B. 51 und 52. Der heilige Christoph mit umgewandten Kopf, und derselbe Heilige mit dem Christus-Kinde, beide vom Jahre 1521.

Mit Recht beliebt und viel verbreitet sind diese ersten Stiche unsere Meisters nach seiner Rückkehr von der Niederländischen Reise. Man erkennt darin, daß diese, und namentlich die nähere Bekanntschaft mit den Arbeiten des Lucas und Leyden, nicht ohne Einfluß auf Dürer’s Handhabung des Grabstichels geblieben ist.

Vasari nennt diese Blättchen sehr schön (bellissimi), und lobt vorzüglich die Grabstichelführung in allen Theilen, besonders den gelockten Haaren.

Wie bei allen Stichen, welche der letzten Periode unsers Meisters angehören, zeichnen sich die alten schönen Abdrücke mehr durch Weichheit und Harmonie, als durch tiefe Kraft der Farbe aus. Beide Blätter sind nicht selten und bei den guten Abdrücken findet man das feine Papier mit 12¾ bis 13¼ Linien Abstand der Drathstriche, welches auf das Wasserzeichen des Kruges schließen läßt.