A. Quellen-Verzeichnis.

Gedruckte.

Friedrich Kapp. Der Soldatenhandel deutscher Fürsten nach Amerika. Berlin 1864.

Derselbe. Dasselbe. Berlin 1874.

Derselbe. Geschichte der Deutschen im Staate New-York. New-York 1869.

Derselbe. Friedrich der Grosse und die Vereinigten Staaten von Amerika. Leipzig 1871.

Derselbe. Aufsatz in Sybels Historische Zeitschrift. II. 6. 42. 1879.

Derselbe. Leben des amerikanischen Generals Friedrich Wilhelm von Steuben. Berlin 1858.

Derselbe. Leben des amerikanischen Generals Johann Kalb. Stuttgart 1862.

Max von Eelking. Die deutschen Hülfstruppen im nordamerikanischen Befreiungskriege, 1776-1783. Hannover 1863. 2 Bände.

Derselbe. Leben und Wirken des Herzoglich Braunschweig'schen Generallieutenants Friedrich Adolf von Riedesel. Leipzig 1856. 3 Bände.

Generalin von Riedesel. Die Berufsreise nach Amerika. Berlin 1801.

Christian Leiste. Beschreibung des britischen Amerika zur Ersparung der englischen Karten. Wolfenbüttel 1778.

F. B. Melsheimer. Tagebuch von der Reise der braunschweig'schen Auxiliar-Truppen von Wolfenbüttel nach Quebec. Minden 1776.

Derselbe. Erste Fortsetzung.

J. von Ewald. Belehrungen über den Krieg, besonders über den kleinen Krieg, durch Beispiele grosser Helden und kluger und tapferer Männer. Schleswig 1798.

Erste Folge derselben. Schleswig 1800.

Zweite und letzte Folge derselben. Schleswig 1803.

Briefe eines Reisenden über den gegenwärtigen Zustand von Kassel mit aller Freiheit geschildert. Frankfurt und Leipzig 1781.

Hochfürstlich Hessen-Casselischer Staats- und Adresskalender auf das Jahr Christi 1779. Kassel.

Karl Biedermann. Deutschland im 18. Jahrhundert. Band I. Deutschlands politische, materielle und soziale Zustände im 18. Jahrhundert. Leipzig 1880.

Ferdinand Pfister. Der nordamerikanische Unabhängigkeits-Krieg. Kassel 1864.

Friedrich II. und die neuere Geschichtsschreibung. — Ein Beitrag zur Widerlegung der Märchen über angeblichen Soldaten-Handel hessischer Fürsten. Zweite, mit einer Beleuchtung Seumes vermehrte Auflage. Melsungen 1879.

J. G. Seume. Sämtliche Werke. Leipzig 1835. (Mein Leben.)

Derselbe. Aufsatz in J. W. von Archenholtz's Neue Litteratur und Völkerkunde. Für das Jahr 1789. Zweiter Band. (Hallifax 1782.) (Schreiben aus Amerika nach Deutschland.)

August Ludwig Schlözers etc. Briefwechsel meist historischen und politischen Inhalts. Göttingen 1780 bis 1782.

Derselbe. Staats-Anzeigen. 18 Bände.

Die neuesten Staatsbegebenheiten mit historischen und politischen Anmerkungen. Frankfurt am Mayn und Mainz 1775. 1776. 1777. 3 Bände.

Karl Heinrich Ritter von Lang. Geschichte des vorletzten Markgrafen von Brandenburg-Anspach. Anspach 1848.

J. B. Fischer. Geschichte von Anspach und Onolzbach. Anspach 1786.

Reglement für die hessische Infanterie. Kassel 1776.

Von den Hessen in Amerika, ihren Fürsten etc. 1782. (Soll von Schlieffen verfasst sein.)

Manuskripte.

(Von Originalen oder Abschriften in der Königlichen Landesbibliothek in Kassel.)
1.Journal von dem Hochlöbl. Hessischen Grenadier-olim-Bataillon von Minnigerode, modo von Loewenstein vom 20. Januarii 1776 bis 17. Mai 1784.
2.Journal Hochfürstlichen Hessischen Grenadier-Bataillon Platte. Vom 16. Februar 1776 bis 24. Mai 1784. Geführt durch den Regiments-Quartiermeister Carl Bauer.
3.Journal des Hochlöblichen Füsilier-Regimentes von Alt-Lossberg. Geführt durch den Regiments-Quartier-Meister Heusser vom Ausmarsch aus der Garnison Rinteln an bis zur Rückkunft des gedachten Hochlöblichen Regiments aus Amerika vom 10. Merz 1776 bis den 5. Oktober 1783.
4.Geschichte von dem Hochlöblichen Füsilier-Regiment von Lossberg in Form eines Tagebuchs, angefangen 1776-1783 (von Adjutant Piel).
5.Journal vom Löblichen Garnisons-Regiment von Huyn, nachher von Benning, de ao. 1776 bis medio November 1783, geführt durch mich, den Regiments-Quartiermeister G. Kleinschmidt.
6.Journal, geführt bei dem Hochlöblich Hessischen Feld-Jäger-Corps während denen Campagnen der Königl. Grossbrittanischen Armee in North-Amerika. Angefangen den 23. Juli 1777, von dem Tage wo der Oberstlieutenant Ludwig Johann Adolf von Wurmb das Commando über das Corps übernahm und geendigt den 20. April 1784, bei der erfolgten retour derer sämtlich Hochfürstlich Hessischen Truppen aus Amerika.
7.Tagebuch des Hauptmannes Wiederhold von 1776-80.
8.Journal von dem Hochfürstl. Hessischen Hlöbl. Infanterie-Regiment von Trümbach, modo General-Lieutenant von Bose, seines in ao. 1776 aus Hessen nach Amerika gethanen Ausmarsches, und in ao. 1783 wieder gehabten Einmarsches zur Garnison Hofgeismar.
9.Journal von dem Hochfürstlich Hessischen, des General-Major von Knoblauch Löbl. Garnisons-Regiment, seit dem Amerikanischen Krieg, von anno 1776 bis Ende 1783.
10.Briefe des General-Majors von Riedesel. Tagebuch vom Capit. Pausch.
(Aus der Bibliothek Seiner Hoheit des Fürsten von Waldeck.)
11.Fragment eines Tagebuchs des Waldeck'schen Regiments vom 11. April 1780 bis zum Juli 1782.
(Aus dem Archiv in Marburg.)
12.Berichte Sr. Excellenz des Herrn General-Lieutenant von Knyphausen an Serenissimum.

[B. Die hessischen Regimenter und ihre Namen.]

Der Landgraf von Hessen-Kassel schickte fünfzehn seiner Regimenter nach Amerika. Jedes Regiment bestand aus 650 Offizieren und Leuten in fünf Kompagnien. Vierzehn von diesen fünfzehn Regimentern hatten je eine Grenadier-Kompagnie abgeben müssen, und diese vierzehn Kompagnien mit noch zweien von des Landgrafen Leib-Garde waren zu vier Grenadier-Bataillonen zu 524 Köpfen formiert worden. Ein Jäger-Korps, ursprünglich aus zwei Kompagnien bestehend, begleitete die Armee. 1777 wurde es nominell auf 1067 Köpfe vermehrt, aber ich glaube, in Wirklichkeit hat die Effektivstärke nie mehr wie sechs- oder siebenhundert betragen. Drei Kompagnien Artillerie, 588 Köpfe stark, wurden formiert, so dass die hessische Streitmacht aus 15 Infanterie-Regimentern, 4 Bataillonen Grenadieren, 1 Jäger-Korps und 3 Kompagnien Artillerie bestand. Kavallerie war nicht vorhanden, aber von den Jägern waren einige beritten.

Ein hessisches Regiment wurde gewöhnlich nach seinem »Chef« benannt. Dieser »Chef« war manchmal der Oberst des Regiments, aber meistens war es ein Prinz oder höherer Offizier. Da die »Chefs« öfters wechselten oder versetzt wurden, so ist oft schwer, die Regimenter auseinanderzuhalten. Die Grenadier-Bataillone wurden nach ihren Oberstlieutenants benannt. Die folgende Liste der Regimenter und Bataillone, die in Amerika gedient haben, und die Änderung in ihren Namen, ist zum Teil einer Liste entnommen, die dem Wiederhold'schen Tagebuch in der Bibliothek in Kassel beigefügt ist. Ich glaube, dass sie im allgemeinen korrekt ist. Ich habe die Namen der Haupt-Schlachten und Expeditionen, an denen die einzelnen Regimenter und Bataillone teilgenommen haben, hinzugefügt. (Die Regimenter, die mit von Heister herübergekommen sind, sind mit »I. Div.«, die, welche mit von Knyphausen kamen, mit »II. Div.« bezeichnet.)

Gren.-Bat. von Linsingen. (I. Div. — Long-Island, Chatterton Hill, Brandywine, Redbank, Charleston.)

Gren.-Bat. von Block; 1777 von Lengerke. (Wie vorstehend.)

Gren.-Bat. von Minnigerode; 1780 von Loewenstein. (Wie vorstehend.)

Gren.-Bat. von Koehler; 1778 von Graff; 1782 von Platte. (II. Div. — Fort Washington, Charleston.)

Leib-Regiment. (I. Div. — Chatterton Hill, Brandywine, Germantown, Newport, Springfield.)

Regiment Landgraf (ab und zu Wutgenau genannt). (II. Div. — Fort Washington, Newport, Springfield.)

Regiment Erbprinz. (I. Div. — Long-Island, Fort Washington, Yorktown.)

Regiment Prinz Carl. (Newport.)

Regiment von Ditfurth. (I. Div. — Newport, Charleston.)

Regiment von Donop. (I. Div. — Long-Island, Fort Washington, Brandywine, Germantown, Springfield.)

Füsilier-Regiment von Lossberg (auch von Alt-Lossberg). (I. Div. — Long-Island, Chatterton Hill, Fort Washington, Trenton, Brandywine.)

Füsilier-Regiment von Knyphausen. (Wie vorstehend.)

Grenadier-Regiment Rall; 1777 von Woellwarth; 1778 von Trümbach; 1779 d'Angelelli. (I. Div. — Long-Island, Chatterton Hill, Fort Washington, Trenton, Brandywine, Savannah.)

Was von den drei letztgenannten nach Trenton übrig geblieben war, bildete das »Combinierte Bataillon« in der Kampagne von 1777. Im Dezember desselben Jahres wurden zwei Bataillone unter den Obersten von Loos und von Woellwarth formiert. Die drei Regimenter nahmen später ihre alte Formation wieder an; die beiden ersteren aber erlitten durch Sturm und an Gefangenen im September 1779 starke Verluste.

Regiment von Mirbach; 1780 von Jung-Lossberg. (I. Div. — Long-Island, Fort Washington, Brandywine, Redbank.)

Regiment von Trümbach; 1778 von Bose. (I. Div. — Fort Clinton, Springfield, Guildford Court-House, Green-Spring, Yorktown.)

Garnisons-Regiment von Stein; 1778 von Seitz. (II. Div.)

Garnisons-Regiment von Wissenbach; 1780 von Knoblauch. (II. Div. — Savannah.)

Garnisons-Regiment von Huyn; 1780 von Benning. (II. Div. — Fort Washington, Newport, Charleston.)

Garnisons-Regiment von Bünau. (II. Div. — Fort Washington, Newport, Springfield.)

Feld-Jäger-Korps. (Detachements von diesem Korps waren fast bei jeder Operation beteiligt.)

(Die oben erwähnten Regimenter gehörten zu Hessen-Kassel.)

Der von Howe und Clinton kommandierten Armee waren ausserdem noch folgende deutsche Regimenter zugeteilt:

Regiment Waldeck. (Fort Washington, Pensacola.)

Regiment Anspach. (Philadelphia, Newport, Springfield, Yorktown.)

Regiment Bayreuth. (Philadelphia, Newport, Yorktown.)

(Die beiden zuletzt erwähnten wurden im allgemeinen die beiden Anspach'schen Regimenter genannt. Die Anspach'schen Jäger bildeten einen Teil des Hessischen Jäger-Korps.)

Das Braunschweig'sche Kontingent, welches in Canada und im nördlichen New-York diente, war zusammengesetzt aus dem

Regiment Dragoner (zu Fuss). (Bennigton unter Baum.)

Bataillon Grenadiere. (Bennington unter Breymann, 1. Stillwater, 2. Stillwater, Saratoga.)

Regiment Prinz Friedrich. (Verblieb in Ticonderoga während der Saratoga-Kampagne.)

Regiment von Riedesel. (1. Stillwater, Saratoga.)

Regiment von Rhetz. (2. Kompagnie bei 1. Stillwater, Saratoga.)

Regiment von Specht. (Saratoga.)

Jäger-Bataillon oder Bataillon Barner. (1. Stillwater, Saratoga.)

Das Hanauer Regiment und die Hanauer Artillerie befanden sich bei dieser Armee und teilten ihr Schicksal. Sie waren die einzigen Hessen bei Burgoynes Armee. Die Artillerie that gute Dienste in der Kampagne von 1776 am Lake Champlain sowohl wie im Jahr 1777.

Die Hanauer Jäger, wenigstens ein Teil derselben, nahmen an St. Legers Expedition Teil. Das Regiment von Anhalt-Zerbst erreichte Canada, nachdem die Feindseligkeiten in dieser Provinz vorüber waren.

[C. Übersicht über die Zahl der von jedem deutschen Staat nach Amerika gesandten Truppen und über die Zahl derer, die nicht zurückkehrten.]

Braunschweig sandte 1776 4300M.
im März 1777 224"
April 1778 475"
April 1779 286"
Mai 1780 266"
April 1782 172"

Im Ganzen:5723M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783:2708"

Es kehrten nicht zurück:3015M.
Hessen-Kassel sandte 1776 12 805M.
Dezember 1777 403"
März 1779 993"
Mai 1780 915"
April 1781 915"
April 1782 961"

Im Ganzen: 16 992M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783 und Frühjahr 1784: 10 492"

Es kehrten nicht zurück: 6 500M.
Hessen-Hanau sandte 2038M.
Rekruten im April 1781 50"
April 1782 334"

Im Ganzen: 2422M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783: 1441"

Es kehrten nicht zurück: 981M.
Anspach-Bayreuth sandte 1777 1285M.
im Herbst desselben Jahres an Rekruten 318"
1779 157"
1780 152"
1781 205"
1782 236"

Im Ganzen: 2353M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783: 1183"

Es kehrten nicht zurück: 1170M.
Waldeck sandte 1776 670M.
April 1777 89"
Februar 1778 140"
Mai 1779 23"
April 1781 144"
April 1782 159"

Im Ganzen: 1225M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783:505"

Es kehrten nicht zurück: 720M.
Anhalt-Zerbst sandte 1778 600M.
im April 1779 82"
im Mai 1780 50"
im April 1781 420"

Im Ganzen: 1152M.
Es kehrten zurück im Herbst 1783: 984"

Es kehrten nicht zurück: 168M.
Gesamtsumme der Soldtruppen 29 867M.
Es kehrten von diesen zurück 17 313"

Es kehrten nicht zurück12 554M.
Von den 12 554, die nicht zurückkehrten, sind —nach meiner eigenen Schätzung —:
Gefallen oder an den Wunden gestorben 1200M.
Gestorben durch Krankheit oder Unglücksfälle6354"
Desertiert 5000"

12554M.

[D. Verlustliste der Deutschen in den Haupt-Schlachten und Gefechten des Revolutionskrieges.]

Tot.Verw.Vermisst.
Long-Island 2 25
15. September 1776 2 16
16. September 1776 1 1
Vom 9. bis 23. Oktober (inkl. Chatterton Hill) 13 63 23
Fort Washington 56 276
Trenton 17 78
Assanpink (2. Jan. 1777) 4 11
Burgoynes Kampagne (6. Okt. 1777) 25(?) 75(?)
Scharmützel 3. Sept. 1777 1 19
Brandywine, Jäger 7 39
" übrigen Hessen 2(?) 16(?)
Redbank 82 22960
Newport 19 9613
Stono Ferry 9(?) 34(?)
Charleston 11 62
Springfield 25(?) 75(?)
Baton Rouge 25 8
Pensacola 15(?) 45(?)
Guildford Court House 15 69
Yorktown 53 131

Im Ganzen: 548 1652 127 M.

Druck von Gottfr. Pätz in Naumburg a. S.

[Anmerkungen zur Transkription]