B. 156. Brustbild Albrecht Dürer’s.

Es ist aus der letzten Lebenszeit unsers Künstlers und derselbe erscheint nicht mehr geschmückt mit den langen Locken, welche ihn in früheren Jahren und noch auf der Reise in den Niederlanden zierten.

Die ersten und zweiten Abdrücke dieses Holzschnitts sind selten.

Die Ersten haben Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes mit dem Caducaeus, Nr. 31, oder eines verzierten gothischen P, Nr. 38.

Das Papier der zweiten Drucke hat das Wasserzeichen der Schlange, Nr. 47, oder zweier großer verbundener Thürme mit 12 Linien Abstand der Drathstriche, auch eines kleinen geschweiften Wappens mit einer Krone und 13¼ Linien Entfernung derselben. Von dieser zweiten Ausgabe, mit den Versen darunter, befindet sich ein alter colorirter Abdruck in der Königlichen Kupferstich-Sammlung zu Copenhagen, unter welchem, abweichend von der Angabe Hellers, pag. 746, steht:

»Getruckt durch Hans Glaser Brieffmaler zu Nürnberg auf der Schmeltzhüten.«

Die alten Abdrücke der dritten Edition, nachdem die Jahrszahl 1527 und das Monogramm in die Thür des Dürer’schen Wappens eingefügt war, trifft man mit dem Wasserzeichen des Reichsadlers, eines Thurms mit fünfzackiger Krone, oder auf einem Papier, dessen Drathstriche einen Abstand von 15 Linien haben und als Wasserzeichen eine Lilie im Kreise, Nr. 53.

Die häufigen späteren Abdrücke sind an den sichtbaren Spuren des Wurmfraßes in dem Holzstock, besonders an der Nasenspitze kenntlich.