von Geier; 1 St. südlich von Zwönitz; 1½ St. SOlich von Lößnitz; 1½ St. von Aue und 3 St. von Schneeberg OSOlich, gegen 2000 par. Fuß über dem Meere. – Wo dermalen das Amthaus mit seinem sogenannten Klostergarten steht, stand früher ein Cistercienser Kloster, welches 1142 (nach Weinarts weiter unten angeführten Schrift: um das Jahr 1170, indem es in diesem Jahre mit Cistercienser Mönchen, aus dem Kloster Sittichenbach, und dieses 1141 aus dem Kloster Walkenreden besetzet worden sei), nach Andern 1236 gegründet und 1536 wieder aufgehoben wurde. Von den Aebten des Grünhainer Klosters sind nur noch folgende bekannt: Abt Nicolaus 1443, Liborius 1456, Johann Funk (Johannes) 1475, Paul Morgenstern von Zwickau, Gregorius Küttner 1517, Johannes (Göpfert) der letzte Abt 1533, wurde dann 1536 lutherisch, heirathete und zog nach Schlettau. s. Oesfeld historische Beschreibung von Lößnitz (1777) II. pag. 65–76. – Erb- und Lehnbrief Ottocari, Königs von Böhmen, an das Kloster Grünhain v. Jahre 1261 (in den unschuldigen Nachrichten, 1725, pag. 529.) – Summarischer Extract eines diplomatischen Manuscripts vom Kloster Grünhain (s. Horn's Handbibliothek II. pag. 304–19.) – Beschreibung von Grünhain vom Pastor Schreiter in Elterlein (s. Erzgebirg. Boten. 1808. pag. 218–24.) – M. Freibergs gelehrte Grünhain. Dresden 1737. 4. 2. Bogen. – Altes aus allen Theilen der Geschichte C. I. pag. 415. – Schoettgen et Kreyssig diplomat. II. No. 17. – Tobias Schmied in Chron. Cygnea Part. I. Cap. 4. pag. 18 u. 19. – Ecksterm. in Chron. Walkenred. pag. 48. – Schmied dict. Chron. Part. poster. in Annal. 1429. pag. 189. Weinarts Rechte u. Gewohnheiten der beiden Markgrafthümer Ober- und Niederlausitz. Leipzig; 1793. 1. Th. pag. 512. – Richter a. a. O. 1. Th. 1. Stück 1746. pag. 6. u. dessen 2. Th. 1. Stück. 1748. pag. 33. – Schumann a. a. O. 3. Band. pag. 602–610. u. 16. Band, pag. 561–575. –

[28] Nach Albinus a. a. O.; Groschupf (Oratio degentis Trillerianae ortu, progressu et insignibus) und nach Dr. Daniel Wilhelm Trillers, sächsischer Prinzenraub, hat Prinz Albrecht sich gestellt als habe er einen so heftigen Hunger und Durst, daß er erst selbigen stillen müsse, ehe er weiter reiten könne.

[29] s. Tenzels curieuse Bibliothek. 2. Repositor. 744. – Richters, Chemnitzer Chronik. 2. Th. 1. Stück pag. 34. –

[30] Der Kurfürst ließ sie auf seine Kosten umgießen und die ganze Darstellung des Prinzenraubes nebst des Köhlers Bildniß darauf prägen. Allein sie sprang 1530 abermals und wurde 9 Jahre nachher eingeschmolzen. –

[31] Nach Albinus a. a. O. war es nur ein Vorwand, indem der Prinz schon die Köhler von weiten gesehen hätte. –

[32] Wahrscheinlich sagt Schreiter a. a. O.: brannten sie die Kohlen für die Schmiede in Geier und wurden von ihnen mit Brod ausgelohnt. Auf diese Vermuthung bringt mich Oesfeld, welcher im Schömburgischen Kalender vom Jahre 1798 schreibt: »Zur Auflösung dieses Zweifels verhilft mir ein Kaufbrief über den der hiesigen Kirche und Hospital zu Lößnitz gehörenden Grünwald, daß derselbe an den Schmiedewald grenze. Der Name des Schmiedewaldes rührt von den Geierschen Schmieden her, welche das Holz darauf gekauft und zu Kohlen haben brennen lassen. Da Geier eine alte Bergstadt ist, (erbaut im Jahre 1395. Richters Annaberger Chronik. Th. 1. pag. 8.) welche eher als die umliegenden Orte gestanden hat: so muß auch das Handwerk der Schmiede dort zahlreich und wohlhabend gewesen sein, dazu die Bergschmiede anbei viel müssen beigetragen haben. Da sie nun auf dem Schmiedewalde in einer Entfernung von 3 Stunden haben kohlen lassen; so ist es wahrscheinlich, daß sie auch solches auf dem Fürstenberge haben thun lassen können. (Der Fürstenberg hieß früher Schmiedewald.) Nimmt man nun an, daß dieses geschehen sei, so läßet es sich erklären, daß sie auch die Köhler mit Brod versorgt haben, folglich der Bruderssohn des Georg Schmidts in Geier und nicht in Grünhain das Brod hat holen lassen.« –

Wenn nun die Herrn von Schönburg den Schmieden zu Geier Erlaubniß ertheilten, im Schmiedewald Kohlen zu brennen, so ist Oesfelds Vermuthung ganz richtig, daß sie ihnen auch am Fürstenberge auf demjenigen Hartensteinischen Theil, der ihnen damals noch gehörte, diese Erlaubniß ertheilen konnten. – s. Vulpius l. c. §. 24. –

Die Hartensteiner und des Grünhainer Klosters Besitzungen lagen nämlich damals sehr untermengt untereinander.

[33] Schweinitz soll wirklich nach Albrecht einen Schwerdtstreich geführt haben. s. Albinus a. a. O. pag. 270. –

[34] Man schlägt nämlich mit einem Messer, das bei den Bergleuten und Köhlern Zschörper heißt, auf das Eisen einer Holzaxt und der Schall davon ist sogleich allen Köhlern ein Zeichen, daß Gefahr vorhanden sei. –

[35] D. Triller a. a. O. 77. sub lit. R. und Fabricius in Origg. Sax. lib. VII.

[36] Daß Liborius, Abt zu Grünhain im Jahre 1455 gewesen ist, sieht man daraus, indem Horn in seiner Handbibliothek pag. 316 einen Auszug aus einer Urkunde, die Abt Liborius in demselben Jahre ausgestellt hat, liefert. – Die ganze Urkunde aber findet man in Historia diplomatica Abbatiae Grunhaynensis. §. 55., welches Werk in Schoetgenii et Kreysigii scriptoribus Hist. Germ. med. aevi. Tom. II. 526.–569. eingerückt ist. – Eine andere Urkunde dieses Abtes von 1456 enthält Wellers Altes aus allen Theilen der Geschichte. 4tes Stück 417. –

[37] Mehrere Geschichtsforscher wollen behaupten, daß er in Grünhain übernachtet hätte. –

[38] In Schmiedts Zwickauer Chronik, pag. 444 wird deswegen die Ablieferung nach Zwickau behauptet, weil er als Hauptmann (Amtshauptmann) zugleich Klostervoigt zu Grünhain, und der Klosterhof zu Zwickau, die Klostervoigtei gewesen sei und die Markgrafen zu Meißen, nachher Kurfürsten zu Sachsen, hätten durch ihre Hauptleute zu Zwickau immer die Voigteigerechtigkeit verwalten lassen.

[39] Diese wurde erst im Jahre 1821. eingerissen und das jetzige Amthaus dafür erbaut. Bis dahin existirte aber noch die Fürstenstube oder der Fürstensaal in dieser Schösserwohnung, in welcher, der Sage nach, Prinz Albrecht geschlafen hat.

[40] Eisenburg ist eine ehemalige Burg im Zwickauer Kreisdirectionsbezirk, in der schönburgischen Herrschaft Stein, im Amte Lößnitz, ½ Stunde südl. von Hartenstein auf dem linken Ufer der Mulde, im Steinschen Walde gelegen. Es sind von derselben nur einige Ruinen übrig, und unter dem Namen des Raubschlosses bekannt. Der Eisenburg gegenüber führt durch die Mulde der sogenannte Eisenfurt und nicht weit davon befindet sich die Eisenbrücke, beide von den Eisenfuhren so genannt, die sonst häufig zwischen Lößnitz und Schneeberg verkehrten. Man vergleiche C. G. Grundigs Nachrichten von dem in der Herrschaft Stein ehemals gelegenen Schlosse Eisenburg. (in Kreißigs Beitr. II. pag. 378–391.) In Schumann a. a. O. Band 15. pag. 569. steht geschrieben: »Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß Mosen den Kurprinzen Ernst hierherbringen wollte, vielleicht gar aus Mißverständniß, da Kaufungen ihn vielmehr nach Eisenberg in Böhmen geschafft wissen wollte; denn wie sollte Mosen außerdem in die Gegend der sogenannten Prinzenhöhle gerathen sein? Nach der Volkssage war damals die Mulde so angelaufen, daß Mosen sich nicht hinüber wagte, und sich lieber in den erwähnten Stollen (Höhle!) verbarg. – Nach Grundigs Meinung wäre die Eisenburg ums Jahr 1060 erbaut, und von jeher ein Zubehör oder eine Vorpost vom nahegelegenen Schlosse Stein gewesen.« –

[41] Die Höhle hieß früher die sogenannte Teufelskluft, die aber seitdem Prinzenhöhle genannt wird.

Nach Engelhardts Denkwürdigkeiten der sächs. Geschichte, Theil 1. pag. 83. befindet sie sich: »am rechten Ufer der Mulde, der auf dem jenseitigen Berge liegenden Eisenburg gegenüber (jetzt sieht man nur einige Ueberreste), ist von zweien oben zusammen gewachsenen Felsen gebildet, hat eine dreieckige Oeffnung und ist 36 Ellen lang und 4 Ellen breit. Unten am Fuße des Berges ging die fränkische und Nürnberger Straße vorbei. Man sieht noch in der Mulde Ueberbleibsel von steinernen Pfeilern einer ehemaligen Brücke bei seichtem Wasser und auch die alte Furt. Die Höhle war ganz mit Bäumen und Sträuchern verwachsen und ihrer erhabenen Lage wegen besonders bequem, den geraubten Prinzen zu verbergen. Man konnte auf die Landstraße sehen, unbemerkt jeden Angriff beobachten und sich dann auch mit leichter Mühe vertheidigen, weil der Aufgang zu der Höhle sehr steil ist.« – In einer Anmerkung sagt derselbe Schriftsteller auch: »Man hatte sie längst vergessen und Niemand wußte sie zu zeigen. Im Jahre 1779. aber wurde sie bei der Vermählung einer Gräfin von Hochberg mit dem Grafen von Schönburg den 19. August wieder aufgesucht, gesäubert, mit einer Inschrift versehen und zu verschiedenen Feierlichkeiten gebraucht.«

Schreiter a. a. O. sagt von dieser Höhle: Die Höhle war ganz verwachsen bis 1779. bei der Vermählung der Comtesse in Hartenstein, Sophie Friederike Erden mit dem Herrn Grafen v. Hochberg in Schlesien, wo sie wieder vom Buschwerk befreit und zugänglich gemacht, auch inwendig auf einer aufgehangenen Tafel die Feierlichkeit eines dabei gehaltenen ländlichen Mahls aufgezeichnet wurde. Seit 1796 aber hat der damalige Eigenthumsherr der Herrschaft Hartenstein mit Stein, Fürst von Schönburg, einen geräumigen Weg im Zickzack mit Ruhebänken anlegen und oben an dem schauerlichen Absturz ein Geländer machen lassen. –

[42] s. Engelhardt. a. a. O. Th. 1. pag. 84. –

[43] Daß v. Mosen und v. Schönfels den Prinzen an Friedrich und nicht an Veit von Schönburg ablieferten. s. Schreiter a. a. O. pag. 246. ff. –

[44] Triller a. a. O. pag. 100.

[45] s. Engelhardt a. a. O. Th. 1. pag. 86. Die deshalb gewechselten Schreiben s. beim Vulpius l. c. pag. 26. Auch findet man eine spätere Urkunde ohne Datum, wodurch die beiden Verbrecher, die ungeachtet jener Zusicherung, das Land meiden mußten, von dem Kurfürst Ernst und seinem Bruder völlig begnadigt wurden, beim Tentzel a. a. O. pag. 787.

[46] Dieses versichert Richter, in seiner Chronik von Chemnitz, 2. Theil. 1 Stück 39., der es aus einem Fragmente einer Urkunde beweisen will. –

[47] Ebersdorf liegt im Zwickauer Kreisdirectionsbezirk, im Amte Augustusburg, 1½ Stunde nordöstlich von Chemnitz bei Lichtewalde am Angerbache. –

[48] Engelhardt a. a. O. Th. 1. pag. 88. beschreibt die Kleider so: »das eine Röckchen ist von rothem, grünen u. aschfarbigem, das andere von rothem, schwarzen u. weißem Landtuche. Sie sind mit Eisen ausgehackt und überall durchschnitten, wie man sie damals über Harnische zu tragen pflegte. Jedes ist 1⁹/₁₆ Elle lang, u. am Halse sehr weit ausgeschnitten. Die beiden schwäbischen Westerhemdchen haben um und um Falten und bunt genähte Borten. Des Köhlers Anzug besteht aus: einer grünen Tuchmütze, einem Rocke, Hemde und Kappe. –

[49] s. Vulp. Plag. Kauff. §. 27. Ranisch, verhinderten Raub der sächsischen Prinzen pag. 8. Ueber die Aechtheit der prinzlichen Kleider lese man die Schrift: Progr. de vestibus nunquam mutatis sed adhuc antiquis Princ. Ernesti atque Alberti Ebersdorf conservatis; ed. I. G. Hager, 4. Chemn. 1746.

[50] s. Engelhardt a. a. O. Th. 1. pag. 89.

[51] Hageri programma de vestibus nunquam mutatis, sed adhuc antiquis 1749. Haschers Magazin 1784. 67. Mehrere Nachrichten von diesem Nosseni findet man im 1. Band von Grundigs Nachrichten zu der Geschichte von Obersachsen. – Die Kosten der Reinigung der Kleider durch Nosseni betrugen: 31. fl. 15 gr. 11 pf.

[52] Die Messe wurde vom Pabst Calixt III. 1456 bestätigt siehe die Urkunde beim Teetzel a. a. O. pag. III. –

[53] Schoettgenius l. c. pag. 338. –

[54] Schreiter a. a. O. pag. 183. sagt:

Schon Markgraf Friedrich der Gebissene von Meißen ertheilte im J. 1294 dem Rathe zu Freiberg ein solches Privilegium, welches folgenden merkwürdigen Inhalt hat:

»Wir Marcgreve Friedrich von Meisen, pfalicggreve von sachsen etc. bekenne an diesem brive, daß wir uns mit unsern liben burgeren von Vriberc underredet haben, alshi nach geschriben stet. Unser gesworen sullen gewaldic sin unser recht czu rungnen unde czusecren alliz daz uns unsir stat und unsern bercwerke nuzce ist, unde was wir mit im überkumen, daz sal nimand wider reden. Wenn sie uns dazc gelobt haben, so gelobe wir in daz wider, daz sie irs liebes, irs gutes nummer ane varn sule vor uns sin Vorwirket sich ymand yen uns, das wollen wir eugen unde teidiegen nach irme rate. Daz wir diz gancz und stete halden. Das geb mir in diesen Brief besigelt mit unserem Insigeln. Unde der ist gegeben nach Gotes geburt, Tusend jar, zweihundert jar, in dem vir unde neucegistene jare, an denen tage der ufart unsers herrengotes.« –

(Dieses Privilegium befindet sich im Theatr. Freiberg. 169.; in Klotzschens Ursprung der Bergwerke in Sachsen 283. –

Eigentlich war dies nur ein Bestätigungsbrief eines Privilegiums, das schon Heinrich der Erlauchte dem Rathe zu Freiberg gegeben hatte, welches auch Klotzsch in der jetzt genannten Schrift. pag. 281. hat abdrucken lassen, wo es unter andern heißt:

volumus, ut siquid in Vriberc vel inmontibus judicandum sit vel tractandum, quod hoc fiat coram Advocato et illis viginti quatuor burgensibus nostris de Vriberc.

Friedrich erweiterte aber nachher dies Privilegium und verstattete dem Rath zu Freiberg zu richten, nicht blos was dem Bergwerk, sondern auch Ihm und der Stadt zum Nutzen gereichen würde.)

[55] Nach der damaligen Strafe für den Menschenraub. s. Freiberger Stadtrecht, Cap. 5 und 22.

Sachsenspiegel. Band 2. Art. 13.

Sächs. Weichbildrecht. Art. 112.

jedoch wahrscheinlich ohne Haltung von Acten hierüber, mithin auch ohne eine vorher stattgefundene Defension.

s. Schreiter a. a. O. pag. 176. ff.

[56] Die Hauptquelle dieser Begebenheit ist das Kurfürstliche, schon angeführte Manifest. – Zu den ältern von Häberlein in seiner Reichshistorie. Th. 6. pag. 333. not. f. angeführten Geschichtsschreiber sind:

Kammermeister l. c. Adpend. ad Annales Vet. Cell. ap. Mencken. Th. 2. pag. 428. und Ursinus in Chron. Thuring. pag. 1332.

(der aber verschiedene Irrthümer enthält) beizufügen. Manches Einzelne der Erzählung findet man erst in spätern Geschichtsschreibern, besonders beim Albinus a. a. O. pag. 267. ff.

[57] Engelhardt a. a. O. 1 Bd. pag. 31. schreibt davon folgendes: Als Kunz von Kauffungen Oberster bei den Nürnbergern war, waren dieselben 1449 mit dem Markgrafen von Brandenburg Albrecht III., in offene Fehde gerathen. Kunz erwarb sich dabei viel Ruhm, und es war Schade, daß er ihn durch eine unedle Handlung herabwürdigte. Am St. Gregorius Abend in der Fasten kam es zwischen den Nürnbergern und dem Markgrafen in einem Walde zu einem hitzigen Gefecht. Kunz von Kauffungen kämpfte mit fünfzig reißigen Schützen, die er anführte, so wacker, daß er den Markgrafen selbst gefangen bekam. Behielt er ihn, wie es seine Pflicht als Kriegsoberster der Nürnberger forderte, so hatte die Fehde gleich ein Ende und dem Blutvergießen war auf beiden Seiten gesteuert. Allein der gewinnsüchtige Kunz ließ ihn gegen ein tüchtiges Lösegeld heimlich wieder los und so wurde denn die Fehde mit Erbitterung fortgesetzt. –

Diese That meinte er in seiner letzten Stunde auf dem Schaffote. – s. auch Christ. Schoett.gen. l. c. pag. 334.

[58] Albinus a. a. O. pag. 373.

Wegen des Dorfes findet sich Verschiedenheit der Angabe. s. Schoettgen praetermissa pag. 14.

[59] s. Vulpius l. c., welcher die Belohnungen und Wohlthaten ausführlich beschreibt.

[60] Gegenwärtig beziehet dieses Gnadenkorn der Herr Pastor Triller in Negelstädt, 1. Stunde von Langensalza an der Unstrut und mithin im thüringer Kreise des königlich preußisch gewordenen Antheiles von Sachsen gelegen. Früher bezog dieses Deputat der Tuchmacher Johann Samuel Triller in Saalfeld. s. Schreiter a. a. O. pag. 95.

[61] Eckardsbach, Eckersbach ist ein unmittelbares Amtsdorf im Amte Zwickau, ¼ Stunde nordöstlich von Zwickau. Es besteht aus 15. Häusern und über 100 Einwohnern, welche nach Zwickau in die St. Moritzkirche eingepfarrt sind. Das Freigut in Eckardtsbach haben viele mit dem Kretzscham zu Rothensehma verwechselt, allein Schreiter a. a. O. pag. 74 ff. hat solches sehr gründlich widerlegt.

[62] Triller ist ein altdeutsches Wort und heißt so viel als: plagen, ängstigen, zerschlagen. s. übrigens Triller a. a. Orte. pag. 123. –

[63] Elterlein ist eine kleine Bergstadt, 1 Stunde von Grünhain und 1¼ Stunde vom Fürstenberge, 1909 Einwohner und über 180 Häuser enthaltend. s. übrigens mehr davon in M. Freibergs Abhandlung von gelehrten Elterleinern. 4. Dresd. 1739. Natürliche Seltenheiten um die Gegend Elterleins, s. in Grundigs Natur- und Kunstgeschichte II., pag. 97. u. 108. – Richters Annaberger Chronik 2. Th. 1 Stück pag. 30. – Schumann a. a. O. 2. Band pag. 432–35. u. 15. Band. pag. 628–33. – Ziehnerts kleine Kirchen- und Schulchronik der Ephorie Annaberg u. Grünstädtel. Annaberg 1839. pag. 173 ff. – Schreiter a. a. O. pag. 49. –

[64] s. Schreiter a. a. O. pag. 66. u. Gast, Geschichte des sächs. Prinzenraubes, Zwickau 1823 4. pag. 29. (es enthält diese Schrift zugleich eine Zusammenstellung der Schriften über jene Begebenheiten und die Portraits der bei ihr betheiligten Personen.) –

[65] s. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 90. –

[66] Diese 1–4 genannten Gemälde in größerem Formate, ingleichen die letzterwähnten 30 Portraits in kleinerm Formate befinden sich in einem Werke, welches beim Buchhändler Weber in Ronneburg erschienen ist. – Nachbildungen dieser Gemälde giebt Gast a. a. O. – Im Staatsarchive zu Dresden befinden sich ebenfalls Handzeichnungen, welche mit jenen Bildern übereinstimmen; ob sie die ersten Entwürfe sind, kann man nicht behaupten. –

[67] Am Erker des Rathhauses zu Freiberg ist ein steinerner Kopf mit einem gräßlichen Gesichte, großen Knebelbarte und Sturmhaube ausgehauen, den man immer, wie wohl fälschlich, für Kunzens Kopf hielt. –

[68] s. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 101. ff. Dieser Gesang u. andere s. in Herders Stimmen der Völker, auch in Wagners deutsche Geschichte aus dem Munde deutscher Dichter, Darmstadt 1831. 1. Band pag. 205. –

[69] vorzüglich mit dem Obermarschall Hugold von Schleinitz. s. Dr. von Langenns Werk über Herzog Albrecht d. Beherzten. 1838. pag. 141. 146. ff. u. 176.

[70] s. Christ. Schoettgen. Praetermissa quaedam de Conrado (Kunz) Cauffungo ejusque familia in ejusdem Opusc. cura Grundiii pag. 325.

[71] Haubold von Schleinitz nachmals Kurfürst Ernsts und Herzog Albrechts Gebrüdern von Sachsen, Oberhofmarschall (s. Anmerkung 69), welcher Skassa bei Großenhain in Gnadenlehn erhielt, war von der rothen Linie derer von Schleinitz, vermählt mit einer Edlen von Plato.

[72] Schumann a. a. O. unter Kauffungen. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 29. –

[73] Später nahm Podiebrad, König von Böhmen den Besitz von dem Schlosse Isenburg, wovon Fabricius in origg. Saxon. liber VII. p. m. 773 die Ursache davon angiebt.

[74] so schreibt Dr. von Lagenn a. a. O. pag. 29. Die Urkunde befindet sich ebenfalls in diesem Werke pag. 513.

[75] Ist im Königreich Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Liegnitz, an der Katzbach gelegen.

[76] ebendaselbst gelegen, doch nicht an der Katzbach sondern am Zacken und Bober.

[77] Kauffung berühmt durch seine Marmorbrüche.

[78] Daselbst führt auch ein sehr bedeutender Wald den Namen: Kauffunger-Wald.

[79] Der Schürbaum, der die Gestalt einer Keule hatte, wird jetzt bei dem Köhler selten mehr gebräuchlich sein. Statt dessen bedienen sie sich des sogenannten Garschlägels, welcher eine Aehnlichkeit mit dem Stockschlägel der Holzmacher hat.

[80] Dieser Schürhaken wird jetzt Spreißhaken genannt und ist gemeiniglich nicht mehr doppelt, sondern nur einfach gekrümmt. –

[81] Dieses Wappen findet man in Vulpius l. c.

[82] Diesen Namen führen 4 verschiedene Orte, nämlich das Bergstädtchen Böhmisch-Wiesenthal, am rechten Ufer der Pöhla, am linken herunter hingegen Oberwiesenthal, Unterwiesenthal und Hammerunterwiesenthal liegen, alle 4 Orte haben Stadtgerechtigkeit, nur daß die beiden letztern keinen Rath haben, sondern nach Art der Amtsdörfer dem Justiziariate Oberwiesenthal unterliegen. – Hier ist das Städtchen Oberwiesenthal gemeint, welches damals zur Grafschaft Hartenstein gehörte.

[83] Lünig a. a. O. Tom. XI. pag. 271. ff.

[84] s. Schreiter a. a. O. pag. 103, daselbst er angiebt, daß er sie den 18. Octbr. 1797 und am 8. Septbr. 1800 wo wegen großer Dürre alle Brunnen in hiesiger Gegend vertrocknet waren, besucht und doch wasserreich gefunden habe.

[85] dermalen Obersteuerdirector und seit 1833 Comthur des königl. sächs. Civilverdienstordens.

[86] gestorben 1833.

[87] Die Inschrift, mit lateinischen Lettern geschrieben, lautet:

Fürstenbrunn. Hier wurde Prinz Albrecht, Anherr des königl. sächsischen Fürstenhauses, am 8. Juli 1455 durch den Köhler Georg Schmidt, hernach Triller genannt, aus Kunzens von Kauffungen Räuberhand gerettet.

[88] s. die Abbildung No. 2. Die Pyramide, das Denkmal bildend, steht auf einem Piedestal von in Jaspis übergehenden braunrothen Thoneisenstein, an 5 Ellen hoch, hat an der Basis 4½ Ellen ins Gevierte und wurde 8 Ellen hoch aus Granit bei Schwarzenberg gehauen, welche 13 Stufen bilden. Dasselbe ist mit einer steinernen Mauer, an der Ruhebänke sich befinden und die in der Mitte das Denkmal mit dem in dessen Piedestal entspringenden Fürstenbrunnen einfaßt, umgeben. – Die Kosten dieses Baues betrugen: 509 Thlr. 10 gr. 11 pf.

[89] gestorben 1835.

[90] Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen, geb. d. 23. Decbr. 1750, regierte vom 16. Septbr. 1768 an bis d. 5. Mai 1827, wo er sein Erdenleben vollendete.

[91] geb. zu Kindelbrück 1772.

gest. zu Annaberg 1834.

[92] Die Rede ist in Druck erschienen, betitelt: Rede zur Einweihung des am Fürstenberge bei Grünhain errichteten patriot. Denkmales, gehalten am 8. Juli 1822. Annaberg bei Ed. Hasper. 8.

[93] der jetzige Kammerrath Reiche-Eisenstuck auf Schönfeld.

[94] Dieser hatte sich schon früher für das Denkmal interessirt und bereits am 28. März 1836 nach erfolgtem Einverständniß mit dem Justizamte zu Grünhain dort eine Verbotstafel aufrichten lassen, allein leider! die Erfahrung machen müssen, daß auch eine solche Warnung den Verunstaltungen nicht Einhalt zu thun vermochte.

[95]

100Thlr.von Sr. Majestät dem Könige und Ihro Majestät der Königin.
25"Se. königl. Hoheit dem Prinzen Johann.
20"Ihro königl. Hoheit dessen Frau Gemahlin.
20"Ihro königl. Hoheit der Prinzessin Auguste.
20"Ihro königl. Hoheit der Prinzessin Marie Amalie.

Diese Beiträge wurden durch den Herrn Minister des königl. Hauses und Generalleutnant von Watzdorf, Excellenz, dem Herrn Rentamtmann von Schleinitz, der die gütige Verwendung desselben angegangen hatte, übersendet.

[96] Friedrich August II., König von Sachsen geb. d. Mai 1797, folgte den 6. Juni 1836 seinem Oheim, dem König Anton, in der Regierung.

[97] Marie, Prinzessin von Baiern, Tochter König Maximilian's, geb. d. 27. Januar 1805, vermählt mit Sr. Majestät, den König von Sachsen den 24. April 1833.

[98] Gottesgeschick heißt eine gegenüberliegende Bergwerksgrube mit einem sehr stattlichen Berggebäude, unweit des Giftwerks »Graul«. Gebaut wird auf Silber.

[99] Ein Vitriol- und Arsenikwerk zwischen dem Schwarzbache und dem Oswaldsbache, nächst bei Langenberg und Heide, dem Fürstenberge SOwärts gegenüber, ½ Stunde nördlich von Raschau. – Dieses Werk gehört dermalen Herrn Friedrich Fröhlich Köhler zu Beierfeld. s. mehr davon Schumann a. a. O. Band 16. pag. 330. ff.

[100] Der Herr Kreisamtscopist Karl Süß zu Schwarzenberg, welcher sich als Köhler verkleidet hatte.

[101] Der Verfasser des Gedichtes ist Herr Pastor M. Richter zu Grünhain.

[102] Pauline Stiehler aus Grünhain, Tochter des Herrn Apotheker daselbst, und Rosalie Grimm, Tochter des Herrn Kaufmann Grimm daselbst.

[103] Melanie Philippi aus Grünhain, Tochter des Herrn Justizbeamten daselbst.

[104] vorzüglich ist da zu bemerken: 20 Thlr. von Sr. Durchlaucht Otto Victor von Schönburg-Waldenburg und 10 Thlr. von Sr. Durchlaucht Fürst Alfred Friedrich von Schönburg-Hartenstein.

[105] s. pag. 46. –

[106] C. C. aus Herzberg, im königl. preuß. Herzogthume Sachsen.

[107] Herr Rentamtmann von Schleinitz und Herr Finanzprocurator Lindner.

[108] Es wohnt darin Franz Anton Richter aus Raschau geb. d. 7. Juli 1808 mit seiner Frau und seinen Kindern. Er ist zugleich Bergarbeiter in der gegenüberliegenden Grube »Gottesgeschick«. –

[109] s. No. 164. der Leipziger Allgemeinen Zeitung, Donnerstags d. 13. Juni 1839. pag. 1912. –

[110] sind bereits im Jahre 1839 im Monat December angeschafft worden.

[111] s. in Abbild. C. bedeutet das Dach.

[112] Die Geldbeiträge, welche zum Aufbaue des Köhlerhauses von edlen Gebern gespendet wurden, findet man speciell verzeichnet in der ersten Beilage der Leipziger Zeitungen No. 101. 1839 pag. 1491 ff. unter dem Artikel: »Dank und Bitte.« –

[113] s. Hebe. Eine poetisch-musicalische Toilettenausgabe mit novellistischen und dramatischen Beiträgen, Gedichten, Räthseln etc. von Fr. Kind etc. Dresden und Pirna 1833 pag. 155. –

[114] Den 8. Juli 1455.


Weitere Anmerkungen zur Transkription

Die Längeneinheit ° auf S. 82 ff. bezeichnet vermutlich Klafter (ca. 1,7 Meter).

Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert.

Unterschiedliche Schreibweisen wurden, sofern nicht unten dokumentiert, beibehalten.

Die Korrekturen von S. 89/90 wurden eingearbeitet und sind unten ebenfalls aufgelistet.

Korrekturen:

S. 2: Plugk → Pflugk
Niklas von [Pflugk]

S. 2: es eingefügt
Nun traf [es] sich aber

S. 3: ergänzt:
[(– das heutige Schweickershain –)]

S. 3: handschriftche → handschriftliche
eine [handschriftliche] Versicherung aus

S. 5: ihm → ihn
erklärte [ihn] und seine Brüder als Landesverräther

S. 5: vom → von
nachdrücklich auf seine Entfernung [von] Herzog

S. 5: im → in
Kunz trat deshalb mit ihm [in] Briefwechsel

S. 5: meißnische → meißnischen
auf seine [meißnischen] Güter

S. 5: dem → dem
auf [den] Donnerstag nach Galle

S. 7: nehmrn → nehmen
Rache an dem Kurfürsten zu [nehmen]

S. 7: wären → waren
[waren] verschiedene böhmische Städte

S. 7: Verträge → Verträgen
den deshalb geschlossenen [Verträgen]

S. 8: ihm → ihn
Kunz wollte [ihn] durchaus nicht gelten lassen

S. 9: Augenwerk → Augenmerk
hatte Kunz sein [Augenmerk] gerichtet

S. 10: Folgender → Folgenden
[Folgenden] Brief, wie er sich in den

S. 12: solches ergänzt
als [solches] seinen Verschworenen

S. 15: seinen → seinem
begleitet von [seinem] Reißiger

S. 21: Entfühung → Entführung
die [Entführung] der beiden Prinzen alles aufgeboten

S. 23: Prinz → Prinzen
und suchte dem [Prinzen] Albrecht Waldbeere

S. 23: Fußnotenanker korrigiert

S. 30: zunehmen → zu nehmen, Fußnotenanker [41] ergänzt.
gegenüber zum Zufluchtsort [zu nehmen[41]

S. 30: den → dem
die [dem] jungen, zarten Fürstensohn

S. 40: mehrfaches → mehrfachen
brachten es nach [mehrfachen] Bitten

S. 40: den → dem
die Begnadigung [dem] Freiberger Rathe

S. 40: Prinzenraub → Prinzenraube
die Strickleitern zu dem [Prinzenraube]

S. 40: weiten → weitem
der bei [weitem] nicht die Schuld dabei hatte

S. 41: Kauffungs → Kauffungens
und Kunz v. [Kauffungens] treuer Reißiger

S. 43: Hände → Händen
Befreiung aus Kunzens [Händen]

S. 45: des → der
Die Entführung [der] Prinzen

S. 47: mit → nit
Das öhm die Köhler [nit] geleppischt hetten

S. 48: der Familie → die Familien
Einige Notizen über [die Familien]

S. 51: Sepbt. → Septbr.
starb den 12. [Septbr.] 1500

S. 51: ergänzt:
[eine Prinzessin und]

S. 52: Turzold → Tunzold
dessen Söhne: [Tunzold] und Heinrich

S. 54: der den → den
zeigt sein Schein über [den] Interimsbesitz

S. 55: uud → und
[und] es bekannte Hans von Kauffungen

S. 55: Sanfmüthigen → Sanftmüthigen
den Namen des [Sanftmüthigen] gerechtfertigt

S. 55: Aussenseite → Außenseite
wie ein Denkmal an der [Außenseite] der

S. 57: den → dem
Ueber [dem] Helm zeigt sich

S. 58: welcher → welchen
[welchen] die Kurfürstin vor dem Prinzenraube hatte

S. 58: Pachter → Pastor
der Herr [Pastor] Triller zu Nägelstädt

S. 65: Superinteudent → Superintendent
Der Herr [Superintendent] Dr. Lommatzsch

S. 69: hinterlich → hinderlich
patriotischen Unternehmungen nicht [hinderlich]

S. 70: ihre → ihrer
in [ihrer] Mitte sehen zu dürfen

S. 71: den beiden Lehrern → der beiden Lehrer
und [der beiden Lehrer] der Bürgerschule

S. 74: einen → einem
auf [einem] mit Blumen bekränzten Körbchen

S. 75: welchen → welche
[welche] diesem Brunnen zunächst wohnen

S. 75: konnten → konnte
daß sie gehoben werden [konnte]

S. 75: jener → jene
Haus erbauet wurde, an [jene] Quelle

S. 77: Anherrn → Ahnherrn
ihren [Ahnherrn] verehren

S. 79: Oswaldtsthal → Oswaldsthal
durch das grüne [Oswaldsthal]

S. 81: nach → noch, Untestützung → Unterstützung
[noch] manche weitere [Unterstützung] erwarten

S. 82: Vor → Von
[Von] der Hausflur rechts kommt

S. 83 Kanonofen → Kanonenofen
kleiner gußeiserner sogenannter [Kanonenofen]

S. 83: man ergänzt
so kommt [man] rechts von

S. 83: lang → lange
ebenfalls so [lange] und breite Kammer

S. 84: k → h
befindet sich ein Kuhstand. ([h])

S. 85: uus → uns
und Vier [uns] halten

Fußnote 4: Türingen → Thüringen
auch alle Schlösser und Güter in [Thüringen]

Fußnote 6: deutsche → deutschen
bei welcher alle [deutschen] Fürsten

Fußnote 8: da unklar (nicht korrigiert)
pag. 1 [da] 167

Fußnote 14: Hanse → Hause
Gastmahl in seinem [Hause] ausrichten

Fußnote 22: Monument → Monumente
dem jetzt errichteten [Monumente] hin

Fußnote 22: Zeitungslexion → Zeitungslexikon
Post- und [Zeitungslexikon]

Fußnote 22: auch → auf
welche [auf] Eisenstein baut

Fußnote 25: solte → sollte
er [sollte] es nicht thun

Fußnote 39: exestirte → existirte
Bis dahin [existirte] aber noch die Fürstenstube

Fußnote 39: Schlösserwohnung → Schösserwohnung
in dieser [Schösserwohnung], in welcher

Fußnote 40: wär → wäre
Nach Grundigs Meinung [wäre] die Eisenburg

Fußnote 41: nnd → und
vom Buschwerk befreit [und] zugänglich gemacht

Fußnote 45: 1. → s.
[s.] Engelhardt a. a. O. Th. 1.

Fußnote 53: Schaettgenius → Schoettgenius
[Schoettgenius] l. c.

Fußnote 60: Pachter → Pastor
Gnadenkorn der Herr [Pastor] Triller

Fußnote 66: im → in
Gemälde [in] größerem Formate

Fußnote 68: deusche → deutsche
Wagners [deutsche] Geschichte

Fußnote 88: Elle → Ellen
an der Basis 4½ [Ellen] ins Gevierte

Fußnote 95: Exellenz → Excellenz
[Excellenz], dem Herrn Rentamtmann von

Fußnote 104: Alferd → Alfred
[Alfred] Friedrich von Schönburg-Hartenstein

Fußnote 105: 64 → 46
s. pag. [46]

Fußnote 109: Abgemeinen → Allgemeinen
No. 164. der Leipziger [Allgemeinen] Zeitung

Fußnote 112: speciel → speciell
findet man [speciell] verzeichnet