Kriegslied

Der Herr hat einen Kampf bestellt,
Wer Gott liebt, hält zusammen.
Es steht in Kriegesflammen
Die ganze weite Welt.
Der Friede mußt uns drücken,
Gewitter war die Zeit,
Da wir das Schwert nun zücken,
Wird auch der Himmel weit.

Trompeten schmettern durch die Welt,
Was heimlich wir getragen.
Wir haben unsre Klagen
Dem Schwert anheimgestellt.
Wenn sich die Monde füllen,
Gebiert die Zeit mit Schmerz,
Es wuchs durch Geist und Willen
Der Sieg ihr unterm Herz!

Musketenschall, Kanonenzorn
Es laut verkünden müssen,
Es zieht sich aus den Füßen
Der Löwe nun den Dorn.
Das Kreuz wir lang schon tragen,
Das Kreuz der Eisenzeit,
Nun wird die Zeit geschlagen
Ans Eisenkreuz im Streit.

Nun gehts Trara romdomdidom,
Ein jeder darf es sagen,
Der Tambour muß es schlagen,
Daß es ans Tagslicht komm!
Der führt die beste Stimme,
Der sich dem Schwert vertraut,
Sein Leid in heilgem Grimme
Aus Feindesrücken haut.

Hurra! Hurra! nun schlaget drein,
Wer nicht gehört, soll fühlen,
Der Hoffart wird sich kühlen,
Beißt er ins Gras hinein!
Ein gute Wehr und Waffen,
Ein feste Burg ist Gott,
Er hat uns frei erschaffen,
Er hilft aus Not und Spott!