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In Damm lebte Nele betrübt mit Katheline, die den kalten Teufel, welcher nicht kam, zärtlich rief.

„Ach,“ sagte sie, „Du bist reich, Hanske, mein Buhle, und könntest mir die siebenhundert Karolus wiederbringen. Alsdann wird Soetkin aus dem Fegefeuer lebendig auf die Erde zurückkehren, und Klas würde im Himmel lachen; wohl kannst Du es tun. Nehmt das Feuer fort, macht ein Loch, die Seele will hinaus.“

Und sie wies mit dem Finger ohn Unterlaß auf die Stelle, wo der Werg gelegen hatte.

Katheline war sehr arm, doch die Nachbarn unterstützten sie mit Bohnen, Brot und Fleisch nach ihren Mitteln. Die Gemeinde gab ihr etwas Geld. Und Nele nähte Kleider für die reichen Bürgerfrauen und ging zu ihnen, um die Wäsche zu bügeln, und verdiente dergestalt einen Gülden die Woche.

Und Katheline sagte beständig:

„Macht ein Loch, nehmt meine Seele fort. Sie pocht und will hinausgehen. Er wird die siebenhundert Karolus wiederbringen.“

Und Nele weinte, wenn sie das hörte.