B. 116. Die acht Schutzheiligen von Oesterreich.

Anfangs hatte Dürer nur sechs Heilige dargestellt und die Abdrücke dieses Holzstocks auf Papier mit der hohen Krone sind eben so ausgezeichnet durch ihre Schärfe als selten. Im Jahre 1517 waren indeß die beiden letzten Heiligen zur rechten Seite, St. Poppo und St. Otto, bereits hinzugefügt und man findet die alten reinen Abdrücke dieser acht Heiligen mit einem lateinischen Gedichte des Johann Stabius, welches die Ueberschrift hat:

Ad sanctos Austriae Patronos Joann Stabii AVPrecatio.

Das Gedicht ist in drei Columnen gedruckt, zu zweimal 16 und einmal 14 Reihen, unter den letztern steht die Jahrszahl MDXVII.[41]

Die späteren Abdrücke sind fast immer schon mehr oder minder stumpf. Der Holzstock ist noch vorhanden und Abdrücke davon befinden sich in der von Derschau’schen Sammlung.