XXVI.
Drei Uhr morgens.
Auf dem Geleise, das nach Süden führt, geht ein Mann. Weit weg liegt die Stadt.
Er geht immerzu.
Die Nacht ist klar und frisch, ringsum dampfen die Wiesen. Kein Laut. Der Mond steht am Himmel und alle seine Sterne.
Der Mann wandert immerzu, auf dem Geleise, das nach Süden führt.
Zur Linken ein Garten. Schimmernde Wipfel, ein bleicher Giebel. Der Duft von Rosen steigt in die Nacht.
Der Mann klettert über den Zaun. Ein Hund schlägt an.
Der Mann geht gemächlich von Stock zu Stock und reißt die Rosen ab. Ein Hund zerrt an der Kette und kläfft. Das kümmert den Eindringling nicht. Er plündert die Stöcke, dann steigt er wieder über den Zaun und setzt gemächlich seinen Weg fort.
Wo die Geleise in den Wald einmünden, macht er Halt.
Er wirft die Rosen über die Schienen.
Dann wartet er.
Er steht und wartet.
Eine Stunde. Ein Hahn kräht von weit her.
In der nebligen Ferne erscheint ein dunkler Punkt.
Es schnaubt, es rast, Eisen klingt in Eisen.
Der Mann tritt zurück.
Der Zug rast heran, der Zug rast vorbei.
Er entblößt sein Haupt.
Ende.
Anmerkungen zur Transkription
Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):
- ... seines Gehirns, daß sich seit Jahren in rastloser ...
... seines Gehirns, [das] sich seit Jahren in rastloser ... - ... Schild, pakte er mit hinein. Diesen Strauß sandte ...
... Schild, [packte] er mit hinein. Diesen Strauß sandte ... - ... jeder andere Mensch. Und heute, wo ein besonserer ...
... jeder andere Mensch. Und heute, wo ein [besonderer] ... - ... dem Rocksaum zu verbergen, da sie rissig waren, ...
... dem Rocksaum zu verbergen, da sie rissig [waren.] ... - ... Es war entzückend, nichts, gar nichts zu tun ...
... Es war entzückend, nichts, gar nichts [zu tun,] ... - ... Tische, als er bei Kappelli eintrat. Es war Biankas ...
... Tische, als er bei [Kapelli] eintrat. Es war Biankas ... - ... „Fräulen Schuhmacher reist demnächst ab.“ ...
... „[Fräulein] Schuhmacher reist demnächst ab.“ ... - ... Farbe und Ausdruck, wähend das Gesicht bleich ...
... Farbe und Ausdruck, [während] das Gesicht bleich ... - ... Li befahl nichts, Lie freute sich an dem ...
... Li befahl nichts, [sie] freute sich an dem ... - ... drolligen Kerlchen und ließ ihn oft hundermal ...
... drolligen Kerlchen und ließ ihn oft [hundertmal] ... - ... ihrer Harmonie und zielbewußten Engergie. ...
... ihrer Harmonie und zielbewußten [Energie]. ... - ... auf und stellte Camella hart auf den Boden. ...
... auf und stellte [Camilla] hart auf den Boden. ... - ... ihn an seine früheren Jahre erinnerte, erfaßte ihn, ...
... ihn an seine früheren Jahre erinnerte, erfaßte [ihn.] ... - ... Kamilla auf!“ „Hier hinauf, geehrter Bruder im ...
... [Camilla] auf!“ „Hier hinauf, geehrter Bruder im ... - ... Aber er wagte ihn nicht zu öffnen. Er wußte. ...
... Aber er wagte ihn nicht zu öffnen. Er [wußte,] ... - ... Roselind neigt sich im Stattel. „Du bists. ...
... Roselind neigt sich im [Sattel]. „Du bists. ... - ... „Jetzt können Sie ruhig sterben, scherzte er, ...
... „Jetzt können Sie ruhig [sterben,“] scherzte er, ... - ... seiner kleinen Kamilla zu sehen. Er wollte ihr ...
... seiner kleinen [Camilla] zu sehen. Er wollte ihr ... - ... Kamilla war nicht zu sehen. Er begab sich in ...
... [Camilla] war nicht zu sehen. Er begab sich in ... - ... Augen öffnete. Von ihr erfuhr er, daß Kamilla ...
... Augen öffnete. Von ihr erfuhr er, daß [Camilla] ... - ... sei was. ...
... sei [was.“] ... - ... wie die weißen Rosen die Prinzessinen im ...
... wie die weißen Rosen die [Prinzessinnen] im ... - ... klopfte energisch gegen die Scheiben. Nichts regte sich ...
... klopfte energisch gegen die Scheiben. Nichts regte [sich.] ...