Anno 1475.

Nochdem und in kurcz vergangen jaren durch Nickloss Coler, als ein pfleger steg und weg, zwischen den zweien prücken und wasserflüssen der Pegnicz pei dem Megeldorf eingefangen ist worden ein gemeine egerten und anger und dorauß ein gutter flecken wissen gemacht und den mit wissen eins erberen ratz auch der von [Megeldorf, Erlestegen] und ander doumb siczent gunst, wissen und willen dieselben nuczung zu geeigent der prucken zu Megeldorf und dornoch dem Coler bevolhen, dieselben nuczung und wiessen zu erb verkauffen, das dann der Coler also getun hot noch laut des hernoch geschriben briefs, den der Coler in seiner gewalt hat.

[218a] Ich Sigmund vom Egloffstein, ritter, schultheiß, und wir die schopfen der stat zu Nüremberg verjehen offenlich mit diesem brieff, das fur uns komen in gerichte Nicklas Coler, burger zu Nuremberg, die zeit pfleger stege, prucken und wege, und pracht mit unsers gerichtsbuch, das Hanns und Seitz die Tewrl von Megelndorf fur sie und ir erben bekant und verjehen hetten, nachdem als ine der obgemelt pfleger die aigen wisen pei Megelndorf, zwischen den zweien prücken und flüssen gelegen, die pruckwise genant, mit verwilligung eins erberen rats auf ansagung heren Andressen Tuchers und hern Niclasen Grolants verlihen, auch keuflich vererbt hette nach laut und inhalt irs erbbriefs mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel bevestigt, das sie und ir erben im und allen seinen nachkomenden pflegeren des gemelten almusens von dem benanten irem erb zu rechtem ewigen aigengelt raichen und geben solten und wolten alle jar, jarlichen und iedes jar besünder, drei guldein reinisch landswerung auf und zu sant Michels tag, als aigentgelts recht ist, und ein vasnachthennen zu vasnacht derselben pflegnus, als von der prucken zu Megelndorf wegen zu haben und zu niessen furbaß ewiglich mit urkund diß briefs, der mit urteil von gerichte geben ist, versigelt mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel. des sein zeugen die ersamen mannen herr Gabriel Nüczel und herr Heymeran Zingel. geben am montag vor sant Anthonien tag [16 Jan.] nach Crists gepurt vierzehenhundert und in dem funfundsibentzigisten jare.

Nochdem und ich dem Albrecht, der stat seger, etliche jar pißheer geben hab ie von eim schnit, den er der stat oder anderen leuten mit meiner gunst geschniten hot, 3 haller und an seinem hauszins, des 10 pfunt alt sein, die er der stat zinsmeister all jar gibt, 5 pfunt alt zu stewer geben hab, dorumb er meint nit lenger zu schneiden. dorauf hab ich mich im 75 jar zu sant Valentins tag [14 Febr.] mit im vertragen und in wieder bestelt der stat segrat zu warten, und sol im hinfur geben alle wochen, es sei feiertag und [218b] werckentag, 3½ pfunt alt; und ist domit antreten am mantag sant Valentins obent und mir darauf sein trew an eicz stat gelobt, der stat seg getrewlich zu warten mit schneiden und allen dingen. und [soll] im winter anheben zu schneiden, wenn es den tag 8, 9, 10, 11 oder 12 slecht, albeg des morgens 2 stunt vor tags und des nachtz aufhoren 3 stunt in die nacht, dorzu ich im dann von der stat wegen liecht kauffen sol. und im sumer, so es den tag 13, 14, 15 oder 16 slecht, so soll er anheben zu schneiden albeg des morgens zu dem garauß und des nachtz aufhoren ein stunt in die nacht, alles ungeferlichen. so sullen im die segspen und dem muller die rinten von den segpaumen auch werden, wie es dann pißher damit gehalten worden ist. und als ich im pißher geben hab von der stat gelt an seinem hauszins zu stewer alle jar 5 pfunt alt, der sol ich im hinfur auch nit mer schuldig noch pflichtig sein zu geben. der seger soll mir auch gleich wol die schnit, die er schneit der stat und anderen leuten, anzeichen, wem und wievil er schneidt, und mir das albeg ansagen und das gelt davon getrewlichen antworten ie von einer [rechnung] zu der anderen, wenn ich mit im rechen. und ob icht pruchs am segrat oder der segen gesche, so sol er dorzu helfen, das solichs wider gepessert und gemacht werd. oder ob er vor wasser, kelten oder güssen nicht geschneiden mocht, so sol er pei den anderen der stat zimmergesellen sust helfen zimmeren und arbeiten auch umb die vorgeschriben 3½ pfunt alt ein wochen, sumer und winter. solchs hab ich mit im aufgenommen das künftig jar, doch das das absagen albegen zu einem paumeister steen sol etc.

[Am freitag] sant Pangraczen tag [12 Mai] im 75 jar in hern Perchtolt Pfinczing und Hanns Imhoffs frog wart vor den elteren herrn verlossen: nochdem und der ein kirchenturen, dorauf die orglock hangt zu sant Sebolt, von den türnern des harms halben schaden genomen het und pesserung bedorf, das dan pißheer albeg der stat [219a] paumeister auf der stat kost und nit allein zu sant Sebolt, sunder auch zu sant Lorenczen desgeleichen den ein turen, dorauf die orglock hangt, gepessert und in wessen gehalten haben, das aber die heren auf das mol abgenumen und mir befolhen das einzuschreiben und künftiglichen, was solcher geprechen und pewen der turen not sei, sullen die kirchenmeister auf der kirchen kost machen und pesseren lossen, dorzu ich in als der stat paumeister retlich und hilflich sein sol auf der kirchen kost; als dann Mertein Paumgartner auf das mal die scheden am turen zu sant Sebolt auf der kirchen kost pesseren und machen hot lossen.