[16] Von der pflasterer pferde.

Auch so mussen die pflasterer haben einen mit einem pferde und karren, der inen zu der hent furet stein und sante und auch von inen furt den abraum und anders etc. als dann ietzunt der Heintz Löffler in das neunundzweintzigst jar thut und noch verte. mit dem oder einem solichen ein paumeister umb weihennachten auch sein abrede haben soll, das er das kunftig jar an der stat arbeit, und sunderlich den pflasterern zu furen und beleiben, und auch der stat nutz und fromen getrewlichen furdern und schaden bewaren woll. und nachdem die pflasterer im winter nit allwegen zu arbeitten haben, wo man dann sein zu der stat nottorft mit dem pferde bedarf, das er dann auch willig und gehorsam sei, und des soll er der stat paumeister also geloben.

Im sol der stat paumeister darumb zu taglon geben von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stulfeier sechsundzweintzig pfenning und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallen tag dreissig pfenning alle tag wenn er arbeit, und alle wochen zwen pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz. darzu so sol man ime ein truhen karren leihen von der stat kerren einen, der starck und gut auf das pflaster sei, alles nach altem herkomen.

Darnach in den weihennacht feiertagen soll der stat paumeister gedencken umb ein deckermeister oder umb zwen mit iren helfern, darnach und man vill zu decken hat das kunftig jare. und wiewoll man ettwan dem deckermeister vorauß gegeben hat, und in sunderheit ich einem meister von Bamberck, genant meister Hanns [Zwycker] sechsundzweintzig pfunt novi ein jar gab, der aber neur [16b] zwue stunde im tag die summer zeit von der arbeit abgieng, so hab ich ietzunt ein meister, genant meister Ulrich Pfewffer, gehabt und dem acht und viertzig pfunt alt zu vorauß geben. und nachdem man lange zeit her einem deckermeister allwege zwen pfenning mer gegeben hat dann sunst einem zimmerman oder anderm werckmeister hie in der stat, wo sie iren werckzeug darlegen oder darleihen, dapei hat es ein erber rate noch also beleiben lassen nach altem herkomen.

[17a] Von dem deckermeister.

Wiewoll die decker gemeinglich zu dem newen rat ob der stat ampt buch gehorsam thun, iedoch so soll der stat deckermeister geloben der stat paumeister und sein trewe geben, das er das kunftig jar an der stat arbeit beleiben und der stat nutz und fromen getrewlich furdern und schaden bewaren wolle, auch das er und sein gesellen, die unter im sein, darzu halt, das er und sie zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, auch getrewlich und redlichen arbeitten, und der stat iren zeug getrewlich bewaren, der inen unter die hent gegeben wirt, auch kein holtz, pretter noch anders von der arbeit nit tragen und sich auch sunst keiner andern arbeit unterwinden on wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.

Nun darumb soll der stat paumeister einem deckermeister zu taglon geben, wenn er arbeit und deckt, von sant Gallentag piß auf sant Peters tag stulfeier zwenundzweintzig pfenning, wo er sein werckzeug selber hat, und von sant Peters piß wider auf sant Gallen tag sechsundzweintzig pfenning. wo man im aber den werckzeug dar legt und leicht als an der stat arbeit, so sol man im allweg zwen pfenning zu ieder zeit minder geben dann den vorgeschriben lon, und alle wochen vier pfenning baldgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen zwen pfenning badgelts. und man legt inen dar allen zeug von zugen, hacken, gelten, leittern, on allein kellen und deckhemerlein nit, das haben sie selber.

Auch darzu hat man alleweg einem deckermeister gelihen, die weil er an der stat arbeit gewesen ist, den turn an der stat maur mit dem roten F bezeichent hinder sant Claren, daran der Vischpach herein geet, darinnen ein meister vergebens gesessen ist, und noch also gehalten wirt nach altem herkomen. man hat vor jaren vier pfund alt zins auß demselben thuren gegeben.

[17b] Darauf hab ich meister Hannsen Goller zu dem meister rechten geholfen, der dann vor lange jar ein tagknecht pei der stat deckermeister und anderen gewest ist, der mir gelobt hat vier jar zu der stat arbeit, die nun auß sein. also hab ich ine in dem achtundsechtzigisten jar wider bestellt die nechsten funf jare der stat deckermeister zu pleiben, des hab ich ime zu vorauß versprochen die funf jar alle jar acht pfunt alt und den vorgeschriben thuren und herberck. doch steet das absagen an der stat paumeister.

So soll der paumeister alle dache auf thurnen, statmauren, heusern, kremen und andern dachen, die der stat zu steen, keins [außgenomen], in guter acht haben und die alle decken und pesseren lassen so oft das nött thut.

[18a] Von dem [dagknecht].

Nun des gleichen muß ein ieder deckermeister haben ein dagknecht, den dann der stat paumeister auch bestellen soll und gelub von ime einnemen nach verhorung der nachgeschriben artickel. und nachdem man nach altem herkomen einem dagknecht geben hat im summer achtzehen pfenning und im winter viertzehen pfenning als den zimmerleuten und steinmetzen gesellen, also hat man inen iren lon ietzunt auch gemert als hernach steet.

Es soll der stat dagknecht geloben der stat paumeister und sein trew geben, das er das kunftig jar an der stat arbeit beleiben und der stat nutz und fromen getrewlich furdern und schaden bewaren wolle, und zu rechter zeit von und zu der arbeit geen und getrewlich arbeitten, und kein holtz noch anders von der arbeit nit tragen auch sich sunst keiner arbeit unterwinden noch machen on wissen und willen eines paumeisters.

Im soll darumb ein paumeister geben zu taglone, wenn er arbeit, von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stul feier alle tag sechtzehen pfenning, und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallentag zweintzig pfenning ein tag und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

So hab ich bißher kein redlichen dagknecht umb den lon mug gehaben, und hab dapei einem zu vorauß und trinckgelt mussen geben ein jar bei vier pfund alt und zu zeitten sechs pfunt alt.

[18b] Von dem morter rürrer.

Auch muß ein decker und tagknecht haben einen morter rurrer, doran dann vill leit. do soll der stat paumeister bestellen den pesten so er ine gehaben mag, und wie wol man ettwann kein vorauß geben hat, iedoch so hab ich einem die nechsten zwei jar sechs pfunt alt ein jar geben. auch hat man vormals nach altem herkomen geben die summerzeit funftzehen pfenning und im winter zwelf pfenning ir einem zu taglon. so man aber andern iren lon gemert hat, so hab ich den auch gemert, dann ich sunst kein gehaben mocht.

Es soll der morter rurrer, der der stat decker sein zeug rurren soll, der stat paumeister geloben und sein trew geben, das er das kunftig jare an der stat arbeit pleiben wolle und zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, auch den morter und zeug getrewlich und redlichen arbeitten und rurren nach unterweisung seins meisters, und der stat iren zeug auch getrewlichen bewaren, der im unter die hent gegeben wirt, auch kein holtz noch anders von der arbeit nit tragen, und sich auch sunst keiner andern arbeit unterwinden dann mit wissen und willen eins paumeisters, alles on geverlichen.

Darumb soll der stat paumeister einem morter rurrer zu taglon geben, wenn er arbeit und morter rurret, von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stullfeier alle tag dreizehen pfenning, und von sant Peters tag wider auf sant Gallen tag sibenzehen pfenning und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[19a] Wenn dann der deckermeister dagknecht und morter rurrer also gehorsam thun der stat paumeister, so soll inen ein paumeister geben zwue oder drei maß weins zu leikauffe.

[19b] Von der decker knecht.

Es mussen auch der stat decker, dagknecht und morter rurrer haben knecht und hantreicher, die inen zutragen und hantreichen. derselben knecht sol [in] ein paumeister vor den [taglonern], die sunst an der stat arbeit gelobt sein, zuschicken zwen oder drei als vill sie der bedorfen. solichen [taglönern und hantreichern] soll man geben von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier zehen pfenning, und von sant Peters tag biß auf sant Johanns tag vor der lateinischen pforten eilif pfenning alle tag zu taglon, und von sant Johanns tag biß wider auf sant Gallen tag zwelf pfenning alle tag zu taglon, wenn sie arbeitten pei den deckern, und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[20a] Von des deckers pferde.

Auch mussen darzu der stat decker haben einen mit einem karren und pfert, der inen zu furt zigel, sande und zeug, wo sie decken, als dann ietzund thut der knab und Gürtlers pferd in das achtzehest jare, und noch vert. und nachdem man aber nit alleweg zu decken hat, wo man dann solchs des Gürtlers knaben mit dem pfert bedarfe sunst zu der stat nottorft ettwas zu furen, das soll er thun und willig sein. darumb ich ime gib, als im die andern paumeister auch haben geben, alle tag wenn er arbeit, winter und summer, ein und zweintzig pfenning ein tag und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz. darzu furet er einen von der stat truhen karren, den man ime leicht nach altem herkomen.

Hette aber der Gürtler kein pfert, so must der stat paumeister sünst einen gesellen und pfert bestellen, der auf die decker wartet und inen zu furet wes sie bedorften etc.

[20b] Von dem tünchermeister.

Nach dem allen soll der stat paumeister einen redlichen tuncher meister bestellen und mit ime sein abrede haben, ob man sein das kunftig jare icht bedorfe, das er dann gewertig sei mit allen seinen gesellen. und zu vorauß auf das minst soll ein tünchermeister der stat paumeister vorsehen mit einem redlichen tuncher gesellen, der getrew und richtig sei mit der arbeit, des man [gemeiniglich] alle jar bedarf zu stuben auf den versperten turnen und herniden zu weissen, verstreichen, und zu zeitten der stat pöden zu verstreichen und estreichen zu pesseren.

Demnach dann tuncher meister und ir gesellen in dem lon als zimmer und maurrer meister und ir gesellen alleweg herkomen und gewesen sein, und ein erber rat aber denselben iren lone gemert hat, so hat man den tunchermeistern und iren gesellen iren lone auch gemert, also das man einem tunchermeister zu taglon geben soll, wenn er arbeit und sein eigen werckzeug hat, von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier zweintzig pfenning, und von sant Peters tag piß wider auf sant Gallen tag vier und zweintzig pfenning, und [alle wochen] vier pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen zwen pfenning badgeltz.

Einem tuncher gesellen soll man desgleichen von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stullfeier sechtzehen pfenning zu taglon geben, und von sant Peters tag piß wider auf sant Gallen tag zweintzig pfenning, und alle wochen zwen pfenning und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[21a] Was man aber estrich schlaher bedarf, die mag der stat paumeister bestellen, so er nechst mag, oder von seinen gelobten [taglonern] doran stellen, ob die anders tugenlichen darzu sein.

So hat ein tünchermeister, der also zu der stat arbeit verpflicht und gewertig ist, nach altem herkomen piß her alleweg gehabt einen thuren, dorein er unten sein eigen rigel und rust pretter behalten und verspert hat, als dann meister Niclas Schleicher der tuncher noch innhen hat an der hochen stat maur bei der Walk, der do gezeichent ist mit dem rotten p etc. [darauß er der stat paumeister alle jare zwen kreutzkess gibt zu Walpurgis] [1 Mai].

[21b] Von der stat pfert.

Mer soll der stat paumeister mit einem, dem er getrawen mag, bestellen zwai pfert und ein knecht, der darmit fare und auch darpei helf zu greiffen mit auf und abladen an allerlei, darzu man sein bedarf an der stat arbeit das zukunftig jare, und das soliche pferde auch sittig seien und in kerren und entzen wegen zihen. und wo man aber eines pferdes allein bedarf, also das sie an zweien enden musten sein und von einander gesetzt wurden, darzu darf jener der sie stelt an der stat arbeit nit zwen knecht haben, sunder ein paumeister soll ein knecht zu dem einen pferde schicken, der darmit fare. wo man aber ir beder bedarfe, do soll jener der sie stellt ein knecht zu haben, der dann alle morgen auf die Peunt damit kum, auch willig und gehorsam sei einem schaffer und anschicker, an was arbeit man ine schickt zu furen, das er das thue und auch zu rechter zeit zu und absetz von der arbeit als ander arbeitter, alles ongeverlichen.

Einem solichen, der pfert an der stat arbeit leicht und stellt, dem gibt man auf ein pfert von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stull feier alle tag sechsundzweinzig pfenning, und von sant Peters tag wider piß auf sant Gallen tag acht und zweintzig pfenning zu taglon. und wenn man der pfert eines oder zwai bedarf, so soll jener des sie sein einen knecht darzu stellen; demselben knecht gibt man keinen lon, sunder man gibt ime wenn er damit fert alle wochen zwen pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen einen pfenning badgeltz, alles nach altem herkomen.

Darauf hab ich ietzund ettliche jare her von Peter Funcken, der stat walthawer, bestellet zwai pfert, die er mir leichet mit sampt seinem knecht, oder er fert selber darmit hinnen, wenn ich der zu der stat nottorft bedarf, umb den obgeschriben lone.

[22a] Auch so hat der Gürtler ein gutz karren pfert in kurtz kauft, darzu ich der stat tagloner ein alle tag leihe, der darmit ferte am stein karren und an ander der stat nottorft. darvon gib ich ime von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier sechsundzweintzig pfenning ein tag, und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallen tag achtundzweintzig pfenning zu taglon.

[22b] Von dem schütmeister.

Der stat paumeister soll auch bestellen ein schütmeister, der der schut allenthalben wart vor den thoren und ine der stat, als dann vor alter herkomen ist. und ein solichen schutmeister hat man zu zeitten auch gefurdert an der stat arbeit, doch das er unter sein stunden, die einer sunst feiert, der schut gewart hat, damit der stat arbeit nit versaumet gewest ist, als ich dann ietzunt im andern jare den Cuntz Künnen schutmeister bestellt und noch habe, der dann auch einer von den gelubten [taglonern] ist.

Nun soll der schutmeister der stat paumeister geloben und sein trew geben, das er das kunftig jare der schut getrewlichen warten, auch alle tag auf die schut gen woll und do die schut und hauffen eingleichen und auch nirgen lassen schutten, dann wo ine der stat paumeister hin weist schutten lassen. und wo man also keller oder anders grüb oder außfuren wolt, do soll ein schuttmeister hin geen und inen sagen, wo sie solich erden oder schut hinfuren sullen, es sei in oder vor der stat; und welicher aber an andere ende also geverlich schuttet, es were in die Begnitz oder sunst an andere ende, dann dohin ine der schutmeister geweist hett, den soll der schutmeister pfenden oder außsetzen ein pfert und das gen einem [füterer] stellen und furpaß der stat paumeister das zu wissen thun.

Ein schutmeister soll darzu unter den thoren mit den zollnern bestellen, wo die kerner also schut vor das thore furen, das sie das nit geferlich schutten, desgleichen mit dem sande den sie herein furen nit geferlich graben. wo die zollner das geware wurden, das sie das der stat paumeister oder schutmeister zu wissen thun.

[23a] Es soll auch der stat paumeister auf das minst ein moll im jare zusamen vordern lassen alle kerrner und gertner, die also hie auß furen, auch den [maurrern] und deckern und andern sande zufuren, und inen sagen in gegenwurtigkeit des schutmeisters, wo sie hin schutten sullen und sunst nirgen. auch dobei ine ernstliche sagen, das sie den sant, den sie herein in die stat furen, graben, do es nit schedlichen sei, sunderlichen den stroßen nit zu nahent graben; welicher doran also bedretten oder der stat paumeister furpracht wurd, der must solich graben wider auß schutten und den sande vor einem andern thor holen, domit er die gruben wider auß schuttet, als man dann woll ettlichen vor den [funfen] gestraft hat zu meinen zeitten.

Nun auch so soll der stat paumeister dem schuttmeister geben alle wochen zu lone von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stul feier sechsundzweintzig pfenning, und von sant Peters tag stulfeier biß wider auf sant Gallen tag dreissig, alles nach altem herkomen.

Auch darzu so hat ein schutmeister innen den thuren auf der Pleich mit dem ploben E bezeichent, dorinnen er sein wonung hat vergebens und zins frei sitzet, alles nach altem herkomen.

[23b] Von dem parlierer.

So hat man vor zeitten an der stat arbeit, die weil man funf oder sechs geende winden het, gehabt und bestellt ein parlierer, der auf der maur was, das einem stat werckmeister allein zu schwer was allenthalben zu sein bei den maurrern. eim [solichen] parlierer hat man ein jar bei achtzehen pfunt alt zu vorauß gegeben und darzu sein taglon als einem andern steinmetzen. do ist es nun von komen und abgangen.

Iedoch nachdem meister Hanns Rupprecht der stat meister dem Ulrich Mülner vor andern in seinem abwesen die arbeit und gesellen empfilcht, hab ich bißber demselben Ulrich Mülner zu vorauß und trinckgelt geben ein jare vier pfunt alt etc.

[24a] Von dem anschicker.

Und des gleichen hat man gehabt ein anschicker, die weil der tagloner pei hundert oder zwai hundert mer und minder gewesen ist. derselb anschicker also ob den [taglonern] unter einem werckmeister gewesen ist und die leut angeschrien und angeweist zu arbeitten; einem solichen hat man auch ein vorauß des jars geben und darzu sein taglon. auch hat zu zeitten ein sollicher anschicker pfert gehapt an der stat arbeit, doran er auch etwas gehabt hat; do ist es auch nun von komen etc.

[24b] Von dem prucken meister.

Mer hat man etwan einen zimmergesellen gehabt und bestellt ein jar, dem hat man zu vorauß geben acht pfunt alt. der hat unter sein zeitten gewart zu den prucken in der stat und die pruck holtzer wider recht ein zogen und geslicht, wenn sie sich verzugen. das ist nun abgangen und davon komen; wenn aber solichs ietzunt nöt ist, so soll der stat paumeister einen von den zimmergesellen von der stat arbeit hinumb senden, der zu den prucken sehe und solich holtzer allenthalben schlicht und recht ein ziech etc.

[25a] [Von dem zu und ab geen [von] der arbeit.]

Hiernach steet geschriben, wenn man zu und von der arbeit gen soll nach altem herkomen.

Wenn es den tag [achte oder neunne] schlecht, so sol man des morgens an der arbeit sein wenn es den garauß schlecht, und zu dem eßen darvon geen wenn es treu schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es viere schlecht, und des nachtz wenn es den garauß schlecht wider darvon geen.

Auch wenn es den tag zehenne schlecht, so sol man des morgens an die arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon geen wenn es zwai schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es dreu schlecht, und zu dem mittag moll wider darvon geen wenn es sechse schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es sibenne schlecht, und des nachtes zu dem garauß wider darvon geen.

Nun auch wenn es den tag ailfe schlecht, so soll man des morgens an die arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon geen wenn es zwai schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es dreu schlecht, und zu dem mittag mall wider darvon geen wenn es sechse schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es sibenne schlecht, und des nachtes ein halbe ore vor dem garauß wider dar von geen.

[25b] Mer wenn es den tag zwelfe oder dreuzehenne schlecht, so soll man des morgens an die arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon geen wenn es dreu schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es viere schlecht, und zu dem mittag mall wider darvon geen wenn es sibenne schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es achte schlecht, und des nachts wenn es eins gen nacht schlecht wider darvon geen.

So es den tag viertzehenne schlecht, so soll man des morgens an die arbeit geen wenn es eins auf den tag schlecht, und zu der suppen darvon geen wenn es dreu schlecht, und wider zu der arbeit wenn es viere schlecht, und zu dem mittag mall wider darvon geen wenn es sibenne schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es achte schlecht, und zu der vesper zeit wider darvon geen wenn es zehenne schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es ailfe schlecht, und des nachts wenn es eins gen nacht schlecht wider darvon geen.

Darnach wenn es den tag funftzehenne und sechtzehenne schlecht, so sol man zu und von der arbeit geen in aller der maß und zeit, als wenn es den tag viertzehenne schlecht, on allein zu vesper zeit soll man dann darvon geen wenn es ailiffe schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es zwelfe schlecht.

Ist aber das der tag wider abnimpt, so soll man in aller der maß zu und von der arbeit geen als ain zunemen des tages summer und winter.

[26a] Zu ostern, pfingsten, sant Johanns abent zu sunbenten, zu sant Merteins tag und zu weihennachten wenn es zwue hore gen nacht schlecht, so sollen die arbeitter feier abent haben und von der arbeit abgeen allenthalben wo sie arbeitten, es sein zimmerleut, maurrer, decker, tuncher, pflasterer, tagloner, oder welche die sein an der stat arbeit.

So haben die zimmer gesellen bei herrn Hannsen Colers zeitten, die weil und er der stat paumeister gewest ist, und do meister Hanns Dubinger der stat meister zimmerwercks worden ist an des Thirmans stat etc. furgenomen und allewegen ie uber viertzehen tag ein bad abent inen furgenomen, und sein einer stund ee abgangen dann sie sunst abgeen solten, das aber doch von alter also nit herkomen ist. demselben nach haben die steinmetzen gesellen ine auch furgenomen ein bad abent, und geen dergleich uber viertzehen tag allewegen auch einer stund ee ab, dann sie sunst thun solten, also das es gleich zu einer gewonheit komen ist. das hab ich ine piß here auch also nach geben und sage inen wenn sie gehorsam thun, das [sie] sunst dester vleissiger sent und zu rechter zeit zu und abe der arbeit geen, domit sie die stunde auch woll mugen herein pringen wo sie wollen etc.

[26b] Von dem lone der arbeitter und wenn man inen lonnet.

Auch so hat man vor zeitten, die weil der Endres Volckamer seliger der stat paumeister gewesen ist, den arbeittern alleweg gelonet auf den abent an den [sambstag nechten] als umb vesper zeit oder als pald darnach. so ist der stat paumeister mit sampt dem statmeister dem maurrer und dem schaffer zu der arbeit allenthalben gangen. das ist darumb gescheen, das die arbeitter bei der arbeit pleiben und nit ee abgeen dann ir rechte zeit ist. auch hat man dieselben zeit peutelein gehabt, dorein man den arbeittern iren lone gezelt hat, einem ieden sovil und im dann gepuret hat zu lone. dieselben zeit hat man zwelf und viertzehen [geender] winden stets gehabt, damit man gearbeit hat, und sein die arbeitter sere alle bei ein ander gewest auf dem graben.

Darnach bei Hannsen Grasers seligen zeitten, als er der stat paumeister gewesen ist, und seit her hat man alleweg gelonet am sambstag früe vor mittag und vor der suppen zeit, und hat das darumb getan, das die arbeitter und die armen leut vor mittag, als wenn sie zu der suppen geen, iren frawen und kinden dann das gelt mugen heim pringen, die dann dorumb fleisch, prot und anders pas kauffen und vinden zu kauffen früe dann auf den abent. auch sullen die statmeister und parlierer ir gesellen und tagloner in acht haben, also das keiner ee abgee dann ir rechte zeit ist. welicher sich aber abstele und abgieng on erlaubung ee es zeit were, den sullen die andern rugen. auf den nechsten lontag so solt im ein stat paumeister so vil stunde er ee abgangen were, einem steinmetzen und zimmergesellen zwen pfenning und einem tagloner ein pfenning von ieder stund so er ist ee abgangen, so vil abziehen oder minder lons geben etc. auch zelt man inen den lone ietzunt in puchslein einem ieden sovil und im gepurt zu lonne.

[27a] So soll man [keim] stein metzen, zimmergesellen [noch] tagloner sein lon pei der stat paumeister gestatten zu verpietten, also wo einer eim wirt oder sunst iemant schuldig were und von einem nit kont bezalt werden, das dann ein solcher wolt durch ein paumeister sein gelt einprengen. das soll nit sein und ist also nit herkomen, sunder wo das an der stat paumeister langt soll er einem solichen sagen, er pfendt oder laß niemantz mit seinem lon pfenden, sunder das sich einer fuge auf den sambstag oder nechsten lon tag früe vor suppen zeit an die ent, do sein schuldiger arbeit, und wenn man in dann löne, das er dann gedenck und sich selber zalen heiß, die weil gener das gelt bei im hab. also ist es von alter herkomen.

Nachdem und mit gewonheit also herkomen ist, das der schaffer, als ietzunt der Gürtler ist, auf der Peunt der stat paumeister am freitag oder alwegen den nechsten tag vor einem lontag an einer zettel verschriben gibt, was der arbeitter allenthalben derselben wochen sei, und [an] was arbeit sie sein oder machen oder gemacht haben die wochen, also lautenden etc. am ersten steet do der tag auf den man [lonen] soll also: sambstag vor sant Endresen tag verlönt ich vier funf oder sechs tag etc. oder dergleichen heiligen tag in ieder wochen, und wie vil tag die leut gearbeit haben, steet dorpei kurtz geschriben.

Darnach hebt er an mit den zimmer gesellen und setzt zehen, ailif oder zwelf, wie vil dann der ist, ier iedem ein tag zweintzig oder sechtzehen pfenning, darnach es am jar oder der zeit ist etc. haben holtz gezimmert auf der Peunt oder das zimmer zu werck gezogen oder abpunden oder do oder dorte gearbeit, geschickt oder gemacht, wo sie dann gewest sein die selben zeit etc. dorbei steet, und dem meister funf pfunt alt, facit als mit dem padgelt, das er dazu gerechet hat von halben oder gantzen wochen, darnach die wochen vill oder wenig werckentag gewest sein, und ir iedem badgeltz gepuret sovil oder sovil, und setzt dann des ein summ von gelt, was das als machet in einer summ sovil pfunt alt und pfenning.

[27b] Es stent darnach dann die steinmetzen und maurrer geschriben auch in der gestalt, wie das oben steet mit den zimmergesellen, wann man gibt inen gleich den lone als den zimmergesellen zu ieder zeit und zuletz dem meister funf pfunt alt, das alles macht sovil etc. und setzt des auch ein summ sovil pfunt alt und pfenning.

Auch darnach so steet geschriben die tagloner, der ist acht und zweintzig oder dreissig etc. minder oder mer darnach man ir dann hat, ir iedem ein tag neun, zehen oder ailif pfenning, darnach und es am jare und zeit ist im jare etc. die haben bei den [maurrern] am rangen, im morter [gearbeit], steinkarren, oder das zimmer den gesellen helfen heben, oder stein oder zigel aufzogen do oder dort, oder prucken helfen legen etc. wo und an was arbeit sie dann gewest sein, das wirt do gemelt und geschriben, und setzt dann des geltz mit sampt dem badgelt auch ein summ sovil pfunt alt und pfenning.

Hernach volgen die hoyer gesellen, der ist zehen, zwelf oder sechtzehen, darnach ir vill ist, der iedem ein tag ailif, zwelf oder dreizehen pfenning, darnach und es am jar ist etc. die haben schirm oder pruckpfell oder sunst gruntpfell geslagen do oder dort zu dem grunt oder zu der pruck oder steg etc. facit mit dem badgelt auch sovil pfunt alt und pfenning.

Und darnach setzet er die decker, also einen oder zwen deckermeister darnach und ir sein, ir iedem ein tag zweintzig oder vierundzweintzig pfenning; einem oder zweien dagknechten, iedem ein tag zweintzig oder sechtzehen pfenning; einen oder zwen morter rurrer, iedem ein tag sibentzehen oder dreizehen pfenning; vier oder [28a] zwen hantlangern, iedem ein tag zehen, ailif oder zwelf pfenning, darnach und es im jare und an der zeit ist; einem pferd mit einem karren ein tag einundzweintzig pfenning. die haben gedeckt oder geflickt auf dem haus oder thuren oder meuern do oder dort, oder haben zeug [gesetzt] etc. das alles macht dann mit dem badgelt in einer summ sovil pfunt alt und pfenning.

So steent darnach die pflasterer, also ein oder zwen pflaster meister darnach und ir sein, ir iedem ein tag zweintzig oder vier und zweintzig pfenning; einem oder zweien ir gesellen auf den stullen ein tag zweintzig oder sechtzehen pfenning; einem stossel einen tag zwelf oder sechtzehen pfenning; dreien oder vieren furlegern einem ein tag zehen, ailif oder zwelf pfenning; einem pfert mit einem karren ein tag sechs und zweintzig oder dreissig pfenning, alles darnach und es im jare und an der zeit ist etc. die haben gepflastert auf der pruck, in dem farwek, oder auf dem platz, oder vor dem haus in der gassen etc. macht mit dem badgelt in einer summ sovil alte pfunt und pfenning.

Auch darnach einem tunchermeister ein tag zweintzig oder vier undzweintzig pfenning, und dreien oder vieren seiner gesellen, die tunchen, ein tag zu zweintzig oder sechtzehen pfenning; mer sechs oder acht seiner gesellen ein tag achtzehen oder viertzehen pfenning an estrichen zu schlahen und im morter, darnach auch die zeit am jar ist etc. die haben geduncht, oder stein oder estrich geschlagen do oder auf dem poden oder haus etc. macht mit dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.

Mer dem Rorrenheintzen ein tag zwelf oder sechtzehen pfenning, [28b] und dreien und vier seiner gesellen ein tag ailif oder zwelf pfenning, auch darnach es an dem jar und an der zeit ist. die haben rorren geporet oder rorren gelegt, oder aufprochen zu rorren in der stat oder vor der stat etc. macht mit dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.

Item mer einem oder zweien pferden ein tag sechsundzweintzig oder achtundzweintzig pfenning, auch darnach und es am jar und der zeit ist. die haben gefurt pretter von der sege auf die Peunt, den zimmergesellen zimmer, das sie abpunden hetten und aufrichten, do oder dort, oder erden und anders gefurt etc. das macht [mit] dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.

Es steet [darnach] geschriben: dem Gürtler selber fur sein solde, den man dann alle wochen gibt, summer und winter, feiertag und wercke tag vier pfund alt, und dem schutmeister alle wochen sechs undzweintzig oder dreissig pfenning, darnach und es auch am jare und der zeit ist. das macht sovil alter pfunt und pfenning.

Nach dem allen so steet dann zuletzt an der selben wochen zettel geschriben und zusamen gerechent ein summ von dem allen, das an der zettel geschriben steet, macht sovil pfunt alt und pfenning.

Furpaß und wenn dann der Gürtler der stat paumeister die wochen zettel also gibt, und der paumeister die summ sicht wie vil das machet, und dann der stat meister der maurrer einem [29a] paumeister auch gesagt hat von einer eiche von sovil oder sovil [stein oder quader] etc. und ob dann der stat paumeister die wochen sunst mit [niemant] rechen will oder zu bezalen hat, dozu er vill oder wenig geltz bedarf, nach dem allen soll der stat paumeister denn geen in die lossung stuben und do gelt von den [lossungern] vordern und einnemen, domit er die ding bezallen und außgerichten mug. dasselb gelt soll dann der schaffer, als ietzunt ist der Gürtler, helfen der stat paumeister alsbald zelen und ie vier pfunt alt in ein puchslein zelen, und das in die puchsen thun, die dorzu gehoren, dardurch er gewar wirt, ob er das gelt alles vindt, das im dann die lossunger geben haben auf das moll etc. und was er pöser pfenning dorin vindt, die soll man auß klauben und die den lossungern wider geben, die wechseln die gern und wollen nit, das man den [taglonern] und arbeittern poß gelt geben sull, das haben sie mir aigentlich bevolhen.

Auch was geltz die herren auß der lossungstuben also der stat paumeister geben, das ist alleweg muntz als pfenning oder haller und kein golte, das schreiben sie in der stuben in ir register. des gleichen hat der stat paumeister ein gegenzettel oder registerlein auch von bergamen, dorein schreiben die lossungschreiber auch alspald was der paumeister einnimpt, und was er also einnimpt, das wirt alles nach pfund novi angeschriben und [auß der] losungsstuben also gerechent. in der gleichen gestalt muß es der stat paumeister auch wider verrechen am außgeben als nach pfund novi.

Wenn dann der stat paumeister das gelt also zelet und das in die puchslein ie vier pfunt alt gefast hat, so soll der paumeister dann fur sich nemen die wochen zettel, und nach derselben zettel dann rechen, und in sundere andere puchslein, die ich darzu hab machen und zeichen lassen, zelen den meisteren, gesellen, taglonern und andern, einem ieden sovil und im gepuret.

[29b] Item am ersten haben die zimmergesellen und steinmetzen einerlai puchslein und sein auch gleich am lon, und auf iren puchslein steet ein peihel und ein steinext.

So haben die tagloner alle gleich puchslein, dorein man einen gleichen lonne durchauß zelt, und auf denselben puchslein steet ein D.

Des gleichen haben die meister auf iren puchslein, der zimmermeister zwai peihel und ein moßstabe, des gleichen der maurrer meister zwai steinext und ein moßstab, und also die andern decker tuncher pflastermeister und ir gesellen, ir ieder sein besunder zeichen auf der puchsen.

Nun wenn man also einzelt auf das letzt in die lönpüchslein, so rechet man und zelet einem ieden ein gantz wochen lonne ein, sovil dann werckentag dieselben wochen gewest ist, durchauß etc. und wenn man dann lonet so freget der stat paumeister die gesellen und arbeitter in ein gemeine, welicher minder dann ein gantz wochenlone habe, das sich derselb melde und das sage. welicher dann hat außgesetzt oder zu thun gehabt, dardurch er aussen blieben oder von der arbeit gewest ist seiner nottorft oder gescheft halben, der sagt dann es: einer ein tag, ein halben tag, ein stund, etzlicher zwu oder drei stund etc. sovil nach anzall nach dem tag lon nimpt der stat paumeister dann wider auß desselben puchslein fur dieselben halb oder gantz tag, und ist es ein steinmetz, tuncherer, pflasterer, decker oder zimmergesell, der einlutz stund aussen gewest ist, das ist alleweg zwen pfenning fur ein stunde; ist es aber ein tagloner so ist es alle wege ein pfenning fur ein stund, die im ein paumeister minder geben [30a] sol. des sein sie alle willig und haben des kein wider rede. so bedarf ein paumeister nit sorgen, das ir keiner gantzen lon ein neme und stillschweig, dann ob er gern schwig, so schweigen sein gesellen nit, die rugen ie einer den andern.

Und wann es dann zu zeitten ist, das ein arbeit als nöttig ist, also das sie die stunt oder etzlich stunt steen im tag und pei der arbeit pleiben, do sie sunst abgeen mochten; so gibt inen ein paumeister desgleichen ie fur ein stund zwen pfenning wie oben steet, alles nach altem herkomen.

Nun wenn die taglon also eingezelt sein in die lon puchsen, so gibt der stat paumeister als pald dem schaffer oder Gürtler sein wochen solde und darzu des schutmeisters und der pferd lonne, die derselb Gürtler oder ander dieselb wochen an der stat arbeit gehabt haben; dieselben zalt dann furpaß der Gürtler etc. sovil und ir iedem gepurt. welicher dann minder verdient het mit dem pferd, das gibt der Gürtler einem paumeister wider.

So hat man vor zeitten gehabt ein peutel, aber ietzunt, als die ding und von herren Hannsen Coler an mich komen sein, hat man ein swartze hultzen [püchsen], die mit allerlai gesamentem gelt ist, dorein man legt soliche halbe oder gantze taglon auch stundgelt, die die arbeitter außgesetzt oder versaumpt haben, die das gelt darfur geben wie da vorn steet etc. darzu legt ein paumeister [ein dieselben] puchsen alle wochen vier, sechs oder acht pfunt alt, darnach und ine bedunck, das er uberichs gelts bedarf etc. darauß und darvon bezalt der stat paumeister den steinmetzen, wo sie Kornperk stein gehawen haben, iedem alle tag dreier pfenning mer dann den gewonlichen lon, den man inen sunst hat eingezelt und gibt. mer bezalt man auß [30b] derselben püchsen allen [taglonern], die nit allein mit der schauffel arbeitten, einem ieden alle tag, die er die wochen gearbeit hat, ein pfenning, das heist man dann uberich pfenning nach altem herkomen. wann man rechent und zelt denselben [taglonern] alleweg in ir buchslein den minsten lon zu ieder zeit gleich durchauß, als ob sie alle allein mit der schauffel am schuß arbeitten, und wenn man inen dan gelont, so gibt inen ein paumeister dann die uberichen pfenning wie oben steet. und bezalt man von solichem gelt, wo man die winden von stat rückt oder scheubt, dem, der do schreit, ein pfenning, oder do man das winden seil einzeucht zwen pfenning, oder welicher kalck ablescht oder am hoyer singt, oder do ein tagloner fur einen andern auf der maur, wo man mauret, kan verpinden, oder im morter arbeit und den gut kan machen, und der oder desgleichen do ein paumeister sicht, das es einer verdient, oder der stat werckmeister, heist der stat paumeister ir einem ein pfenning den tag oder zu zeitten ein pare pfenning zu badgelt mer geben. das alles man von solichem gelt bezalt alles nach altem herkomen.

Auch wo dann der stat paumeister also geware wirt, das der arbeitter einer oder mer von der arbeit getragen het on laube, es weren klupfel, pretter, spenn oder anders, das inen verpotten ist, so soll inen ein paumeister an irem lon zwir als vill darfur abschlagen, domit man inen solchs abtragen weren mug etc. dann wo man das von einem liede und von dem andern nit leiden will, so macht es unwillen zwischen inen.

Mer nachdem soliche taglon in die puchslein eingezelt werden, so ist ein laden oder gehelterlein darzu vorhanden, dorein man die alle mitsampt der swartzen büchsen setzt und sperret dieselben zu mit einem schlüssel, den der stat paumeister hat. das ein zellen geschicht alle weg also am freitag nach mittage oder den nechsten tag vor dem lon tag alle wochen.

[31a] Dornach am sambstag oder aber am nechsten feierabent darvor, wo man den sambstag feiert etc. wenn der stat paumeister lonnen will, so soll der Gürtler früe komen zu dem garauß oder im sumer umb eins auf den tag zu dem paumeister und mit im geen zu der stat arbeit allenthalben, aldo des paumeisters knecht die laden mit den lönpuchslein unter einem mantel mit tragen soll. und wo die arbeitter dann sein, do soll der stat paumeister aufsperren und den arbeittern lonen wie vor geschriben steet. daran hat ein paumeister zu geen auf das minst pei zwaien stunden alles nach altem herkomen.

So isset der schaffer, als ietzunt ist Conrat Gürtler, alle freitag und sambstag das mittag moll mit der stat paumeister, auf das, das er am freitag nach mittag dem paumeister helf das gelt ein zellen und des gleichen am sambstag früe mit ime gee zu dem lonen, alles nach altem herkomen.

Item so hab ich es piß her gehalten mit der zunemung des lones der arbeitter also: wenn sant Peters tag stül feier [22 Febr.] oder sant Johanns tag vor der lateinischen pforten [6 Mai] gefallen ist auf ein montag, erittag oder mitwoch, so hab ich inen dieselben wochen gantzen follen lon [gelassen] oder zu genummen und den meisten lon geben; gefellet aber der tag einer auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so hab ich ine nit mer [geben] sunder das pei dem kleinen lon beleiben lassen die selben wochen.

Und desgleichen von sant Gallen tag [16 Oct.], wenn der gefellet auf ein montag, erittag oder mitwoch, so prich ich ine den lon ab dieselben wochen; gefellt er aber auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so prich ich ine an dem summerlon nichtz ab dieselben wochen.

[31b] Von dem walthawer.

Mer soll der stat paumeister gedencken und zu der stat nottorft bestellen einen redlichen walthawer, der getrew, warhaft und frum [sei], doran er sich gelassen und dem getrawen mug, als vor zeitten der Heintz Höchell ob zweintzig jaren und ietzunt Peter Funck zu [Fischpach] gesessen pei acht jaren walthawer ist. ein solicher walthawer, den ein paumeister bestellt mitsampt sein knechten, die ime helfen hawen, soll der stat paumeister einem obersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfar im anfang zu prengen und stellen. derselb walthawer und sein knecht sullen dem amptmann gehorsam thun nach altem herkomen, und darnach alle jar zu sant Walpurgen [1 Mai] tag des gleichen thun, die weil ein walthawer der stat paumeister fugsam und eben ist.

Es soll der stat walthawer der stat paumeister zu der stat nottorft zimmerholtz hawen, des gleichen sein knecht, die im helfen hawen zu der stat nottorft, die thun alle jar zu sant Walpurgen tag gehorsam und schweren einem obersten amptman des [walds] in sant Laurentzen pfar, das sie des walthawer ampts getrewlich warten und pflegen wollen, auch alles holtz zu rechtem wedel am monat hawen und fellen, es sei was holtz das sei, außgenomen streuholtz auf die prucken mugen sie woll im unhaw hawen. und was des holtz im wedel gefellt und zu zimmer tauge, sullen sie auf hawen hinters und forders und sunderlichen eichens holtz, was man des geniessen mag, dormit das kein holtz auf dem walde pleib ligent. aber in der meil sullen sie kein holtz hawen, inen derlaub es dann ein erber ratte oder ein oberamptman des waldes. auch so soll der stat walthawer niemant kein holtz hawen oder furen auch nit holtzen, dann im selber mag er ungeverlich ein prennholtz furen zu seiner nottorft, es wer dann, das er zu der stat nöttorft nit zu hawen noch zu furen hett, so mocht er im selber zu nutz woll holtzen auf seine pfant, doch mit gunst und willen eines obersten amptmanns und anders nit, alles ungeverlich. was zimmers dann der stat walthawer also hawet, das soll er alles zaichen mit zweien †† creutzen, als im das der amptman bevolhen hat.

[32a] Darzu ist sunst ein gemeiner stat walthawer, der so hawet auf dem walde in sant Laurentzen pfarr, der einem erbern ratt alle jar ein sum geltz gibt, das im ein rat und ein amptman vergunt zimmer zu hawen zu gemeinen pewen in der stat. derselb walthawer und sein knecht thun auch alle jare gehorsam dem obersten amptman des waldes auf meinung als oben steet. was also der gemein walthawer zimmers hawet, zeichent er mit † creutz. mit demselben walthawer hat der stat paumeister nichtz zu thun etc. derselb walthawer getare kein zimmer noch holtz fur die stat noch ausserhalb der rinckmaur on laub des ratz nit geben.

So wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seitten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dann vill geschlechter ist dann auf der seitten in sant Sebolts pfarre. wiewoll auf derselben seitten des walds in sant Sebolts pfarre auch vier gesworen walthawer sein, hawen sie doch nichtz zu der stat [nottorft] dann allein, wenn ein paumeister latten, eichener zeungerten oder gezenckter schrancken bedarf, die vindt man paß do dann auf der andern seitten in sant Laurentzen pfarr etc. das hawet der vier walthawer einer, genant der Klugel. auch lest man zu zeitten segpaum do hawen, gibt man von einem zu hawen sechs pfenning nach altem herkomen, oder zu füren herein hat man ettwann geben von einem segpaum dreiundviertzig pfenning; do muß man ietzunt geben von einem siben und acht groschen.

Auch so soll der stat paumeister alle goltfasten mit der stat walthawer abrechen. und wenn er also rechen will, so soll der stat werckmeister, der zimmermann, auch der schaffer und anschicker mitsampt der stat walthawer das holtz, das seint der nechsten rechnung herein zu der stat nöttorft komen ist, vor abzelen und das aigentlichen einem paumeister beschriben geben, von leng und groß und wie vill des sei etc. doch soll ein paumeister kein holtz zallen, es sei dann herein in die stat geantwort worden von dem walthawer etc. alles on geverlichen.

[32b] Wenn dann solche rechnung ie gescheen ist in pei wesen der stat werckmeister des zimmermanns und des schaffers, so hat ein paumeister ie gegeben des walthawers knechten vier pfund alt, und dem schaffer und anschicker sechtzig pfenning, und der stat werckmeister dem zimmerman dreissig pfenning fur ein trinckgelt nach altem herkomen. aber die zeit und der Hanns Coler paumeister gewesen ist, hat er dem walthawer alleweg geben siben pfunt alt rechen geltz fur alles ding, und hat furpaß ine domit lassen umbgeen. der hat dann darvon geben der stat werckmeister dem zimmerman sechtzig pfenning und dem schaffer sechtzig pfenning und des paumeisters ehalten sechtzig pfenning; also ist es biß her gehalten worden. aber nachdem und meister Hanns Dubinger abgangen ist, hat der stat walthawer dem statmeister dem zimmerman nichtz geben, denn ein moll so ist er mit ime auf den tag, als man rechent.

Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle, auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch auch nit alles gedecken kan.

Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen [33a] und lassen sich nit schneiden im winter.

So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und frum sei, als am ersten steet.

Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte, alles nach altem herkomen.

Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in [Rupprecht Hallers und Anthoni Paumgartners] frag als burgermeister zu den zeitten.

Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33b] holtz, als eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.

Mer so ist alles holtz im jare nimmer pesser zu hawen und das leichter wird dann im meien, auch im mertzen und in sant Giligen mon schein am ab und zu nemen eines iedes wedels am holtz.

Der walthawer hat auf der Peunt ein stall, dorein er seine pfert, wenn er hinnen ist, stellt, und hat darpei sein eigen habern und heu; das hat im der stat paumeister alle weg begünt und günt im des noch, also das er das von keinem rechten hat.

Auch so gibt der stat paumeister des amptmans knechten auf sant Laurentzen wald zu weihennachten fur ein trinckgelt und opfergelt, wenn sie das holen, funf oder sechs groschen; aber es ist in kurtz her verpotten worden, und gib ine nichtz mer.

Bißher so hab ich auch ein jare dem anderen zu hilf mussen haben, die weil ich paumeister gewesen bin, an allerlai zimmerholtz und latten, on die zeungerten, astellen und thangraß oder reisech pei vier tausent stemmen oder paumen.

[34a] Es soll auch der stat paumeister des gefliessen sein, das er keinerlai holtzwerck und sunderlichen prunroren fur die stat auß der piet nit furen noch geben soll on wissen und willen eines erbern ratz und amptmans.

Und was der stat walthawer also zimmers zu der stat nöttorft hawet, das muß er selber herein auf die Peunt oder in zwinger oder in andern enden, do man sein in der stat bedarf, antworten. darfur gibt ime der stat paumeister nach altem herkomen fur hawen und zu fueren fur ein iedes holtz, als hernach steet geschriben.

[34b] Item fur ein lengwit vier pfenning.

von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank ist, zehen pfenning.

von einem eichen afterschlag und pfell stangen 18 schuech lank 15 pfenning.

von einem eichen schirm pfoll, der 14 schuch lang ist, 21 pf.

von einem eichen pfalholtz, das 20 schuch lanck ist, 38 pf.

von einer eichen, [die] zweintzig oder 21 schuch lanck ist, 26 pfenning.

von einem pruckpfall, der 30 schuch lanck ist, dreu pfunt alt.

von einem eichen seulholtz, das 10 schuch lang ist, 28 pfenning.

von einem eichen seulholtz, das groß und 14 schuch lang ist, 4 pfunt alt.

von einem eichen geswell, das 14 schuch lang ist, 24 pf.

von einer eichen nabstangen, die 24 schuch lang ist, 18 pf.

von einem gelenter holtz 24 schuch lang 28 pf.

von einem eichen gelenter holtz, das 30 schuch lang ist, 35 pf.

von einem eichen thanpaum, der 30 schuch lang ist, 56 pf.

von einem eichen goch 36 und 40 schuch lang 6 pfunt.

von einer rauhen aichen 30 schuch lang 60 pf.

von einer eichen maurlatten zum kornhaus 36 schuch lang 3 pfunt.

von einer grossen rauhen eichen, die 28 oder 30 schuch lang ist, funf pfunt oder sechs pfunt alt.

von einer eichen, die 40 schuch lang ist, zu der leittern auf dem sünbeln thurren dreu pfunt alt.

von einem eichen rinnholtz 35 schuch lang zum fleischhaus 4 pfunt alt.

von einem eichen goch, das zwenundzweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, 75 pfenning.

[35a] Item fur ein geschock latten 3 pfunt alt oder ie fur ein 3 heller.

fur ein tennen latten von sant Lorentzen walde ein pfenning zu hawen, drei heller zu fueren, facit 5 haller.

fur ein pruckholtz, das 16 oder 18 schuch lang ist, 4 pf.

fur ein pruckholtz, das klein und doch 22 oder 24 schuch lang ist, vier pfenning.

fur ein gemeins pruckholtz, das 21 oder 22 schuch lang ist, 5 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 schuch lang ist, 6 pf.

fur ein pruckholtz, das 26, 28 und 30 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 und 30 schuch lang ist und spunt größ hat, 11 pf.

fur ein pruckholtz, das dreissig und 34 schuch hat und 2 dinst thut zu der pruck hinter dem wildpat, sein grosser dann spunt 20 pf.

fur ein klein spuntholtz, das doch 24 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein gemein spunt, der 24 schuch lang ist, 10 pf.

fur ein gemein rechen, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein rechen, der 30 schuch lang ist und pesser dann die ersten, 24 pf.

fur ein rechen, der 47 und 50 schuch lang ist, zum kornhaus zu langen panten 40 pf.

fur rechen zu dem kornhaus, [die] 17, 26 und 37 schuch lang weren, durch einander zu 26 pf.

fur ein prettlein, das 27 schuch lang ist, zu der dachung der stat meurn 15 pf.

fur ein gemein sparren, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein sparn, der 46 schuch lang ist, 30 pf.

fur ein sparren, der 60 schuch lang ist, 75 pf.

fur ein viechtein seulholtz, [das] 24 schuch lang ist, 24 pf.

fur ein staffelholtz, das 28 schuch lang ist, 45 pf.

fur ein holtz 30 schuch lang, das kleiner dann staffelholtzel ist, 35 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang, der forhen, viechtein oder tennen ist 50 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang ist, viechtein und groß darnach ist, die man verren von hin holen muß, 60 pf.

fur ein afterschlag von den segpaumen auf die pruck zu dillen 5 groß.

fur ein vorhein zu spunten und tillen 26 schuch lang zu der losung stuben 50 pf.

fur ein forhen afterschlag zu spunten in die newen cantzley 24 schuch lang 18 pf.

[35b] fur ein afterschlag, der forhen, tennen oder viechtein und astig ist, auf die pruck zu tillen geschnitten wirt und ist 22 und 24 schuch lang, 24 oder 30 pf.

fur gemein pretten, der einer 40 schuch lang ist, 40 pf.

fur ein pretten, der 50 schuch lang ist, 50 pf.

fur ein pretten, ein spangen, ein lemholtz, ein durchzuk, der eins 60 schuch lang ist, als im kornhaus, 75 pf.

fur ein spangen, die 68 schuch lang ist, als im Schiesgraben, 4 pfunt alt.

fur ein durchzuck, der 50 schuch lang ist, als in der wag, 10 pfunt alt.

fur ein tennen, viechtein oder forhen rorren paum 20 und 22 schuch lang 20 pf.

fur ein viechten krumling 10 schuch lang zu einem winden rat 40 pf.

fur ein gezenckten schrancken, der gut ist, 42 pf. und 52 pf.

fur ein paum, der 22 schuch lang ist, den ein legern für die keller 7 pf.

fur ein tennen, holtz das 30 schuch lang ist, zu der trenck am Schweinmarckt 10 pf.

fur ein tennen rauchholtz, das 30 schuch lang ist, fur ein ladung 45 pf.

fur ein poltzholtz, das 50 schuch lang ist, zu dem Thiergartner thurren gibt man 75 pf.

fur ein viechten gut holtz, das 30 schuch lang ist, zu schneiden und untergelegt im zwinger unter ein hütten 3 pfunt.

fur ein viechten rinn holtz 35 schuch lang oben durch das schlachhaus 4 pfunt alt.

fur der linten eine auf der Schütt 3 pf., zu graben und zu furen 3 pf.

fur ein püttenpaum oder schintelpaum, der 24 schuch lang ist, 70 pf.

fur ein linten, die 20 schuch lank ist und klefterich ist, 60 pf.

fur ein winden paum, der 30 schuch lang ist, 60 pf.

fur ein rauche viechten aufs Hallers wisen und vor Werde ins wasser 38 und 32 pf.

fur ein rauchen tennen tanpaum zu der spital pruck 30 pf.

fur ein fuder vörher, viechter oder tenner pfelholtzer und afterschleg, 3 zu einem fuder, auch fur ein fuder vörhen wipfel und ein fuder reisechs den tiern in stattgraben und sunst raucher eeste hinter die ladung, iedes mit 3 pferden gefurt, 45 pf.

fur ein fuder leitter paum, fewerhacken paum und ein fuder bucher hebrigel, auch fur ein fuder lenckwit, der iedes mit 3 pferdengefurt, 60 pf.

[36a] fur ein fuder viechter eeste mit einem pferde 30 pf.

fur hundert wachalter puschel zu hawen drei groschen und zu furen herein 3 groschen.

fur ein hundert eicher oder pucher rade schauffel 5 pfunt alt und 2 und 5 heller.

fur ein eichen schauffel pant zu dem segrat oder einem malrat, ie fur eins 1 pf.

item fur hundert hagenpucher kamen zu dem segrat 32 pf.

Item was holtz aber keinen namen hat oder hie vor nit bestimpt ist und doch gehawen und zu der stat notturft herein gepracht wirt, darein muß sich ein paumeister selber richten nach ratte des werckmeister des zimmermans, wie er dem walthawer das bezall.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er alleweg gegen dem winter 5 oder 6 schock latten auf der Peunt hab, dann man kan der im winter nit gehawen und sunderlich vörher latten, dann die springen ab am fallen. so ist mancherlai, das furfellt, ee der winter vergeet, darzu man latten bedarf.

So soll der stat paumeister auch bestellen im summer mit der stat walthawer dreu oder vier fuder mies, der lanck sei und trucken ein kum, des man zu dem Vischpach und sust im jare zu mancherlai bedarf. des hat bißher kost ein wagen fuder mit einem pferd zu reiffen und furen 45, 50 [und 48 pf.] den sol man dann an der sunnen woll derren und dann irgen legen, das er trucken lieg uber jare.

[36b] Es hat auch ein erber rat in kurtzen jaren furgenomen und mir bevolhen, kein prucken mer mit pruckholtzern zu belegen, sunder die mit astigen tillen und swarten zu belegen, das man dann ettliche jar her also gethan hat. wo das ee gescheen wer, so het man vill junges holtz erspart, dan man auf ein prucken pei zwaihundert pruckholtzer hat mussen haben, die sein bei zwaien jaren gelegen. so muß man ietzunt pei zwelf afterslegen haben, der einer pei sechs tillen und zwue swarten gibt zu einer prucken, die auch bei zwaien jaren ligen; aber die swarten ligen darauf pei einem jar, so muß mans anders leisten.

So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und pretter zu dem Fischpach uber den statgraben, auch püchen mangpretter, das alles zu wedel gehawen wer, bekomen mocht; dan dieselben ding vernutzt man teglichs zu schoßgattern und andern dingen, die abgeen, so kan man dann als jehling nit darhinter komen, wenn man solicher ding bedarf. auch ist hinter solich lang eichen rigel, als ir noch ettlich vorhanden sein, nit mer zu bekomen in gleichem gelt als man dann die gezeugt hat.

Item es ist einer, genant Ulrich Volck, von dem Entenberg, dem hab ich vill eichens und püchens holtz abkauft, alles geschnitten, das er mir dann herein geantwort hat, als er vor jaren dem Graser seligen und andern [paumeistern] auch vill gegeben hat.

Item fur ein eichen pret, das 16, 18 und 20 schuch lang ist, 18, 20 und 21 pfenning, darnach die pretter sein.

Item fur ein halbs eichens [Vischpach] einholtz, das außgee und 26 schuch lang ist, als die aussen uber den statgraben ligen, 14 pfunt alt, und fur die seitten oder poden pretter eins darzu, auch 26 schuch lanck, 4½ pfunt alt.

[37a] Item fur ein püchen mangprett einer spann dick und 32 schuch lank, zweier schuch vorderlich preitte, 18 pfunt alte. dünne püchen pretter, einer zwern hent dick, zwen und dreissig schuch lang, 10 pfunt alt.

Item fur püchen vierkluftige holtzer, eins 20 schuch lang zu spindeln zu den [schoßgattern] und waltzen in die mang, 48 pf.

Item so hab ich geben von einer waltzen in die mang zu machen von der stat holtz 4 groß. ich hab ir von [Weissenpurck] ein fart lassen herpringen, 9 waltzen kosten 2 guldein reinisch und sechs groß. so hab ich ir von Augspurk lossen her furen, waren hagen püchen waltzen 12, kosten eine 60 pf., und 15 pf. eine her zu [füren].

Item fur ein püchen stangen den schrottern zu iren leittern 7 pf.

Item fur ein eichen geschnitten ramrigel, 30 schuch lang, 6 groß; fur ein solichen rigel, der 20 schuch lang ist, 28 pf.

[37b] Von wintfellen auf dem walde und holtz [stossen].

Item nachdem und im dreu und sechtzigisten jare am mitwoch und pfingtztag auch freitag nach sant Valentins tag [16–18 Febr.] der groß wint ettwo vill thenner, viechten und forher paumen auf sant Seboltz walde nider wurf umb [Kalckreut, im Keiersperg, im Kalck, im Mistelperg] etc. also ward mir von einem erbern ratte befolhen, mit den vier gesworen walthawern und iren helfern auf demselben walde furderlichen zu bestellen, das dieselben wintfellen gepletzt und von inen gezeichent wurden, nachdem und solich wintfell nach waldes ordnung frei und nit pfantpar wern, auf das, das solich wintfell niemant hinfurt; den ein ratte die zeit in meinung was, solich holtz zu der stat nottorft selber zu geprauchen. darauf bestellet ich, das in den nechsten vier wochen darnach durch die vier gesworren walthawer zuhawen [werde] das hernach geschriben zimmer, darvon ich ir einem selber 24 pf. und irer gesellen einem 16 pf. den tag geben must etc. und nach außgang der vier wochen, und solich hernach geschriben zimmerholtz von in gewalthawet und gezimmert wurde, do gelanget an ein rat, wie solichs der wurm angriffen het und in dem eingang des mertzen, do es nit wedel hette, gefallen wer, wiewol die gesworen walthawer im anfang darwider waren etc. auf das ward mir wider bevolhen, solch zimmerholtz an kein gepewede der stat zu prauchen, sunder dasselb holtz schneiden und die prucken in der stat damit zu belegen lassen, und furpaß stöß auf dem wald von dem uberichen gefallen holtz, das nit gezimmert oder gewalthawen were, setzen lassen, und solich stöß herein den burgern in die stat in ein gemein zu verkauffen ie ein stoß umb 5 pfunt alt, und doch keinem uber 5 stoß nit geben, also das sie die vor liechtmess schirst im vierundsechtzigisten jar auß dem wald fürten. das ich also thet, als dann auch hernach geschriben steet, wiewoll sich die pauren darpei nit saumpten und solich wintfell auf hieben und die schrötweis hinfurten zu irer nottorft, nachdem und das kein pfandpar holtz was.

Item am ersten hieben die walthawer auf 32 pretten von 50 und 60 schuhen lang, mer zwaihundert 20 pretten von 40 und 45 schuhen lanck, hundert und 7 pretten von 30 schuen lanck, mer hundert zweintzig rechen sparren und spuntholtzer von 24 und 30 schuhen, hundert 40 seulholtzer 30 schuch lanck, mer dreuhundert [38a] vierundzweintzig segpaum und pei hundert vörher rorenpaum.

Item des obgeschriben holtz kame mit frun herein 90 segpaum und pei 40 grosser und kleiner holtzer, mer pei hundert förher rorenpaum.

Item so ließ ich zwaihundert 14 stöß holtz auf dem wald hawen und setzen, und gab von einem stoß dreu pfunt alt zu hawen, verkauft ein auf der walstat umb 5 pfunt alt. was also darauf gieng und ich außgab und ein nam, des alles hab ich ein rechnung in die losungstuben geben, und der auch noch ein abschrift behalten, die das lenger dann do innen helt.

[38b] Von dem Reuhelperg stein zu prechen.

Die steinprecher auf dem Rauhelperg thun alle jare zu dem newen ratte ob der stat amptbuch gehorsam, was der ist, die do stein an dem perck brechen, also das sie alle stein an rechter leng, das ist drei stat schuch, auch legers dick und preit, das ist ander halb schuch in dem stab, den ein erber rat darzu geordent und geben hat, prechen wollen, auch soliche stein nirgen anders dann zu und in die stat auf ein eiche geben, und wo der stat paumeister zu der stat nottorft stein bedarf, das sie ime dann die vor meniglich geben und zu geen lassen, auch das sie den abraum nit schedlich schutten und damit die fels verlegen, auch das ir keiner uber drei wochen auß seiner gruben on laub der stat paumeister nit arbeit; welicher also uber die zeit auß seiner gruben were und nit leut darinnen hett, die stein prechen, der solt furpaß seine recht oder gerechtigkeit verloren haben, alles nach altem herkomen und das also des pergs recht ist etc. alsdann ir ettlicher sich mit mir umb solich ubertrettung hat mussen vertragen und wandeln.

Wenn dann die steinprecher also gehorsam getan haben, wie oben steet, so soll ine der stat paumeister geben zusamen allen sechtzig pfenning zu verdrincken, ir sei vill oder wenig. auch so sol der stat paumeister alle wegen gegenwertig sein, wenn die berckleut also gehorsam thun.

So nun die steinprecher also ein fels zu grunde auß brechen und ein newen abraum thun wollen, so sullen sie vor zu der stat paumeister komen und inen pitten umb ein abraum, und do pei fur halten, wo und an welichem end am perg das sie das fur nemen wolten. alsdann soll der stat paumeister der stat werckmeister den maurrer hin auß senden und das schawen lassen und von dem meister vernemen ob das schedlich sei oder nit, do sie es meinen fur zu nemen, [39a] nachdem man ettlich fels und went am perg lange zeit geheit und behalten hat zu der stat nottorft, die auch [den steinprechern] gemeinglich allen woll wissent sein: das ein in der alten burger gruben, das ander an der langen want, die unter augen steet, als man kumpt gegen aufgang der sunnen in die newen burgers gruben; das drit der fels, der do steet zwischen sant Laurentzen und Hanns Mans und seiner gesellen gruben. an den dreien enden hat man klein abraum und guten stein und hat die fels vor des Grassers seligen zeitten untz her gemeiner stat geheiet und vor behalten, ob etwas fur viell, das man zu not stein bedorft. das soll ein paumeister kunftiglich in acht haben, niemant darein zu erlauben on laub eins erbergen ratz.

Auch wo aber die steinprecher sunst am perg ine furnemen ein abraum zu thun, do es unschedlichen wer, so das der stat meister gesehen het, so soll ine der stat paumeister des vergönnen mit der unterscheide, das sie mit der schut den perg oder [ander] fels do pei nit verschutten, und darzu soll ein paumeister der stat meister ie uber viertzehen tag ein fart hinauß senden, das er zusehe das sie nit schedlicher schutten. auch das sie die stein niemant versprechen, sunder wo der stat paumeister des fels oder stein bedarf, das sie im den vor meniglich geben; wo aber ein paumeister der stein nit bedorft, so mugen sie die woll geben wem sie wollen, doch neur in die stat auf ein sich und auß der piet sunst niemant geben etc. auch sullen sie solichen stollen und fels, so sie geraumt haben, zu grunt herauß prechen und hinab komen, als ferre sie können und mugen vor wasser.

Dem nach wo der stat paumeister den steinprechern also erlaubt ein fels, und der zu grunt herauß kumpt und sie dann wider komen und an demselben ende aber peten umb ein abraum, das steet dann zu einem paumeister, ob er ine an dasselbe oder ander ent erlauben will, dann kein steinprecher am Reuhelperg kein erb gerechtigkeit nit hat. so soll im der stat paumeister nit mer [39b] versprechen noch erlauben dann so vill ir einer ein abraum fur sich nimpt, wenn das zu grunt herauß kompt, so hat das sein ende und der steinprecher nichtz mer do [zu thun].

Es soll auch kein steinprecher dem andern kein fels oder gruben noch erb gerechtigkeit am perg nit verkauffen, wie wol sie das vor jaren vill getan haben, das dann vil zurüdung am perg gemacht hat, das einer dem andern so nahent pei im nit wolt lassen arbeitten. und wolten sich do sunder gerechtigkeit understeen, des doch nit ist, dann der perck ist gemeiner stat Nuremberg und nit ir mer dann ein gunst, so vill sie des erlaubung von der stat paumeister haben.

Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander abraumen, arbeitten und steinprechen, und dann zu zeitten geschicht, das ir einer am perg nit mer arbeitten will, oder zu zeitten ein ander arbeit mit laub eines stat paumeisters auf dem land hat oder einer von todes wegen abgeet, ein solicher oder sein erben, den dann ein abraum ettwaß gekost hat, ee sie zu stein komen sein, der mag solichen sein kost, so er darauf gelegt hat, sein gesellen oder einem andern am perg woll verkauffen und umb ein zimlichs anschlagen. das soll doch nit gescheen dann mit der stat paumeisters wissen und willen.

Wenn dann die steinprecher also stein zu der stat pewen und nottorft der stat paumeister geben und zu furen lassen, dieselben stein soll denn der stat werckmeister, der maurrer, allewegen uber viertzehen tag eigentlichen abzellen und eichen in den stab, der darzu gehort, pei seinen trewen, so er der stat paumeister gegeben hat, und dann das furpaß einem paumeister zu sagen und zu wissen thun, wieviel [40a] guter quader das sein, und wievil derselben quader dieser oder gener geantwort hab, und wohin man soliche quader gefurt hab an was ent zu der stat nottorft. was dann also ein stat meister dem paumeister ansagt, das soll der stat paumeister den steinprechern bezallen.

Auch wenn der stat meister, der maurrer, denn also geeicht hat und der stat paumeister das ansagt, so gibt ime ein paumeister ie von hundert guter quadern vier und zweintzig pfenning eichgeltz, als vill hundert der ist. dovon gibt der stat meister zu trinckgelt des [paumeisters] eehalten acht pfenning von iedem hundert, alles nach altem herkomen.

Mer gibt ein paumeister den furknechten ie von hundert guten quadern sechs pfenning trinckgelts, als vill hundert der ist, die sie an der stat arbeit gefurt haben.

So hab ich bißher ein jare dem andern zu hilf, die weil ich paumeister gewesen bin, mussen haben bei funf tausent quaderstein Reuhelpergs.

Wenn also ein eich ist, so sullen die steinprecher auf denselben tag der stat paumeister ein püschel eichens laubs in sein haus schicken, ob man das anders im jare gehaben mag, pei der steinwegen einem, die die stein also herein füren, alles nach altem herkomen.

[40b] Nachdem und ein erberger ratte hat furgenomen und verpotten, kein eichens laub mer zu hawen noch herein zu tragen, und mir aber die steinprecher im zweiundsechtzigisten jare an dem heiligen pfingst obent [5 Juni] ein püschel eichens laubs santen auf ein eich nach altem herkomen, also komen des Lienhart Grolantz, die zeit amptmans des walds Sebaldi, forstknecht an die steinwegen und pfendten ein von des eichen laubs wegen, das er fürt, und der amptman wolt nit minder denn zweintzig pfunt alt haben, und wolt auch solichs alts herkomens und gerechtigkeit eins paumeisters und die ungeverlichkeit der ding fur kein entschuldigung haben, wie woll ich im sagt, das ichs von meinem gelt nit geben wolt, sunder wo er des ie nit geratten wolt, so nem ich das gelt auß der losungstuben, und gebe ims und ließ ins wider hinauftragen, und half alles nit. also sant ich im am suntag vor sant Margrethen tag [11 Juli] zweintzig pfunt alt, des behielt er dreissig pfenning und sendet mir das ander wider. also schicken mir die steinprecher noch eichens laub, und zu zeitten pirckens, linthes und anders, also das sie doch die alten gewonheit noch halten.

Die steinprecher mussen alle stein selber herein antworten zu der stat nottorft, also das der stat paumeister mit der fure nichtz zu thun hat, und zalt ine fur pruch und fur fure als hernach steet.

Item fur ein quader, das drei schuch lanck, anderhalb schuch dick und hoch ist, vier pfenning fur den pruch und siben pfenning zu zeitten acht pfenning fur die fure; facit ein quader ailf pfenning und zu zeitten zwelf pfenning.

Fur ein pfeiler stuck vier und zweintzig und achtundzweintzig pfenning, dornach es preit und dick ist, fur pruch und fur fure.

[41a] Fur ein sturtzen, die sechs schuch lanck, ein schuch dick, zwen schuch preit ist, dreissig pfenning und zwenunddreissig pfenning fur den pruch und für die fure.

Was man sunst grosser stuck bedarf, die eicht man nach quadern alleweg darnach sie sein, zwai stuck für drei quader oder dreu stuck für vier quader oder vier stuck für funf quader, und ie fur ein quader ailf und zu zeitten zwelf pfenning für pruch und fure herein.

Der stat paumeister mag auch selber woll stein nach dem taglon prechen lassen, alsdann auch vor zeitten woll gewesen ist; aber es ist nit vorteils doran, man kompt der stein sunst gleich als nohent und vill neher, darumb ist es darvon komen.

Auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore, und geben ie ein heuflein [umb] sechtzig pfenning, dreu oder vier pfunt, darnach sie groß sein, oder ein karren fuder mit einem pferde umb oder auf dem perg in der [gruben] fur funf pfenning, oder als vil pfert einer an einen wagen spant und fulstein von dem perg füret, alle wegen funf pfenning auf ein pfert.

So steet außen an dem rathaus neben des Sebolt Grolantz des goltschmits schmitten ein eissen in die maurren gemacht, [41b] das hat die leng von einem quader, und das selb eissen halbs ist die dicken und preitten eines quaders am Reuhelperg, darnach man dan die quader prechen und eichen soll. desselben eissens leng der stat meister an einem stab haben soll, wenn er die stein eichen will der stat.

[42a] Von dem [Kornperg] stein zu prechen.

Wenn dann ist, das der stat paumeister Kornperck stein bedarf quaders größ zu grunten in das wasser oder sunst zu pawen. und nachdem dieselben perckleut am Kornperck gemeinlich alle nach mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen und geben, hat man in vergangen jaren auf des reichs poden im walde bei Kornperger stroß, am Höhelstein genant, ein gefaren und do stein zu der stat nöttorft prechen lassen. und [het] aber vill zwitrecht von den Seckendorfern, darumb kam ein erber rate daran und [kauft den Seckendorfern ir gerechtigkeit ab] am Kornperg, also das der perck nun gemeiner stat zu Nuremberg ist, und des herr Hanns Coler von eines erbern [ratz] wegen ein oberster perckrichter ist. gleichwoll geben dieselben pergleut sollich stein teur, und darumb hat man am Höhelstein vill stein prechen lassen, des dann die perckleut auch nit haben können weren. und nachdem aber derselb stein schallig und gelessig worden ist, und aber ein erber rat in mittler zeit auch auf des reichs poden im walde zwischen [Wendelstein] und [Röttenpach] vorgunt hat den gotzhaus pflegern zu der newen kirchen zu allen heiligen stein zu prechen, darmit sie dann die kirchen doselbst gemacht und volpracht haben und kein steins mer darzu bedorfen, hab ich mich von gemeiner stat wegen derselben heilling gruben und steinpruchs unterfangen, und darinnen raumen und ein heuslein darzu pawen und setzen lassen, darinnen die steinprecher iren zeug behalten, auch darinnen spitzen und ligen mugen, wo man stein do prechen wolt lassen, als ich ir dann in dem jare ietzunt pei dritthalb hundert stuck prechen ließ und die hinder das Wilpat und auf den Newenpaw furen ließ, wo man der bedorft, das man die do funde.

Nun so gab ich denselben steinprechern einem ein tag sechsundzweintzig pfenning und ettlichem zwenundzweintig pfenning, einem knecht oder pößler achtzehen pfenning, und iedem zwen pfenning badgeltz. man hat inen ettwan minder geben, aber nachdem die arbeitter aufschlagen, hab ich die auch nit neher mugen gehaben. darzu muß man inen leihen allen zeug domit sie arbeitten von [42b] zwispitzen, keillen, hemern.

Mer gab ich von den stein auß der heiligen gruben herein in die stat zu furen ie auf ein pfert funftzehen pfenning, das ein fart thet, oder auf ein fuder mit vier pferden sechtzig pfenning, und befalch den steinprechern, das sie die wegen redlich und mit guten fudern lueden.

Ich kan aber nit woll wissen, was man der Kornperg stein ein jare bedarf, dann man der mer ein jare dann das ander bedarf, darnach man am wasser vill zu maurren hat. auch verkauft man die fulstein daussen in der gruben, [ettliche] furen sie selber herein fur die stat im winter, so sie sunst nit anders zu furen haben.

So hab ich sider her ettliche jar vill stein in derselben gruben prechen lassen zu dem Fischpach, nachdem mir denn von einem erbergen ratte befolhen ist von jaren zu jaren den Fischpach zu besetzen mit Kornperg stein durchauß. und hab den steinprechern geben den vorbestimbten lon und der fure zu zeitten zwelf pfenning auf ein pfert von einer fart, aber nit alle wegen, darnach die furleut weil haben. und mich kost ein stuck groß oder kleins, dicks und düns, das dann ungeverliche stuck sein, also rauch bei achtundzweintzig und dreissig pfenning, mit abraumen in der grub und allen dingen herein.

Der Kornperk stein hab ich ettliche jar her, und mir der Fischpach befolhen ist worden zu besetzen mit den stein, ein jare [43a] bei vierhundert [stucken] prechen lassen auß der heiligen gruben.

Es soll auch der stat paumeister alle weg haben hundert oder mer Kornperg schalen, die do ligen ob man der bedorft. solich schalen brechen sie am Kornperg und geben die zu 15, 16 und 18 pfenning, darnach sie groß sein. so kompt woll ein zeit, das man ir am Kornperg nit gehaben mag, also das es am fels darnach nit geschick ist, darumb ist gut, das man ir do ligent hab 100 oder anderhalbhundert auf ein fursorg.

Item im funfundsechtzigsten jar zu sant Maria Magdalena tag [22 Juli] kauft ich zwen Kornperger grosser steiner trog, wiewoll man der die zeit nit bedorft. aber nachdem die perckleut im fordern [Wernloch] vil jar her und noch lang kunftiglichen zu solichem vels nit mer komen mochten, hab ich die bestellt. die kosten mit allen dingen, geöltrenckt, piß an die stat, als sie dann ietzunt steen auf der Peunt, einer funfundsechtzig pfunt novi.

[43b] Von den pflaster stein.

Auch soll der stat paumeister sich versehen mit pflaster stein, also das man der ein nottorft hab, dann der alten stein im pflaster vill abgeen, also das man vill newer stein in einem jare ein pussen muß. wo man dann newe pflaster macht oder machen wurd, must man ir vorauß haben.

Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach sie dieselben hauffen stein setzen mugen.

Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, [denselben] hauffen solt ein paumeister darnach bezallen.

Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen, sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein dester neher kauft von inen umb des [44a] willen, das sie des setzens vertragen sein.

Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen [am stossen und faren alle zuprechen] und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit thun und sich hinwider setzen lassen.

Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen, soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen, weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt niemandt davon wo die pflocken steen.

Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.

So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten [sunder war] prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44b] unter der erden. solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.

Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.

Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das [eim] paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie wöllen.

Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das meist ongeverlich.

[45a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15 und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen einem paumeister.

[45b] Von dem kalk.

Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der [Leynburg] zwen kalcköfen, die do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant. dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz zue.

Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft, den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch vorsehen werde.

Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman, wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo fiechten.

[46a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat paumeister gesaumpt wart.

Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.

Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen, der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im selber auch holtzet.

[46b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder dritthalber [scheit] lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.

Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.

Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort. solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.

[47a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann [ander leut] auf und am perg der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten, das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het, furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden. denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht, und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.

So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26½ und 28 pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.

[47b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt, aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem paumeister.

Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.

Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest. aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein pfenning von einem sümmer zu messen.

Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen eines teils daussen, die der pauren [48a] sein, darin man pei sechtzig sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.

Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.

Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat paumeister dem [erbforschter] von geben ie von einem ofen drei groß, in des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder zu zeitten einem [an] eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48b] hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen, der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines [burgermeisters], dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt, so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt [nichtz].

So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein sümer auß der stat hutten.

Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der [Leynburg] so sere auf slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb in den dörfern, als zu [Wellentzleitten] und zu [Weisenprunn]. das soll ein paumeister in acht haben kunftiglichen.

Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49a] haben zu der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks alle jare.

Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.

So prennt man auch kalck zu [Deinswanck], des mir einer, genant Fritz Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab. derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg oder [Dieppelsdorf] etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.

[49b] Von dem parstein.

Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen parsteins zu der stat nottorft, als ich dann [des] pei anderthalb hundert metzen von Contzen Schilher von [Virnsperg] und Fritzen Snürer zu acht und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.

[50a] Von zigel, maurrer und dachstein.

Do pei so soll sich ein paumeister versehen mit allerlai zigel und der ein zimlich nottorft pei im ligent haben, ob ichtzit fur viell, das er mit zigelen geschickt sei und sunderlich mit tach zigeln. und wie der kauf nach altem herkomen und ietzunt ist, steet hernach geschriben.

Item fur ein tausent maurrer stein, gewelbstein, hacken, zigel und preis neun und zehen pfunt nach altem herkomen. aber ietzunt nachdem das holtz teurer ist kost ein tausent zwelf, dreizehen pfunt alt und viertzehen pfunt, auch sibentzehen pfunt alt, wenn man sie einem herein fürt.

Fur ein tausent dach zigel, geschlossens werck, hocken und preis viertzehen pfunt alter; ietzunt muß man fur ein tausent achtzehen pfunt alt geben.

Fur ein tausent flacher dach zigel achtzehen und zweintzig pfunt, die sein aber sere abgangen.

Fur einen kellzigel siben pfenning und fur einen treufzigel zwen pfenning, das ist lang zeit also gewest und steen noch in dem gelt.

Item fur ein tausent gewelbstein mit segspenn geprennt in der größ als die messingslaher stein sein. zu der losung stuben siben und zweintzig pfunt alt.

Item fur ein karren fuder scherm und estrich stein acht pfenning, aber ietzunt zehen und zwelf pfenning.

Und das alles ist der kauf auf den zigel hutten on die fure. will sie aber einer gefuret haben, so muß er 45 pfenning oder mer fur ein tausent geben, darnach und ers weit gefurt will haben in der stat etc.

[50b] Nun steet aussen an dem vorwerck des innern Frawentors oben in die stein gehawen die groß, so die maurrer und die gewelb stein, zigel stein, auch die preis und dach zigelstein haben sullen. der model und form geleichen hat man auf der Peunt von eisen und holtz gemacht, dornach die zigler vor der stat die zigel machen sullen. wo dann die zigelschawer sehen, das sie, die zigler, dem zigelwerck ab prechen und kleiner machen, so vinden sie auf der Peunt die rechten muster, darnach sie der zigler model und zigelwerck recht fertigen mugen.

[51a] Von dem eisenwerck in dem innern schloß der festen.

Nachdem und Hanns Rumel seliger am Marckt hat gehabt ein zehenten zwischen Röttenpach und oberhalb Wendelstein, der dann vor dem heiligen reich gewident und zu lehen geet, und also herkomen ist, das ein ieder der inen innen hat, alle schloß und eisenwerck in der innern purk der vesten hie zu Nuremberg darvon pessern und in wesen halten soll, wenn und wie oft das nott geschicht. wann man aber lange zeit von dem zehenten nit gewist hat anders, dann soliche pesserung vor des Rumels haus am Marckt gescheen solt, also hat einer, genant der Steffan Feuchter, ietzunt denselben zehenten innen, als des brief in der losung stuben ligen, und auch in der stat buch am vierden plat nach dem plat, doran steet hundert neun und neuntzig geschriben. nachdem nun aber Steffan Feuchter auch abgangen ist, hab ich besant sein hauß frawen [Margreth Steffan Feuchterin] hinter Sebolt Rietter zu Rottenpach gesessen, die nit in abrede ist das auß zu richten und sich gutlich mit mir darumb zu vertragen, was ich umb solich pesserung des eisenwercks im schloß außgeben hab.

Derselb zehent gibt Margrethen der Steffan Feuchterin alle jar fur alle ding, als des ein brief vorhanden ist, den die Feuchterin innen hat, funf sümer korns Nuremberger maß, darumb in der Steffan Feuchter ettlichen pauren vererbt hat.

[51b] Und ein zinsmeister soll die ding in seinem zinspuch auch beschriben haben und ein paumeister zu zeitten manen an solich gelt einzupringen, das man außgibt von dem eisenwerck im schloß und vesten.

[52a] Von dem eisenwerck der schlosser und smide.

Es soll der stat paumeister geflissen sein, das er aufs minst ein pfunt oder zwai schinn allerlai eisens, von werckeisens, rat, deuchel, groß und klein, auch stürcz und schloß plech, auch allerlai negel groß und klein, ein sechtzig oder sibentzig tausent nagel, alles zu der stat nottorft pei im ligent hab, und das alles also einkauf und bestell so er nechst mug, nachdem man der stat schlosser und schmid alles eisen zu der stat arbeit geben muß darzu. so bedarf man des jars auch vill und mancherlai nagel zu der stat nottorft. so ist ein gewelb hinten unter dem rathaus mit dem N bezeichent, dorzu der stat paumeister und schaffer den schlüssel haben, darinnen man solichs news eisen und nagel hat zu der stat nottorft; was aber von altem eisen ist das hat man auf der Peunt in einer sundern kamer.

Bestellen soll auch der stat paumeister einen guten schlossermeister, der wol arbeitten kun, auch geschickt sei mit guten und getrewen knechten und einen bescheiden redlichen lön neme, und der sich auch sunst nit vil ander arbeit under fahe, dormit er der stat arbeit dester paß gewarten müg, alsdann ietzunt meister Ulrich Hufnagel, schlosser, pei zweiunddreissig jaren getan hat und noch thut.

Darpei soll der stat paumeister bestellen einen guten schmit, der zu allerlai grober arbeit geschickt sei, als wegen, kerrn und ander der stat nottorft wiß zu machen, und auch getrewlich mit der stat eisen, das man einem unter die hent gibt, umbgee, und ein bescheiden lon neme, alsdann Contz und Michel die Zincken gepruder pei sant Claren pei vierunddreissig jaren gethan haben und noch thun.

So gibt ein paumeister der stat slosser und schmit alles eisen- [52b] werck selber, also das sie allein ir arbeit dorauf legen, was zu der stat nottorft gehort etc. doch soll der schlosser noch schmit nichtz machen, abprechen noch anschlagen on laub und wissen eines paumeisters und schaffers, alles ongeverlichen.

Auch soll ein paumeister alle goltvasten oder so oft des not thut mit der stat schlosser rechen. alsdann soll der schlosser geschriben geben einem paumeister, was er gemacht hab sider der nechsten rechnung und wohin das komen oder angeschlagen worden sei, auch was oder wie vill eisens zu ieder arbeit komen sei ongeverlichen. was dann der schlosser also arbeit und macht, das soll er alles zeichen mit einem stampf, do Nuremberg auf steet, den im ein paumeister machen soll lassen auf das, das man wiß, das soliche arbeit der stat zu gehöre. nun hat soliche arbeit alle kein gesetzten noch bestimpten lon anders dann, das sich ein paumeister mit sampt dem schaffer selber muß dorein richten nach dem pesten, dann der arbeit ist vill und mancherlai etc. als das in meinen büchern geschriben stet, was ich im fur sein arbeit [gerechent] und geben hab.

Nun des gleichen soll ein paumeister mit der stat schmit auch halten, und der schmit hinwider mit einem paumeister alle rechnung, und mit dem zeichen auf alle ding etc. die dann zeichens werd sein.

Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser dennoch [53a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines [paumeisters], alles ongeverlichen.

Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit gepunden ist.

So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc. stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei ein pfunt stahels [....] pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein zentner zu der losungstuben.

Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15½ pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10½ und zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber schmiden von der stat eisen hie ein schmit.

[53b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an seiner rechnung.

Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.

Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning abprechen der ietzig schmit.

Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein gesetzten lon gehabt, als hernach steet:

[54a] Vom ersten [einen] newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.

Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.

Von einem newen schüt karren zu plechen und die rat zu pinden 32 pf.

Von einem newen stein karrn zu beschlahen viertzig und [funfundviertzig] pf.

Von einem newen rade zu beschlahen zwelf und funftzehen pf.

Von einem newen pflaster hamer zu machen viertzehen pf.

Von einem pflaster schlegel zu stecheln zwelf und viertzehen pfenning.

Von einem perck eisen und steinext [öer] zu stecheln acht und 10 pfenning.

Von einem pflasterhamer und störchsschnabel desgleichen zu stecheln acht und zehen pfenning.

Von einer püchsen zu einem pflaster stössel new zu machen 20 pf.

Von einer radwer an das rat zu beschlagen acht pfenning.

Von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschlahen siben pfenning.

Von einer newen kellen sechs pf.

Von einem schellhamer zu stechelen sechs pf.

Von einem schuch an einem eichen pfoll vier pf.

Von einem steinkeil zu schweissen drei haller und 2 pf.

Fur ein lumer ein haller und ettlich zu dreien hallern.

Von [hundert] spitzen den steinmetzen zwelf pfenning und auch 13 pf.

[54b] So soll der schmit einem paumeister auch alleweg geschriben geben was er gemacht hab sider der nechsten rechnung als der schlosser thut etc. und soll auch nichtz machen on wissen eines paumeisters und schaffers.

So hab ich ein jar her mussen haben pei zweintzig tausent spitzen den steinmetzen.

Item nachdem und meister Ulrich Huffnagel, der stat schlosser, in dem [sechsundsechtzigisten] jar abgangen ist, hat er mir vor in seinem leben und kranckheit gesagt und angezaigt auf mein begeren Jorgen Beireutter zu der stat schlosser zu nemen, darmit sei die stat versehen vor allen anderen. demnach hab ich den genomen. aber des lons halben ist er nit als gleich als der Huffnagel seliger. das alles in mein bücheren und sein rechnung gesehen wirt, dann des so mancherlai ist, das man des jars machen und pesseren muß, das es alles zu lank were do her zu schreiben.

Auch hab ich geben dem smit von [Alttorf] fur ein segplat von der stat eisen acht pfunt alt.

Item ich hab auch geben hie dem schersmit auf dem Newenpaw, meister Hannsen von Hohenstat, ie fur drei segpletter dreissig und auch viertzig pfunt alt von seinem eisen, und von einem segplat zu richten uber ruck sechsthalbs pfunt alt.

Item ein pogenschloß zu den gassenketten funf gross, oder siben schloß fur ein guldein reinisch von der stat eisen.

[55a] Auch nachdem und Kuntz und Michel die Zincken geprüder und schmit bei sant Claren gesessen abgangen sein, hab ich sider allerlai machen lossen den Peter Schmidt, auch doselbst bei sant Claren gesessen, der aber auch des lons wie vor steet von allen stucken nit nemen will, nachdem die kollen tewer sein, also das ich mit im uberkomen muß wie ich mag, als man das dann vindet in meinen bücheren und registeren an seinen rechnungen.

So hab ich im geben ie von einer klafter der newen gassenketten von der stat eisen zu machen sibenunddreissig pfenning, und [von einer ketten] an zu schlahen und zu hencken in stein und holtzwerck mitsampt den kloben und hocken, die zu einer ketten gehoren, von der stat eisen darzu zu machen, sie sei lanck oder kurtz, ie von einer ketten zu hencken funfundviertzig pfenning. so hat er ie auß einem zentner stabeisens, den ich umb ailf und zwelfthalb pfunt alt von dem Kressen an der Lauffergassen kauft, gemacht bei vier klafter ketten; und derselben gassenketten hat er gemacht in kürtz, die man angeschlagen hat, hundert und einundachtzig klafter.

[55b] Von dem wagner.

Mer soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem wagner, der zu der stat nottorft mach, wes dann nott sei, als dann ietzunt einer, genant meister Jorg, in das 27 jar getan hat und noch thut, und sitzet bei sant Claren neben der stat Peunt. und nach altem herkomen so haben seine dink vast ein gestimpt gelt was er macht; wiewol er ietzunt claget nachdem, das eichen holtz ser theur ist, so hat er mich doch nit gehöcht und ist das der alt lon.

Item von nideren wagen, steinkaren, truhen und schütkeren reder, ie von einem rat funfunddreissig und viertzig pfenning.

Von einem newen truhen karen on die reder, darzu man im die pretter gibt 60 pf.

von einem newen truhen karrn mit reder und allen dingen 5 pfunt alt.

von einem hinter grossen waltpflug gestelle dreu pfunt alt 2 pf.

von einem stein karen gestelle funfunddreissig und viertzig pf.

von einem vorder wagen gestell 35 pf.

von einem gestell zu einem nidern einrussen wagen 42 pf.

von einer leitter auf ein nider wagen drei grosch.

von einem newen nideren wagen mit aller zugehorung acht pfunt alt.

von einem wetter zu einem wagen 15 pf.

von einer ext ein zulegen 12 und 13 pf.

von einer deichsel einzulegen 12 pf.

von einem newen paumen in schüt und truhen kerren 12 pf.

von einer felg in ein alt rate einzulegen 6 pf.

[56a] von einem kipfstock 6, 7 und 8 pf.

von einer schall 6 und 7 pf.

von einer lenckwit 7 pf.

fur einen kammer wagen leitterlein 14 und 16 pf.

von einem stössel den pflasterern 15 pf.

von einem karren zu pessern 7 pf.

von einem rate zu verzwicken 4 pf.

von einer speichen ein zulegen 2 pf.

von einer kipf oder helb etc. 3 haller.

fur ein wagen wag mit zweien ortscheitten 9 pf.

fur ein einlutz ortscheit 2 pf.

von funf hundert speichen auß zu hawen von der stat holtz, von hunderten sibenundzweintzig pfenning.

Warzu dann ein paumeister der stat wagner das holtz gibt, so soll der wagner so vil dester minder lons nemen, dann der vorgeschriben lon ist fur holtz und arbeit.

Dorpei soll ein paumeister bestellen und do ligent haben zu der stat nottorft allerlai wagenholtz als felg, außgehawen speich, nabholtz, lenckwit und dergleichen ein nottorft, und das ie alles zu wedel gehawen sei.

So soll der wagner einem paumeister beschriben geben, wenn er rechen will, was er gemacht hab sider der nechsten [56b] rechnung, das soll der schaffer alleweg auch mercken, was er im zu machen geben hab etc. und der wagner soll auch nichtz machen niemant, er werd es dann geheissen von einem paumeister oder schaffer ongeverlichen.

Nun wenn also die rechnung geschicht, so gibt im ein paumeister zu trinckgelt sein knechten ie von sechtzig pfenning ein haller, oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller, dorein sich ein paumeister selber richten muß. so lest im der wagner an seinem vorbestimpten lon nichts ab prechen etc.

[57a] Von dem haffner.

Desgleichen soll der stat paumeister bestellen ein haffner, der zu der stat öfen besech und mach allenthalben, sunderlichen auf dem rathaus, auf den beden vesten allenthalben, desgleichen auf allen versperten thürnen darauf turner sein, darzu derselben thurner ir weibern herniden, und auf der [Wessel], Mang, Pleich, [den] [thorwarten vor allen thor], in der wag, auf der Peunt, im loch, tuchhaus, Schießgraben, Marstall; auch des reichs amptleutten, als lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher etc. aber was sunst der thürn umb die stat sein, darauß man zins [gibt, darzu] soll der haffner nirgen kein öffen machen noch flicken; es sei dann [das] im einer ein vorzeichen pring von der stat paumeister oder schaffer, oder das der haffner das von dem paumeister oder schaffer geheissen werde ongeferlichen etc. als ietzunt Heinrich Linthner in das vier unddreissigst jar getan hat und noch thut.

Nun haben sollich offen kein bestimpten noch gesetzten lon, dann das machen doran ist ungleich, sunderlichen der grün offen macht man selten gantz new von kachelen, allein das man sie von newen setzt mit newen und alten kachelen. gibt man von einem dreu, vier un funf pfunt alt, darnach er ist, und von einem gantz newen grün offen pei zweintzig pfunt alt; aber die weissen offen, der am meisten sein, macht man zu vier, funf und sechs groschen ein ofen, und von einem [zu] flicken gibt man siben pfenning durcheinander, wie das ist, wo er neur einem ein kachel einsetzt, oder einen offen ein wenig verstreicht, so muß man im geben siben pfenning; machen die weitten geng die hochen stigen auf die thuren. so soll der haffner [keinem] mer dann in dem jar ein flicken oder machen thun on laub eines paumeisters.

Wenn der stat paumeister also mit der stat haffner rechen will als umb weihennachten nach alter gewonheit, so soll der haffner [57b] beschriben einem paumeister geben, was er newer offen und wo oder wenn er sie gesetzt hab, desgleichen von flicken, wie vill oder wem er geflickt hab, und ein iedes in seinem gelt verzeichent geben.

So soll der stat paumeister geflissen sein, wem er vergünt ein ofen zu machen, das derselb den offen selber nit ab prech, sunder der stat haffner den offen abprechen loß ob es not ist, auf das, das der haffner sech, wie groß der offen vor gewest sei etc.

Auch soll der stat paumeister der stat haffner unterrichten, das er die offen mach als sie vor gewest sein, und kein gantz abprech der lenger steen mocht, und sich an der, die in den thurnen sein, rede nit keren, sunder pleiben loß was pleiben mug, und sich verantwort auf einen paumeister, was der mit im schaff das woll er thun und nit anders; es wolt dann einer einen offen selber zallen, mocht [im] ein haffner woll machen umb sein und nit der stat gelt.

Es gibt denn ein paumeister des haffners knechten zu trinckgelt wenn man mit dem haffner rechent, wie woll die sum geltz der offen pei dreuzehen und viertzehen pfunt novi ein jar ungeverlich treffen, aber nachdem die thüren hoch und des steigens vill ist, hab ich inen ie geben zu einer rechnung acht gross. so lest im der haffner an seiner rechnung nichtz abprechen, das ichtzit sei etc. den vorgeschriben bestimpten lon.

Ist sach, wo die leut in den thurnen ir alt öffen selber sullen [58a] abprechen, und wissen, das man inen new öffen setzen soll, so schonen sie der alten kachel nit, und prechen der ettliche, die man woll wider ansetzen mocht, das soll man den leuten untersagen, wenn sie die offen abprechen, das sie der kachel schonen am abprechen und am waschen. mer soll der stat haffner keinem kein hellhaffen noch rorren einlegen, es woll in dann einer oder eine selber zallen von irem gelt, oder hieß ine das in sunderheit ein paumeister.

Item der kauf der verglasten [knopf] auf die thuren und ercker umb die stat ist fur einen thurenknopf funfundviertzig und funftzig pfenning, und fur einen erckerknopf dreissig pfenning und vier grosch, darnach sie sein, also das sie vorauß ser woll geprennt und verglast auch unden an hüten weit sein und woll decken, auch das man gut starck scheft darein prengen mug.

[58b] Von dem glasser.

Darzu soll ein paumeister haben zu der stat nottorft ein glasser, darmit man versorgt sei, und der auch woll arbeitten künde und gute arbeit mach umb ein redlich gelt. derselb glasser soll von einem paumeister im anfang unterricht werden, das er niemantz nichtz mach on wissen und willen eines paumeisters oder des schaffers, es wer dann, das im iemant ettwas zu machen geb, das er selber zallen wolt, das mocht der glasser woll annemen zu machen, oder auf der stat kost nit etc. als dann vill jar der Pregelhan und ietzund meister Hanns N. unter dem [ratthaus] [in das vierde] jar gemacht hat.

So macht oder lest machen ein paumeister alles glasswerck auf dem ratthaus, auf den peden vesten, auch auf allen versperten thürnen und thorn, darauf thurner sein, desgleichen iren frawen herniden, mer auf der Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thoren, auf dem tuchhaus, schießgraben und in der wage, der Peunt, im Marstall, [Wessel], im loch, dem lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher, [iedem] nach seinem stant.

Auch so hat das glasswerck kein gesetzten lon, darzu macht man nit vill newß glasswerckes. ich hab pißher geben ie von hundert newer scheiben einzusetzen acht pfunt alt zehen pfenning, oder von einer scheiben einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren glass vier pfenning. sust ist des flickens vill und an manchen enden, dorein muß sich ein paumeister selber richten. auch soll der glasser einem paumeister eigentlichen beschriben geben, was und wohin er glesser gemacht oder gepessert habe.

[59a] So rechent man gemeinlichen umb weiennachten alle weg ab mit dem glasser alle jar, und trift sein rechnung pei funftzehen und sechtzehen pfunt novi ongeverlich. darzu lest er im uber sechtzig pfenning oder dopei nicht abprechen; so hat er kein knecht dem man trinckgelt geben darf.

Hab ich gekauft scheibenglass zu funfthalben guldein ein tausent und darvon verglassen lassen die zwue newen krigstuben, die cantzley und losung stuben, und dem glasser davon geben zu versetzen [fur sein] plei und arbeit vier pfunt alt von einem hundert scheiben.

[59b] Von dem püttner.

Ein stat paumeister muß haben einen püttner zu der stat nottorft allerlai zu machen und pinden, als dann ietzunt ist meister Wilhelm, der dann pei zwelf jaren her zu der stat arbeit gearbeit hat. dem püttner ist sein lon meist bestimpt, was man von einem ieden zu machen gibt nach altem herkomen, als hernach steet. was aber da nit bestimpt ist, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item fur ein newe feurkuffen 75 pfenning.

fur ein newe heiltum kuffen 60 pf.

fur ein newe heiltum kuffen von der stat holtz 32 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich 35 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich von der stat holtz 14 pf.

fur ein newen kalck zuber 10 und 12 pf.

fur ein newß eichen wasser vaß 3 pfunt alt.

fur ein newe wasser stutzen 6 pf.

fur ein newe wasser schuffen 4 pf.

fur ein newe wasser gelten zum heiltum 3 haller.

fur ein newen kübel unden in [Luchinslant] 14 pf.

fur ein morter schaff und gelten new gemacht 2 pf.

fur ein kübel und deck von viechtem holtz in das loch 30 pf.

fur ein hoyer pogen 2, und ie fur 4 pogen 7 pf.

[60a] fur die grossen kuffen auf der Pleich zu pinden 3 und 5 groschen.

für ein wasser vaß zu pinden und einen newen poden ein zusetzen 21 pf.

für ein wasser vaß, heiltum und fewer kuffen zu pinden 14 und 10 pf.

für ein kalckzuber zu pinden 5 pf., und von newen zu setzen einen kalckzuber und zu pinden 8 pf.

fur ein morter, fewerschaff, schuffen und gelten zu pinden von einem 1 pf.

fur alle schaff in den hütten zu dem fewer gehorent zu pinden, von einem schaff 1 pf.

Man gibt auch Sebolten Kressen alle wegen zu sant Walpurgen tag [1 Mai] ein gesetz schaff auf die vesten, das sein sechs schaff in einander steend, das gröst als ein südschaff, das kleinst ein geeltlein, und ein solich gesetz schaff kost pei vier groschen. aber es haben furgenomen die [obersten heuptleut] herre Nicklas Muffel, herre Hanns Coler und herre Jobst Tetzel und befolhen, dem Kressen zweintzig liderein eimer hinauf zu geben auf die vesten, das ich dann also getan hab und die schaff ab geprochen, dann die nach altem herkomen hinauf geben wurden, ob fewer außkeme, do got vor sei, das ein burkherre dann kleine schaff dobei hett etc. aber der Kreß hat durch die obgeschriben herwider zu weg bracht, das man im die schaff noch geben soll zu Walpurgis.

Es soll auch ein paumeister bestellen mit der stat püttner, das man zu dem [heiltum] und ettlich tag davor auf der vesten alle kuffen und schaff des Kressen oder eins burggrafen, die anders geprennt sein von der stat wegen, desgleichen dem Haugen sein kuffen pinden, des gleichen auf der Peunt, alle wasser vaß auf den kerren und kuffen zu dem fewer und heiltum, auch in allen fewrhütten alle schaff [60b] nemlich bei dem Tiergartner thore, Luginslant, innern Lauffer thore, im Marstall, auf der Peunt, pei dem innern Frawenthor, innern Spittallerthor und dem Irhertürlein.

Wo dann ein mercklicher tag sust im jare her verrempt oder vill herschaft sust herkomen solt, so soll der stat paumeister ettlich tag vor zu allen kuffen, wasser vassen und fewer schaffen sehen lassen, und die pinden und vertigen lassen, dadurch kein pruch doran sei, der [gehindern] mocht.

Die wannen in dem Wilpat auf der Schüt, die sein alle halb der stat hie, und halb des wilpaders der dorinnen ist, und was also pruchs daran ist, das soll der wilpader halbs zallen, so zalt das ander halb teil der stat zinsmeister und nit der stat paumeister, als nach altem herkomen.

Nun also wenn ein paumeister mit der statt püttner rechen will, so soll der püttner einem paumeister beschriben geben, was er von newen gemacht oder sunst gepunden hab zu der stat nottorft sider der nechsten rechnung etc. so gibt im ein paumeister zu trinckgelt ie von sechtzig pfenning ein haller oder von vier pfunt alt drei haller.

So ist ein püttner zu der Leynburg, genant Paulus Haß, der hat lange zeit und noch wenn man seiner arbeit bedarf, einem paumeister [61a] geben ie ein gesetz schaff, das sein sechs stuck, fur drei groschen, und ein morter schaff und gelten fur zwen pfenning, auch ein morter zuber fur zwelf pfenning, das alles ist föllig und gut gemacht. was derselb Paulus Haß also einem paumeister herein zu der stat nottorft füret und gibt, das lest der amptman des walds durchgeen; wo er aber solliche arbeit sust herein furet zu verkauffen, so pfenten ine die knecht und amptman doran, wo sie des gewar werden etc.

[61b] Von dem schreinner.

Auch so soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem schreinner, der zu der stat nottorft mach wes dann not sei, als der meister Ulrich Kawr lange zeit und ietzunt Herrman Wagner, schreinner, in das vierd jare auch thut. so hat eines schreinners lon und arbeit kein bestimpt noch gesetzt gelt, dann es ist allerlai kleins und mancherlai arbeit von fenster ramen zu pesseren und etlich new zu machen, und allerlai posselwerk. und wenn ein paumeister im jare dann mit im rechent, so soll er einem paumeister beschriben geben, was und wohin er ein iedes stück gemacht hab. so gibt man sein knechten zu trinckgelt ie von einem pfunt novi zwen pfenning oder drei haller. der schreinner soll auch niemantz nichts machen auf der stat kost on wissen und heissen eines paumeisters oder schaffers.

[62a] Von der stat seiler.

Mer soll ein paumeister bestellen einen seiler, der zu der stat nottorft mach und gebe wes not ist, auch das er gute arbeit mach darmit man bewart sei, und die auch in gleichem gelt geb, als dann ietzunt meister Mertein in der Eisgruben ettwan vill jar her getan hat. und sünderlich so haben des seilers arbeit eines teils gesetzt gelt nach altem herkomen, als hernach steet, und alles von seinem zeug fur hanf und arbeit etc. was aber kein bestimpt gelt het, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item von rangseilen, eselseilen, lein, zugseilen, alles von newen geschwungen seinem zeug, ie von einem zentner schwer gemacht viertzehen pfunt alt, und zu zeitten sechtzehen pfunt alt, zweintzig pfunt ein zentner schwer.

Fur die mangseil, auch von geschwungem newem seinem zeug, dreitzehenthalb pfunt alt einen zentner schwer.

Mer hat man geben von kriegseillen, die von gehecheltem zeug gemacht sein, ie für ein pfunt acht pfenning.

Für ein newes eselseil von seinem zeuge 35 pf.

Von eselseillen, zugseilen auf thürnen den thürnern zu ir speis und holtz etc. die man von alten der stat seillen mit newen des seillers zeug über zeugt, ie von einem zentner schwer acht pfunt alt und 9 und 10 pfunt alt.

Fur sechsklefterige seil zu den schnellern unter die thör, ie drei oder vier pfenning für ein klafter.

Für ein hengseil vier pfenning ein klafter.

Für dreuzehen klefterige seil zu den schlachglocken sant Sebolts und sant Laurentzen, ie für ein klafter vier pfenning.

[62b] Fur einen sillstrank sechs pfenning.

Fur ein afterstrank drei und vierdhalben pfenning.

Haller und pfenning strick auch in irem gelt.

Fur ein klafter glöckelseil den thürnern ein pfenning, und fur zwue klaftern drei haller.

Fur ein klewel rebseil, das ist lank sechtzig klafter, zwelf und vierzehen pf.

Fur drei klafter rötelschnür den zimmerleuten und pleischeit snür den steinmetzen ie fur ein 1 pfenning.

So sol ein paumeister sich alle wege versehen, das er allerlai seil ein nottorft gemacht hab do ligent, wenn man etwaß zu der stat nottorft bedarf, das der zwei oder dreu do sein.

Es soll auch ein paumeister ein fürsorg do ligent haben zehn oder funftzehn zentner hanfs, ob pruch geschee oder theurer wurd, das man dann zu der stat nottorft versorgt were. ein zentner hanfs gilt bei zehen, ailf und zwelf pfunden alt darnach er gut ist.

Hanf und allerlai seil groß und klein seien auf der Peunt in dem mittel langen hauß in einer versperten kamern, darzu der Gürtler die schlüssel hat.

[63a] Auch soll der seiler niemantz nichtz geben auf der stat kost on wissen und willen eines paumeisters oder schaffers.

Wenn ein paumeister mit dem seiller dann also rechent, so soll der seiller einem paumeister eigentlich beschriben geben, was er von seillen und strengen zu der stat nottorft geben hab oder an was ent. und wenn die rechnung also geschicht, so gibt man seinen knechten zu trinckgelt von einem pfund novi drei schlecht haller ongeverlichen.

So hat man der stat seiller alleweg vergündet zu arbeitten in dem zwinger, der do ist zwischen dem Tiergarten und dem Newenthor, dorinnen er noch also arbeit unter der verdachten meurren doselbst, wann es ist kein zeug in demselben zwinger als in den andern etc. so geet er in dem vorwerck vor Tiergartner thore auß und ein in demselben zwinger, und hat auch ein aigen schlüssel darzu zu demselben thore.

[63b] Von pesten seillen zu dem prunnen auf der vesten.

Mer hat man vor zeitten geben für zwai pesten prunnseil zu dem radprunnen auf der vesten und fur ein ein kleines prunnseil zu dem prunnen unter alt Nüremberg pei dreuundzweintzig pfunt alt, aber die grossen seil giengen nit lenger dann pei sechtzehen oder achtzehen wochen. so hab ich, die weil und ich paumeister gewesen pin, ie fur zwei pesten prunn seil zu dem prunnen auf die vesten, der eins pei achtundzweintzig klafter lanck ist, und fur zwai pesten prunnseil zu dem prunnen pei dem eusern Frawenthor, der an des Widersteins haus steet, geben sechsundviertzig pfunt alt zehen pfenning, und rechen der klein seil eins für fünf grosch und der grossen eines für zweiundzweintzig pfunt alt etc. derselben grossen seil am ratprunnen auf der vesten geet ein pare pei anderthalb jaren, aber man muß ie warten und sie umbkeren wenn sein nöt ist etc. soliche seil hab ich machen lassen Eckart Steinpach den seiller, der hat mir der dreu pare gemacht solicher grossen seil.

Derselben grossen pesten prunnseil soll alleweg ein pare auf der vesten im sale an einem rick oder stangen hangen und warten; wenn man dann die anhengt soll man als palde ein ander pare an die stat auf die vesten in sale hencken.

Und wenn dann also not ist, die newen seil ein zu ziehen aber die seil umb zu keren, so soll der stat paumeister zwen zimmergesellen hinauf senden und ine haller strick oder rebsnür geben zu den seillen, das sie die seil einziehen; darzu sollen inen die thorwarten im sloß helfen. und wenn sie ein newes par seile einziehen, so soll man das alt pare seil auf die Peunt füren lassen.

[64a] So soll der burkherre auf der vesten und die thorwarten in gutter acht haben, die seil und das rat an demselben prunnen, ob icht pruchs doran were, das sie das der stat paumeister zu wissen thun etc.

[64b] Von der stat schlötfeger.

Auch so hat der Steinlinger seliger, als er paumeister ward, ein abrede gehabt mit dem Thauben Öttlein, dem schlöt und rauchloch veger, und den bestellt zu der stat schleten also, wenn er zwenunddreissig feget und außkeret, so soll im ein paumeister geben acht pfunt alt. also ist derselb Thauben Öttlein noch an dem ampt und ich halt es also mit ime nach altem herkomen.

Derselb schlötfeger soll kein schlöt fegen, er thue es dann mit wissen und gehaiß eines paumeisters, dann man lest auf der stat kost niemant sein schlöt fegen dann auf den peden vesten, auch allen [thürnern] auf den versperten thürnen und iren weibern herniden, des gleichen auf dem rathaus allenthalben und im loch, allen thorwarten auf den prücken, auf der Peunt, im Marstall, auf den stroffthürnen und im Schießgraben, auch dem nachrichter, leben, huntschlaher, den zweien stathirten, in den gefencknussen und auf dem thuren neben dem Marstall.

Was süst schlett auf andern thürnen umb die stat und süst in der stat zinsen sein, der lest man kein fegen, dann der stat zinsmeister soll die selben thüren und herberk mit der unterscheid verlassen, das man ir keinem weder gleser, öffen noch schlett machen, pessern noch fegen lest, dann das ein rat sider und als pald nach dem [krieg] also fürgenomen hat etc. und vor nit also gewest ist.

Es soll auch der stat schlöttfeger auß der stat nit ziehen noch außwendig arbeitten on wissen und willen eines paumeisters.

[65a] Zu sant Gallentag [16 Oct.] thut der schlötfeger gemeinlich einem paumeister gehorsam und gelobt im wider ein jare hinfür; so gibt im ein paumeister zu leikauf zwelf oder viertzehen pfenning.

So ist in dem neunundsechtzigisten jare hie gewest zu sant Laurentzen tag [10 Aug.] ein schlottfeger, genant Endres Dür von Nördling, den ließ ich 85 schlett fegen allenthalben, der sie dann ser sauber macht und keiner leitter bedorft. darvon gab ich im vierundzweintzig pfunt alt.

[65b] Von der stat schleiffer.

Auch soll ein paumeister sein abred haben mit einem schleiffer irgen in der stat do es gelegen ist, der do die gesellen fürder vor andern leuten und in gut schneiden mach, als dann der Stockel, schleiffer, ettwan vil jar here und noch schleift den zimmergesellen an der stat arbeit. dem hat man nach altem herkomen geben und gibt zins noch ie von hundert schneiden, die er macht, fünf grosch oder fünfunddreissig pf. mit dem schleiffer soll ein paumeister alle jar auf das minst ein moll oder zwir abrechen und inen bezallen, und dann sein knechten [zu trinckgelt] geben ein vierteil weins, das sie die gesellen dester ee fürderen wenn sie komen etc. darzu soll ein paumeister bestellen, das die zimmergesellen an der stat arbeit ein kerben haben, doran sie die schnit schneiden so oft sie schleiffen lassen; desgleichen soll der schleiffer auch ein kerben haben dergleichen, doran man solich schnit schneidt.

Ich hab gemeinlichen ein jar müssen zallen pei fünf hundert schnit, die man überall geschliffen hat den zimmergesellen mit peiheln, hobeleisen und anderm etc.

Nun hab ich ein schliffstein auf der Peünt im werckhaus lassen zu richten, darauf sie zu zeiten einer dem andern auch helfen mügen iren zeug zu schleiffen, also das sie nit alleweg auf die schleiffmüll lauffen dürfen etc.

[66a] Von der stat nachtmeister.

Ein paumeister soll auch acht haben, weliche die redlichsten nachtmeister hie sein, das er dieselben dann für andere prauch, wo er dann der bedarf, alsdann der Jorg Lobensin ettwan vill jar her der stat gearbeit hat und noch thut.

So muß man alle jar das heimlich gemache im loch dem lochhütter raumen lassen, und das soll ein paumeister in acht [haben], das es geschee in der kelt und zu zeitten, so der lochhüter am minsten gefangen hab, oder dem lochhüter am [ebensten] sei. es ist bißher gewonlich gescheen alleweg zwischen weiennachten und unser lieben frawen tag liechtmess. wenn sie das raumen, so gibt man inen nach altem herkomen acht pfunt alt und ire recht darzu, zwue maß weins, vier maß piers und kess und prott, auch schebe und stro und liecht, das kost auch bei sibentzig pfenning. das verrichten sie alleweg in einer nacht und ee.

Auch so soll ein paumeister in acht haben und alle jar die gemeinen heimlichen gemach, die auf der Pegnitz sein do die mann und frawen auf geen, einß raumen und saubern lassen, alleweg umb Martini ee und die kelt angeet so mügen sie es recht saubern und gewinnen. dovon gibt inen ein paumeister sechtzig pfenning. der gemache und heuslein ist eines hinter dem Wildpat, eines pei dem Schießgraben, eines pei der Mang, eines pei der parfüsen prücken, eines auf dem Sweinmarckt, eines pei der steinen prücken, eines bei dem Irhertürlein.

Item im zweiundsechtzigisten jar am sambstag nach Elisabeth hab ich von dem gemach im Schießgraben geben ein nacht von vierhundert und zehen schaffen zu tragen auf den stege doselbst ie von zweien schefflein drei haller, und für ire recht, wein, piere, prott, liecht, stro etc. [66b] bei fünftzig pfenning.

Item im dreuundsechtzigisten jare vor Walpurgis hab ich von dem gemach im gewanthaus geben anderhalb nacht von vierhundert schefflein ie von einem ein pfenning, und für ire recht etc. pei fünftzig pfenning.

Item im dreuundsechtzigisten jare nach Walpurgis hab ich von [sechsundviertzig] gemachen geben, die auf der vesten und also gerings umb die stat von den thürnen und der innern statmeur in die zwinger geen allenthalben, das ein zu graben dorpei und zu raumen, die sider, als man zelt nach Cristi gepurt im 45 jar, der minderen zall nit geraumt wären worden und sere unlustig in zwingern darvon was, desgleichen bei den thoren in vorwercken, gab ich ie von einem in das ander zwenunddreissig pfenning und sechtzehen pf. hinüber padgeltz.

Item man gibt in dem gemach auf der Peunt zu raumen ie von einem schefflein drei haller nach altem herkomen und ire recht etc. im fünfundsechtzigisten jar nachsten umb liechtmess hab ich in geben von 980 schefflein doselbst ie von dreuen schefflein fünf haller.

Item im sibenundsechtzigisten jare zu sant Paulus bekerung tag hab ich in geben von vierhundert und zehen [schefflein] von des Holpers haus und heimlichen gemach ie von einem schefflein ein pfenning und ire recht etc.

Item im sibenundsechtzigisten jar am freitag vor Lucie hab ich von dem gemach pei dem weissen thurn, darauf die thürner und die leüt im werckhaus dorpei geen von fünfhundert und viertzig schefflein ie von einem schefflein ein pfenning und ire recht geben.

Item im achtundsechtzigisten jar zu sant Dyonisientag hab ich von dem gemach in dem Marstall von vierhundert und neuntzig schefflein ie von einem ein haller geben und ire recht etc.

Item im achtundsechtzigisten jar am pfintztag nach Othmari hab ich von dem gemach im gewanthaus von dreuhundert und sechtzig schefflein ie von zweien schefflein drei haller geben und ire recht etc.

[67a] Item im sibentzigsten jar zu sant Gallen tag hab ich von dem gemach auf der Pleich geben ein halben tag zu raumen, das trugen sie pei dem tage auf den stege etc. dreu pfunt alt für alle ding.

Dorpei so soll ein paumeister in guter acht haben, wenn das ist das sie außfüren und in das wasser schütten, und dann zu zeitten geschicht, das es ansetzt in der Pegnitz, oder das das wasser als klein ist oder mit eis überlegt ist, also das die Pegnitz das kott nit alles verzern mag, das sie dann ein paumeister besende, und weliche parthei dann unter den [nachtmeistern] das also uberfürt haben, das ine ein paumeister ernstlich befelhe, das sie gedencken und raumen und das kott zu ziehen in der Pegnitz, darmit das das wasser das verzere; und wo sie des nit fürderlich tetten, das ein paumeister durch den pfenter bestelle sie zu pfenten, dann solich kott ser ubel schmeckt und grausam sicht, das also leit, das das wasser nit verzeren mag.

So sein vier thürn zwischen dem Frawen und Spitalerthore an der eusern hochen stat meur, darinnen die nachtmeister unden iren zeug und kerren haben, und sein gemeinlich in iedem thurn zwen meister mit irem zeug. derselben meister ieder dem paumeister alle jare zu zins gibt zwen kreutzkess zu sant Walpurgen tag; wo sie die auf die zeit nit bezallen, so mag inen ein paumeister wol die thüren versperren lassen so lang, piß sie die zins zallen dem paumeister. sust geben sie nichtz von den thürnen, alles nach altem herkomen.

Auch so thüren die nachtmeister von sant Walpurgen tag [1 Mai] piß auf sant Michelstag [29 Sept.] in der stat kein gemach raumen on erlaubung eines ratz. darzu erlaubt es ein rat nit gern in [67b] solicher zeit, es thet dann so grosse not, also das einem ein gemach ubergieng, aufprech oder an einem pawe irret, so derlaubet man in ie zu zeitten zwue drei stunt oder ein halbe nacht auf das lengst und nit mer. das soll ein paumeister in acht haben, das er in nichtz erlaub on wissen und willen eines ratz oder bürgermeisters. nachdem der ding so vill an einen rat und bürgermeister gelangen, hat ein rat das gesetzt auf einen paumeister die ding zu erlauben doch nit on merklich ursach, und das ein paumeister daruber schick oder selber gehe und das sech was noet oder nit nöt sei, das er sich darinnen wiß denn zu halten etc.

[68a] Von eichen [pantnageln und kleibzwecken].

Der stat paumeister soll auch geflissen sein, das er alleweg auf ein fürsorge hab ettlich hundert eicher pantnagel, groß und klein, auch eichen kleibzweck. die machen die zimmergesellen gern im winter in iren stuben und geben hundert pantnagel fur zehen und zwelf pfenning, und die kleibzweck für zehen und fünftzehen pfenning ein tausent, darnach sie sein, von irem holtz etc. aber nachdem zu zeitten ettlich abgeng von eichen stümellen abgeen, die hab ich mitsampt newem eichen holtz schneiden lassen nagels leng, und der stat zimmergesellen die heim geschickt, zu den ich mich versach, die gut nagel machten. darfür gib ich in, so ich ine das holtz gib, ie für ein hundert pantnagel vier pfenning und für ein tausent kleibzweck siben pfenning, von der stat holtz etc. und von einem hundert leittersprüssel zu fewerleittern zwelf pfenning, von der stat holtz.

[68b] Von leinöl.

So soll der stat paumeister auch allewegen pei im haben einen zentner oder zwen leinöls, das man zu wagenschmir und küt, auch sünst zu öltrencken und mancherlai sachen bedarf. sünderlichen muß man haben ein jar bei zwei schaff schmir zu wagen und kerren, darzu man des öls und unslit, das man darzu kauffen muß, vil vernützt etc. des alles hab ich ie uber das ander jar ein dünn, die bei zweien zentnern swer ist, kauft zu sibenthalben pfenning und sechs pfenning drei ört. dasselb öl thut man auf der Peunt in einen trock, der darzu gehort und gemacht ist; das kauff man umb aller heiligen tag [1 Nov.]. auch soll man sich versehen, das es abloß und laüter und nit dick oder voll kötz sei, dann doran geet sünst vill ab etc.

[69a] Von wagenschmiere.

Der wagensmire muß man haben ein jare pei zweien schaffen, ein summer und ein winter schaff, die lest man ie zu zeitten machen alte weiber, die sie den pfragnern auch machen; darzu gibt man iren allen zeug und ie von einem schaffe zu machen pei siben und acht pfenning. so hab ich sie zu zeitten kauft also gemacht und für ein pfunt geben sechs pfenning, darnach das unslit und öl tewr ist. die bestellet man eins zu mitfasten und das ander zu sant Gallen tag.

[69b] Von pessen.

So muß man bestellen und auch ein jar haben pei fünftzig oder sechtzig pessen, darnach man vill zu mauren hat. die pessen nützen die maurrer auf der meur am ersten, wenn die dann stumpfet werden, so gibt man sie den pflasterern und den deckern, die nützen sie das pflaster damit auß zu keren, so machen die decker kleine pessenlein darauß, darmit sie ire dach auß keren und ir gelten. die pessen hat mir einer, genannt Fritz, zu [Zyrndorf] gemacht und die auf die Peunt bracht, ie zwen für drei haller, und ein für einen pfenning zu zeitten etc.

[70a] Von fackelen.

Der stat paumeister soll alleweg ein hundert oder dreuhundert fackelen vor handen haben die gut sein, und wie woll der vill auf der Peunt sein und so alt sein, das sie nit mer prünnen wollen, dann der kin verdort und verdorben ist. dieselben fackelen hab ich lassen zufellen und die mit newen holtz lassen spicken und vernewen, und der fackel iedem vierteil und fewrmeister zehen heim geschickt von befelhnus eines erbern ratz, ob fewr auß keme, do got vor sei, das man dann domit pei dem fewer in den gassen gesehen müg. was ir dann also abgeen und verprent werden, so soll inen ein paumeister andere schicken. so hab ich geben Weierhennsel ie für ein newe fackel drei, fünfthalben und ie zu zeitten fünf pfenning, und von der alten einer zu vernewen drei pfenning, alles von seinem holtz, dann er macht sie gut etc.

[70b] Von den püchsenschützen.

Auch haben die püchsenschützen ein [heuslein] pei sant Johanns steen, das ich im zweiundsechtzigistem jar umb Laurenty dohin setzen ließ, wann es stunt vor unten am Santeperg doselbst. darzu haben sie die schlüssel. auch ließ ich ine die steinen stetten dapei alspalde auch machen von befelhnus eines erbergen ratz, darzu kamen pei dritthalb hundert quader. das alles soll ein paumeister auch künftiglichen pessern lassen und in wesen behalten.

So macht man den püchsen schützen ir schirm auf der Peunt, was sie der bedürfen oder zuschiessen uber jare, doch also wenn der Winckler das heist oder sicht, das sie der nottorftig sein. darfür geben sie nichtz, dann der stat meister dem zimmerman geben sie, die schützen, acht pfenning. und bedürfen ir ein jare pei siben oder acht paren, dann man ine gewönlichen zwene [mit] einander macht.

[71a] Von dem Schießgraben.

So hat ein ziler im Schießgraben am Sante sein herwerk vergebens und gibt kein zins, und darumb so darf im ein paumeister nichtz flicken lassen an öffen und glesser, es wer dann, das ettwas als gantz erfaulet und abgangen wer, müst man das vernewen und in wesen haben. auch so verleicht ein erberger rat dieselben herwerk einem ziler, wie woll man das helt nach eines grabenmeisters, der dann einer des ratz ist, und nach der schützen rat, welicher tüglich darzu sei. auch so hat der ziler ein langes seil und eichen pflocken, wenn man auf den wisen scheüst, das er das für mag ziehen, das im ein paumeister also in wesen haben soll, das das alleweg vorhanden sei. was dann gepruchs an der steten, oder deck darüber, oder gelenter zu den weinstöcken ist, das soll der stat paumeister machen lassen.

Was in dem oberen gemeinen Schießgraben an den steten und dem zaun, so darumb geet, gepruchs ist, das soll der stat paumeister denselben schützen zimlich pessern und machen lassen und in wesen halten.

[71b] Von dem lochhütter.

In das loch macht man dem lochhüeter wes im not thut von schlossen auch von kübeln zu den prysaunnen und ander nottorft in die cappelen zu der marter gehörent. so hab ich zu zeitten newe kötzen und peltz hinein kauft und machen lassen den gefangen, damit vor kelt zu behalten, und auch eissen pfannen zu den kölen, wenn der lochhütter reucht oder süst so kalt ist, das ers den gefangen mit kölen zusetzt.

Auch so kauft der lochhüter sein kölen selber auf dem marckt, der er ein jar pei dreuen oder vier fuder haben muß, darvon er auch gibt den [scharwachtern] unter dem rathaus und den [gerichtzschreibern] in das gericht. dieselben kolen bezallen im die herren auß der loßung stuben und geet einen paumeister nit an, desgleichen mit dem holtz, das lest im ein amptman des waldes sant Laurentzen pfarr mit fron herein füren, im und dem hausknecht, und gibt in auch schleißholtz zu ir nottorft ine beiden.

Nun haben die junckfrawen und geisterin, die in das loch geen, ein truhen im loch steen, darzu sie den schlüssel haben und darinnen sie behalten küss, leilach, pölster und ander geret, das sie nützen und prauchen, wenn man den gefangen das leben absaget und sie mit dem heiligen sacrament bewaren will, darzu sie dann ettlich ewig gelt von dem rathaus haben, das ein pfleger des reichen almusens ein nimpt [von den lössungern] und in das verrer gibt darvon dieselben junckfrawen den gefangen also gütlich thun, so man in das leben absagt und sie richten will. und solich küss und auch ander ir geret lassen sie davon waschen, pessern und machen etc.

[72a] Von dem nachrichter.

Der züchtiger hat ein richtswert, das man im oder einem ieden, wo er es begert, auß der lossung stuben gibt, so man einen bestellt. darzu hat er ein kleins messens kriglein und ettlich eisen zu dem prant und augen ausprechen, das alles der stat ist, der ich eines teils machen hab lassen. so einer abtrit, soll man sollichs an im [vordern], das ers uber antwort. was er sünst zu seinem ampt bedarf von holtz, fassen, strengen, das richten im alles die herren in der lossung stuben auß.

[Ein reihen], die do geet durch und zwischen der jüden heüser herab an die Ledergassen und also ferr zwischen den heüsern biß an die Newengassen, das alles ist der gemein. dieselben reihen hab ich raumen lassen durchauß im [sibentzigsten] jar zu Martini und gab davon auß zu füren zwai und zwaintzig pfunt alt; die reihen war in 18 jaren nit geraumpt worden. solch unflat kümpt vill von den juden heusern und auch von irem schlachhaus, und wenn groß platzregen komen von sant Gilgen hoffe furt der regen vill santz und ertrichs herab.

Auch so ist ein heuslein hinten am sant Seboltz kirchoff, das steet auf der gemein, darinnen die hüter am Weinmarckt ir beheltnüs und wonung des nachts haben. das selb heuslein machen und decken die hüetter selber, und geet der stat paumeister nit an etc.

[72b] Von der segmül.

Zu dem allen soll der stat paumeister bestellen ein segmül, der man dann zu der stat nottorft nit woll geratten mag, nachdem man vill pretter zu der stat nottorft bedarf; alsdann Lutz Steinlinger seliger von Thoman, mülner auf dem Newenpaw, das segrat bestunde umb dreissig güldein ein jar, darnach Hanns Coler umb sechsunddreissig pfunt novi dieselben segmül auch bestunde, als ich dann ietzunt die in das ander jar auch bestanden hab und darvon jerlichen gib viertzig pfunt novi, und laß darzu dem müllner alle jar zehen segpaum schneiden, alsdann der vertrag und zettel, die wir gegen einander gemacht und außeinander geschnitten haben, der ieder eine hat, clerlichen außweisen.

Nun zu derselben sege muß der stat paumeister bestellen ein seger, der der sege dann getrewlich wart und fürleg, doch soll er nichtz schneiden andern leutten on laub eines paumeisters. und was er andern leuten mit gunst eines paumeisters schneidt, darvon soll der seger einnemen ie von einem schnit vier pfenning, es wern dann so kurtz holtzer, mocht er minder nemen; was aber eichens holtz were, sol er sechs oder siben pfenning nemen von einem schnit. mer und minder darnach das holtz ist etc. und solich gelt dann der stat paumeister prengen und mit im abrechen und das getrewlich überantwörten und verrechen, als er des denn einem paumeister alle jar geloben und sein trew an eines aides stat darumb geben soll, alles angeverlichen.

Dar umb soll im der stat paumeister geben ie von einem schnit, den der seger schneidt der stat und andern leuten, dreu haller. auch soll der seger zu ieder rechnung einem paumeister geschriben geben, was er sider der nechsten rechnung der stat und auch ander leüten, wer die sein, und wie vill schnit er iedem geschniten hab, und [73a] dopei was geltz er darfür eingenomen hab.

Auch soll der stat paumeister dem seger zallen oder selber geben die liecht, die er vernütz im winter, so er pei der nacht schneidet, doch gibt man im nach weiennachten auch liecht mer. so hab ich bißher ein jar eilf, zwelf oder dreutzehen pfunt liecht müssen haben dem seger.

So schneidet der seger ein jare pei 45 piß in fünftzig schock an der seg, und es gefelt gemeinlichen von der ubermaß, das der seger mit meiner gunst andern leütten schneidet uber die drei haller, die im von einem schnit davon werden etc. forderlich die zwai teil des zins, den ich ein jar von der seg gib, und zu zeitten mer, darnach und man andern leuten vill schneidet.

Der Grasser seliger hat ettwan schneiden lassen zu dem [Doß] und da von einem schnit geben fünfthalben pfenning, und von einem prett herauf zu füren ein pfenning, und von einer dillen drei haller, und von dreien swarten zwen pfenning, und ein segpaum kostet die zeit piß an die sege ein und fünftzig pfenning.

Man hat auch ettwan vill schneiden lassen an der hent von deffelpretter, leisten und dergleichen, und ie von einem schnit acht und neun pfenning geben. aber dieselben seger sein ser abgangen, also das man nun von einem schnit, der zweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, an der hent geben muß [73b] zwelf, viertzehen und sechtzehen pfenning.

In dem fünfundsechtzigsten jar darnach bestund ich die segmül acht jar lang und schniden desselben vertrags zwu zettel von ein ander, der ich eine und die müllner die andern haben, und bestund die umb zweintzig güldein ein jare, und soll in kein segpaum schneiden lassen vergebens, aber das gelt muß ich für siben jar vor hinauß geben, und [umb] das acht jar hab ich ein stück [mauren] lassen am wasser vor der seg, das der müllner süst schuldig gewest wer zu machen.

Hiernach so steet geschrieben der vertrag und verding der segmül:

Es ist zu wissen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eines erbern ratz hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman Eberlein und Paulus den müllnern geprüdern, Thoman müllners seligen sün in der newen mül auf dem Newenpawe in sant Laurentzen pfarre gelegen, und das segrade doselbst unden an derselben irer mül gelegen von inen zu der stat nottorft bestanden mit sampt allem zeug darzu gehorend 8 jar lang, die nechsten nach einander komende, im fünfundsechtzigisten jare, darauf und darfür dann Endres Tucher den benanten müllnern von gemeiner stat wegen für die künftigen acht jare zins, ein summ geltz, außgericht und bare bezalt hat, doran sie woll benügt. des alles die obgenannten müllner für sich und ir erben in des gerichtz buch vor Anthoni gerichtzschreiber also bekant haben.

[74a] Mer ist beredt worden, was in den nechsten acht jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser, am segrat, welpaumen, kamprat, wagen und an der hütten, darunden die seg steet, geschee. das alles sullen die benanten müllner machen lassen on der stat kost und schaden.

Was aber schadens an der stroß, schragen oder gattern, dorein das segplat gespant ist, in den nechsten acht jaren geschee, das soll ein paumeister machen lassen und auch dasselb segrat die nechsten acht jare mit schauffeln und panten vorsehen on der müllner koste.

Auch was von den segpaumen spenn gehawen und rinten geschelet wirt in den nechsten acht jaren, die süllen alle der müllner sein.

So dann die vorgeschriben nechsten acht jar also auß und vergangen sein, so soll ein paumeister den obgenanten müllnern und iren erben dasselb segrat und segen wider ledig sagen und dorpei lassen, was in der zeit und jaren doran gemacht worden were, mitsampt einem segplat, zangen, hebeissen, wenthacken und allem zeug und in aller der maß, als man das von den müllnern bestanden hat, außgenomen vier new verkeilt hacken, darinnen der gatter geet, die sein der stat; alles ongeferlichen.

Ob denn die müllner in den jaren icht zu schneiden hetten, das [74b] soll inen ein paumeister schneiden lassen umb ein zimlichen pfenning als andern leuten ongeferlichen.

In dem fünfundsechtzigsten jar [26 Sept.] am pfintztag vor Michaels tag ist gescheen soliche bekentnüs von den müllnern und steet geschriben im gerichtzbuch mit dem. h. bezeichent an foli hundert und 34 plat.

Und dieser außgeschnitner gleichlauttender zettel hat Endres Tucher paumeister eine und die müllner die ander.

Ettwan die zeit her hab ich vill viechter und tenner pretter kauft, die achtzehen und zweintzig schuch lank sein, zu funfundzweintzig pfunt alten, [und die zweiundzweintzig und vierundzweintzig schuch] lanck sein, [zu] sechsundzweintzig pfund alt, doch das gewedelt holtz ist.

[Dem Albrecht] der stat seger hab ich geben die nechsten dreu jare alle jar zu aller heiligen tag funf pfunt alt an seinem hauszins zu stewr. nachdem ich ime von einem schnit drei haller gibe, und er aber meinet mer davon zu haben, nachdem der stat walthawer auch ietzunt grosser segpaum furet denn er vormals getan hat, hab ich im das zu einer liebung geben die jar her etc.

[75a] Von den thieren im stat graben.

Nachdem und man lange zeit in der stat graben vor Frawenthore gehabt und noch hat ettliche thier von hirschen und hinden, die dann bißher und noch heut pei tag befolhen sein dem schaffer und anschicker, als ietzunt ist Cunrat Gürtler auf der Peunt, dem man dann bißher alle jar zu sant Thomas tag für sein müe und arbeit der thier zu warten zu vertrincken geben hat acht pfunt alt und seiner meit zehen grosch. darzu hat im ein paumeister vergünt ein ort im statgraben von dem thuren, der do steet hinter der Peunt und verzeichent ist mit dem grün.h. piß hinab an die weier im selben graben, also das er dasselb futter darvon niessen mag zu seiner nottorft, alles nach altem herkomen. das wirt pei zweien füderlein heus und ein fuder grümat.

Und was also ein schaffer und pfleger der thier und wilds im graben außgibt umb Galli den thiern für heu, habern, rüben, kraut etc. das alles soll ein paumeister im wider geben.

So mag ein paumeister der stat walthawer woll heissen, das er zu zeitten den thieren im graben auß dem wald hawe und preng der jungen foerling pei fünftzehen und sechtzehen schuch lank, doch das er die haw in dicken schechten im walde, und die in graben werf den thieren doran zu kifen; alles ongeverlichen.

Auch so ist der thier ietzunt im stat graben acht junger und alter, die kosten ein jar zu halten eins pei zwelf pfunden alt ungeverlich etc. darnach kraut, rüben und haber gerett oder theur ist.

[75b] [Von den sultzfischen zu weihennachten.]

Es hat auch ein paumeister nach altem herkomen den werckmeistern und werckleuten, die der stat arbeitten, allwegen von dem heiligen crist abent gesant und ein erunge gethan mit ettlichen stücken gesültzter fisch, doch einem mer dann dem anderen, als hernach geschriben steet und süst keinem andern mer.

Item der stat werckmeister dem maurrer, der stat werckmeister dem zimmerman, der stat schaffer und anschicker auf der Peunt, der stat schmit, der stat schreinner, der statt glasser: der iedem vier stück gesültzter visch.

Der stat werckmeister dem schlosser fünf stück gesültzter fisch.

Der stat walthawer, der stat wagner, zweien der stat kalckmesser der stat püttner, zweien der stat pflasterer, der stat decker, der stat haffner, der stat seiller, der stat parlierer, der stat anschicker der stat fischer: der iedem dreu stück gesultzter fisch.

So süllen die schüssel mit den vier und fünf stücken fisch sein halb hecht und halb karpfen, und die andern schüssel in ein iede ein stück hecht und zwai stück karpfen etc. facit [76a] alles pei achtundzweintzig stücken hechte und pei viertzig stücken karpfen, wenn man inen allen schickt.

Man nimpt gemeinlichen solich fisch von dem Knopf, der stat fischer, nemlichen pei dreien oder vier hechten und bei zehen oder zwelf karpfen, darnach die groß sein, die zalt im ein paumeister dann.

Zu solichen fischen nimpt man nach altem herkomen, und es Lutz Steinlinger seliger geschriben hat, fünftzehen maß weins, zwö maß essings. vier lot saffran. ein halbs pfunt ingepers, vier lot pfeffers, zwai lot langen pfeffers. vier lot zimet rören, ein pfunt kleiner weinperlein, zwai pfunt mandels.

Der Grasser seliger hat solich gesültzt fisch vor jaren in ein prenten lossen machen, und inen dann darauß gehen in schüssel, die ieder dann dar schickt sein anzall.

Es hat aber der Steinlinger seliger, der Coler und ich solich fisch in schüssel alleweg sültzen lassen einem ieden sein anzall, und dann den schaffer den vorgeschriben werckleuten sagen lassen und des ein stunde gesetzt umb ein oder zwu hore auf den tag am heiligen crist abent, das ein ieder sein fisch holen laß, und inen darpei befelhen, das sie die schüssel einem paumeister wider pringen.

[76b] Was dann also ingereusch von den fischen kümpt oder stück uber pleiben ungeverlich, darvon macht im ein paumeister und seinem gesinde auch ein schüssel fisch. das alles kost pei sechs pfunt novi ongeverlichen.

[77a] [Von der werckleut wein und mett.]

Nach altem herkomen so hat auch ein paumeister alle wegen gesant, das ich dann also auch halt, zu sant Johanns abent [23 Juni] zu [sunbenten] der stat werckmeister dem maurrer und dem zimmerman, auch dem schaffer und anschicker auf der Peunt ir iedem ein vierteil gutz metz auf der stat kost.

Zu sant Merteins abent [10 Nov.] desgleichen den obgeschriben dreien ir iedem ein vierteil guts Francken weins, alles auf der stat kost.

So hab ich inen ie zu zeitten für mich selber geschickt von meinem gelt etc. zu sant Merteins [11 Nov.] tag iedem ein gans und zu weihennachten iedem ein weck, auch zu Walpurgis [1 Mai] iedem der nachtmeister kreutzkess einen.

[77b] [Von dem hochwirdigen heiligtumb.]

An dem heiligen oster abent soll der stat paumeister mit allen den taglonern auch den zimmergesellen, die er an der stat arbeit hat, verlossen wenn er inen gelönt etc. das man ine sage, das ein ieder auf den pfintztag und den ersten und nechsten werckentag nach den vier tagen küm früe auf die Peunt.

Desgleichen soll der stat paumeister bestellen einen furman, der dreu oder vier ziechpfert hab, wo ein paumeister die pfert süst an der stat arbeit nit hat etc. das die auch auf den pfintztag früe auf der Peunt sein.

Geflissen soll auch der stat paumeister sein, das er drei gut nider wagen hab, die dann fertig sein an redern und exsen, dann sie sich sich auf dem pflaster ser erschütten unter einem last; wo die geprechenlich weren, das man dann die in der vasten und vor den feiertagen zuricht und fertig.

Und auf denselben pfintztag früe soll der Gürtler den gesellen rigel geben, also das man den heiligthumstull herfür thue auß der hütten, die darzu gemacht ist im zwinger hinter der Peunt, und das man fürderlich lade ein wagen und laß den anspannen und auf den Marckt füre des Freien haus füren, und alspalde er auf den Marckt kümpt soll er absetzen und mit den pferden wider reitten in zwinger. mit dem ersten wagen soll man sechs oder acht gesellen senden, die denselben wagen abladen und auf dem Marckt pleiben etc. in der weil und der mit dem ersten wagen aussen ist hat man den andern wagen geladen, doran soll er wider setzen und den auch auf den [78a] Marckt furen, und dann alspald in den ersten wagen setzen, der ler und abgeladen ist, und zu dem eussern Frawenthore im forwerck auf die lincken hant in den zwinger faren und do an den dritten wagen setzen und den auch auf den Marckt füren, und das also antreiben, biß er das gehültz zu dem heiltum stull alles gefürt hat; das fürt er auf zwelf fuder mit dreien wegen und vier pferden.

So soll der stat meister der zimmerman mit sein gesellen, alspald das erst fuder auf den Marckt kümpt, auch auf den Marckt komen und mit [inen] nemen ein hundert hültzer pantnegel, zwaihundert eiserner pünnegel, hengseil, zangen und die grossen schreit und weitten meß, die do gehorn zu dem stull, das man den setzt von den heusern als er gehort oder steen soll etc. als des ettlichen stein im pflaster, auch stein die die zimmergesellen woll wissen, wie weit sie den stull von den heusern setzen [süllen].

Es ist auch ein grosse gevierte truhen, darinnen das wirdig heiligthum herpracht worden ist zu dem Schopper oben in seinem haus auf einem poden, darvor ein mahelschloß ist, zu dem der stat meister der zimmerman den schlüssel hat. dieselben truhen soll man erstlich durch ein ercker inwendig im haus herab lassen und die in die kamer setzen, darauß man das wirdig heiligtum weist, wenn man das in dem haus hat die nacht. in derselben truhen verspert und behelt man das wirdig heiligtumb, und man es des morgens weisen will.

In derselben truhen behalten und versperren die zimmergesellen allerlai kleins eisenwercks und zeugs, das alles zu dem [78b] heiligthum stull und sünst zu nichte dient, das leit uber jare also in derselben truhen, die hat kein schloß anders dann ketten, darfür man mahelschloß mag für schlagen etc. auch sein auf demselben poden ettliche pöck und pretter, das in die kamer gehort, darauf man das wirdig heiligthumb setzt; süllen die zimmergesellen alles herab lassen und desgleichen, wenn man den stull abpricht, alles wider hinauf ziehen auf denselben poden.

Darnach soll der meister den stull aufrichten, darzu im die tagloner mit seinen gesellen helfen süllen; den richten sie dann auf in anderhalben tagen oder zweien tagen forderlich. und nachdem des holtzwercks auf dem Marckt ein nacht also eins teils muß ligen pleiben, so soll der stat paumeister ein gesellen die nacht dopei wachen lassen, das man des nit vertrag oder steel.

Wenn der heiligtumb [stul] also aufgericht wirt, so hat der stat paumeister nichtz mer mit zu thun. die stat knecht helfen dem hausknecht das zelt uberziehen, so zieren die zwen kirchenmeister von sant Sebolt und sant Lorentzen den stull süst mit tüchern und anderem das darzu gehort, so bestellt der hausknecht die kerzen darzu.

Zu ostern so sol der stat paumeister allewegen und vor des heiligtumbs weisung tag alle zuber, kuffen, wasserfaß und fewerschaff der stat püttner pinden und dreiben lassen allenthalben, wo die steen in der stat.

[79a] Mer so soll der stat paumeister den pfenter vermanen lassen, das er gepiet den mist allenthalben in der stat auf das heilgthumb auß zu füren für die thore.

Es soll darnach am montag oder critag vor des heiligtumbs weisung tag ein paumeister der stat meister den zimmerman und auch seiner gesellen zwen und der stat schmit alle vier mit einander senden zu allen gassenketten allenthalben in der stat, also das sie die alle anschlahen und do eigentlichen besehen und war nemen lassen, ob icht gepruchs doran sei an den ketten oder hocken, desgleichen an den stocken. und was sie also geprechenlichen vinden, süllen sie fürderlich der stat paumeister zu wissen thun, der dann das eilentz wider fertigen und machen lassen soll vor allen dingen etc. und darumb soll inen ein paumeister geben zwei firteil weins zu vertrincken uber ir taglon nach altem herkomen etc. sie richten sich aber allewegen darnach, das sie zu mittage komen zu dem koch pei sant Sebolt, do essen sie und verzeren dopei fünf oder sechs groschen, die hab ich ie für ir trinckgelt für sie bezalt.

Der stat paumeister soll auch bestellen auf den eritag oder mittwoch vor des wirdigen heiligthumbs weisung tag, das man die ketten under den schwipogen und schoßgattern an dem wasser unden und oben anlege und die verschließ mit den schlossen, die dann darzu gehoren und der Gürtler in seiner gewelt hat etc. dieselben ketten lest man also uber summer [gespennt], nachdem und das wasser klein ist im summer, und schleust die zu sant Gallen tag wider auf, so die wasser groß werden.

So soll der stat paumeister erfaren an einem erbergen ratte, [79b] ob man die ketten aussen vor der stat unden am wasser uberzweirch der Pegnitz auch an legen woll lassen oder nit, darzu der Gürtler auch die schloß und schlüssel hat. dieselben ketten ligen im vorwerck vor dem wasser thuren und sein ledig ketten.

Am mittwoch vor des wirdigen heiligtumbs weisung tag so soll der stat paumeister bestellen zu füren die stock und schrancken umb den Marckt, die do sein und ir beheltnüs haben im zwinger hinder der Peunt pei dem heiltum stul, am ersten für des Schoppers hinter haus, darinnen man das heiligtumb weist. die sein geprennt mit einem A. dorpei sein ettliche pretter, die man an dieselben schrancken schlahen muß, also das niemant dardurch geschliffen müge.

Item die andern auf sant Seboltz kirchhoff an der stigen gegen der wag, die gezeichent und geprennt sein mit einem B.

Die dritten auf sant Seboltz kirchoff an der stiegen gegen dem Weinmarckt, die gezeichent und geprennt sein mit einem C.

Die vierden aussen im pflaster vor den zweien gittern an sant Seboltz kirchoff gegen dem [Millmarckt], sein gezeichent und geprennt mit einem D.E.

Die fünften aussen im pflaster über das gitter hinter sant Mauritzen capell am kore an sant Seboltz kirchoff, sein gezeichent mit einem F.

Die sechsten stock und schrancken pei den predigern zwischen der appotheken und der Snödin haus, sein gezeichent und geprennt mit einem H.

[80a] Man hat an der obgeschriben schrancken stat umb den kirchoff ketten angehangen, die man uber jar do hat und zu des wirdigen [heiligtumbs] weisung zu schleust.

In der Tuchscherergassen vornen pei des Hallers hausthur zu der ketten mitten in der gassen ein ketten stock mit einem loch.

Mer zwischen der Endres Stromerin und des Voitz haus mitten in der gassen ein ketten stock mit einem loch.

Die sibenten schrancken und stock von dem ecke der Endres Stromerin hinterhaus piß [an unser] lieben frawen capell, die sein geprennt und gezeichent mit einem N, an der stat hat man zwue ketten gemacht, die man auch verspert zu des wirdigen heiligtumbs weisung tag.

Mer zwischen Eberhart Cristans und Michel Glassers heusern an der parfüsser prücken mitten in der gassen ein kettenstock mit einem loch.

Mer zwischen der appotheken und dem alten fleischhaus mitten in der gassen einen kettenstock mit einem loch.

Nun solich stöck und schrancken soll bestellen der stat paumeister [mit den] pflasterern ein zu graben und fürderlichen auf zurichten an den vorgeschriben stetten und enden.

Auch soll der stat paumeister zu allen fewerleittern und fewer hocken sehen lassen, ob die erfault oder schadpar wern, das man dann die abwechsel und frisch an die stat henck.

[80b] Vor des wirdigen heiltumbs weisung tag am mitwoch soll der stat paumeister ein vier der stercksten taglöner schicken auf die vesten, das die do oben wasser schopfen und das dem burggraven in drei groß kuffen, die er in dem innern hoffe steende hat, tragen und die füllen mit wasser, und desgleichen dem Haugen auf derselben vesten auch ein kuffen voll wassers tragen, die vor seinem haus do steet etc. darzu leicht der burggraff einen zuber und stangen, domit sie tragen.

Bestellen soll auch der stat paumeister an demselben tag mit den taglönern, das die kuffen, so man den mullnern und eichwägen auf den schleiffen geben hat, mit wasser gefüllt werden.

Es soll auch der stat paumeister an dem vorgeschriben mitwoch vor dem heiligtumb bestellen, das der rorrenmeister den kasten und schönn prunnen am Marckt abschlach und den kasten auß wasch und ein frisch wasser vach.

Der stat paumeister soll mer an demselben mitwoch zu nacht bestellen und auf den Marckt füren lassen acht oder neun kuffen und die ein teilen am Marckt und umbstürtzen lassen, wann man der am pfintztag vor dem volck und kremen nit woll gefüren und gesetzen mag. soliche kuffen süllen auch alle geprennt sein mit der stat schilten etc.

Item die kuffen auf dem Marckt zu dem heiligtumb soll man setzen eine zwischen Paulus [Rietters] hausthur und der rinnen, die ander zu dem kettenstock vor Anthoni Paumgartners haus, die dritten zwischen Erhart Schürstabs hausthür und der rinnen, die vierden oberthalb des gewant haus zwischen des Helmreichs haus und der rinnen doselbst; mer eine gerichtz vor dem heiltumb stull hinuber jenset der rinnen gegen unser lieben frawen cappell, und darnach drei oder vier kuffen auf den Marckt geteilt, ie eine von der andern in der weit [81a] als die ersten steen ongeverlich. die zuber, darinnen man das wasser in die kuffen des abentz getragen hat, der pei dreien ist, die teilt man des morgens am freitag früe auch unter oder für der saltzer heuser und süst in wart, wo sein nöttorft ist.

Nun auch am pfintztag früe vor des wirdigen heiltumbs weisung tag so soll der stat paumeister bestellen und under alle thore innen und aussen an alle schneller zugseil geben und doran machen lassen, und da den schützen und weppnern, so unter iedem thor sein, die schlüssel zu den stüblein und heuslein geben lassen, und den bevelhen, wenn sie abgeen, das sie solich schlüssel geben den zollnern unter iedem thore.

Früe an demselben obgeschriben pfintztag soll der stat paumeister bestellen, das die ketten pei allen thoren auf bede seitten hinter der stat meur auch bei den kornheusern und oben am perk umb die vesten gegen dem Marckt herab alle angelegt werden, außgenomen ein fare soll man vor den heüsern für des Elwangers hoff hin auf offen lassen etc.

Zu nacht an demselben obgeschriben pfintztag des wirdigen heiltumbs abent umb den garauß soll der stat paumeister bestellen vier oder sechs gesellen der tagloner und ein drei zuber und kleine schefflein und do am Marckt am schönn prunnen das gitter lassen auf sperren und die kuffen, so man des tags vor auf den Marckt gefürt hat, mit frischem wasser füllen lassen, als vill der ist. und von dem wasser zu tragen und die kuffen zu füllen gibt man der tagloner einem sechs pfenning nach altem herkommen.

[81b] Der stat paumeister soll bestellen mit dem zimmerman, der stat meister, das er am pfintztag zu nacht umb den garauß die schneller und prücken unden umb den heiligtum stull auch hinten vor des Schoppers haus für richten loß.

Mer soll der stat paumeister bestellen zwen zimmergesellen, die an dem heiltumb abent under dem heiligtum stull die nacht wachen und in acht haben, das iemant am stull und holtzwerck icht schadens thue. der iedem gibt man ein taglon zu lon.

Am freitag an des hochwirdigen heiligtumbs weisung tag früe soll der stat paumeister bestellen und in iede kuffen, die er auf den Marckt mit wasser setzen hat lassen, ein kleins geltlein und ein hültzen schüssel, die geprennt sein mit einem N, werfen lassen.

Es soll darzu der stat paumeister bestellen zwen oder drei gesellen in den schön prunnen, die inwendig des gitters sein an dem freitag früe piß man das heiligtum geweist, un denselben gesellen bevelhen, das sie niemant lassen an den gittern hinauf oder in den prunnen steigen, sunder das den leuten weren. auch süllen dieselben gesellen haben pei inen geltlein und schüsselein, darmit sie wasser herauß reichen mochten, ob es not thun würde etc. in das gitter bestellt man von ratz wegen auch alleweg zwen gesworen schützen, [das thun die kriegsherren etc.] süllen auch niemants hinein lassen weder frawen noch man.

[82a] Darnach am sambstag nach des wirdigen heiltumbs weisung tag soll der stat paumeister die stöck und schrancken wider außgraben und an die ent, do die ir beheltnüs haben, bestellen zu zu füren, und mit den pflasterern bestellen, dieselben löcher fürderlich zu zu machen.

Nach des wirdigen heiltumbs weisung am montag darnach soll der stat paumeister bestellen mit der stat zimmermeister, das er mit sein gesellen den heiltumb stull wider abheb, wo das zelt anders drucken ist, wo das aber naß und nit recht drucken were, so müst man verziehen mit dem abnemen. darzu der stat paumeister mit pferden und mit wegen auch taglöner bestellen soll, den stull fürderlich zu füren, und das ie ein wagen umb den andern geladen werde, darmit er fürderlich von dem Marckt gefürt werde und wider unter die hütten, die darzu gehoret, gelegt werd. wann dann der stull also gantz ab gehoben wirt, so gibt ein paumeister der stat zimmermeister und sein zimmergesellen sechtzig pfenning zu verdrincken, alles nach altem herkomen.

Item im sechsundsechtzigsten jare macht man ein newes zelt uber den heiltumb stull, das hat kost mit dem plaben underzuch und allen dingen fünftzig güldein; das alt wart zu einem raishütlein zugericht und gepessert etc.

[82b] Von den vierteilmeistern.

Und als die stat hie zu Nuremberg vor dem nechst vergangen krieg [in acht teil geteilt wart], nemlichen her diesset der Pegnitz in sant Sebolts pfarr vier teil und do jenset der Pegnitz in sant Laurentzen pfarr vier teil alles in der rinckmaur, auch dozumall als palt zu iedem vierteil zwen vierteilmeister gesetzt und gegeben wurden, und darnach verlassen ir iedem funftzehen liderein eimer und zwue groß messein sprutzen zu geben, also wo fewer pei oder in iren vierteilen auß keme, [das sie dann soliche eimer und sprutzen zu dem fewer pringen und senden solten] damit rettung zu thun etc. die vierteil und vierteilmeister steen hernach geschriben, welliche die ietzunt sein. und soliche eimer sein alle gezeichent mit einem .N. desgleichen die sprutzen auch gezeichent mit der stat woppen etc. der eimer einer kost funfthalbs pfunt alt und ettlich vier pfunt alt und achtzehen pfenning, der sprutzen eine acht pfunt alt etc.

[83a] Von dem vierteil am Weinmarckt.

Viertelmeister am Weinmarckt sein Wilhelm Löffelholtz und Hanns Birckhamer, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem lideren sacke.

Das vierteil am Weinmarckt hebt sich an mit der were und zwinger mit dem grossen thuren und vorwerck im wasser auf dem Newenpawe, genant der Schleyer thuren, der mit dem grün O gezaichent ist, und geet hin auf piß an das Newthore mit sampt der hochen stat maur auch dem zwinger und vorwerck am Newenthore und mitsampt dem thuren des Newenthors, der mit einem grün R gezeichent ist, gehort alles in das vierteil.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die darinnen wonen, an an dem Newenthore und geet in der rinnen, die mitten herein geet, alles auf die rechten hant fur des Conrades, des Rudoltz, Spalters, Irherpads, gulden ring, Closs Geyers, Kilian Theyers mit sampt dem almusen heuslein auf sant Seboltz kirchoff und also fur Paulus Rietter, Ketzel, Birckamer, Freyen, Gartners am Fischmarckt heusern hinab am Marckt fur die trög und kandelgiesser kreme piß an die Pegnitz alles zu der rechten hant ist in dem vierteil, und also nach der Pegnitz hinab piß zu dem obgenanten grossen thuren im wasser auf dem Newenpaw, genant der Schleyer thuren etc. und von demselben thuren an der stat meur wider hinumb zu dem Newenthore.

[83b] Von dem vierteil am Milchmarckt.

Vierteilmeister am Milchmarckt sein Mertein Holtzschuer und Endres Tucher, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß sprutzen in einem liderein sack.

Das vierteil am Milchmarckt hebt sich an mit der were und zwinger oberhalb dem Newenthore und vorwerk als man hinauß geet auf der rechten hant und nemlichen auf der hochen statmaur an dem nechsten thuren ob dem Newenthore, der mit einem grün S gezeichent ist, und geet also hinauf piß an die vesten mitsampt dem vorwerck vor Thiergartner thore und dem thuren mit dem grün X bezeichent auf der hochen stat meur oberhalb Thiergartner thors.

Item die vesten ist auch in dem vierteil; die bewaren die obersten [haubtleut] in dem zwinger und sust mit der were allenthalben im schloß.

Item das haus, genant der berkfrit, mitsampt der schlachprucken und erckern hinten hinauß, auch der hochen statmeur und dem thuren, alt Nuremberg genant, gehort auch in das vierteil mit der were.

Auch so hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die dorinnen wonen, an mit dem thurn, alt Nuremberg genant, und geet also in der rinnen, die mitten herab geet, ales auf die rechten hant fur die schiltroren, Rebels, meister Hannsen Lochners und [der] Snödin haus am kirchoff, und also umb sant Sebolts kirchen fur des Jacob Awers, Hugels am Weinmarckt, der Heidenin und fur das haus am ratprunnen, und also piß zu und an das Newethor alles her dieset der rinnen zu der rechten hant ist alles in dem vierteil etc. außgenomen des reichen almusen heuslein auf sant Sebolts kirchoff gehort in das Weinmarckt vierteil, und also von dem [84a] Newenthore an der stat meur hinumb piß wider zu dem thuren, alt Nuremberg genant, mit sampt der vesten und dem berckfrit etc.

[84b] Von dem vierteil pei sant [Gilgen].

Vierteilmeister in sant Egidien vierteil sein Bertholt Pfintzing und Hanns Lemlein, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem liderein sacke.

Das vierteil sant Gilgen hebt sich an mit der were und zwinger [an dem] Luginslant, der mit dem swartzen A bezeichent ist, und geet also hinab mit sampt den zwingern darvor und der hochen stat meur zu dem eussern Lauffer thore und thuren, der mit dem swartzen p gezeichent ist, mit sampt dem vorwerck vor demselben eussern Lauffer thore, gehort alles in das vierteil.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die darinnen wonen, an mit dem eussern Lauffer thor und geet also in der rinnen, die herein in die stat geet, was auf die rechten hant ist von dem eussern Lauffer thore gerichtz herein biß zu dem innern Lauffer thore, und von dem innern Lauffer thore die Lauffer gassen hinfur biß an das eckhaus, darinnen der Wolflein beck sitzet, und von dan uberzweirch über den Heumarckt auf des Wagners eckhauß und die Pintergassen hinfur, alles auf die rechten hant, piß fur des Zerungers haus, das ettwan der Pfintzing was; und von dann durch das rathaus und voren herauf fur Hanssen von Lochems haus, der prediger closter, des Horstorffers und Lengenfelders heuser gerichtz hinauf piß wider an den thuren Luginslant, und von dannen an der stat meur hinumb aber piß zu dem eussern Lauffer thore etc.

[85a] Von dem vierteil am Saltzmarckt

Anthoni Tucher und Nicklas Groß sein vierteil meister am Saltzmarckt, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwue groß sprutzen in einem liderein sack.

Mit der were und zwinger hebt sich das vierteil am Saltzmarckt an underthalb des eusseren Lauffer thors und vorwercks, als man hinauß geet auf die rechten hant, und nemlichen auf der hochen statmaur an dem Lauffer thuren, der mit dem swartzen p gezeichent ist, und geet hinab fur das Weerder thurlein und uber die Begnitz, die beider seitten herein in die stat geet etc. und geet biß auf den wasser thuren, der hinter sant Katherein weier steet und mit dem ploben G gezeichent ist, dann derselb thurn auch in das vierteil gehört; und geet also verrer nach der Begnitz herab piß an die fleischprucken, was auf die rechten hant ist.

In der stat noch den gassen und heusern so hebt sich das vierteil [an an] der fleischprucken und geet gegen dem Marckt auf die rechten hant fur des Meischners und Sebolt Rietters heuser, den Marckt herauf fur des Paumgartners und Nicklas Hallers haus, auch durch das rathaus und umb Jeronimus Rumels eckhaus die Pintergassen hin hinter alles auf die rechten hant fur Anthoni Tuchers haus und zwerch uber den Heumarckt fur Nicklas Grossen eckhaus, und die Lauffer gassen gerichtz durch das inner Lauffer thore, und von dem innern Lauffer thor gerichtz die eusseren Lauffer gassen biß zu dem eussern Lauffer thor zu, alles auf die rechten hant, und von dem eussern Lauffer thore nach der stat meur hinab an und uber die bede Begnitz, und von der Begnitz nach dem wasser herab biß wider an die fleischprucken ist alles in dem vierteil, außgenommen die leut auf der Mang, in dem [85b] Wildpat und auf der Pleich, die gehoren in Cristan Imhoffs und Steffan Hallers vierteil in sant Laurentzen pfarre etc.

[86a] Von dem vierteil pei den parfusen.

Vierteilmeister pei den parfusen [sein] Cristan Imhoff und Steffan Haller, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem lideren sack.

Das vierteil pei den parfussen hebt sich an mit der were und zwinger neben dem thuren, der do steet am wasser hinder sand Katherein, der mit dem ploben G gezeichent ist, und geet von demselben thuren hinauf mit dem zwinger und der hochen stat meur hinter der Peunt piß an das vorwerck und das eusser Frawenthore, das mit einem ploben X bezeichent ist, doselbst.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und [heusern] auch leuten, die darinnen wonen, an an der fleischprucken pei des Preglers haus und geet fur der parfusser closter und sant Laurentzen, alles auf die lincken hant, piß an den Fischpach, der durch die Pfantschmit gassen leuft, und geet am selben Fischpach hin hinter durch die Pfantschmitgassen und fur paß durch die Fleischgassen hinaus piß an die stat maur, do der Fischpach herein fleust, was auf die lincken hant ist, und von dannen nach der stat meur hinab fur den ploben stern und das eusser Frawenthore, und also hinab hinter der Peunt piß wider an das wasser zu dem thuren, der mit dem ploben G bezeichent ist, was auf die lincken hant in dem kreiß ist. auch [gehoren] in das vierteil die leut auf der Mang, in dem Wildpat und auf der Pleich, die doch in herren Anthoni Tuchers [und] Nicklassen Grossen vierteil sust liegen etc. und geet also verrer nach dem wasser und Pegnitz herab piß wider an die fleischprucken pei des Preglers haus doselbst.

In dem vierteil ist ein haubtmanschaft, die gehort in Hanns Imhoffs und [86b] Anthoni Holtzschuers vierteil, nemlich von dem eckhaus am Fischpach voren an der Pfandschmit gassen, doran die rotten köpf steen, piß hin hinter an das eckehaus pei der alten statmeur gegen meister Lorentzen hoff uber, was der heuser an derselben richsen am Fischpach sein und nit mer etc.

[87a] Von dem vierteil pei den kartheusern.

Vierteilmeister pei den kartheusern [sein] Hanns Imhoffe und Anthoni Holtzschuher, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwue groß sprutzen messen in einem liderein sacke.

Das vierteil pei den kartheusern hebt sich an mit der were und zwinger mit dem eusseren Frawenthore, das mit einem ploben x bezeichent ist, mit sampt dem vorwerck vor Frawenthore, das auch in das vierteil gehort, und geet also hinumb gegen dem Spitaler thore mit dem zwinger und der hochen statmeur piß an den thuren, der mit dem rotten l bezeichent ist; derselb thuren gehort aber nit in das vierteil sunder in das ander vierteil darnach.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die darinnen wonen, an pei dem Vischpach und dem eckhaus, das do steet an der Fleischgassen pei der eussern statmeur, als der Vischpach herein in die stat fleust auf die lincken hant, und geet also nach dem Fischpach herab die Fleischgassen und fur das Sündergew und verrer in die innern stat, als auf die lincken hant; und also dem Vischpach nach durch die Pfandschmid gassen fur Hanns Imhoffs und verrer fur des Wernitzen eckhaus vor sant Laurentzen uber, als dem Fischpach nach fur Frantzen Rumels, Merthein Peßlerin, Lorentz Wagners, des Salmans und Ungerleins heuser hinab, alles auf die lincken hant, piß an den weisen thurn, der gehort in das ander vierteil darnach und nit in das vierteil. und darnach von der pruck, die hinter dem newen korenhaus gegen sant Jacobs prunnen hinauß geet, was heuser auf die lincken hant steen, also hin hinder fur die Walg an die statmaur doselbst, und also verrer hinter der statmeur wider hinauf an das ent und eckhaus, do der Fischpach herein fleust, was auf [87b] die lincken hant in der gegent ist, das gehort alles in das vierteil, und des mer die haubtmanschaft und heuser, die do sein in der Pfandschmidgassen, was der ist jenset des Vischpach auf die rechten seitten als er herein fleust von dem eckhaus pei der alten statmeur gegen meister Laurentzen hoff über piß hinfur an das eckhaus vorn in der Pfandschmitgassen, daran die rotten köpf steen, dieselben heuser doch sust in Cristan Imhoffs und Steffan Hallers vierteil sein, die gehoren auch in das vierteil etc.

[88a] Von dem vierteil am Korenmarckt.

Vierteilmeister am Korenmarckt [sein] Hanns Volckamer und Wilhelm Rumel, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem lideren sack.

Das vierteil am Korenmarckt hebt sich an mit der were und zwinger auch auf der hochen statmeur mit dem thuren, der mit dem rotten l bezeichent ist, derselb thuren dann auch in das vierteil gehoret; und geet also hinumb biß an das eusser Spitaler thore, das dann mit dem grün A gezeichent ist, mitsampt demselben vorwerck davor, das alles gehort in das vierteil.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die darinnen wonen, an an des Erhart Zapfenmachers haus am Kornmarckt und geet herein gegen der frawen prüder closter, was heuser sein auf die rechten hant von des Zapfenmachers haus den Korenmarckt herfür fur Caspar Alls haus, des Haußners, der Storrin, fur des Burckhart Peßlers eckhaus und furpaß fur Hanns Peßlers eckhaus, fur Cristan Weissen haus und die Schuster und Huttergassen gegen dem Lauckamer hinfur und do pei dem grün schilt umb dasselb eckhaus hinauf, alles auf die rechten hant, fur des Dintners haus gegen sant Laurentzen, und ferrer fur des Schmidmars, Krels, Gorg Hallers eckhaus hinumb zu der rechten hant fur der Hertzogin haus; furpaß fur Hanns Volckamers hinterhaus, Endres Geuders haus, fur der frawen prüder closter und der Storrin hinterhaus, und ferrer biß wider und an das vorgeschriben eckhaus des Zapfenmachers haus am Kornmarckt doselbst, und in der vorstat hebt sich das vierteil an an des Models messingschlahers eckhaus an der statmeur bei dem eussern Spitaler thor und geet herein gerichtz gegen sant Jacobs, was heusser auf die [88b] rechten hant ist: und also durch den ganck fur sant Jacobs kirchoff pieß umb des Ramen eckhaus auf dem graben pei dem weissen thuren, und auf demselben graben hinauf gegen der [pruck] die uber den graben pei dem newen kornhaus herauß geet an das eckhaus und fur des Küstrichs heuser hin hinter gegen der Walg piß an die statmaur doselbst, was heuser auf die rechten hant ist; und also nach der statmeur wider hinumb an des Models eckhaus pei dem eussern Spitaler thor gehort alles in das vierteil etc.

[89a] Von dem vierteil pei sant Elspetten.

Vierteilmeister pei sant Elspetten [sein] Endres Geuder und Fritz Dinthner, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem lideren sack.

Das vierteil pei sant Elspetten hebt sich an mit der were und zwinger am eussern Spitaler thore und thuren, der mit dem grün A gezeichent ist, und geet von demselben thuren und vorwerk hinab gegen dem wasser und doselbst uber das wasser piß an den thuren, der mitten im wasser steet und mit dem grün O bezeichent ist, genant der Schleyer thuren; derselb thuren aber nit in das, sunder in das ander vierteil am Weinmarckt gehort.

So hebt sich das vierteil in der stat nach den gassen und heusern auch leuten, die darinnen wonen, an an der padstuben pei der fleischprucken und geet die Huttergassen auf die rechten hant hin umb und also durch die Schustergassen zu der Krottenmüll und fur des pecken eckhaus, das gegen Cristan Weissen über ist, und fur des Teurleins eckhaus also über den Kornmarckt, was auf die rechten hant ist, biß auf des pecken eckhaus, das gegen des Zapfenmachers haus über steet; und also furpaß gegen dem weissen thuren, der dann auch in das vierteil gehort, und furpaß in der vorstat fur sant Elspeten hinauß durch den ganck auf des pecken eckhaus gegen dem teutschen hoff über, und von demselben eckhaus hinauß piß an das eusser Spitaler thore, was heusser auf die rechten hant ist; und von dannen nach der statmeur doselbst hinab piß uber den Newenpaw an das hultzen pollwerck, das auch in das vierteil gehort, und ferrer gegen dem wasser herauf piß wider an das padhaus pei der fleischprucken. was also in dem kreiß ist, das gehort alles in das vierteil etc.

[89b] Von den liderein [eimern].

Mer ist bevolhen an die hernachgeschriben ent auch der liderein eimer zu geben, das dann gescheen ist als hernach steet. dieselben eimer sie dann auch zu den fewern senden sullen, wo des not wer.

Item herrn Hannsen Coler als einem zeugmeister funftzehen liderein eimer.

Item Sebolt Kressen auf des kunigs vesten zweintzig liderein eimer.

Item dem kirchenmeister zu sant Sebolt funftzehen liderein eimer.

Item dem kirchenmeister zu sant Laurentzen funftzehen liderein eimer.

Item so sein auf der Peunt zweintzig liderein eimer etc.

[90a] Von den fewermeisteren.

Darnach hat ein erberger ratte hie furgenomen und gesetzt sechs fewermeister, der ieder dann auch sein eimer und sprutzen soll haben, und wo feur auß kem in der stat sullen solich fewermeister darzu komen mit iren eimern und sprutzen, do helfen das volck anschicken zu arbeitten, auch hocken und feurleittern zu weisen den leutten und retten helfen so sie immer pest mugen, als ir ieder des ein püchlein und schrift hat wie ers halten soll. solich feurmeister steen hernach geschriben. dieselben eimer sein auch ale gezeichent mit einem N.

Item Ludwig Pfintzing der hat funfundzweintzig liderein eimer und zwu sprützen in einem sack.

(Ebenso hat jeder der nachfolgenden feuermeister 25 eimer und 2 sprützen:)

Linhart Grolant, Wilhelm Derrer, Gotlieb Volckamer, Peter Hortorffer, Frantz Rumel.

So ist allen [scharwachtern] bevolhen, so palt feur auß kumpt und sie des gewar werden, so soll ein ieder in dem vierteil, do er innen geet, denselben vierteilmeister und feurmeister im selben vierteil das zu wissen thun und die wecken und sagen wo das fewer sei.

Item so hat der feurmeister ir ieder drei liderein schuffen an stilen zu redtung des fewers dienent etc.

[90b] Von den thorsperrern.

Mer hat man in neulichkeit einem ieden thorsperrer und turleinsperrer geben sechs liderein eimer; dieselben thorsperrer vormals schaff hetten, die dann [zulechzten] und zuviellen. denselben [thorsperrern] ist gesagt, das sie solch eimer zu keinem feur in die stat tragen noch senden sullen, sunder die eimer pei inen behalten; wo feur pei den thoren oder türlein, die sie sperten, aufging, so solt ein ieder sein eimer darzu senden oder pringen etc. solich ir eimer, auch die andern eimer sein alle gezeichent mit einem N. auch so sullen die thore und türleinsperrer do heim bei iren heusern pleiben, wo fewer auß kumpt, ob man ir bedarf, das man sie bei iren heusern vindt.

Item den zweien Irherthürlein [sperrern] ir iedem sechs liderein eimer.

Item den dreien thorsperrern am Newenthore ir iedem etc. (wie oben.)

Item den dreien thorsperrern am Thiergartner thore etc.

Item den dreien thorsperrern am Lauffer thore etc.

Item den zweien Werderthürlein sperrern etc.

Item den dreien thorsperrern am Spitaler thore etc.

Item den zweien thorsperrern am Frawenthore ir iedem sechs liderein eimer.

[91a] Von den müllnern in der stat.

Es hat ein erberger ratte hie von gemeines nutz wegen bevolhen, den hernachgeschriben mullnern schleifen und wasserkuffen zu geben und ir iedem zwu sprutzen, also wenn feur auß kem, das sie dann furderlich ir pfert an dieselben schleifen setzen und wasser darauf zu füren zu dem fewer. auch soll man alle vierteil jars pei den hernachgeschriben mullnern die sprutzen suchen, ob die vorhanden sein pei der pueß, die darauf gesetzt ist, wo man der nit vindt, ein pfunt newer haller. die sprutzen sein alle gezeichent und auch die kuffen mit der stat schilt Nuremberg [geprennt].

Item des Swoben müll auf dem Newenpaw ein schleifen und kuffen und zwu sprutzen.

Item des Drubachers müll bei irher stegen ein schlaifen und kuffen und zwu sprutzen.

Item die müll hinter den fleischpencken hat zwu sprutzen und ein schlaifen und kuffen.

Item die müll mitten im wasser pei den fleischpencken hat ein schlaifen und kuffen und zwu sprutzen.

Item der almusen müllner hat etc. (wie früher).

Item der krotten mullner hat etc.

Item der mullner bei sant Katherein hat etc.

Item der müllner am Sant hat etc.

Item der Heintz Löffler bei sant Claren hat ein einrussige schlaifen und kuffen darauf.

Item der Thumirnit, der in der wag fert, hat ein einrussige etc. (wie vorher).

Item der Göckerhennlein hat auch ein einrussige etc.

[91b] Item so hat man in den newen spital auch geben [ein schlaifen und darauf ein grosse kuffen] etc.

[92a] Von den fewerschaffen in den hutten.

So hat man an acht enden in der stat getailt ettliche karen, darauf schaff steen, die alle geprennt sein mit einem N, in den hutten, als hernach geschriben steet; wo fewer auß kumpt, das man dann soliche schaff darzu furderlich fure. und die schlussel zu denselben schaffhütten haben die nechsten nachtpauren dorpei; welicher dann der erst mit einem karn mit schaffen kumpt zu dem fewer, dem gibt man als hernach steet geschriben. so ist ie auf einem karen pei funfundzweintzig schefflein.

Item pei dem Irhertürlein zwen karn mit fewerschaffen in der hutten doselbst.

Item neben dem Thiergartner thore zwen karn mit fewerschaffen in der hutten.

Item neben dem Luginslant zwen etc. (wie vorher).

Item neben dem innern Lauffer thore zwen etc.

Item im Marstall zwen etc.

Item auf der Peunt steen zwen karn mit feurschaffen.

Item neben dem innern Frawenthore zwen karn mit fewerschaffen in der hutten.

Item neben dem weissen thuren, dem innern Spitaler thore zwen karen mit feurschaffen in der hutten.

Item so steet auf der Peunt allewegen pei vier oder fünf karn, darauf wasser vaß gepunden und gantz berait sein, ob fewer außkem, das man pfert daran setzen und wasser darauf zufuren mocht.

[92b] Von den fewerleittern in sant Sebolts pfarre.

Mer hat man an den hernach geschriben enden und heusern hangent allewegen zwu lang fewer leittern und zwen fewer hocken an stangen, wo fewer auß kem, das man dan solich leittern und hocken dazu holen mag, damit man dester paß geretten und das fewer uberhochen müg. und sein die hernachgeschriben leittern in sant Sebolts pfarr also verhanden.

Item an des Raben haus am Weinmarckt im geßlein hocken und leittern.

Item am gewanthaus hinten gegen des [Grasers] hoff über hocken und leittern.

Item am gang unter den candelgiessern oben vor iren kremen h. u. l.

Item oben auf der langen prucken gegen dem Sweinmarckt h. u. l.

Item am fündelhauß pei dem Irhertürlein auf dem Newenpaw h. u. l.

Item pei dem Newenthore an des Wagners haus in der gassen gegen dem Thiergartner thor h. u. l.

Item hinden an dem Irherpat h. u. l.

Item an des Vollantz haus in der gassen auf der Füll h. u. l.

Item an Hannsen Tuchers haus vorn in der Huntgassen h. u. l.

Item pei dem Thiergartner thore oben an der statmeur h. u. l.

Item unter der vesten gegen des Pecherers haus über h. u. l.

Item [an] des Ellwangers gartenmaur hinten an der Sollner gassen h. u. l.

Item an der prediger closter hinden gegen der Stromerin mit der rosen [93a] hinterhaus h. u. l.

Item an Pertholt Volckamers hinterhaus h. u. l.

Item an Pertholt Holtzschuerin haus auf Eistetter hoffe h. u. l.

Item an der Neidungen haus h. u. l.

Item an sant Gilgen gartenmaur gegen Peter Mendels haus über h. u. l.

Item an der Hirsselgassen gegen des Nörtweyns garten hinten uber h. u. l.

Item an der Hirsselgassen gegen dem eussern Lauffer thore an des Planckensteiners haus h. u. l.

Item an dem juden kirchoff voren h. u. l.

Item an des Grasers stadel an der Elendengassen h. u. l.

Item bei dem innern Lauffer thore im statgraben h. u. l.

Item an des Pirörtels haus pei dem innern Lauffer thore h. u. l.

Item an des Meyen pirprewers hinterhaus in der gassen gegen der Judengassen h. u. l.

Item aussen an der smeltzhutten am Sant gegen dem pat h. u. l.

Item an der priester von unser lieben frawen hinter heusern, die do steen auf dem spital kirchoff, hocken und leitern.

[93b] Von den feurleittern in sant Laurentzen pfarre.

Mer hat man pei sant Katherein hinten an dem Marstall auf dem graben hocken und leittern.

Item auf dem platz hinter sant Laurentzen vorn in des Derrers gassen hocken ond leittern.

Item auf der Peunt hocken und leittern.

Item an sant Claren preuhaus h. u. l.

Item an sant Claren garten meur an der Fleischgassen hinten gegen dem Vischpach h. u. l.

Item an des Planckensteiners heusern pei dem ploben stern h. u. l.

Item an Sebolt Behems haus pei den zwelf prudern auf dem graben h. u. l.

Item an Laurentz Rumels garten an der Walg pei der Hüll h. u. l.

Item an des Kreß stadel an der Lodergassen h. u. l.

Item an des Models messingslahers haus pei dem eussern Spitaler thore h. u. l.

Item hinten am deutschen haus als der Vischpach darauß geet h. u. l.

Item am deutschen haus voren pei sant Elspetten auf dem graben h. u. l.

Item am Kornmarckt in der gassen gegen der allmusen müll h. u. l.

[94a] Item an der Störrin hinterhaus in der gassen neben dem Peßler h. u. l.

Item an der herren von der frawen prudern newen capellen h. u. l.

Item in der gassen neben Lorentz Rumels haus, daran der guldein strauß steet h. u. l.

Item an der Hertzogin hinterhaus pei sant Laurentzen h. u. l.

Item am fündelhaus an der Preitten gassen am Vischpach h. u. l.

Item pei dem innern Frawenthore an der alten stat meur h. u. l.

Item an sant Kungunden cappel pei sant Laurentzen h. u. l.

Item [an] der parfusser kirchen gegen dem Hafenmarckt h. u. l.

Item auf der langen prucken gegen Cristan Weissen haus h. u. l.

Item an der padstuben im Werde h. u. l.

Item an des Swoben müll auf dem Newenpaw h. u. l.

[94b] Von den lateren in der stat.

So hat ein erberger ratt im nechsten krieg furgenomen und bevalhe zu geben in die hernach geschriben eckhäuser groß latern, die man auß hencken solt und liecht dorein stecken, wenn fewer auß kem oder sust bei der nacht ein geleuft wurd. auch hat man an vill eckheusern, dovor nit eisen gewest sein, eisen von der stat wegen machen lassen; darzu hat man ettwan vill leuchten machen lassen, die man auch auß geben wolt in ettlich eckhäuser, das aber noch bißher nit gescheen ist, sunder sie sein noch auf der Peunt vorhanden etc.

[95a] [Von den laterren] in sant Sebolts pfarre.

Am ersten an des Laubingers haus am Heumarckt ein [lateyren].

Item an Nicklas Grossen haus am Heumarckt, hat selber ein latern.

Item an des jungen Plattenbergers haus gegen Hannsen Coler uber ein latern.

Item an des Froschels pfragners haus bei dem innern Lauffer thore e. l.

Item an Franczen Volckamers haus voren gegen der Judengassen e. l.

Item an der Sebolt Paumgartnerin haus, hat selber ein latern.

Item an der Gartnerin haus an der Ledergassen, hat selber e. l.

Item an des Adams haus gegen dem Nuremberger schreiner über e. l.

Item an des Ortolfs haus am Obsmarckt gegen dem Gruber über e. l.

Item an des Hornings haus am Obsmarckt, hat selber ein latern.

Item an der Endres Stromerin haus gegen dem Marckt e. l.

Item an Eberharts Cristans schneiders haus an der parfussen prucken e. l.

Item an Sebolt Rietters haus pei der fleischprucken e. l.

Item an des gewichtmachers haus vorn bei der wage e. l.

Item an Ulrich Starcken haus, der hat selber ein latern.

Item an Hanns Schlusselfelders haus pei den [Augustinern] uber, hat selber ein latern.

Item an des Geyers haus pei sant Sebolt am Weinmarckt ein latern.

[95b] Item an des gulden ring eckhaus am Weinmarckt e. l.

Item an des Füderers haus gegen dem ratprunnen über bei den Newenthore e. l.

Item am schon eck gegen des Vollantz haus über auf der Füll e. l.

Item an des Tyroltz haus pei der rören am Milchmarckt e. l.

Item an Endres Tuchers haus am Milchmarckt e. l.

Item an des Rebels haus pei den predigern e. l.

Item an Bartholmes Knebels haus bei den predigern e. l.

Item [an] des N. Keymen haus des goltschmits pei dem ploben aren e. l.

Item [an] Endres Hallers haus neben dem rathaus ein latern.

[96a] Von den latern in sant Laurentzen pfarre.

Zum ersten an Albrecht Heugels haus pei dem Lanckamer ein latern.

Item an Lienhart Hirßvogels haus pei den parfussen über e. l.

Item an des Tinthners haus pei den parfussen e. l.

Item an der Wilhelm Rümlin haus, die hat selber ein latern.

Item an des Gressels haus am Kopfenberck, hat selber ein latern.

Item an des Reuthamers haus am Kopfenperck e. l.

Item an Laurentz Helblings haus bei dem Cristan Weissen e. l.

Item an des Peßlers haus pei [den] frawen prudern e. l.

Item an dem peckenhaus gegen des Zapfenmachers haus über am Kornmarckt e. l.

Item an Endres Geuders haus am Vischpach bei Eberacher hoff e. l.

Item an der Wernitzen des pirprewers haus vor sant Laurentzen e. l.

[Item an des Endres Folckamers] haus pei sant Laurentzen, hat selber ein latern.

Item an meister Conratz des glockengiessers haus vor dem innern Frawenthore ein latern.

[96b] Von der ordenung des feurs.

Wenn das ist, das fewer auß kompt in der stat, do got lang vor sei, so soll der schaffer und anschicker, als ietzunt ist Conrat Gürtler auf der Peunt, des geflissen sein, als palt man plest oder anslecht oder sust gewar wurd, das er sich dann so er erst mag darzu füg, den leuten do weis, wo man in der nehe leittern und hocken vindt, desgleichen fewer schaff, eimer oder sprutzen, und die leut dorpei gütlich anweisen rettung zu thun.

Desgleichen wenn man fewer plest oder anslecht, sullen alle gesworen zimmermeister, auch steinmetzen meister mit iren gesellen zu solichem feur komen ir ieder mit einem peihel und ext, auch die [bader] mit iren ehalten und schaffen und do helfen redten.

So nun das fewer gestillet und gedempft wirt und die fewermeister abgeen wollen, so sullen sie bestellen pei dem fewer ettlich gesellen, den sie getrawen mugen, von steinmetzen, zimmergesellen oder schutzen etc. die die nacht piß auf den tag pei dem fewer sein und war nemen, das sölich fewer nit wider angeen, auch der eimer und schaff war nemen, das die nit verzogen werden. denselben gesellen lont man dann auch als hernach geschriben steet.

Am tag früe darnach soll sich der schaffer darzu schicken mit fure und der stat arbeittern und die leittern, auch hocken wider furen und auf hencken lassen, do man sie dann genumen hat, und ob icht schadens doran gescheen were an leittern, oder das sich die hocken erstreckt hetten von der hitz; das soll ein paumeister furderlich wider machen lassen und die dann wider an ir ent bestellen.

[97a] Desgleichen soll der schaffer die schaffe, karren und schaff, auch die liderein eimer alle auf die Peunt furen lassen und die kerren mit den schaffen wider versehen füllen lassen, wo der alten schaff abgangen oder verloren weren newe an die stat [setzen], und solich kerren wider unter die hutten, do sie hin gehoren, furen lassen.

Auch soll der schaffer die liderein eimer von stunt an alle [mit hew] oder stro auf das aller hertest außfullen und stossen lassen und die an der luft also ertrucken lassen, und die dann dornach einem ieden vierteil oder fewermeister sein eimer wider heim schicken und bestellen wider auf zu hencken in iren heusern. desgleichen die sprutzen soll er auch nachfragen, das die nit verloren werden, sunder auch einem ieden die seinen wider werden.

Wenn dann ie ein prunst also geschicht, so kumen die leut des andern tags auf das rathaus nach einem trinckgelt etc. so sullen dann die fewermeister, die von einem ratt geordent sein, was der pei dem fewer gewest sein, auch auf das rathaus komen, und do auß der losungstuben vodern ein sum geltz, und einen schreiber zu in nemen in ein stuben, und die leut außrichten als hernach steet geschriben.

Item dem ersten, der mit einer schleifen und darauf ein kuffen mit wasser zu dem fewer prengt und darnach nachvolgent mer zufuret, er hab eins oder zwei pfert, gibt man vier pfunt alt.

Item dem andern, der also mit einer kuffen oder karren darauf ein vaß wassers prengt zu dem fewer, gibt man sechtzig pfenning.

Item dem dritten, der do kumpt, gibt man dreissig pfenning.

Item dem vierden gibt man zehen pfenning. doch das sie nachvolgent mer [97b] zufuren.

Item den oder dem ersten, der do prengt zu dem fewer der karren mit feurschaffen ein, [die] in den hutten steen in der stat, gibt man sechtzig pfenning.

Item den oder dem andern, die also mit einem karren mit fewerschaffen komen, dreissig pfenning.

Item dem schaffer und anschicker von aller seiner müe, als da vorn steet, vierundzweintzig pfenning.

Item den thurnern auf sant Seboltz und sant Laurentzen thürnen, wo die anschlagen die sturm glocken, auf ieden thurn zwelf pfenning.

Item den gesellen, die die fewermeister bestellen, das sie des nachtz pei dem fewer piß an den tag beleiben, als da vorn steet, iedem zwelf pfenning.

Item einem ieden meister von steinmetzen, zimmerman und badern, die pei dem fewer gewesen sein auch redten haben helfen thun, gibt man zwelf pfenning.

Item einem zimmergesellen, steinmetzen gesellen, statknechten, pütteln, [patknechten] und andern, die also bei dem fewer arbeitten und gearbeit haben dopei, gibt man iedem sechs pfenning.

Item was dann den badern von schaffen abget, die verloren, verprunnen oder abgangen weren, die zalt man in, was der meister im selben pat spricht, das ir auß seiner stuben zu dem fewer pracht worden sei, [ie fur ein groß schaff drei pfenning, fur ein kleins zwen pfenning].

[98a] Von [ketten] und slossen in dem Weinmarckt vierteil.

Item Anthoni, pader, hat ein schloß von seinem pat hinter den fleischpencken uber die gassen.

Item Sebolt Rietter im Saltzvierteil hat vier schloß von seinem haus an die apotheken und an das alt fleischhaus.

Item Gabler hat ein schloß vom tuchhaus an des Helmreichs haus.

Item Mertein Paumgartner im Saltzvierteil hat dreu schloß von der Wechsel an des gewichtmachers haus.

Item Jorg Ketzel hat ein schloß vorn in der Waggassen.

Item Paulus Rietter hat ein schloß vorn unter dem Paradis.

Item Eißvogel, taschner, hat ein schloß von dem almusen haus an des Manrieders krom.

Item Kilian Theyer hat zwei schloß von seinem haus an sant Sebolts kirchoff.

Item Fricz Engel hat ein schloß vorn in der Schuchstergassen.

Item Heintz Wagner hat ein schloß in der Fröschaw an der Augustiner closter.

Item Fricz Derrer hat ein schloß von der roten wannen über die gassen doselbst.

Item Contz Hupfauf hat ein schloß vor der trenck pei des Fricz Derrers haus.

Item Niclas Heder, ein irher, hat dreu schloß von dem fündelhaus über zwei und in der gassen doneben eins.

Item Hanns Schlusselfelder hat zwai schloß von seinem haus an das pat im Zacharas.

Item Fritz Hanheymer, salwort, hat ein schloß vor der steinen prucken pei dem siechhaus.

[98b] Item Hanns Singer, ein ableger, hat zwai schloß an peden seitten seines haus pei des Muffels stadel.

Item der paumeister hat vier schloß unter dem schwipogen pei dem irhersteg.

Item Conrade pei dem Newenthore hat ein schloß von des Rechenmeisters haus an das Newethore.

Item der paumeister hat zwai schloß unter dem innern und eussern Newenthore.

Item der paumeister hat zwai schloß in dem vorwerck in die zwinger vor dem Newenthore auf ped seitten.

Item Cuntz Rudolt pei dem Newenthore hat ein schloß von seinem haus über zwerch gegen dem satler.

Item Hanns Zeidler, ein schneider, hat ein schloß vorn am Geiersperg.

Item Bartholmes Meyer hat ein schloß von seinem haus an des Muren, irher, haus.

Item Hanns Engel, ein kürsner, hat ein schloß von seinem haus hinten an das Irherpat.

Summa neununddreissig schloß.

[99a] Von ketten und schlossen in dem Milchmarckt vierteil.

Item der paumeister hat ein schloß vor dem eussern Thirgartner thore.

Item der paumeister hat ein schloß im zwinger vor Thirgartner thore im [vorwerck].

Item Linthner, haffner pei Thirgartner thore, hat zwei schloß hinter seinem haus über die Zistelgassen.

Item Jorg Peyer hat zwai schloß von seinem hinterhaus an die stat maur.

Item Contz Erg, platner, hat zwai schloß von seinem haus an die stat maur.

Item Mertein Coler junior hat ein schloß pei der Geißfrawen unter der vesten.

Item Hanns Prochmüllner, platner, hat ein schloß in der obgeschriben gassen unter der vesten.

Item Kün Heintz Frenckin hat ein schloß von irem haus an des Prunners, des schneiders, hinterhaus.

Item Claß Kellner[in], tuchschererin, hat zwai schloß von irem haus gegen Prunner, schneider.

Item der Prunner, schneider, hat ein schloß von seinem haus gegen der Kellnerin.

Item Sebolt, flaschner, hat ein schloß von seinem haus über an Fritz Colers haus.

Item Hanns Swartz hat ein schloß von Lorentz Storren haus an das ander ecke.

Item Heintz Flaschner, messingslaher, hat zwai schloß ob einander an des Rügers haus.

Item in des Pecherers haus ein schloß über die gassen doselbst.

Item Hanns Schanpach hat dreu schloß von seinem haus an Peter Craftz haus.

Item Hanns Schanpach unter der vesten hat fünf schloß von seinem haus hinüber unter der vesten und Jobst Haller die anderen.

Item Michel, seidennetter, pei der schiltrören hat zwai schloß im geßlein das ander gegen Peter Harstorffer, der hat die anderen.

[99b] Item Mertein Rebel hat zwai schloß von seinem haus an der prediger closter.

Item Sebolt Rothan hat ein schloß von seinem haus an den Halpwachsen.

Item Peter Meyer hat ein schloß zwischen im und Ulrich Gruntherren haus.

Item Grünwalt, platner, hat ein schloß vor dem gitter hinter sant Mauritzen kore.

Item Hanns Müllner hat zwei schloß von seinem haus an des Schurstabs haus.

Item Peter, koch, hat ein schloß von seiner küchen an des Schurstabs haus.

Item Fritz Thirolt hat vier schloß von seinem haus an [den] pfarhoff und fur die zwei gietter dopei.

Item Jacob Awer hat ein schloß an der stigen pei seinem haus.

Item Veit Wolckenstein hat ein schloß von seinem haus an Apel Arnolts haus.

Item Mertein Seyler hat ein schloß von des Zeringers haus an den guldein ring.

Item Hanns Nachtigall, peck, hat ein schloß von dem Irherpat an des Toplers haus.

Item Swartzheintz, pfragner, hat zwei schloß an Contzen Inderwag haus auf der Füll.

Item Walter Preuting hat ein schloß von dem ratprunnen über die gassen doselbst.

Item Niclas Wagner hat ein schloß von seinem haus an das Newenthor und thuren.

Item Heintz Püchler hat ein schloß von seinem haus an des Adams [haus].

Item doctor Schutz hat ein schloß von seinem haus an der Volckamerin haus über die Huntgassen.

Item Sebolt Elßner [hat ein schloß] von seinem haus über die Zistelgassen an der Pemerin haus.

Item Steffan Kolb hat ein schloß von seinem haus an des Zenners haus.

Item Michel Grüner hat zwei schloß von seinem haus an Eberhart Melbers haus.

Summa funfundfunftzig schloß.

[100a] Von ketten und schlossen in sant Egidien vierteil.

Item Bartholmes Kneblen hat dreu schloß von seinem haus an der Snödin haus.

Item Paulus Imhoff hat ein schloß von seinem haus an der prediger closter.

Item Hennsin von Eyb hat ein schloß von irem haus an der prediger kore.

Item Peter Harstorffer hat dreu schloß, eins an der prediger closter, zwei gegen Michel, seidennetter, der hat das ander.

Item Jorg Tyetherin hat zwei schloß von irem haus auf peden seitten der gassen.

Item Jobst Haller hat sechs schloß voren unter der vesten umb den perck, die andern hat der Schanpach.

Item Fritz Gebhart der zaummacher hat vier schloß in der Söldnergassen zu vier ketten.

Item Jorg Lamprecht, satler, hat vier schloß, an den Luginslant zwai, und zwai dorhinter an zwo gassen doselbst.

Item Fritz Scherb, ein messingslaher, hat dreu schloß an Partholmes Schoppers haus von seinem haus.

Item Marckhart Schell, salbort, hat vier schloß an peden seitten Johanns losungschreibers.

Item Hanns Kopp ein messingslaher hat ein schloß von seinem haus an Engeltaller hoff.

Item Engelhart Stör, pütner, hat ein schloß an der Bertholt Holtzschuerin haus.

Item Hanns Münch ein messingslaher hat dreu schloß, zwai hinter seinem haus, eins hinter Merthein [Hallers] stadel.

Item herr Hanns Coler hat ein schloß von seinem haus an des Platenbergers haus.

Item Sebolt Grolant hat zwai schloß von seinem haus an Bertholt Pfintzings haus.

Item Fritz Krauß, salbort, hat zwai schloß an des Jeremias Holtzschuhers haus.

[100b] Item Jorg Lochner, tuchscherer, hat zwai schloß hinter herrn Paulus Hallers stadel und vor der pruck doselbst.

Item Hanns Löner, peck, hat zwai schloß auf pede seitten an des Ammans garten.

Item Eberbart Nuremberger, messingslaher, hat dreu schloß, zwei pei Peter Harstorffers stadel, eins hinter seinem haus.

Item Hanns Beheim, pirprew, hat funf schloß, eins pei seinem haus, viere pei Peter Volckamers stadel.

Item Heintz Zinner, plechschmit pei Lauffer thore im Saltzvierteil, hat dreu schloß, eins unter dem thore, zwai auf peden seitten des Lauffer thors.

Item der paumeister hat zwai schloß im [vorwerck] vor Lauffer thore in die zwinger.

Item Heintz Schuster, peck im Saltzvierteil, hat zwai schloß von seinem haus an des Planckensteiners hoff.

Item Ulrich Schrötter, pütner, hat zwai schloß über die gassen pei des Prünsters heuser.

Item Ulrich Grüner, spigler, hat ein schloß vor seinem haus am graben pei dem innern Lauffer thore.

Item Hanns Rodner, peck, hat dreu schloß von des Greulichs eckhaus in dem innern Lauffer thore thuren.

Item Philipp Pirckamer hat funf schloß voren uber sant Gilgen hoff.

Item Wagner am Heumarckt hat ein schloß von seinem haus an Anthoni Tuchers haus.

Item Hanns Lemlein hat dreu schloß, vor seinem haus zwei, im geßlein eins.

Item Peter Folckamer hat ein schloß von seinem haus an des Rebstocks haus.

Item Hanns Eichler, ein kursner, hat ein schloß an des Peter [Volckamers] hinterhaus.

Item Hanns Helchnerin hat ein schloß im geßlein pei dem ploben aren.

Item der lochhüter hat zwai schloß hinten und voren im rathaus.

[101a] Item der hausknecht hat ein schloß zu der rat ketten.

Item der Rodnecker hat ein schloß von seinem haus an des Mugenhoffers hinterhaus.

Summa zwaiundachtzig schloß.

[101b] Von ketten und schlossen im Saltzmarckt vierteil.

Item der paumeister hat ein schloß an der Eich vor der trenck.

Item Jorg Cristan, goltschmit, hat ein schloß pei den parfussen an der Eich.

Item Herman Schrepler, zichenmacher, hat dreu schloß, pei seinem kram eins, und an unser frawen capell zwai.

Item Hanns Lengefelder, seidennetter, hat ein schloß voren im Spitalgeßlein.

Item in des Ortolfs haus ein schloß von seinem haus an den spitalhoff.

Item Friderich Hutner zwai schloß, eins im spitalhoff, das ander pei des predigers haus zu dem spital.

Item Steffan Vogt am Marckt hat vier schloß, eins von seinem haus an die Stromerin, die dreu pei unser frawen.

Item Ludwig Swan, pfragner hat zwai schloß von der Rebin an der Stromerin haus.

Item Weinman, pfragner, hat zwai schloß von seinem haus an unser lieben frawen capellen.

Item Hanns Merckel hat zwai schloß an der Granetlin haus.

Item Niclas Haller hat ein schloß in der Tuchscherergassen.

Item Jeronimus Kreß hat ein schloß an seinem haus.

Item Sebolt Hornung hat ein schloß an seinem haus.

Item Hachenperger, goltschmit, hat ein schloß im geßlein pei im.

Item herr Anthoni Tucher hat ein schloß von seinem an des Üßmers haus.

Item Snaltzer, schneider, hat ein schloß von seinem haus an Frantzen Volckamers haus.

Item Jacob Harstorfferin hat ein schloß von ir an den Üßmer.

Item Fritz Steinprecher, heffner, hat zwai schloß von seinem haus an [102a] Nicklassen Grossen haus.

Item Endres Harstorffer hat zwai schloß von seinem haus an des Woffen, pecken, haus.

Item Steffan Neigwein hat ein schloß von seinem haus an das ander eck.

Item der Zinck der schreinner hat ein schloß unter dem [innern] Lauffer thore thuren.

Item Hanns Örtel hat dreu schloß, eins gegen des Schmits haus, und zwai gegen des Fröschels haus.

Item Contz Helt hat zwai schloß von seinem haus an des Rappen, juden, haus.

Item Fritz Resch in der schmeltzhutten hat ein schloß von seinem haus an des Schallers stadel.

Item Hanns, pfragner, und Meyer, schneider, hant zwai schloß an der smeltzhutten am Sant.

Item Hanns Heintz, ein rinckelmacher, hat zwai schloß von seinem haus über die gassen.

Item Hanns Staud hat ein schloß von seinem haus an das ander eck.

Item Mertein Protpeck, goltschmit, hat ein schloß von seinem haus an des Schilhers haus.

Item Hanns Nuremberger, schreinner, hat ein schloß von seinem haus an den spital kernter.

Item Karl Holtzschuher hat vier schloß, vor der trenck eins, und vor der pruck dreu pei dem newen spital.

Item Michel, peck in der Newengassen, hat ein schloß an des Fütterers hinterhaus.