Aber ...
Oh, Sonne, Mond und alle Sterne, erlöst mich von meinen Qualen! Was, um aller Lebenden und Toten willen, ist Wahrheit? Dort, vor meinen Füßen funkelt und glitzert es so lustig im Sonnenlicht, so verheißungsvoll und so beruhigend: die Schmuckstücke des Indianers. Sie zerfielen nicht zu Asche, und wenn sie da sind – und sie sind wirklich und wahrhaftig da, denn ich fühle sie in meinen Händen –, dann ist auch der Indianer dagewesen, und ich bin durchaus gesund und weiß, was ich tue.
Ich eile zum Hause.
Mit der Freude im Herzen über das neugeschenkte Leben betrachtete und studierte ich die kleinen Kunstwerke. Dieses Studium erfüllte mich mit Andacht und mit Ehrfurcht gegenüber den Künstlern, die so Wundervolles schaffen konnten und die ihre Namen nicht zurückließen.
Endlich wickelte ich die Sachen in Papier, machte ein kleines Paketchen, das ich verschnürte, und legte es in eine leere Blechbüchse, die ich oben auf das Bücherbrett stellte.
Noch vor Sonnenuntergang ging ich abermals zur Höhle und füllte sie mit Erde und Steinen aus. Ich tat es, um zu verhindern, daß vorüberwandernde Indianer oder sich herumtreibende Pferde und Maultiere hineinstürzten, die Glieder brachen und hilflos darin liegenblieben.
Den ganzen Abend verbrachte ich damit, mir alle Geschehnisse der letzten Tage und besonders des heutigen ins Gedächtnis zurückzurufen und sie zu ordnen, damit es ihnen nicht gelänge, mich zu verwirren. Denn da ich niemand hatte, mit dem ich hätte sprechen, auf den ich einen Teil meiner Erregung hätte abladen können, war ich genötigt, alle Widersprüche, Einwendungen, Erklärungen und Vermutungen gegen mich allein zu führen, um eine Unterhaltung in Fluß zu bringen.
Mitternacht war längst vorüber, als ich zu Bett ging, erregt wie ein Kind am Weihnachtsabend. Erschöpft und übermüdet von der harten Tagesarbeit und den seelischen Aufregungen der letzten zwanzig Stunden, fiel ich sofort in Schlaf.