Anno 1474.

Im 74 jar zu sant Gregorgen tag [12 März] wart das gemach auf der Peunt 2½ nacht geraumpt, von 3 schefflein 5 haller, kost 24 pfunt alt minder 4 pfenning mit allen dingen.

Im 74 jar in der palmwochen [3–10 Apr.] wart des Feuchters gemach geraumpt durch des hausknechtz keller und ie von 1 schaff 1 pfenning [geben]; hot gekost mit allen dingen 16 pfunt alt 11 pfenning.

Ich Francz Schlais bekenn offenlich mit diesem brieff, das ich mich zu den fursichtigen erberen und weisen bürgermaisteren und rate der stat Neuremberg meinen lieben heren verpunten, verpflicht und versprochen han, also das ich ine die nechstkomenden funf jar nach dato dits briefs trewlichen dienen sol und wil iren fromen und nucz furderen und iren schaden warnen und fürkomen nach meinem pesten vermügen, auch der stat zeugmaisteren, paumeister und obersten anschicker was ich von inne oder anderen von eins erberen rate wegen gehaissen und mir zu thun bevolhen wirt, dem allen sol und wil ich trewlich on widerrede vervolgen und fleissiglich thun und nachkomen. und umb solchen meinen dinst sollen mir die genanten mein heren nichtz anders schuldig noch pflichtig sein dan iedes derselben funf jar zechen guldein reinisch longelts und vierzehen guldein für cost. doch mügen mir die genanten mein heren solichen meinen dinste, wo ich ine nit fugsam oder gefellig wer, absagen, wen und zu welcher zeit sie wollen, des ich mich [217a] auch, so das beschicht, benugen und halten wil. und das ich solichs alles wie vor stet trewlich halten, thun und volziehen wil, des hab ich den genanten meinen heren mit trewen gelobt und zu got und den heiligen gesworen. des zu urkunt gib ich diesen brieff meiner aigen hantschrift und dorzu mit fleiß gepeten die erberen Sebolt Bemer, statrichter, und Wilhelm Rumel den elteren, burger zu Nüremberg, das sie ire insigel fur mich an den brieff gehangen haben. des wir ieczgenant Bemer und Rumel also bekenen, doch uns und unseren erben on schaden. geben am freitag vor sant Laurenczen tag [5 Aug.] noch Crists gepurt vierczehenhundert und in dem vierundsibenczigisten jar.

Nochdem Cuncz Kamerer im 74 jar umb aller heiligen tag das eckhaus unter der vesten, do auf ein zeit der Ruger, messingslaher, innen saß und des Kamerers ist, der das vernewen und dorinnen [pawen] wolt, als er dan tet; stet heraussen vor dem selben haus ein hütlein, dorunter in den perck ein lochlein ist, dorein man ie ein 6 oder 8 korb kolen hot mügen schüten, das er auch die zeit vernewen wolt. also wolt ich im des nit gestaten und hielcz dorfür, eß gehort zu der gemein und wer vor jaren also eingefangen und veraltet worden, des eß also vor seinem haus stunt, auch das sein hausbrieff davon auch nichtz innen hielt. procht ich das an ein erberen rat; dorzu wart beschieden Jeronimus Kreß, mit dem solt ich geen das paß zu besichtigen und des Kamerers gerechtikeit horen. also fant wir das hütlein 9 schuch weit, 13 schuch lanck und kein brieff noch urkund dan das dopei vil leut des hütleins lang also gedochten do zu sten, das wir eim erberen rat also wider zu wissen teten. dorauf het ein rat dem Kamerer das also zugeben zu vernewen und nit weitter noch lenger einzufohen und machen dan wie eß iecunt ist, und also, das sich der Kamerer mit uns dorümb vertrag und gemeiner stat dorfur etwaß geb; des gab er mir 2 guldein reinisch an golt. und auf das, das künftiglichen des kein irrung mer besche, so hab wir pede dem Kamerer das also vor Johanns Tuchscherer, [217b] gerichtschreiber, bekent und angesagt von ratz wegen; des wil der Kamerer ein brieff nemen. ist geschehen im 75 jar am montag vor sant Paulus tag [26 Juni].