B. 154. Dasselbe Brustbild ohne Einfassung.
Von den Abdrücken dieses Holzschnitts, deren Kennzeichen darin besteht: daß bei der oben auf einer Bandrolle befindlichen Inschrift die Buchstaben ae des Wortes Caesar sich in dem Bauche des großen C befinden, sind mir nur zwei bekannt, der eine aus der von Nagler’schen Sammlung, jetzt in dem Königlichen Kupferstich-Cabinet in Berlin, der andere in der ehemaligen von Quandt’schen Sammlung in Dresden, gegenwärtig im Besitz des Herrn Cornill d’Orville in Frankfurt a.M.
Die gewöhnlich vorkommenden Abdrücke, bei denen das ae zusammengezogen, wie gebräuchlich dem großen C nachgesetzt ist, hält Schorn[59] für eine Nachbildung des Holzschnittes 153. — Ich kann dieser Ansicht nicht beipflichten, sondern möchte glauben, daß dieses Blatt wie das von Schorn beschriebene, Arbeiten verschiedener Xylographen nach derselben Zeichnung Dürer’s sind, von denen allerdings der des ersteren der geschicktere war. Man findet bei dem ersten das Wasserzeichen der in Dürer’s letzter Lebenszeit vorkommenden kleinen Krone mit 11½ Linien Entfernung der Drathstriche, bei dem letzteren noch recht gute Drucke auf einem nicht sehr griffigen Papier, dessen Drathstriche 12 Linien Entfernung haben. Das von Schorn beschriebene Exemplar ist durch August Künzel in Berlin auf Stein treu doch etwas zu elegant nachgezeichnet. —