Anmerkung II.
Durms Begründung seiner Ansicht ist aus folgenden Gründen hinfällig. Er sagt: „Die Flächen, von denen sich die bogenförmigen Verdachungen (gemeint sind die Schildbögen für die bogenförmigen Verdachungen, vgl. [Bild 15]) abheben – sind ganz roh und unregelmässig tief gearbeitet, so dass daraus sicher geschlossen werden kann, dass die Mauerflächen von Ecke zu Ecke ursprünglich glatt durchgearbeitet waren.“ Das Letztere ist unzweifelhaft richtig und entspricht ganz der antiken und jeder vernünftigen Steinmetzübung für den gegebenen Fall. Zunächst sind, nachdem die Wand aus Bossenquadern mit Randschlag aufgeführt ist, die Wandflächen von Ecke zu Ecke glatt durchgearbeitet, denn nur dann können die Um[pg 33]risse der beabsichtigten Einarbeitungen, wenn sie über mehrere Quader und Schichten greifen sollen, wirklich genau darauf aufgerissen werden, und erst dann kann die umrissene Fläche weggearbeitet werden. Die Einarbeitungen sind also wirklich augenscheinlich später als die glatte Wandfläche ausgeführt, aber nur in dem Sinne, wie etwa der Kuppelstein naturgemäss später versetzt sein muss als die Quadern der ihn tragenden Wand, ohne dass sie deswegen einer zweiten Bauzeit angehören. Dass die über den Schildbögen liegenden zurückgearbeiteten Flächen roh und unregelmässig tief gearbeitet sind, kann dabei nicht Wunder nehmen, denn diese Einarbeitungen können keinen anderen Zweck gehabt haben als entsprechende Steine darin einbinden zu lassen, und diese mussten dann jene Flächen ganz verdecken, mussten nur in den Rand, der in der Tat recht sorgfältig, durchaus nicht „ungeschlacht“ ausgeführt ist, gut einpassen und brauchten auf ihrer Rückseite keine Berührung mit den dahinter liegenden Flächen zu haben. Es kommt ja selbst bei den denkbar sorgfältigsten Werksteinausführungen, die wir kennen, den griechischen Tempelbauten der klassischen Zeit, regelmässig vor, dass Werkstücke im Innern des Mauerwerkes rauh gelassen werden und sich gar nicht berühren (vgl. Durm, Baukunst der Griechen, Handb. d. Arch. II 1, Cellamauerwerk Fig. 59). Es ist also auch die Rauheit dieser Flächen durchaus kein Grund, die Einarbeitungen für spätere Zutaten zu halten. Für seine Ansicht beruft sich Durm nun auf eine Aufnahme von [pg 34]Holzmann[12] vom Zentralbau in Binbirkilise, wo, wie er sagt „der Übergang zur Kuppel durch eine wenig sprechende einfache Schräge bewirkt war“. Nun ist aber das, was Durm als Aufnahme Holzmanns dazu abbildet, eine Durmsche Abänderung der Darstellung, die sein Gewährsmann mit „aufgen. u. reconstr. Holzmann“ bezeichnet hat und die ([Bild 31]) ausser anderen handgreiflichen Fehlern auch gerade in dem Übergang zur Kuppel schon an sich mathematisch eine Unmöglichkeit enthält. Eine Wasserschräge als Übergang vom achtseitigen Tambour zur gleichfalls achteckigen Kuppel müsste ja jedesmal mit einer Horizontalen, nicht mit einer geknickten Linie an die Kuppelseite anschneiden. Durm hat das denn auch erkannt und dadurch willkürlich nach eigenem Ermessen verbessert ([Bild 32]), dass er zwischen Tambour und Kuppel einen niedrigen Zylinder einschob, an dem nun die Wasserschrägen bogenförmig anschneiden, das Resultat aber trotzdem unbedenklich als Holzmanns Aufnahme angeführt.
Bild 31.
Der Centralbau in Binbirkilise aufgenommen und rekonstruiert von Carl Holzmann 1904.
Bild 32. Centralbau von Binbirkilise nach Darstellung Durms.
In Wirklichkeit ist der ganze obere Teil des Gebäudes schon vor Holzmanns Besuch zerstört gewesen ([Bild 33])[13], und die ganze Kuppel und der Übergang zu ihr ist lediglich seine Phantasie. Wenn man der Darstellung von De Laborde aus dem Jahre 1826 Glauben schenken darf ([Bild 34])[14], so war der Bau vielmehr mit einem steinernen Zeltdach über einem Hauptgesims abgeschlossen, was eine in Asien sehr verbreitete, für die armenischen Kirchen noch heute typische und daher wohl glaubhafte Anordnung ist. So ist Durms Rekonstruktion durch nichts begründet.
Bild 33. Centralbau von Binbirkilise.
Bild 34. Binbirkilise im Jahre, 1826 nach De Laborde.
Links der Centralbau.
„Mannus“, Zeitschrift für Vorgeschichte
herausgegeben von Professor Dr. Gustaf Kossinna.
Einzelne Hefte sind nicht käuflich.
Abonnementspreis pro Jahr M. 16.–.
Inhalts-Verzeichnis des I. Bandes:
Geleitwort.
Gründungsbericht und
Satzungen der Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte.
I. Abhandlungen:
Kossinna, G., (Berlin), Der Ursprung der Urfinnen und der Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach dem Osten. I. Urfinnen und Nordindogermanen. Mit 25 Textabbildungen und 11 Tafeln.
– –, Der Ursprung der Urfinnen und Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach Osten. II. Nordindogermanen und Südindogermanen. Mit 22 Textabbildungen und 13 Tafeln.
Montelius, O., (Stockholm), Das Sonnenrad und das christliche Kreuz I. Mit 40 Abbildungen im Text.
– –, Das Sonnenrad und das christliche Kreuz II. (Fortsetzung und Schluss.) Mit 32 Textabbildungen.
Devoir, A., (Brest), Urzeitliche Astronomie in Westeuropa. Mit 4 Textabbildungen und 3 Tafeln.
Rademacher, C., (Köln), Die germanische Dorfanlage der Kaiserzeit am Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Köln. Mit 4 Textabbildungen und 1 Tafel.
Schmidt, R. R., (Tübingen), Das Aurignacien in Deutschland. Vergleichende Stratigraphie des älteren Jungpaläolithikum. Mit 3 Tafeln.
Weinzierl, R. R. von, (Teplitz-Schönau), Übersicht über die Forschungsergebnisse in Nordböhmen. Mit 32 Textabbildungen und 1 Porträt.
Rieken, K., (Kottbus), Drei Holzbrandplätze mit Steinkern aus der Bronzezeit. Aus der städt. Abteilung des Niederlausitzer Museums für Altertumskunde in Kottbus N.-L. Mit 11 Textabbildungen und 1 Tafel.
II. Mitteilungen:
Goetze, A., (Berlin), Ostgotische Helme und symbolische Zeichen. Mit 4 Textabbildungen und 1 Tafel.
Hess von Wichdorff, H., (Berlin), Über die ersten Anfänge vorgeschichtlicher Erkenntnis im Ausgange des Mittelalters. Ein Beitrag zur Geschichte der vorgeschichtlichen Wissenschaft.
Kossinna, G., (Berlin), Vergessener Bericht über ein Urnengräberfeld der Latène-Zeit (?) in Ermsleben, Mansfelder Gebirgskreis, vom Jahre 1710. Mit 1 Textabbildung.
Schneider, H., (Leipzig), Rassereinheit und Kultur.
Wilke, G., (Chemnitz), Der neue Skelettfund des Homo Aurignacensis Hauseri. Mit 1 Textabbildung.
Beltz, R., (Schwerin), Einige seltenere steinzeitliche Funde aus Mecklenburg. Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel.
Müller-Brauel, H., (Zeven), Der „Hexenberg“ am Wege Brauel-Offensen, Kr. Zeven. Ein steinzeitlicher Grabhügel. Fundbericht von 1891. Mit 16 Textabbildungen und 1 Tafel.
Waase, K., (Neu-Ruppin), Möritzscher Funde. Urnengräberfunde aus der Leipziger Tieflandbucht. Mit 2 Tafeln.
Hekler, A., (Budapest), Eine neue Bronzebüste eines Germanen. Mit 1 Textabbildung.
Schmidt, H., (Löbau), Ergebnis meiner Wallforschung auf dem Breitenberge bei Striegau in Schlesien. Mit 2 Textabbildungen.
Voges, Th., Vorgeschichte des Dorfes Beierstedt bei Jerxheim.
III. Aus Museen und Vereinen:
Kiekebusch, A., (Berlin), Die vorgeschichtliche Abteilung des Märkischen Museums der Stadt Berlin. Mit 5 Textabbildungen.
Blume, E., (Posen), Aus der Provinz Posen. Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu Posen. Juli–Dezember 1908.
– – Aus der Provinz Posen. Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu Posen vom Januar bis Juni 1909. Mit 3 Textabbildungen.
Günther, A., (Coblenz), Das Museum des Kunst-, Kunstgewerbe- und Altertum-Vereins für den Regierungsbezirk Coblenz.
Rademacher, C., (Köln), Prähistorisches Museum zu Köln.
Fuhse, F., (Braunschweig), Städtisches Museum Braunschweig. Mit 3 Textabbildungen.
Deutsche Gesellschaft Naturw.-Abt. in Posen. Vortrag: Blume, Die chronologische und ethnographische Methode der vorgeschichtl. Forschung.
Société préhistorique de France.
Sitzungsberichte der Berliner Zweiggesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte.
IV. Bücherbesprechungen.
V. Nachrichten. (Mit 3 Porträts und 1 Tafel.)
I. Ergänzungs-Band zum „Mannus“, enthaltend:
Bericht über die I. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte
zu Hannover, 6. bis 9. August 1909
herausgegeben vom I. Vorsitzenden der Gesellschaft
Professor Dr. Gustaf Kossinna.
7 Bogen mit 2 Tafeln und 4 Abbildungen im Text. – Preis Mk. 4.–.
Vorzugspreis für Mitglieder der Gesellschaft und Abonnenten des Mannus Mk. 3.–.
Inhalt: Ansprachen und Weihereden. – Festmahl: Aufführungen. – Vorträge: Kossinna, Über vorgeschichtlichen Handel in Mitteleuropa. – Reimers, Beziehungen zwischen Vorgeschichte und Denkmalspflege. – Höfer, Erforschung mittelalterlicher Burgen. – Olbricht, Klima der postbaltischen Zeit und die vorgeschichtliche Chronologie. – Schwantes, Slawische Skelettgräber bei Rassau (Provinz Hannover). – Feyerabend, Entstehung der Schlackenwälle und die verschiedenen Typen der Burgwälle in der Oberlausitz. – Schmidt, Die spätpaläolithischen Bestattungen der Ofnet. – Diluvialarchäologische Konferenz. – Schulz, Das Theoderichgrabmal zu Ravenna und seine Stellung in der Architekturgeschichte. – Bezzenberger, Ostpreussische Grenzbeziehungen. – Knoke, Wanderung über das Schlachtfeld des Teutoburger Waldes. – Ausflüge: 1. In die Lüneburger Heide, nach Wohlde und zu den Sieben Steinhäusern bei Südbostel (8. August). 2. Ins Wesergebirge und in den Teutoburger Wald. Exkurs über den Flurnamen „Idistaviso“ von Prof. Kossinna. 3. Nach Süddeutschland zum Besuch neugeordneter Sammlungen des deutschen Paläolithikums (13.–16. August). – Schmidt, Geologische und archäologische Ergebnisse seiner seit 1906 vorgenommenen Ausgrabungen süddeutscher Höhlen. – Schmidt, Die diluvialprähistorische Sammlung deutscher Funde in Tübingen.
Diese Vorträge bieten jedem Vorgeschichtsforscher reiches Interesse und sind eine unentbehrliche Ergänzung zu dem Bilde von der Tätigkeit der Gesellschaft im 1. Geschäftsjahre. Teilnehmer und Nichtteilnehmer der I. Hauptversammlung sollten daher nicht versäumen, sich den Ergänzungsband anzuschaffen. Der grosse Umfang des Tagungsberichts hat die Aufnahme in den „Mannus“ – die ursprünglich vorgesehen war – unmöglich gemacht.
Verlag von Curt Kabitzsch in Leipzig, Dörrienstraße 16.
Mannusbibliothek
herausgegeben von
Prof. Dr. Gustaf Kossinna.
No. 1. Wilke, Dr. Georg, Spiral-Mäander-Keramik und Gefäßmalerei. (Hellenen und Thraker). III, 84 Seiten mit 100 Abbildungen im Text und 1 Tafel. 1910. Einzelpreis M. 8.10. – Vorzugspreis[15] M. 6.50.
No. 2. Kimakowicz-Winnicki, M. von, Spinn- und Webewerkzeuge. Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas. III, 70 Seiten mit 107 Textabbildungen. 1911. Einzelpreis M. 8.10. – Vorzugspreis M. 6.50.
No. 3. Schulz, Prof. Bruno, Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna und seine Stellung in der Architekturgeschichte. 34 Seiten mit 34 Abbildungen im Text und 1 Titelbild. 1911. Einzelpreis M. 4.–. – Vorzugspreis M. 3.15.
No. 4. Bartelt, Rektor Wilhelm, und Waase, Mittelschullehrer Karl, Die Burgwälle des Ruppiner Kreises. Ein Beitrag zur Heimatkunde. III, 65 Seiten mit 1 Karte und 20 Tafeln, enthaltend 27 Lagepläne, sowie 227 Abbildungen im Text. 1911. Einzelpreis M. 9.80. – Vorzugspreis M. 7.95.
No. 5. Kropp, Philipp, Latènezeitliche Funde an der keltisch-germanischen Völkergrenze zwischen Saale und Weißer Elster. IV, 132 Seiten mit 167 Abbildungen und 2 Kärtchen im Text. 1911. Einzelpreis M. 15.30. – Vorzugspreis M. 12.25.
No. 6. Kossinna, Prof. Dr. Gustaf, Die Herkunft der Germanen. Zur Methode der Siedlungsarchäologie. 2. Aufl. Neudruck der Ausgabe von 1911 vermehrt durch Nachträge und 9 Karten. II u. 30 Seiten mit 9 Karten. 1920. Einzelpreis M. 10.–. Vorzugspreis M. 8.–. (Einband M. 8.–).
No. 7. Wilke, Dr. Georg, Südwesteuropäische Megalithkultur und ihre Beziehungen zum Orient. IV, 181 Seiten mit 141 Abbildungen im Text. 1912. Einzelpreis M. 13.50. – Vorzugspreis M. 10.80.
No. 8. Blume, Dr. Erich, Die germanischen Stämme und die Kulturen zwischen Oder und Passarge zur römischen Kaiserzeit. I. Teil: VI, 213 Seiten mit 256 Abbildungen im Text und auf 6 Tafeln nebst 1 Karte. 1912. Einzelpreis M. 14.40. – Vorzugspreis M. 11.55.
No. 9. Kossinna, Prof. Dr. Gustaf, Die deutsche Vorgeschichte eine hervorragend nationale Wissenschaft. 3. verbesserte Auflage. VII, 255 Seiten mit 456 Abbildungen im Text und auf 50 Tafeln. 1921. Einzelpreis M. 50.–. Vorzugspreis M. 40.–. (Einband M. 8.–).
No. 10. Wilke, Dr. Georg, Kulturbeziehungen zwischen Indien, Orient und Europa. IV, 276 Seiten mit 216 Abbildungen im Text. 1913. Einzelpreis M. 21.60 – Vorzugspreis M. 17.30.
Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.
„Mannus“,
Zeitschrift für Vorgeschichte
herausgegeben von Prof. Dr. Gustaf Kossinna.
Jährlich 2–4 Hefte in zwangloser Folge, die zusammen einen stattlichen Band mit vielen Tafeln und reichlichen Textabbildungen bilden. Einzelne Hefte sind nicht käuflich.
Bezugspreis der Bände 7 bis 10: je M. 36.–; für Band 11–12 (Doppelband) M. 75.–; für Band 13: Mk. 60.–.
Der Bezug des 1. Heftes verpflichtet zur Abnahme der Fortsetzung bis zum Schluß des Bandes.
Die ersten 6 Bände sind nur noch in wenigen, bereits durch Nachdruck ergänzten Exemplaren vorhanden, der reguläre Bezugspreis davon ist aufgehoben, der Verlag erteilt Interessenten auf Wunsch Auskunft, was die Bände jeweils kosten.
Gesellschaft für Deutsche Vorgeschichte.
Förderung der Urgeschichte unseres Volkes ist jetzt nationale Pflicht, dies kann nicht besser geschehen als durch Beitritt zur genannten Gesellschaft.
Der Mitgliedsbeitrag der Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte beträgt ab 1920 25 M., für Mitglieder der Berliner Zweiggesellschaft 3 M. mehr; die Einzahlung desselben hat an den Verlag von Curt Kabitzsch, Leipzig, Dörrienstraße 16 (Postscheckkonto Leipzig 54228), zu erfolgen.
Neuanmeldungen sowie Abmeldungen sind entweder an den Vorsitzenden, Herrn Geh. Regierungsrat Professor Dr. G. Kossinna, Berlin-Lichterfelde, Karlstrasse 10, oder an den Schatzmeister der Gesellschaft, Herrn Ernst Snethlage, Berlin NW 5, Quitzowstraße 123 zu richten.
Das Weib in anthropologischer und sozialer Betrachtung.
Von
Dr. Oskar Schultze,
Professor der Anatomie an der Universität Würzburg.
2. ergänzte Auflage.
VI und 64 Seiten mit 11 Abbildungen im Text. 1920. M. 6.–.
„In ruhiger objektiver Weise werden die Unterschiede von Mann und Weib auf Grund des anatomischen Baues und der Entwicklungsgeschichte an der Hand guter Bilder geschildert. Bietet eine wahre Fülle von gesichtetem, wichtigen Zahlenmaterial aus der einschlägigen Literatur. Ein sehr interessantes höchst lesenswertes Buch“.
„Bayr. Ärztl. Korrespondenzblatt.“
Vor- und frühgeschichtliche Altertümer Thüringens.
Im Auftrage Thüringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher Korporationen mit Unterstützung der Staatsregierungen von Preußen, Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen herausgegeben von
| Prof. Dr. A. Götze Berlin-Großlichterfelde | Sanitätsrat Dr. P. Zschiesche Erfurt | Prof. Dr. P. Höfer Wernigerode |
XLI und 466 S. mit 24 Lichtdrucktafeln, einer Übersichts- und einer archäologischen Karte.
M. 36.–.
Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.
Universitätsdruckerei H. Stürtz A. G., Würzburg.
Curt Kabitzsch (A. Stuber’s Verlag) in Würzburg.
Mannusbibliothek[16]
herausgegeben von
Professor Dr. Gustaf Kossinna.
No. 1.
Spiral-Mäander-Keramik und Gefässmalerei.
Hellenen und Thraker.
Von Dr. Georg Wilke.
:: Mit 100 Textabbildungen und 1 Tafel. ::
Einzel-Preis Mk. 4.50.
Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.
Die vorliegende Studie soll einen Beitrag zur Lösung des neuerdings wieder so aktuell gewordenen Indogermanenproblems bilden, indem sie an der Hand der archäologischen Tatsachen die Herkunft der ältesten thrakischen und hellenischen Stämme Nord-Griechenlands aufzuklären sucht.
No. 2.
Spinn- und Webewerkzeuge.
Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas.
Von
M. von Kimakowicz-Winnicki
Museumsdirektor in Hermannstadt (Siebenbürgen).
Mit 107 Textabbildungen. Einzel-Preis Mk. 4.50.
Subskriptions-Preis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.
Diese Arbeit soll in erster Linie auf die verfehlte Forschungsrichtung in der vorgeschichtlichen Webetechnik aufmerksam machen. Sie enthält ferner eine Anzahl neuer Gesichtspunkte und Deutungen, die auf Grundlage eines eingehenden Studiums der gesamten Textiltechnik festgestellt werden konnten. Sie ist nicht nur für den Prähistoriker, sondern auch für den Ethnographen, Technologen und andere von Interesse.
No. 3.
Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna
und seine Stellung in der Architekturgeschichte
Von Bruno Schulz,
ord. Professor für Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule Hannover.
Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild.
Einzelpreis Mk. 2.20.
Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 1.75.
No. 4.
Die Burgwälle des Ruppiner Kreises.
Ein Beitrag zur Heimatkunde.
Von
Rektor Wilhelm Bartelt und Mittelschullehrer Karl Waase in Neuruppin.
Mit 1 Karte und 20 Tafeln, enth. 27 Lagepläne und 227 Abbildungen.
Einzel-Preis Mk. 5.50.
Subskriptions-Preis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 4.40.
No. 5.
Latènezeitliche Funde an der keltisch-germanischen Völkergrenze zwischen Saale und Weisser Elster.
Von Philipp Kropp-Jena.
8½ Bogen mit 167 Abbildungen und 2 Kärtchen im Text.
Einzelpreis Mk. 8.50, Subskriptionspreis Mk. 6.80.
No. 6.
Die Herkunft der Germanen.
Zur Methode der Siedlungsarchäologie.
Von Professor Dr. Gustaf Kossinna.
2 Bogen mit einem Kärtchen.
Einzelpreis Mk. 1.50. Subskriptionspreis Mk. 1.20.
Als No. 7 ist in Vorbereitung:
Südeuropäische Megalithkultur und ihre Beziehungen zum Orient
Von Dr. Georg Wilke.
Mit etwa 150 Textabbildungen. Einzelpreis ca. Mk. 6.–, Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 4.80.
In Vorbereitung:
No. 8.
Die germanischen Stämme
und
die Kulturen zwischen Oder und Passarge zur römischen Kaiserzeit.
Von Dr. Erich Blume-Posen.
Ca. 12–15 Bogen mit ca. 200 Abbildungen.
Einzelpreis etwa Mk. 9.–, Subskriptionspreis etwa Mk. 7.–.
Die vor- und frühgeschichtlichen Altertümer Thüringens
im Auftrage Thüringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher Korporationen mit Unterstützung der Staatsregierungen von Preussen, Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen
herausgegeben von
| Prof. Dr. A. Götze Berlin-Grosslichterfelde | Sanitäts-Rat Dr. P. Zschiesche Erfurt. | Prof. Dr. P. Höfer Wernigerode |
Mit 24 Lichtdrucktafeln und einer archäologischen Karte.
Preis brosch. Mk. 20.–, gebd. Mk. 22.–.
Im Text gibt zunächst Zschiesche Auskunft über die Entstehung des mühevollen Unternehmens, dann Götze eine ausführliche und sehr lesenswerte Übersicht über die Vor- und Frühgeschichte Thüringens. Als Kern des Werkes folgt hierauf das von den drei Autoren bearbeitete Fundverzeichnis (400 S.), ein von Höfer verfasstes wertvolles Literaturverzeichnis (43 S.), Ortsregister und Tafelerläuterung. Die vorzüglich ausgeführten Lichtdrucktafeln beruhen zum grössten Teil auf eigens für das Werk hergestellten photographischen Aufnahmen und gewähren einen vollen Überblick über den Reichtum Thüringens an höchst bemerkenswerten Funden aus allen alten Kulturperioden Europas ..... Die drei Autoren haben eine Musterarbeit geliefert, auf welche sie selbst und das Land, dem sie gewidmet ist, stolz sein können.
„Korrespondenzblatt d. Deutsch. Geschichts- und Altertumsvereine“.
Die neuesten Ergebnisse der Paläontologie des Menschen und das Abstammungsproblem der heutigen Menschenrassen
von Professor Dr. Joh. Sobotta-Würzburg. Mit 4 Abbildungen im Text. Preis Mk. 1.50.
Königl. Universitätsdruckerei H. Stürtz A.G., Würzburg