Vorstat.
Item Peter Slemel, peck pei sant Jacob, hat zwai sloß gegen dem Santman, haffner, der hat die andern schloß.
Item Hanns Mörser der schneider hat vier schloß von dem negwersmit an das teutsch haus.
Item Sebolt Marck hinter dem teutschen haus hat zwai sloß do der krum stock steet.
Item Heintz Veitlein, verber hinter dem teutschen hoff, hat zwai sloß auf dem graben oben und unden an dem teutschen hoff.
Item Kraft Lochner, ein verber ob der smeltzhütten auf dem Newenpawe, hat ein sloß pei des Mittelwachters thuren.
[106a] Item der paumeister hat dreu sloß unter dem hultzen pollwerck auf dem newen pawe.
Summa schloß 32.
Summa in sant Laurentzen pfarr: hudert sibenundfunftzig ketten und sloß.
Item so sein im thurn und vorwerck auf dem Newenpawe sechtzehen ketten, die man unden vor der stat über die Begnitz anlegen mag an die viertzehen stock, darzu ein paumeister die zweintzig sloß hat.
Summa summarum aller ketten und sloß facit: vierhundert und zweintzig ketten und vierhundert und vierundzweintzig sloß etc.
[106b] Von dem schön prunnen am Marckt pei der Wechsel.
Nach Crists gepurt viertzehenhundert in dem neun und funftzigisten jare am montag vor sant Urbans tag [25 Mai] ließ ich Endres Tucher von bevelhnus herren [Erhart Schürstabs] seligen vorzeihen die fliessenden prunnen und rören ausserhalben und inwendig der stat Nuremberg durch anweisung meister Heinrich Scharpfen zu dem Gostenhoff, der die zeit der stat Nuremberg oberster prunmeister was und genant der Rorenheintz, der dann achtundzweintzig jare pei dem [prunnen] gewest was etc. als hernach geschriben steet.
Der ursprunge des schön prunnen am Marckt ist vor der stat in der [Faltznerin] hamer im garten hinter dem stadel, als man hinein in den garten geet auf die lincken hant gegen dem perg, der do leit gegen der stat hinein, und das wasser quillet an demselben ent also von im selber auf.
So ist hinden von demselben stadel piß auf den obgeschriben ursprung des wassers pei neunundzweintzig stat schuch. derselb kast ist runt als ein prunn gemauret und gedeckt mit zweien grossen grabstein; der kast ist unter der erden zwelf schuch tief und oben am tag steet ein marckstein vom Kornperk auf demselben kasten.
Item von dem obgeschriben samenkasten des wassers ist pei zwelf schuchen herab piß auf den ersten marckstein darnach.
Item mer sein von dem obgeschriben nechsten stein darnach herab piß auf den andern stein sechsundviertzig schuch; der stein ligt auch am tag.
Item von demselben piß zu dem anderen stein aber darnach herab ist funfundviertzig schuch; der stein auch am tag leit.
Item darnach von dem obgeschriben stein sein sechsundsechtzig schuch piß [107a] zu dem [nechsten] stein aber darnach.
Item von dem obgeschriben nechsten stein ist darnach herab funfundfunftzig schuch piß auf den rechten abloßkasten des wassers.
Item das wasser fleust also von den obgeschriben marckstein ie von einem zu dem andern in gemaurten rinnen unter der erden, die ligen pei siben schuchen tief; und das wasser in derselben rinnen stembt und ist woll zweier schuch tief mit wasser und am understen noch tieffer.
Item es sein unter den obgeschriben marckstein allenthalben löcher in die rinnen, darinnen das wasser stembt oder fleust, also das ein man in derselben rinnen oder gang unter der erden von einem stein zu dem anderen woll gekrichen mag, wenn man das wasser ablest im abloßkasten.
Item so ist zuletzt ein abloßkast gemaurt, der pei zweien schuchen weit und sechs schuch lanck und tief ist, und der abloß zu demselben abloßkasten ist an der seitten gegen dem weier pei funf schuchen hinter sich herauf von dem samenkasten; do ist ein schlegel, der kaum eins schuchs tief unter der erden leit neben dem stein, darmit der ablaßkast gedeckt ist. wenn man den schlegel zeucht so geet der prunn unden durch ein eichen rinnen gantz ab, die rinnen [leit] bei sechs schuchen unter der erden im abloßkasten. es ist auch ein gute kupferen seichen im abloßkasten, dardurch das wasser in den samenkasten sich seicht.
Item so ist ein ander kasten gemauret unden herab hart an dem ablaßkasten, der ist auch gedeckt mit zweien grossen stein, die am tag ligen, und geet die seichen von dem abloßkasten in denselben [underen] samenkasten; und derselb samenkast ist pei sechs schuhen weit und preit in ein vierung. in demselben samenkasten ist ein grosser kupferer gelocherter kessel vor den hultzen rören, die auß demselben kasten geen.
Item von demselben underen samenkasten geen nun zwo hültzen rören neben einander gerichtz hinab an den pach, do hinab sein vierunddreissig schritt. und ligen die rören am tag im pach und also durch die wisen doselbst piß zu dem marckstein, der do steet sechsundfunftzig schritt in derselben wisen, und mer ein stein darnach hundert zwenundfunftzig schrit piß zu ent [107b] der wisen an dem weier ob dem hemmerlein doselbst. und die zwue rören ligen in der wisen hinab pei funf schuhen unter der erden.
Item die öber rörn auf die lincken hant als man herein geet gegen dem perg oder Siechgraben zu, die dienet zu dem obern geheus an dem schönen prunnen in der stat; und dieselb röre ligt nun fürpaß ein und einher allweg auf der lincken hant etc.
Item die zwue rören geen oder ligen nun also von dem obgeschriben marckstein, der do steet zu ent der wisen am weier ob dem hemmerlein, in demselben weier pei eines halben mans tief in dem weier unter der erden, und also durch den weier gegen der stat neben den eichen pfellen. do ligen die rören auf der lincken hant gegen dem gericht, als man herein geet piß zu dem weiertham zu pei dem hemerlein.
Item so steet ein marckstein auf dem weiertham neben dem wer auf die lincken hant gegen dem Vischgraben wertz, do komen die zwue rören pei anderhalb mans tief durch das weiertham under der erden herauß gegen der stat zu etc. do steet aber ein stein auf dem weiertham gegen der stat.
Item die zwo rören gen also verrer piß zu dem newgefasten fliessenden prunnen, der do ist am perg gegen dem Vischgraben; und von demselben prunnen pei zweintzig schuhen zu messen gegen dem hemerlein, do ligen die zwu roren eins schuchs tief unter der erden in dem gerin oder abfluß desselben prunnes.
Item von dem obgeschriben prunlein gegen der stat zu messen sechsundsechtzig schuch und von einem wisslein dopei gelegen vierzehen schuch über zwerch zu messen, do leit ein spunt in die roren; die do dienet in das unter gehaüs an dem schön prunnen etc. und die roren ligen an demselben ent pei funf schuhen tief unter der erden. doselbst herab am wisslein steet ein marckstein pei zweintzig schritten underhalb des spuntz gegen der stat zu.
Item darnach gen die zwo rören also gerichtz gegen der Snödin [weierhaus] zu durch ein wisen, die gen dem Thurnhoff gehort, do stet ein marckstein vorn an der wisen. mer steet noch ein marckstein auf dem hohen rangen, der uberzwerch [geet], und an ieder seitten des rangen ein graben; der rang an dem ent zwo wisen scheidt. auf demselben rangen steet auch ein [108a] marckstein gerichtz ob den rören, die do ligent an demselben ent pei funf schuchen unter der erden.
Item von dem obgeschriben marckstein ist ein wisen gegen der Snödin weierhaus wartz, dordurch ein graben auch uberzwerch geet. in demselben graben ligen die rören am tag pei vier schuchen in der erden. mer steet ein marckstein aussen am zaun an der straß gegen [Werd] wertz, darunter ligen die zwo rören.
Item von demselben marckstein, der aussen am zaun steet gegen Werd wartz, do geen die rören durch denselben zaun piß zu dem andern marckstein aber darnach, der do steet pei zwelf schuchen disset der prück, und also snurslechtz zwischen dem eck an der Snödin weierhaus und dem prücklein doselbst durch die Begnitz, die auf die Hadermüll fleust, und jenset der Pegnitz in des Langen von Wertz wisen zu dem marckstein.
Item jenset der Begnitz, die auf die Hadermüll fleust pei zweintzig schuchen am eck in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die roren über einander gerichtz under dem marckstein. do kumpt under den zweien obgeschriben prunnrören die röre, die do dienet zu dem newen spital, auch in dieselben wisen; und die drei rören geen also gegen der stat zu dem sünbeln newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem swipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und etzlicher ander wisen, alle drei pei sechs schuhen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer steet ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt die rören zu des newen spitals prunnen am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werd wartz.
Item so dienet die mitler röre zu dem undern gehaüs zu dem schön prunnen.
Item so dienet die drit röre, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten als sie herein geen, zu dem oberen gehäus zu dem schön prunnen am marckt.
[108b] Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem anderen. und die roren ligen eins schuchs tief in demselben fluß der Begnitz, also das man die rören oben sicht in dem wasser alle drei.
Item die roren alle drei geen verrer also von dem obgeschriben wasser fluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbeln thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß biß an die stat maur, und also durch die stat maur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren. und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item so geet in denselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören ein röre, die do kumpt auß dem wilt oder thiergraben etc. und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorgeschriben drei rören also verrer von der ecken der stat maur hinter dem Wiltpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die stat maur und thurn an demselben end geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter den Wildpat steet, an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wildpat geen die roren in der Schütt neben der Pegnitz gerichtz herab piß an das güspett pei der Mang. do zwischen auf halben weg ist ein spunt in die ein roren gegen sant Katherein, die do dienet in das öber geheus des schön prunnens. und die roren ligen do pei siben schuhen unter der erden.
Item die drei rorren geen also neben einander unter dem güßpett pei der Mang in die Pegnitz achtzehen schuch her dann von dem eck des verbhaus an der Mang. und die nechst roren am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die andern zwue roren aussen zu dem schön prunnen. und die roren geen also in der Pegnitz pei zweien schuchen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull; do geet des spitals röre durch denselben stadel und also überzwerch durch den Werd gegen dem spital zu.
[109a] Item die andern zwu rören geen also verrer von demselben des spitals stadel hinab und umb den Wert hinumb und also ablengs zu der rosstrenck an der Eich pei der parfussen prucken am eck durch der Heideckerin haus. do hat dieselb Heideckerin ein pleihene rör mit einem [hanen] in irer küchen aufgeent; dasselb wasser kumpt auß der roren, die do dienet zu dem undern geheus an dem schön prunnen. und die roren ligen in der Begnitz an dem ent pei dreien schuen unter der erden.
Item als die roren durch der Heideckerin haus unter dem pflaster kumen zu der Eich, do ist mitten in der rinnen des pflasters ein schiedung des wassers, die kumpt auß der rören, die do dienet zu dem öbern gehäus des schön prunnens. dieselb schiedung oder wasser geet doselbst pei der Eich in der meur in einem gehalter auf den [heringern] und pfragnern zu iren gesaltzten vischen, und daran haben sie ein [hanen]; das hat vormals alleweg der paumeister gemacht, dann ietzunt am nechsten habens die heringer mussen machen und pessern lassen auf irer kost.
Item ein kasten ist doselbst an der Eich, verdeckt mit einer hültzen thüre, der am tag leit; do ligen die zwue rören innen, und die öberst gegen der parfusser prucken gehort zu dem obern geheus und die andern gegen dem spital gehort zu dem undern geheus des schön prunnens. in demselben kasten ist ein abloß der peder rören und ist ein rinnen gelegt von dem kasten unter der erden in die Begnitz, dardurch das wasser lauft, wenn man die rören an dem ent ablossen will.
Item vor dem vorgeschriben kasten an der Eich do kumpt unter den zweien der stat rören, die zu dem schön prunnen [dienen], pei zweien schuchen unter den vorgeschriben rören uberzwerch hindurch die röre, die auß dem spital in des Meißners haus geet.
Item so gen die zwu rören von der Eich und also von dem obgeschriben kasten hinauf fur der von Ploben haus gegen dem schön prunnen piß fur das schuchhaus. do ist aber ein kasten jenset der rinnen gegen dem Marckt und ist verdeckt mit einer hültzen thüre, die ligt am tag. in demselben kasten ist ein spunt in iede rören, und die rören ligen pei sechs schuen unter der erden an dem ende.
[109b] Item die zwo rören gen also von dem obgeschriben kasten zu dem schön prunnnen gerichtz zu und ligen pei acht schuen unter der erden, und herdiesset des schön prunnen pei dreissig schuen hinter sich gegen dem ob[geschriben] kasten zu zu messen. do sein vier spunt in die zwo rören, darauf man die stock zu zeitten setzt oder setzen mag, das sie wasser geben, wenn man den prunnen pesseren will.
Item mer ein kasten gegen unser frawen capellen, der ist nit verr von dem schön prunnen und ist gedeckt mit einem stein und hat oben zwen eisnen ring. derselb kast dienet an die Ledergassen und hinter unser frawen capellen zu [demselben] prunnen und sust zu nichte.
Item so steet der schön prunnen unten auf einem gevierten pfeiler und gewelbe unter der erden, das ist als weit als der prunnkast oben ist und hat ein loch hinab gegen dem Saltzmarckt, das verdeckt ist mit einer hultzen thüre, und hat oben ein gitter darinn, das am tag leit.
Item so komen die zwo hultzen rören piß an das rinnlein, das umb den schön prun im pflaster geet; und das wasser ist gefast von dann hin fur in pleihen rören, [der eine] geet von dem rindlein aussen im pflaster also auf dem gewelb piß zu der anderen staffeln an dem schön prunnen, und unter derselben steinen staffeln geet das wasser aussen umb den schön prunnen kasten gerings hinumb, alles in pleien rören. und von derselben pleien rören ist das wasser in acht teil geteilt, also das es in dem gemeur des prunnenkasten in pleien roren auf geet in die acht pfeillerlein, die aussen am kasten steen und wasser geben auß dem undern gehäus. und dieselb rören ligt auf die seitten gegen dem Saltzmarckt, darauß das wasser in das under geheus kompt.
Item so geet die andern hultzen rören, die do leit gegen des Schoppers haus auch biß an das gewelb unter dem pflaster, darauf der schön prunnen steet, und von dannen geet dasselb wasser zwischen dem untern gewelbe und dem öbern wasserkasten piß mitten in den schön prunnen, do geet es in einer pleien rören durch die mittler seul im wasserkasten auf in das öberer geheus; do ist es geteilt in acht teil, von dannen geet es in den wasserkasten in acht rören.
[110a] Von außflüßen des uberichen wassers, das in den kasten des schön prunnen fellt.
Der erst außfluß des uberichen wassers ist oben im wasserkasten gegen unser lieben frawen capellen und geet durch ein seichen und durch das gemeur in pleien rören herab auf das unter gewelbe, darauf der schön prunnen steet, und von dannen herfur piß fur die rinnen im pflaster, die umb den schön prunnen geet, alles in pleien rören. und do geen dann die hultzen rören an und geen durch ein kasten, der pei dem schön prunnen am tag leit verdeckt mit einem grossen stein, gegen unser lieben frawen capellen wartz. in demselben kasten ist ein spunt, und derselb kast und rör dienet zu dem prunnen hinter unser lieben frawen cappeln und an die Ledergassen. damit hat die stat nicht zu thun, dann die gemain an der Ledergassen und hinter unser frawen cappellen sullen das auf ir kost hin hinder furen.
Item von dem obgeschriben kasten ligen hultzen rören unter der erden pei vier schuhen und geen also gegen unser lieben frawen cappelln zu, do die wurtzerin sitzen. do ist aber ein kasten, der am tag leit, und verdeckt ist mit einer hultzen thur jenset der rinnen, do die würtzerin teglichs feil haben.
Item von demselben kasten, do die wurtzerin sitzen, geet die rör gegen unser lieben frawen cappelln hin hinter gegen den wildnerin, und es leit ein spunt in die rören als man von unser lieben frawen capelln herauß geen will zwischen den zweien kettenstocken ein schritte von der rinnen gegen der Stromerin haus zu zu messen.
Item mer ein spunt in dieselben rören ist hart an der rinnen im pflaster gegen des Weinmans haus oder der Richtlin hausthüre über.
[110b] Von dem prunnen und rören hinter unser lieben frawen cappelln.
Item von demselben spunt ist pei zwelf schuhen hin fur zu einem kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein mit eisnen ringen. in demselben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das der dritteil des wassers kumpt in den prunnen hinter unser lieben frawen cappellen, und die andern zwai dritteil des wassers an die Ledergassen.
Item waß gepruchs an dem wasser oder rören von dem anfang als es auß dem schön prunnen kompt biß zu dem obgeschriben kasten, do sich das wasser also teilt, geschicht oder schadens nimpt, das soll alleweg der paumeister zu der rören hinter unser lieben frawen cappellen das dritteil zallen und die prunnmeister zu den zweien rören an der Ledergassen die zwai dritteil an dem gelt bezalen.
Item von dem obgeschriben kasten, darinnen die teillung des wassers ist, do ist ein spunt hin für pei vier schuen von dem kasten in der rinnen in die selben rören.
Item dieselb rör geet von dem kasten, darinnen ein dritteil des wassers [ist], also gerichtz hin hinder durch der wiltnerin krem zu dem prunnen zu, und hat mer ein kasten hart am prunnen, do er aufgeet unter der ein wiltnerin laden, der ist mit prettern verdeckt. und die rören ligen pei vier schuen unter der erden an dem ent, und das wasser geet also auf in zweien außgeenden rören (und solt doch neur ein rören sein, nachdem und an dem wasser er neur ein dritteil hat und die Ledergassen zwei dritteil) und fellet in den trock doselbst hinter unser lieben frawen cappellen.
Item das uberich oder verlorn wasser in dem kasten oder prunnen hinter unser lieben frawen cappellen geet halbs herauß auf die gemain in ein hültzen trock der dopei steet, darauß man pfert trenckt, und der gemein zu nutz kumpt etc.
[111a] [Von des Kressen prunnen].
Das ander halbteil des uberichen oder verloren wassers kumpt durch ein seichen in ein hültzen rören, die aussen am prunnenkasten steet, und lauft also unter der erden in des Kressen garten durch sein haus. auf sein selbs kost soll ers von dem prunnen heim füren; doch hat der Kreß des neur ein gunst von der gemein, und solt von rechtzwegen des obgeschriben verloren wassers neur ein dritteil haben und nit ein halbteil, darfür ist es angesehen.
[111b] Von der rören an der Ledergassen vor Mertein Paumgartz haus.
Item in dem vorgeschriben kasten, der im pflaster am tag leit pei des Weinmans haus am eck, darinnen die schiedung oder teilung des wassers ist, als da vorn steet, [geen] nun die zwai teil des wassers in hultzen rören, die do ligen unter der erden pei vier schuchen etc. von demselben kasten hinauf gegen dem obßmarckt und hart an dem stöcklein hinumb, das do steet am eck oben pei der grempler kremlein gegen des Snitzers haus über, und geen also fur des Ebners haus pei zwelf schuen herdan von dem haus und also hin hinder fur des Kressen haus, zwischen des Kressen haus und dem kettenstock, hart an dem kettenstock hin hinder fur das pat am Zottenperg.
Item doselbst neben dem pat vor des Fursten haus über den weck jenset der rinnen do ist ein kast mit einer hültzen thür, der am tag leit, darinnen ist ein spunt in die röre.
Item die rör ligt auch hin hinder von dem kasten pei funf schuhen unter der erden neben der rinnen an der seitten. fur des Bemers und vor des Schlüsselfelders haus geet die röre hin über gegen dem Fütterer und also hin hinder zu dem kasten, do es aufgeet vor Mertein Paumgartz haus.
Item zwischen dem eck desselben wasserkasten und der rinnen im pflaster zwen schuch gegen Mertein Paumgartz haus zu zu messen do ist ein schiedung oder teilung des wassers unter der erden, also das das wasser halbs geet vor des Paumgartz haus auf und fellt do in den kasten, und das ander halbteil des wassers geet unter die erden in ein rörn für auß underhalb in derselben gassen [vor des] Singers haus auf und fellt auch do in ein kasten.
[112a] Von der rören in des Fütterers haus.
Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des Michel Amlungs des becken haus.
Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat [ime] ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.
[112b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins garten stet.
Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.
[113a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus über.
Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.
Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.
[113b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.
Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der gemein steet, und auß demselben trog [das wasser] in die Begnitz geet. das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen ist.
[114a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.
Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz, der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben kasten ist ein abloß der rören.
Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt, darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der stat wegen in die vier trög.
Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb, das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.
[114b] Von der rören zu den Augustinern.
Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.
Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do hin [ein] vergunt zu füren auf ir kost.
Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das [dann] die rören kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai dritteil, alles ongeverlich etc.
[115a] Von des Erhart Schurstabs rören.
Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.
Item dasselb verloren und uberich wasser in demselben trog gett auch durch ein seichen herab unter der erden und hinden kumpt es vor des Schurstabs hausthür in ein rören, darinnen das verloren wasser ist, das von den Augustinern herauß komen ist. do komen die zwei verloren wasser wider zu samen in ein rören.
Item mer ist ietzunt ein kast hinter des Schurstabs haus, darinnen ein abloß ist zu demselben prunnen.
Item von demselben kasten hinter des Schurstabs haus geen die zwei verloren wasser in einer rören zwischen der rinnen im pflaster und des Freyen und Schurstabs hinterheuser hinab piß fur des Hanns Grassers groß thor am hoff; do ist ein kasten im pflaster verdeckt mit einer hultzen thür und leit am tag, und die roren ligen pei funf schuchen unter der erden.
[115b] Von des Hannsen Grassers prunnen rören.
Item in demselben obgeschriben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das ongeverlichen des wassers ein dritteil soll geen in des Grassers haus von dem kasten; doch hat der Grasser neur ein gunst und des kein recht, das wasser also heim zu furen. auch sol er das wasser von dem obgeschriben kasten auf sein kost heim furen on der gemein schaden, das er also getan hat, und furt das in sein garten, von dann geet es in die Begnitz. mer von der Augustiner kasten sol der Graser piß fur sein thür zallen den dritten pfenning und die gemain die zwen dritteil des geltz, wenn do zwischen gepruch geschicht an den rören.
[116a] Von der rören hinter den fleischpencken.
Von dem obgeschriben kasten im pflaster vor des Grasers haus geen die zwai teil des wassers verrer hinab jenset der rinnen vor dem tuchhaus und also hinab in den trog hinter den fleischpencken auf. do ist unten an dem steinen trog gegen der Begnitz neben den fleischpencken ein kast, der ist verdeckt mit einer hultzen [deck] und hat ein abloß darinnen etc.
[116b] Von der rören in der patstuben hinter den fleischpencken.
Das verloren und überich wasser in dem trog hinter den fleischpencken geet durch ein seichen in ein rören, die aussen am trog steet, gegen der Begnitz und under der erden durch das pflaster gegen der hausthür am pat, und also in das pat hinter den fleischpencken in die patstuben. und der pader fürt das wasser auf sein selbs kost on der gemein schaden also heim.
[117a] Von der rören oder prunnen im newen spital.
Item der ursprunge und ein fluß des prunnen oder rören im newen spital ist im Siechgraben vor der stat an dem perck pei sechtzig schuen von der grossen linten herab zu messen gegen Werd, und von dem Siechgraben pach hinauf zu messen pei funftzig schuen. do der marckstein ietzunt steet, do ist der erst sammenkasten von lebendigem wasser, der ursprung unter der erden pei drei schuhen.
Item so ist von dem obgeschriben samenkasten, dopei der marckstein steet ein hundert schuch herab zwerch über die stroß, die durch den Siechgraben geet, aber ein ander kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein. derselb kast fleust stetz mit wasser, wenn anders die röre sunst nirgen außgeet, und das wasser fleust unter der erden von den obgeschriben zweien kasten von einem zu dem andern in hultzen rinnen, die unter der erden liegen pei vier schuhen.
Item von dem nechsten obgeschriben kasten ist der prunn nun hinfür in hültzen rören gefast, die geen also von dem kasten zwischen dem Siechgraben pach und dem perck oder rangen, der do ist auf die lincken seitten, in dem grunt also herab als die marckstein sten, der do zehen ist. und der erst marckstein steet von dem obgeschriben kasten funfundfunftzig schrit, der ander stein herab vierundsibentzig schrit, der dritt stein neuntzig schrit, der viert stein hundert und funftzig schrit, der funft stein herab sechsundneuntzig schrit. und die rören ligen an dem einen ent tieffer dann an dem andern unter der erden, ettlichen enden gantz am tag, piß zu dem güßpetlein, das in der Snödin weierhaus dienet. do ligt die röre neben demselben güßpettlein pei zwelf schuen herdan gegen dem frawen thore wartz. von dem funften marckstein sein piß auf den sechsten stein darnach hundert und zweintzig schrit, der sibent stein vierundachtzig schrit, der acht stein darnach zwenundsibentzig schrit, der neunt stein darnach achtundsibentzig schrit. die rören ligen alle an der seitten gegen der stat und die marckstein steent alle gen felt wertz und geen also gerichtz über piß in die Begnitz, die do fleust auf die Hadermüll.
[117b] Item zwischen der Snödin weierhaus und dem prucklein darob pei zwelf schuen von der ecken der meur an der Snödin weierhaus herauf neben der Pegnitz, die do fleust auf die Hadermüll, do geet die spitalrören durch die Begnitz und an der andern seitten in des Langen von Wertz wisen.
Item jenset der Pegnitz, die auf die Hadermüll fleust peu zweintzig schuen in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die rören über ein ander. gerichtz unter dem marckstein do kumpt des spitals rören unter zweien rören, die zu dem schön prunnen dienen, hindurch auch in dieselben wisen; und die drei rören gen also gegen der stat zu dem sünbellen newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem schwipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und ettlicher ander wisen alle drei pei sechs schuen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt des newen spitals roren am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werde wartz.
Item so dienet die mittler rore zu dem undern geheus zu dem schön prunnen.
Item so dienet die dritte rör, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten, als sie herein geen, zu dem obern geheus zu dem schön prunnen am marckt.
Item die spitalröre hat ein spunt aussen in der wisen pei den eisenen pfelhen pei dreissig schritten von der stat meur jenhalb des thurns so sie herein geen.
Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem andern, und die rören ligen eins schuchs tieff in denselben fluß der Begnitz, also das man die rören sicht in dem wasser alle drei.
[118a] Item die drei rören geen also verrer von dem obgeschriben wasserfluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbellen thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß piß an die statmaur, und also durch die statmaur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren; und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item in demselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören so geet ein röre herdurch, die do kumpt auß dem wild oder thiergraben, und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorschriben drei rören also verrer von der ecken der statmeur hinter dem Wildpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die statmaur und thuren an demselben ent geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter dem Wildpat steet an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item so hat die spitalroren ein spunt zwischen dem ecke am Wildpat und der stiegen, die auf den steinen ganck geet auf den thuren, darauf die pauren gefangen lagen im krieg.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wiltpat geen die rören in der Schüt wider gerichtz herab neben der Begnitz piß zu dem güßpet pei der Mang.
Item die drei rören geen also neben einander unter dem güßpet pei der Mang in die Begnitz achtzehen schuch herdan von dem ecke des verbhaus an der Mang, und die nechst röre am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die eusseren zwu rören dienen zu dem schön prunnen. und die rören geen also in der Begnitz pei zweien schuen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull des spitals, do gen die zwo rören zu dem schön prunnen in der Begnitz fur auß.
Item so hat die spital rören doselbst in der Begnitz neben dem stadel hinter der schull ein kasten, darinnen ist ein ablaß zu derselben des spitals rören.
[118b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz durch die thure gegen dem weichkessel und zu der [sutten] zu, und doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.
[119a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.
Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel [gerichtz] durch die sutten auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.
[119b] Von der rören im müntzhoffe.
Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.
[120a] Von der rören in des spitals küchen.
Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc. also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und geet ein röre doselbst in die spital [kuchen] und hat ein stock neben dem hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.
Item vor der [kuchen] in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.
Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören, die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben, auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.
[120b] Von des Holtzschuers rören.
Item heraussen vor dem spital thore als do oben steet, geet der dritteil des verloren oder uberichen wassers, das do kompt auß dem rechten spital prunnenkasten oder [trog], also zwischen der rinnen im pflaster und dem spital auf die rechten hant gerichtz gegen des Holtzschuers haus zu, und die rören ligen unter der erden pei vier schuen, und das wasser geet in des Holtzschuers hoff auf in ein trog und auß dem trog in die Begnitz. auch soll der Holtzschuer dasselb wasser von dem spitalthore auf sein selbs kost heim furen on der gemein und des spitals schaden.
Item so soll der von Plaben und der Meißner die zwei teil des wassers von dem spitalthore, als oben steet, darvon der Holtzschuer ein dritteil genomen hat, füren von demselben thore auf ir peder kost on der gemein schaden piß fur das klein spitalgeßlein etc.
[121a] Von des von Ploben rören.
Vor dem spitalgeßlein im pflaster in der rinnen ist aber ein schiedung oder teilung des wassers, also das dasselb wasser halb geet dasselb spitalgeßlein hin auf piß zu der von Ploben hinder newgepaweten heusern und doselbst durch ein thure und ganck, der hinden in derselben von Ploben hoff geet, und doselbst vor ir padstuben und kuchen im hoff aufgeet in ein trog. und dasselb uberich wasser im trog geet verrer in der von Ploben haus in iren garten auf und von dannen in die Begnitz. auch ligen die roren pei dreien schuen unter der erden. und die von Ploben sullen das wasser auf ir kost von demselben spitalgeßlein heim füren oder leitten on der gemein schaden etc.
[121b] Von des Meißners rören.
Item als do oben steet, das ein schiedung des wassers sei am spitalgeßlein etc. also geet nun der dritt dritteil des uberichen oder verloren wassers, das auß dem spital kompt, als verrer in derselben gassen hinab fur des Stumpfs haus und die Eich und doselbst zwen schuch unter des schön prunnen rören hindurch und also durch das thore hin hinder in des Heinrich Meißners haus und geet do in seinem garten stetz in sein weier ein rören, und das uberich wasser get auß dem weier in die Begnitz. und die rören ligen pei vier schuen under der erden, dann allein pei des schön prunnen rören an der Eich ligen sie sechs schuch unter der erden. auch soll der Meißner das wasser auf sein kost von dem spitalgeßlein heim laitten oder füren on der gemein schaden.
[122a] Von der rören auf der Pleich.
Der ursprung und einfluß der rören auf der Pleich ist vor dem Frawenthore auß dem gemaurten prunnen im selben statgraben auf die lincken hant als man fur das thor geet gegen der thierhütten über, und underhalb des selben prunnen ist ein sammenkasten verdeckt oberhalb des weiers, der in demselben graben unten an der Begnitz ist.
Item von dem obgeschriben sammenkasten geet das wasser in hültzen rören in dem graben neben der meur gen felt wartz durch den graben und weier herab und also in der ecken desselben graben überzwerch seitlangs in der Pegnitz gegen dem sünbellen thuren zu, der aussen am vorwerck an der Begnitz steet pei dem swipogen hinter sant Katherein. do geet dieselb röre durch ein loch unter dem ersten schießvenster auf die rechten hant als man in thuren geet unden in denselben thuren, und pei zwei schuen unter des schön prunnen und des spitals rören überzwerch durch den thuren und in das vorwerck und also in dem vorwerck herab piß fur den thuren in demselben vorwerck an der statmaur mit dem ploben A. pei zweintzig schuen underhalb des thurens und pei ailf schuen von der statmaur im vorwerck zu messen do hat die röre ein abloß und geet an demselben ent durch die statmaur. und inwendig der statmaur neben des pleichmeisters haus in der abseitten do steet ein stock mit einem hannen, darauß man wasser lossen mag wenn man will, und get verrer also in der Pleich auf durch ein stock mit zweien rören in ein trog, der darvor steet; und auß dem trog geet dasselb wasser in die Pleich in rinnen zu des pleichmeisters nottorft [etc.]
[122b] Von der schiltrören vor dem Sigwein.
Item der ursprunck und einfluß des wassers in der schiltrören ist unter der vesten in des alten Elwangers öberen haus in dem schöpfprunnen. auf dem wasser desselben prunnen do ist ein loch und ein ganck in den perck, darinnen ein man aufgericht geet herab piß fur des Niclas drottziehers haus. in der rinnen gegen seinem haus über oben am ecke pei neun schuen herdan do ist ein kasten, der ist pei dreien mannen tieff unter der erden. und das wasser lauft von dem obgeschriben schöpfprunnen in steinen rinnen piß in den kasten als oben steet.
Item von dem obgeschriben kasten vor des Niclas drottziehers haus hinab do gen hultzen rören after des also gerichtz herab piß zu dem prunnen kasten do das wasser aufgeet vor des Lengenfelders oder Sigweins haus. und die rören ligen also in dem pflaster hinab pei anderhalb mannes tieff unter der erden etc. auch ist ein spunt zunechst oberhalb des trogs, darinnen das wasser aufgeet; mer ist ein spunt oberhalb des ersten spunts in der rören pei zehen schuen hinauf; mer ein spunt hinauf pei funfundzweintzig schuen etc.
[123a] Von der rören am Milchmarckt vor dem Thyrolt doselbst.
Der prunn oder röre am Milchmarckt hat drei zufluß, die alle drei sich versamen und zu samen komen vor dem Tiergartner thore im graben. an dem ecke des vorwercks gegen der vesten do steet ein gewelb unter der erden ist verdeckt mit einem stein; an demselben eck des vorwercks leit der stein pei [...] schuen unter der erden ob dem loch, das in dasselb gewelb geet, darinnen die drei fluß zusamen komen.
Item der erst zufluße des wassers ist im stat graben vor dem Thiergartner thore oberhalb der prucken. im graben geet ein ganck, der vermaurt ist, gerichtz hinein in den vels gehawen; pei sibentzig schuen hinein do ist gleich ein creutzweg, also das ein weg ist ettwen gangen auf die rechten hant, der noch pei zwelf schuen hinein geet, do ist derselb weg oder ganck verworfen mit erden etc. so geet ein weg gerichtz durchauß noch hin hinder pei hundert und sechtzig schuen, do ist derselb ganck ein gevallen, also das man nit weitter komen mag. von und auß demselben gang geet der erst wassefluß her piß zu dem obgeschriben creutzwege, und geet verrer von dem creutzweg anf die lincken hant als man in den perck geet pei sechtzig schuen, do fellt das wasser unter sich ein in dem perg in ein andern ganck eines mannes hoch als hernach geschriben steet. das wasser geet in dem perg in steinen guten rinnen, die verdeckt sein mit andern steinen. und die geng sein in den percke gehawen und nit gewelbt etc. sunder in gantzen fels also gehawen.
Item als davoren steet wie der fluß des wassers also fall in ein loch eins mans tieff oder ein ander ganck, und auch mer davoren steet, das ein gewelbe im statgraben sei unter der erden am eck des vorwercks etc. in demselben gewelb geet ein ganck oder weg auch in fels gehawen in perck gen feld wartz gegen dem kollstadel zu, der auf dem Thiergarten steet, und geet also unter dem graben hinein pei hundert und zweintzig schuen. do kompt man wider zu dem vorgeschriben gang, do das loch ist, dorein das wasser fellt. der ganck geet also verrer gegen dem kollstadel, aber man kan nit wol ferrer komen von der nidern wegen des gangs, der kaum anderhalb oder zweier schuch hoch ist. in dem gang geet das vorgeschriben wasser also herauß zuruck, alles in gutten steinen verdeckten rinnen piß in das gewelbe unter dem vorwerck im statgraben. und das ist der erst fluß des prunnen oder rören am Milchmarckt.
[123b] Item der ander zufluß des prunnen am Milchmarckt ist im statgraben oben pei dem grossen sünbellen thuren, der im zwinger am eck der vesten steet, und pei vierundzweintzig schuen unden von demselben thurn im graben zu messen gegen der ecken dorgegen über do ist unter der erden ein ursprung und ein kast, derselb kast ist unter der erden pei acht schuen. von demselben kasten herab pei achtzig schuen in die ecken zu zu messen gegen dem newgepauten zwingerlein, das an die vesten geet, doselbst im graben ist ein sammenkasten des wassers, und von dannen ligen nun hültzen rören herab im graben pei dreien schuen unter der erden piß zu dem eck an dem vorwerck im graben, und also doselbst in einer hultzen rören in das gewelbe hinab, das doselbst ist unter dem vorwerck etc. und das wasser [lauft] oben von einem kasten zu dem andern in einer rinnen, die schlechtz in den vels also gehawen ist; und das wasser ist vor zeitten gangen in des Förchtels hoff pei dem Newenthore. und [das] ist der ander zufluß, den die röre am Milchmarckt hat.
Item der dritt zufluß der rören am Milchmarckt der ist und kumpt auß dem perg gegen der vesten zu, do ist ein ganck unden in dem gewelbe im graben als do oben stett, darein die drei zuflüß komen etc. do geet ein ganck, der in den fels gehawen ist, und geet also hinein unter des Schmidts haus oben pei dem Tiergartner thore, als man hinauß geet auf die rechten hant, ettwan des Suchennagels haus genant. in denselben ganck [hin hinter] pei vierundachtzig schuer do ist ettwan ein heimlich gemach auß Suchennagels haus in denselben ganck hinabprochen worden, als man das noch sicht durchnassen; und derselb ganck geet also verrer hin hinter in den perck gegen der vesten pei dritthalb hundert schuen, und derselb ganck geet nicht verrer. in demselben gang ligen steinen rinnen verdeckt, darinnen das dritt wasser kumpt geloffen auch unter das gewelbe zu den vorgeschriben zweien wassern.
Item so ist gerichtz unter dem loch hinab, das do ist oben in das gewelb zu nechst an der hultzen rören, die des Förchtels prunnwasser hinab tregt, do ist mit erden eins halben schuchs dick verdeckt ein zigelstein, wenn man do auf thut so sicht man die obgeschriben dreu wasser in einer spannen weit alle dreu zusamen komen ein iedes auß seinem ursprung; ob pruch were, so fünd man es an dem ent.
[124a] Item als nun an demselben ent im gewelbe die dreu wasser zusamen komen, gen sie nun in einer steinen rinnen, die auch verdeckt ist, in einem gang, der in fels gehawen ist, hinab gen tal durch oder under dem Thiergartner thore oder thurn hinab piß fur die kettenstock, die oben an der Schmidtgassen steen oberthalb Mertein Löffelholtz haus; verrer mag man nit wol komen, wann der ganck zu nider ist. und die steinen rinnen ligen also verrer herab piß zu dem prunnen vor des alten Eschenloers haus, do ist ein N in das geweng an der ein seitten seiner hausthür gehawen. do ist ein kasten zu rören jenset der rinnen im pflaster zwischen dem prunnen und der rinnen doselbst, und der kast ist pei achtzehen schuen tieff unter der erden.
Item von demselben obgeschriben kasten geet das wasser nun in hultzen rören herab piß fur die kettenstock, die vor des Hanns Volckamers haus sten, im Saltzvaß genant, und die rören ligen herab in einem gehawen gang, der in der vels gehawen ist an demselben ent, doch mag man darinnen nit geen, [da es] nider ist.
Item von den obgeschriben kettenstocken vor dem Saltzvaß ligen hültzen rören hinab in geschuttem ertrich pei zehen schuen unter dem pflaster und also hinab piß zu dem trog vor dem Tyrolt, do das wasser aufgeet und in denselben trog felt.
Item so ist her diesset des trogs oder des stocks, darinnen das wasser aufgeet, pei zwelf schuen von stock hinter sich vor der Weyssin hausthür ein spunt in dieselben rören, und das uberich oder verloren wasser in dem trog geet auf das pflaster und thut kein dinst mer etc.
[124b] Von der rören des Hyserleins.
Mer ein fluß und ursprunck des Hyserleins ist in dem alten statgraben als man von sant Jacob herab geet doselbst pei der alten statmaur, die do eins teils eingefallen ist, pei sechtzig schuen underhalb des ersten thurens an derselben alten statmeur im graben hinauf zu messen, under dem rangen von der statmeur herab pei sechtzig schuen auch zu messen, do ist der erst kast und ursprunck unter der erden und desselben prunnen etc. auch sein noch ettlich alter kasten zwen darob, die nun nit mer dienen zu demselben prunnen.
Item mer ist aber ein kasten in dem graben doselbst von dem obgeschriben ersten thuren an der alten statmeur von demselben obersten ecke des thurens, das gegen sant Jacobs kirchen hinauf steet, herab zu messen an dem rangen in den graben pei viertzig schuen. und zwischen den zweien kasten do ist ein gemaurter ganck, in demselben gang das wasser von einem kasten zu dem anderen geet.
Item von dem obgeschriben anderen kasten gen nun hültzen rören herab unter der erden pei dreien schuen und also durch die newgeschutten prucken, die hinter der almusen müll herauß auf den Newenpaw geet etc. und doselbst überzwerch durch die new gemaurten rinnen, die durch die prucken geet, und von dannen gerichtz zu dem trog zu, dorein das wasser fellt. under demselben trog geet es in der alten statmeur auf und gibt ein rore mit wasser herauß auf den Newenpawe in ein trog und in die stat zwu rören auch in ein trog.
Item die röre hat ein abloß aussen gegen dem Newenpaw. underhalb des steinen trogs pei sechs schuen gegen der Begnitz hinab do ist ein abloß unter dem hultzen trog, darauß man die pfert trenckt. und das verloren oder uberich wasser geet in die Begnitz von dem prunnen an paiden enden innen und aussen an der meur und thut kein dinst mer etc.
[125a] Von der rören vor dem müntzhoff pei sant Katherein.
Der ursprunck und einfluß des prunnen vor dem marstall oder müntzhoff pei sant Katherein hebt sich an am ersten auß dem schöpfprunnen oben im marstall pei der pfisterei oder graben doselbst. von dannen gen holtzen rören herab piß zu dem kasten, der do ist oben pei dem kollstadel, und die rören ligen woll eins mans tieff unter der erden herab.
Item mer ist ein zufluß im marstall neben dem narrenheuslein in dem pulferkemerlein, do ist ein kasten und gen hultzen rören von demselben kasten in den obgeschriben kasten gerichtz hinüber, gegen dem pulferkemmerlein über do ist der erst kast an der kollhütten.
Item mer ist ein zufluß, der do kumpt unten auß der alten statmaur gegen sant Lorentzen wartz, und geet also in den kasten vor der kolhütten und ist das [meinst] wasser von dreien.
Item von dem vorgeschriben ersten kasten pei der kolhütten komen die dreu wasser zusamen und geen also in hültzen rören hinab piß zu ent des marstals do das wasser aufgeet, ein rören inwendig, die ander außwendig des marstals oder müntzhoffs etc. von dannen geet dasselb wasser in die Begnitz und thut kein dinst mer.
Item ausserhalb des marstals oder müntzhofs do ist pei ackt schuen herdann von dem prunnen unter dem prücklein doselbst ein abloß zu dem obgeschriben prunnen etc.
[125b] Von [sant Wilboltz prünlein] vor der statt.
Sant Wilboltz prünnlein vor der stat hat sein ursprunck und zufluß pei sechtzig schuen hinter sich [gerichtz] hinauf zu messen gegen dem perg, und zwischen den zweien linten doselbst gerichtz hinter dem stock hinauf, do das wasser auf geet, do ist ein sammenkasten unter der erden; pei funf schuen von dannen ligen hültzen rören herab piß zu dem stock, darinnen dasselb wasser aufgeet und auß zweien rören fleust furpaß in die Begnitz.
[126a] Von prunrören und schöpfprunnen, die auf der gemein in sant Seboltz pfarr sein.
Am ersten der schön prunn und kasten am Marckt pei der Wechsel mit zwelf rören.
Item die rören und kasten hinden an Erhart Schurstabs seligen haus gegen der herren von Augustinern closter über.
Item die rör und trög hinten am alten fleischhaus.
Item die zwen rörenstock und trog voren pei den candelgiessern am alten fleischhaus.
Item die rören und kasten hinter unser lieben frawen capellen.
Item die zwen rörenstock und zwen kesten an der Ledergassen noch einander.
Item ein roren und trog an der Newengassen an des Wilden kandelgiessers eckhaus.
Item ein rorenstock unden an der Begnitz in der Newengassen an des Ortolfs garten.
Item ein rorenstock an der Eich pei der parfusen pruck, dorpei die [herringerin] wessern.
Item ein rorenstock und kasten mit dreien rören im newen spital.
Item ein rören und kasten im eussern spitalhoff.
Item ein rören ond kasten am Milchmarckt vor des Tyroltz haus.
Item ein rören und kasten, die schiltrören genant, unter der vesten herab.
Item ein schöpfprunn mit vier eimern pei der wage vor des Hubners haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei den Augustinern vor der Sebolt Gralantin haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem siechhaus auf dem Newenpawe.
Item ein prunn mit zwaien eimern auf dem Newenpawe vor des Fröleins haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der Irhergassen.
[126b] Item ein prunn mit zwaien eimern, der mitten steet am Geyers perg.
Item ein prunn mit vier eimern [von dem] Rotgeben, als man zu dem Newenthore geen will.
Item ein prunnen mit zweien eimern pei dem Newenthore, genant der ratprunnen.
Item ein prunn mit vier eimern mitten auf dem Weinmarckt.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten unter des Volantz haus, darinnen der Püchler sitzet.
Item ein prunnen mit zweien eimern oben an der Zistelgassen.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Thiergartner thore.
Item ein prunn mit vier eimern an der Smitgassen vor des Zöllners plechsmits haus.
Item ein prunn mit zweien eimern am Milchmarckt vor Endres Tuchers haus.
Item ein prunn mit zweien eimern am Platenmarckt vor des Gruntherrn haus.
Item ein prunn mit vier eimern vor des Halbwachsen haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der obern Smitgassen vor des Rugers haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor des Pecherers haus unter der vesten.
Item ein prunn mit zweien eimern oberhalb des Schampachs haus gegen der vesten.
Item ein prunn mit zweien eimern unter dem thuren alt Nuremberg.
Item ein prunn unter des Lempergers satlers haus pei dem Luginslant, den schöpft man nit mer.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten am Rosenpat.
Item ein prunn mit zweien eimern vorn an dem Rosenpat.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten an den predigern.
[127a] Item ein prunn mit zweien eimern hinden an des alten Hannsen Tetzels haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor des alten Cuntzen Hallers seligen haus.
Item ein prunn mit zweien eimern an des alten Jacob Hallers haus, darinnen ietzunt Münch messingslaher sitzet.
Item ein prunn mit zweien eimern auf sant Gilgen hoff vor Linhart Grolants haus.
Item ein prunn mit vier eimern unden an sant Gilgen hoff pei des parbirers haus.
Item ein prunn mit vier eimern auf dem Heumarckt vor des Niclassen Grossen haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der Lauffergassen vor des Seherleins haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem innern Lauffer thore.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Gilgen an ir [clostermaur].
Item ein prunn mit zweien eimern oberhalb der Hirsselgassen hinter des Ammans garten hinauf.
Item ein prunn pei dem fröschthuren am Treyperg, der ist versigen und [man] schöpft in nit mer.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Hirsselgassen an des Hanns Tuchers garten.
Item ein newer prunn mit vier eimern vor des Planckensteiners heuser pei dem eussern Lauffer thore.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Lauffer thore.
Item ein prunn mit vier eimern an der Lauffergassen vor des Kaltenhausers haus.
Item ein newer prunnen mit vier eimern auf dem platz pei der juden kirchoff.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Werder thurlein.
Item ein prunn mit vier eimern vor des Ramen haus, als man von dem Werder thurlein an den Sant will geen.
[127b] Item ein prunn mit vier eimern an der Elendengassen pei des Paumgartners stadel.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Sunnenpat.
Item ein prunn mit zwei eimern an der Judengassen.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Tallner hinter des müntzmeisters haus am Obsmarckt.
Item ein prunn mit vier eimern am Obsmarckt vor des Rochlitz haus.
Item ein prunn mit zweien eimern in der Newengassen pei Michel, pecken.
Item zwen prunnen ieder mit zweien eimern in des Ortolfs hoff pei dem newen spital, genant im Kappenzipfel etc.
Summa [funftzig schöpfprunnen und funftzehen rörn] mit dem schön prunnen.
[128a] Von prunrören und schöpfprunnen, die auf der gemein in sant Laurentzen pfarr sein.
Item ein rören am marstall gegen der Begnitz.
Item ein rören und trog unten im Wert, der Hyserlein genant.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Katherein in der gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern oben am marstall auf dem graben vor des Derrers gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter der Peunt unter den heusern doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter der Prüch, heist der ketten prunnen.
Item ein prunn mit zweien eimern vor sant Martha kirchen.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Frawenthore vor des Wydersteins haus.
Item ein prunn auf sant Claren kirchoff, der ist zugedeckt, den gepraucht man ietzunt nit.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Fleischgassen pei des Planckensteiners heusern am Vischpach.
Item ein prunn mit vier eimern vor dem innern Frawenthore auf dem platz.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem innern Frawenthore vor des Fügels haus.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Laurentzen chore an der werck oder steinhutten.
Item ein prunn mit zweien eimern am eck zwischen der herren von Halßprun und der herren von den parfusen gartenmeur.
Item ein prunn mit vier eimern pei den [protlauben], genant der Lanckamer.
Item ein prunn mit zweien eimern am Köpfenperck hinten an des Slegels haus.
Item ein prunn mit vier eimern vor Cristan Weysen haus über.
Item ein newen fliessenden prunnen hat man dapei gemacht und gefast, des man nit schöpft, genant der Kropfel prunn.
[128b] Item ein prunn mit zweien eimern an der undern Ledergassen an den heusern doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern neben der almusen müll im hofflein.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Kornmarckt neben dem peckenhaus an der obern Ledergassen.
Item ein prunn mit zweien eimern vor unser lieben frawen prüder clostere.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten an Heintzen Rumels seligen hinterhaus.
Item ein prunn mit vier eimern vor sant Laurentzen pei Jorg Hallers seligen haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor Endres Geuders haus am Vischpach.
Item ein prunn mit zweien eimern neben des Salman, pirprewen, haus pei dem heffner.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem weissen thuren am Vischpach.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Preittengassen vor des alten Heynvogels verbhaus.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Preittengassen vor des Schonnpeter fleischhacker, haus.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kottgassen, der do stet unter den heusern.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kotgassen, ettwan auf dem mittel teil der gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kottgassen hinten am pathaus, im Prullen genant.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Pfannschmitgassen als sich der Vischpach scheidt pei dem Gumbler.
Item ein prunn mit vier eimern zwischen dem pat im Sündergew und dem Vischpach doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern im Graser geßlein hinter der kartheuser gartenmeur.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter den kartheusern in der gassen pei des Peßlers garten.
Item ein prunn mit zweien eimern pei des Müffleins garten hinter dem haus, darauf die zwen störch steen, pei den zwelf prudern.
[129a] Item ein prunn mit zweien eimern in des appothekers gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern auf der [creutzstroß] gegen der Walg, genant sant Jacobs prunn.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem innern statgraben an der Nadlergassen.
Item ein prunn mit zweien eimern auf einem gevierten pletzlein hinter sant Jacob.
Item ein prunn mit zweien eimern pei der hüll an sant Jacobs kirchoff.
Item ein prunn mit zweien eimern an der [undern] Ledergassen pei dem Holfelder, pecken.
Item ein prunn mit zweien eimern an der obern Ledergassen underhalb des Krels stadel doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern vor der teutschen herren hoff pei irem grossen thore.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter dem teutschen haus vor des Elwangers ferbhaus.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter dem teutschen haus bei des Putendorffers gemach.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Newenpawe vor dem thore, das in den zwinger geet doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Newenpaw vor des Perings heusern doselbst.
Item ein newer prunnen mit zweien eimern pei dem grossen kollstadel auf dem Newenpawe etc.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Spitalerthore vor dem thuren doselbst.
Summa neunundviertzig schöpfprunnen und zwue rören.
Item mer ein schöpfprunnen pei dem Wildpat mit einem eimer, der zu dem Wildpat dienet.
[129b] Von prunnen die ein paumeister zu versehen hat.
Hanns Graser seliger auf die zeit der stat paumeister hat alwegen geben von dem prunnen auf der vesten zu fegen mit leuten und pferden, wenn sein not ist gewesen, zehen pfunt alt. ich hab sein aber die zeit, die ich pißher paumeister gewesen pin, zwai male fegen lassen, als hernach geschriben stet.
Zu sant Urbans tag [25 Mai] in dem sibenundsechtzigisten jare ließ ich den Hübner, maurrer, den [prunnen auf der vesten] fegen. der feget doran acht stunt mit dreien pferden und dreien gesellen zu im und der ritt get in das schloß piß fur den kellerhals, darzu lehe ich im ein reitleinne von sechunddreissig klofter lanck und ein leittern von sechtzehen sprusseln. und der prunn hett funftzehen schuhe wasser, und schöpft in trucken; davon gab ich im und sein gesellen sechtzehen pfunt alt.
Item in dem neunundsechtzigisten jare am freitag nach Dionisy [13 Oct.] feget man aber den prunnen, davon gab ich aber sechtzehen pfunt alt dem Hübner, wann ein katz hinein gefallen was.
Auch hat der stat paumeister allewegen den prunnen unter altem Nuremberg, dem thuren, beseilt und fegen lassen. nachdem aber die nachpauren doselbst ein prunnen zunechst underhalb des Luginslants unter einem haus nit prauchen, hat man dieselben nachtpaurn geschriben und geordent, zu dem prunnen unter alt Nuremberg zu geben, und darzu prunnmeister gesetzt, die also kunftiglich denselben prunnen unter alt Nuremberg in wesen halten sullen, des sich dann dieselben nachtpaurn also unterwunden und angenomen haben.
[130a] Es hat auch der stat paumeister zu [beseillen] den prunnen pei dem eusern Frawentore an des Widersteins haus, der halber auf der gemein steet. und wenn demselben prunnen nott ist zu fegen, so soll es der stat paumeister halbs und der Widerstein das ander halbteil zallen, das ist iedem teil umb dreissig pfenning.
Mer hat der stat paumeister den prunnen auf der Peunt zu versorgen, und wenn dem not ist zu fegen, soll es der stat paumeister halbs zallen und der Rothan das ander halbteil, oder wer denselben garten innen hat etc. darvon gibt man alleweg dreu pfunt alt zu fegen, zalt der paumeister halbs und der Rothan halbs.
Nun auch den prunnen hinten im rathaus den helt der hausknecht in wesen mit fegen und seillen, und nimpt das gelt doselbst auß der losungstuben.
So hab ich den prunnen zu dem [Scheffhoff] auf ein zeit lassen auswechseln von eins ratz befelhnus wegen, und ließ darzu ein newes prunnrat und eimer machen.
Und den prunnen im wald auf der hochen heide auf der straße gegen dem Heroltzperg hab ich zu zweien mollen lassen pessern und rechtfertigen von eines gemein nutz wegen, nachdem und ein grosse lantstroß do fur geet, und der prunn darauf des reichs poden ist und sich sein sust niemant annimpt. das ist alleweg mit zweien oder dreien taglon zu pessern gewest.
[130b] Ich hab auch lassen flicken und pessern den prunnen zu der Puchenklingen am Reuhelperg an den stein und staffeln die hinab geen, die erfault und zu erfroren waren etc.
[Den prunnen pei dem Wiltpat soll ein paumeister in wesen halten und den fegen lassen wenn sein not ist. den hab ich in zehen jaren ein moll fegen lassen und dreu pfunt alt davon geben im sibenzigsten jare am sambstag nach Walpurgis.]
[131a] Von gelt zu schöpfbrunnen in der stat.
Desgleichen sein ettliche heuser hie, die do zinsen zu ettlichen schöpfprunnen hie in der stat; dieselben zins dann die öbristen prunnmeister, als ietzunt ist Bertholt Pfintzing, Gotlieb Volckamer und Erasem Schurstab, in verzeichnus haben. solich zins nemen ein die prunmeister, die dann durch die obersten prunnmeister zu denselben prunnen, darzu das gelt geschickt ist, gesetzt sein.
[131b] Von dem rören porzeuge.
Ein hütten ist im zwinger auf dem Newenpawe, darunder ein schragen zu gericht ist, darauf man die prunnrören port, die man dann lange jar her unter der hent also geport hat und den leutten sawer worden ist. also hab ich im zweiundsechtzigsten jar zu sant Laurentzen tag mit einem, der von [Hertzogaurach] herkam, genant Hanns Tölzer ein mülner, bestelt, der mir einen schragen und gerust auf sein kost macht und herpracht, als das dann ietzunt noch steet under derselben hutten, doran man sider gesehen auch das etwaß gepessert hat; darfür ich im gab mit sechtzig rören, thenner und fiechter, die er mir selbander erstlich hie auf sein kost doran port, die rören ließ ich im furen darzu und gab im dorfur dreizehen halben guldein reinisch.
So kam ein jude her im zweiundsechtzigisten jar, genant Josep von Ulm, der dann auch ein porzeug zu rören furgab zu machen auf der stat kost, das einer als vill rören ein tag port als sust zwen gesellen zwen oder drei tag poren solten, und begert an einen erbergen ratte, das zu gestatten und befelhen zu machen, wo das nit recht teet, so wolt er denselben kost leiden und selber bezallen, tet das recht, so gert er, das ein erberger rate im das burgerrecht schencket. demnach und von befelhnus eines erberen rats ließ ich zu den dingen greuffen und im zwinger zwischen dem Spitaler und Frawenthore der thüren einen, so in stat graben geen, tieffer pei zwelf schuen graben und mit stein unterfuren, auch das geruste von holtz machen, das alles pei funftzig guldein kost. in des starb der Jude zu Stockarten und steet das werck noch also in demselben thuren und thut alles recht, dann der negwer wil an der schneiden nit recht thun, nachdem man den nit ausziehen solt, das er die spen woll fallen lassen, dann der negwer gerichtz übersich zu gericht ist.
Auch soll ein paumeister allewegen auf das minst der prunnrören ein hundert oder anderhalbhundert haben geport und im weier oder statgraben auf dem Newenpawe ligen, dann wo sie nit im [132a] wasser ligen, so verdürben sie, dann man der alle tag bedarf ein zu püssen zu den prunnen der stat. darzu bedarf man ir süst in der gemein zu prunnrören und in die bade; die mag ein paumeister woll einem vergünnen und geben umb sein gelt, eine umb acht groschen oder sechtzig pfenning ungeverlichen, dann man hat sust keine hie dann was ir der paumeister hat. aber vorauß so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er keine gebe oder verkauff auß der stat zu füren on laub eines erbern rats, und sunderlichen wo man sie auß der stat und gepiette füren wolt.
So sollen die heringerin die rören an der Eiche, die in zu irem wessern vergunt ist, selber machen lassen und in wesen halten mit den kesten und der prucken do vor; damit hat ein paumeister nichtz zu thun, wie woll ich es ine zu lieb das alles vernewen hab lassen im neunundsechtzigsten jare. dorfur haben sie mir und nemlich die Hanns Schelhamerin [von] ir aller wegen das gelt wider geben, was das alles gekost hat etc.
[132b] Von prucken, stegen und weren oder güßpetten in der stat.
Item die zwen stege, die an peden seitten vor den schoßgattern oben am wasser als es in die stat fleust von dicken dilln gemacht sein, darauf man zu den gattern komen mag, die soll ein paumeister auch machen und in wesen halten wenn sie schaden nemen.
Die dillen, darmit man die Begnitz versetzt oder swelt, wenn sein not geschicht, vor den vorgeschriben zweien stegen, die ligen oben auf denselben gengen ob den schoßgattern, do haben sie ire beheltnus.
Pei Wilhelm Derrers haus und garten doselbst geet über die Begnitz ein pruck obenthalb der müll am Sant. dieselben prucken mitsampt dem werr zwischen des newen spitals heussern und dem klein werrlein hinter der Plaich doran stossent soll derselb müllner machen und in wesen behalten, damit hat ein paumeister nit zu thun, anders dann das klein werlein hinten an der Pleich soll ein paumeister machen, als vor steet.
Zwen stege, die vor ein ander von dem Schießgraben am Sante auf die Schütte zu geen, die soll der stat paumeister machen und pessern lassen.
Und desgleichen soll der statt paumeister pessern lassen und in wesen halten das werr, als vill und des der statt zusteet, das [133a] do ist hinter der Pleich zwischen des müllners werr am Sant und der Pleich, darüber das wasser fellet, wenn do güß sein. das ist zu bewaren mit rauhen wedellen und esten, die man einlegt und die beswert mit erden und alten quadern und wacken, die sust zu nichte tügen.
Des gleichen soll ein paumeister die verdeckten pruck hinter dem Wildpat auch machen lassen und in wesen behalten.
Auch den stege und das were ob der müll hinter sant Katherein zwischen dem klein werlein, das ob den prunnrören hinten an dem manghaus leit, das soll dann ein paumeister bewaren als vorgeschriben steet. denselben stege und were soll der müllner auf sant Katherein müll machen lassen und geet der stat paumeister nit an mer, dann das klein werlein ob den prunnrören, das soll ein paumeister machen lassen.
So soll der stat paumeister den stege machen lassen pei dem winckler an der Ledergassen über die rinnen doselbst. den ließ ich vernewen in dem einundsechtzigsten jare in sant Gallen tag [16 Oct.]; darzu komen zwen pretten, einer viertzig schuch lanck.
Item sant Katherein und die spitalprucken soll der statt paumeister machen lassen.
Item die zween stege die hinten aus dem newen spital über die Begnitz gen, die soll der new spital machen lassen und gen der stat paumeister nit an.
Item der parfusen prucken sol der stat paumeister machen lassen.
[133b] Item desgleichen die fleischpruck soll der stat paumeister machen lassen mit sampt dem klein prucklein ob der trenck, das gegen dem pathaus hinab geet. darzu soll der paumeister machen die pruck zwischen der fleischhacker schlachhaus und der gepflasterten pruck doselbst.
[Das slachhaus] auf der Begnitz vor dem alten flaischhaus, das mit schinteln gedeckt ist, das gehort dem gemein hantwerck der fleischhacker zu zu machen und in wesen zu halten, also das der stat paumeister gantz nichtz doran machen bedarf weder in dem grunt mit pfellen noch sust ob der erden etc. aber die prucken, die do ist zwischen dem slachhaus und dem alten fleischhaus, auch die pruck vor dem slachhaus und der kandelgiesser ganck, die ist der stat paumeister schuldig zu machen und in wesen zu behalten.
Auch was sie pöser [rimen], doran sie das fleisch hencken, unter dem alten und newen fleischhaus haben, soll in der stat paumeister machen und pessern lassen; aber mit iren pencken und stocken darvor damit hat ein paumeister auch nichtz zu thun, noch auch mit dem prucklein, dorauf sie ir wampen und fleck waschen, das macht auch das hantwerck der fleishhacker und nit ein paumeister.
In dem funfundsechtzigsten jare in der vasten do ließ ich von befelhnus eines erbern rats und von pete wegen der hernach geschriben person ein [dollen] von dem kasten und dem heimlichen gemach, das hinter des Gartners, Techelmeyers, Weinmans und des Appothekers heusern was, machen von stein und mit Kornperg schallen gedeckt von iren heusern zwerch uber die gassen und also durch das fleischhaus in dem mitteln gang durchauß piß an die Begnitz alles auf derselben nachtpauren kost. die zeit ließ ich in dem slachhaus ir heimlich gemach verkeren und ein kemerlein, auch den steg und prucklein, darauf sie die wampen und flecke waschen, das alles die nachtpauren zalten und mir pei sibentzig guldein gaben fur alle ding. das alles geschach mit eines erbergen rats erlaubung und mit gunst eines gemeinen hantwercks [der fleischhacker.]
Item den stege hinder den fleischpencken gegen den schleiffredern sol der stat paumeister halben und die mullnerin dapei halben machen, als da voren auch steet.
[Ein pruck,] die hinten auß der mul hinter den fleischpencken zwischen dem heimlichen gemach und den schleuffheusern doselbst hinauß auf den Sweinmarckt geet, das ist ein gunst und kein recht; wann die Pfennin, mülnerin, auf ein zeit die verpandt und gedeckt wolt haben, das ward ir in einem erberen ratt abgeslagen nemlich im sechsundsechtzigsten jare umb sant Jörgentag.
Darzu soll die mulnerin noch ir erben das new heuslein, das voren zwischen irem mülhaus und dem steg am wasser steet, künftiglich nit hoher pauen, dann doselbst ettwen newer ein vischstuben gewest ist, und ein kleins gemechlein darauf, das auf ein zeit in das wasser viel, also wolt ir ein erber ratt nit hoher das vergunnen zu pauen, darumb müst sie das flach tach darauf setzen, damit sie pei der hoch pleib. dieselben alten hoch ir ein erber ratt durch Heinrich Meyßner und mich furgeben hiessen.
Auch die waschpanck doselbst zwischen denselben vorgeschriben newen heuslein und dem steg, die solt do pleiben. wiewol sie die mülnerin do nit geren hat, so wil sie ein erberger ratt haben, das die leut do waschen, doch das niemant do leugen oder fewer schüre, das ist dem pfenter und leben bevolhen zu weren. das soll der stat paumeister auch in acht haben und die waschpanck halbe und die mülnerin das ander halbteil machen.
Und dieselb mülnerin ist auch schuldig denselben steg, der pei irer müll gegen den sleiffern hinüber geet, und die füll oder ladung, die zwischen irer müll und dem newgepautten heuslein doselbst steet und ist etc. das alles sol sie halbs bezallen, was pruchs doran ist oder der stat paumeister doran machen lest, das sie dann mer dann ein moll mit mir hat helfen machen und iren halben teil [doran bezalt.]
Item das were zwischen den zweien müllnern hinter den fleischpencken sullen dieselben zwen müllner kunftiglichen pessern und in wesen halten und die stat nit.
Item das güspette und spunt an dem seutümpfel sol der stat paumeister pessern lassen und in wesen halten als dann vorn im buche steet.
[Mer soll] der stat paumeister machen lassen und in wesen halten das güspett, das do ist unterhalb des wers zwischen dem newen fleischhaus und der müll, die im wasser steet doselbst, also wenn güß sein und das wasser uberfelt, das es dann nit als sere spüll, als es sust theet etc. darumb hab ich im dreuundsechtzigsten jare ein spunt über und über slachen lassen mit dennen pfellen und ein eichen holtz darauf zogen und dorhinter mit thaugrass und rauchen wedelen ein gelegt und die mit alten quadern und wacken beswert, darauf das wasser von dem were scheust und nimmer als ser spult, als es vormals gethan hat. doch soll man das güspett nit uber den spunt erhohen mit den esten oder quadern, das wasser stieß sust die quader uber den spunt auß und were alles vergebens, kost, mühe und arbeit. aber an demselben werr bedarf der stat paumeister nichtz machen lassen, sunder die mulner auf peden seitten sullen dasselb werre in wesen halten, wiewol dasselb werre von der stat arbeittern im anfang auf der mulner begeren von Hannsen Coler, die zeit paumeister, gemacht worden ist, so haben doch die mulner auf peden seitten ir ieder sein anzall doran geben [und bezalt.]
Item die langen verdeckten prucken und die pruck pei dem Derrer soll auch der stat paumeister machen lassen, aber das prucklein über die trenck gegen dem Derrer über gegen denselben heusern, das geet der stat paumeister nit an sunder die, die auf derselben seitten sitzen und heuser do haben, die sullen dasselb prucklein machen lassen.
Item den stege pei dem leben sol der stat paumeister auch machen lassen und in wesen halten.
Item die steinen pruck auf dem Newenpaw soll der stat paumeister mit pflaster und sust bewaren lassen. darauf hat ein erber ratt dem Endres Zeringer vergunt ein marter zu setzen, doch das er kein schilt doran mach, das dann Heinrich Meißner und ich im von ratz wegen gesagt haben. darüber er schilte an die marter macht, und nachdem das an einen rate langt, ward dem Meißner und mir aber befolhen, dem Zeringer zu sagen, die schilt von der marter ab zu thun, das mir im dann gesagt haben. und aber die schilt darnach lang stunden und sie der Zeringer nit ab teet, also ist man über die schilt mit einer praun farb gefaren; ob das der Zeringer bevolhen oder wer das gethan hab das [weiß got] woll.
Item das were zwischen den undern zweien müllnern nemlich des Thoman, müllners, und des Trubachers müll sullen dieselben [134a] zwen müllner machen lassen und in wesen behalten, auch desgleichen den steg, der vor iren müllen her get von einer zu der andern, sullen sie auch machen lassen und die stat nit.
Item so machen die irher ir prucken, steg und hütten selber. darmit hat der stat paumeister nit zu thun.
Item desgleichen fassen die irher den rinch und rinnen, die von irer gassen und gegen iren stegen in die Pegnitz geet; darzu hab ich in zu zeitten alte pruckholtzer geben, damit sie die rinnen außgefuttert haben etc.
[134b] Von den waschpencken in und vor der stat, die ein paumeister soll machen lassen.
Item die waschpenck oberhalb Wilhelm Derrers garten am Sante zu ende des grossen steinen flugels an der Begnitz doselbst.
Item die waschpenck underhalb der müll am Sante an der Begnitz.
Item die waschpanck am steige am Sante vor dem Schießgraben an der Begnitz.
Item die waschpanck pei dem newen spital vor des Karl Holtzschuers haus an der Begnitz.
Item die waschpanck hinter dem Wiltpat an der Begnitz.
Item die waschpanck pei sant Katherein underhalb der müll an [der Begnitz].
Item die waschpanck hinter den fleischpencken machen die müllner halbe mit der stat paumeister.
Item die waschpanck auf dem Sweinmarckt an der Begnitz.
Item die waschpanck pei dem siechhaus an der Begnitz.
Item die waschpanck underhalb der segmüll auf dem [Newenpawe an der Begnitz].
Item die waschpanck vor der stat an der Haller wisen an der Begnitz.
[135a] Von dem wege und prucken umb die stat.
Wenn der weg durch den Than pös wirdet, so hat man den ie von stege und wege gelt wider machen lassen, als dann der Holtzel seliger, do ich erst paumeister ward, thet, und fieng es an also: er patte ein erbergen ratte umb holtz darzu zu erlauben, das ließ er mit wissen des amptmans sant Sebolts walt hawen, do in derselb amptman hin weist. darnach lech im der amptman ein seiner reittenden knecht, der der paurschaft do umb vor dem wald und sunderlichen den, die den weg ser und sam teglichs prauchen, auf ein tag auf gepietten, den hinter der stat sitzen, die patte er von eines rats wegen auch zu faren und zu frun. wenn dann solich holtz gefürt ward, so bestellet der Holtzel leut, die das einlegten, den lont man darumb. was er dann darzu bedorft von hawen, schaufelen, schutkarren, das lech ich im von gemeiner stat wegen darzu auf silberene pfant als andern leutten.
Das steinen prucklein, das do ist aussen am dorf zu dem [Than], das soll machen der Elßner und der Rodner von den güttern, darauf sie sitzen und die do ligen hinter dem Gruntherrn zu dem Thanne.
Zu dem [Meilmanshoff] das prucklein soll machen die gemeine doselbst.
Item die pruck zu [Buch] soll machen die gemein doselbst.
Nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten vor der stat herdiesset des Thans pei Fritzen [135b] Herlles garten, den hat der Höltzel seliger auch lassen prucken und vernewen als ein pfleger steg und weg. und in sunderheit so ist ein erbgrab durch desselben Fritz Herls zeun und garten durch auß und also ferrer hinter des Herels garten durch ein rangen als auf der seitten gegen Fürt hinab, denselben graben soll der Herl alle jar raumen und der ander hinter im desgleichen, dardurch das wasser von der stroß an dem ent lauft, so wirt der weck nit als tieff. dan des Herels vater hat auf ein zeit ein erbprieff gehabt, darinnen gestanden ist, als mir der Gürtler sagt, das er denselben graben pflichtig ist zu raumen und das wasser do durch soll leitten von der stroß; aber derselb briefe hat mir nie mügen zu sehen werden, wie woll ich des vil müe gehabt hab pei seinem sun, der sagt, er wiß von keinem briefe; doch ist er nit in abrede und bekennt, das er den graben nit verschutten und auch raumen soll, wenn sein not tut. das soll ein paumeister in acht haben.
Fürder herein pei des Schinheintzen garten ist zu zeitten pöser wege, den hab ich durch die kerner, die in der stat auf dem pflaster faren, erschütten und erhohen lassen mit allerlai erden, die sie sust fur das thore furen müssen. so hat auf ein zeit Philip Pirckamer als ein pfleger steg und weg geltz mit frun der paurschaft zu dem Than, klein und grossen [Reut, Meilmanshofe, Loe] etc. den erbgraben lossen außwerfen, der umb des Fritzen Ernsts garten am zaun hinab geet gegen [Poppenreutter] wege, darinnen das wasser auch von der stroß kumpt und sich in demselben graben verleuft, der in vill jaren nie gefegt ist worden. das tetten pei viertzig menner in einem tag; der iedem ließ der Birckamer geben zwai röcklein; darzu leg ich von gemeiner stat wegen ettlich hawen und schauffeln.
Auch die prucken zu [Fürt] soll ein zöllner doselbst zu Fürt machen und in wesen halten.
[136a] Ein stat paumeister soll in gutter acht haben und pesseren lassen die steinnen pruck zu dem [Doß pei Snigling], wo sein not were, als ich dann in dem fünfundsechtzigsten jare ettlich pesserung unden auf und in dem waser an den anfengen mit Kornperck stein auß gewechselt und mit eissen klamern vergossen und gepunden, wo sein not was und das wasser außgespult hett.
Auch den weg und steige, [der do von dem heiligen creutz gein sant Johanns geet] und gepflastert ist, den hat alleweg ein paumeister ie zu zeitten, so er schadpar ist gewest, pessern und flicken lassen am pflaster und stocken, das man nit darauf fare.
Das pflaster, das zwischen dem Newenthore vor der stat und dem heiligen creutz ist, das soll der stat paumeister pessern lassen und in wesen behalten.
Zu dem [Megeldorf] die pruck süllen die gemein doselbst machen und pessern lassen, darzu haben sie alle jare von dem rathaus zwen guldein reinisch ewigs geltz, die Philipp Birckamer ein nimpt mit anderem gelt, das zu weg und steg gehoret. es hat auch der Höltzel zu zeitten doran von stege und weggelt pessert, des gleichen hat Philipp Birckamer auch gethan, das im aber von eins erbergen ratz wegen undersagt worden ist, also das er den pauren die zwen guldein alle jar darzu geb und loß sie die prucken selber machen und furpasser pessern, als in dann vor jaren durch Peter Mendel auch von ratz wegen gesagt ist, das man dann kürtzlich geschriben funden hat auf dem rathaus.
[136b] Item die pruck zu Wert und die stege piß zu der Schnödin weierhaus die machen die von Wert und geen der stat paumeister nit an.
Pei des Schnöden weierhaus das prücklein über das [klein Begnitzlein] das soll machen den halben teil, wer die Hadermüll innen hat, und der mullner pei sant Katherein hinden in der stat den anderen halbteil, als dann hernach pei der Hadermüll geschriben steet.
Und den weg durch [Sweinaw] und zwischen Schweinaw und sant [Lienhart] den hat Philipp Birckamer als ein pfleger mit dem stege und weg gelt pesseren und machen lassen und darzu kauft ettlich peusch wachalter und mit frun der paurschaft do umb feltstein in die löcher furen lassen, darzu ich auch mit reten zu zeitten geholfen hab von eines gemeinen nutz wegen.
Item den steig zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff den soll man von sant Lienhartz gotzhaus wegen in wesen halten und machen lassen.
Item das steinen prucklein zwischen sant Lienhard und dem Gostenhoff soll man auch von sant Lienhartz gotzhaus wegen machen lassen und ein paumeister hat damit nit zu thun.
Item das prucklein zu dem [Sinterspühel] sullen die pauren doselbst machen lassen, das hat ine Peter Mendel von ratz wegen gesagt. ich hab ine zu zeitten alles holtz darzu zu stewer gehen.
[137a] So hat Philipp Birckamer innen als ein pfleger steg und wege gelt zwei eigne gütter zu Hausen pei [Zenn] gelegen, gibt das eine vier sümmer korns, zwei sümmer habern, ein halb pfunt haller Michaelis, ein halb pfunt eier zu ostern, acht pfingstkess, acht weinachtkess, vier herbsthüner und zwu vasnachthennen; das ander gibt zwai summer korns, vier pfingstkess, zwei herbsthüner und ein vassnachthennen. davon soll man pessern und in wesen halten allein die drei prucken; die pruck zu Reichelstorff, [die pruck zum Stein, die pruck zum Altenperg, darzu der Birckamer] dann an iedem ende sein sunder pruckmeister hat, die darauf sehen, und wenn etwas nott ist, so thun sie im das zu wissen [etc.]
[137b] Von stege und wege gelt.
Der stat paumeister hat auch ettwen vill jare her eingenomen ettlich zins und gult aus heusern hie in der stat und auch [güttern] auf dem lande, die do gehören zu wege und stege, dieselben damit zu pessern. wann aber der stat paumeister sunst vill und mancherlai zu thun hat, auch wenn ein paumeister also ettwas machen oder pessern ließ an stege oder wege, das dann abnam und wider schadpar wart, als soliche dinck mit prucken und anderem nit ewiglich geweren mag, wolten ettlich leut das darfur haben, der stat paumeister und gemeine stat wer das schuldig wider zu machen. auf das so hat ein erber ratte in vergangen jaren das befolhen gehabt Conrat Paumgartner dem eltern und Hannsen Höltzeln seligen und nach der peder abganck das befolhen dem Philip Birckamer, der solich zins und gult ein nimpt und davon ausgibt, also das der stat paumeister nichtz mer darmit zu thun hat etc.
[138a] [Von greben an der Fürreut.]
Nachdem man vor jaren die greben an der Fürreit von eines erbergen rats wegen dem Fritzen Peyern einem alten soldner und diener befolhen hat zu besehen, also das die alle jar gefegt und ausgeraumpt werden, dadurch das wasser von der stroß gee und die wege im winter nit als tieff weren etc. und nachdem derselb Peyer abgangen ist und die greben ettliche jar darnach lang ungeraumpt pliben und verwachsen waren, dardurch vill clage von der lantschaft und frembden furleutten und die zu der stat wanderten gewesen ist etc. also hab ich ettliche jare her von gemeiner stat wegen einen bestellt, genant Hanns Hetzel von dem [Steinpühel] und dem gegeben alle jar zehen pfunt alt, das er ob denselben greben gewest ist an der Fürreit, die sich anheben, und das wasser kumpt von der Santreut, [Gigitzenhoff], [Galgenhoff], Steinpühel, [Gostenhoff], Sinterspühel zu den Höfen zum Ley zu, also das er die pauren und ander die ir wissen und felt doran ligent haben, darzu [gemüssigt] hat, wenn sie das grummat hinein pracht haben alle jare, das sie dann dieselben greben haben mussen außwerfen und raumen siben schuch weit. was dann an der gemein stroß gewest ist oder die greben doran gestossen haben, des nit vill ist, das hab ich von gemeiner stat wegen raumen und außwerfen lassen. welcher dann nit fegen wolt dem gepot er pei vier pfunten und setzt im des ein zeit, als siben oder acht tage, fegt er dann nit, so must er mir den pfenden und mit denselben pfanden faren und die nach meinem rate wider geben, darinnen ich im dann den ruck gehalten habe. doch redt ich selber sovil mit den leutten, wo sein not thet, also das wenig leut gepfendt wurden, das nichtz heist.
Demnach da man [merckt], das die dinck also recht tetten, warde mir von einem erbergen rat befolhen, das ich dergleichen im [Knoblachs lande] auch iemant bestellen solt zu den greben zu sehen, die von dem [Ketzers hoff] hinab zu der grossen und klein Reut und auch fur und durch den Than und also hinab gegen [Poppenreut] zu etc. demnach hab ich bestellt [Heinczen] Rodner von Sweinaw, dem gib ich alle jare sechtzehen pfunt alt, und des zill und jare [138b] oder bestellung ist alleweg zu sant Walpurgen tag, also das er mir der greben an der Fürreit und im Knoblachs land warten soll, die alle jare zu raumen und darinnen niemantz schonen, und was er von leutten pfendt, darmit soll ers halten und nemen, was ich sprich, das er dann also thut; dann der Hetzel und ander seiner gescheft halben der ding nit lenger warten wolt.
So hab ich nach abgang meines vettern [Bertholt Tuchers] seligen funden geschriben in einem desselben meines vettern buch ein schrift, die do auch antrifft die greben an der Fürreit. dieselb schrift dann do hernachgeschriben steet von wort zu wort also lautent:
Auf montag nach Galli [18 Oct.] anno etc. 45to.
Item es ist von rats wegen bevolhen Bertholt Nutzel und Bertholt Tucher zu lugen und besehen von des wassers wegen zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff, das so groß was und in siben jaren nit darzu gelugt was worden, das man den erbgraben gefegt und geraumpt het, und waren alle zettel verloren. darumb hab ich Bertholt durch eins gemein nutz willen new zettel lassen machen und das in das buch geschriben von und wer fegen soll und raumen ee und ein gefrust oder eis keme.
Item wir haben den alten Hassen darzu gepraucht, der hat die vor alten zeitten beritten und außgericht, und im zugeschoben Fritzen Peyrn, und wo ine das zu schwer wurde oder die leut widerrede hetten, so wolten wir pede oder unser einer mitreitten, das geraumpt und gefegt wurde. und sint das die person auf die zeit, die raumen und fegen sullen:
[139a] Zu dem ersten zu dem Lay:
Item Contz Weißlock, Hanns Ritter, Herman Weißlock, Hanns Weißlock.
Zu den Hoffen:
Item Contz Reck, Contz Krell, Herman Krell, Hanns Reck, Contz Weißlock, Hanns Gebhart, Heintz Weyler.
Zu dem Hoffe:
Item Müllheintz, Ullein Stud, Hanns Stud, der jung Henslein Schmidt, Heintz Waibel zu Leuchendorf gesessen.
Zu Sinterspühel:
Item Müllfritz in der stat pei dem Frawenthore gesessen.
Zu Nuremberg:
Item Bertholt Nützel, der Eissenwanger, die Heldin, Contz Goller, Fritz Schneider, Fritz Negelein, der alt Pley zu dem Gruntliß, Hanns Pawer, Heintz Kob.
Zu dem Gostenhoffe:
Item Heintz Hülwant, Ott Stemp, die Forchenpergerin, die Gasperin, die alt Reckin, Mognolt, die Schmidin, Herdegen, Rößner, Contz Mon, der Grunther, der selbher zum Steinpühel Swygershoff genant, die teutschen herren.
Item Cristen Imhoff von des wegen Sweinaw.
Zu dem Steinpühel:
Item Ott Wyler und Contz Fuglein miteinander.
Item Heintz Grym und der Furrer miteinander.
Item die fündel und der Fürer gemein.
[139b] Item Eberhart Crafft und die fündel miteinander.
Item der Hetzel mit Eberharten Crafft.
Item Ott Wyler mit Eberharten Crafft.
Item Herman Contz und Ott Wyler.
Item Herman Contz und Heintz Cristen.
Item Ott Wyler und die gantz gemein sullen mit einander fegen von der nutzung wegen.
Auch ist den armen leutten verkundet, das niemant auf des reichs poden kein were oder aufhebung des wassers machen soll; wer das überfüre, den wolt ein rat darumb straffen.
[140a] Von der [lantwer] umb die stat.
So ist in dem nechst vergangen Nuremberger krieg oder reis ein lantwer mit schrancken auf peden seitten umb die stat gemacht worden und dapei an den strossen, so durch dieselben lantwer gingen, hüt- oder wachheuslein und gatter oder schneller darvor gemacht, die man versperren mocht nemlichen an den enden als hernach geschriben steet.
Am ersten so was der zaun gemacht jenset Wert uberzwerch von der Begnitz an zeheben, die an dem marckt zu Werd hingeet; derselb zaun zwischen dem enspen und den wisen doselbst piß an das klein Begnitzlein, das an der Snödin weierhaus hinfleust, ging, und alsdann derselb zaun noch geet.
So was von derselben Snödin weierhaus oben am eck auf der höch gegen dem Turrenhoff uberzwerch der strossen ein graben aufgeworfen und schrancken dorhinter, dardurch ein umbgender gatter zu der fare gemacht, den besloß man mit einem gutten mahelsloß; der gatter was nit stetigs offen.
Mer so was von dem Durrenhoff oben auf der hoch umb des Drechsels felt, von dem Durrenhoff gegen dem Siechgraben zu der kirchen alles mit slechten förhen schranken vermacht und kein graben darvor aufgeworfen, und doselbst in der thieffen, als die fur oder stroß durch den Siechgraben geet, do was ein umbgeender gatter, den besloß man mit einem gutten mahelsloß; und der gatter was auch nit stetigs offen.
[140b] Und auf der hoch hinten von dem Siechgraben piß an die pruck, die uber das güspet an des Ammans weier geet, do was auch von förhen holtz schrancken gemacht und ein graben davor aufgeworfen. so was vor derselben prucken ein umbgeenter gatter zu der fur, den besloß man mit einem gutten mahelsloß. dopei was ein hütheuslein, darinnen stetigs schutzen waren und die stroß in acht hetten.
So was von derselben prucken und hütheuslein piß an den graben, darinnen der Vischpach auß des Ammans weier herein gegen der stat fleust, auch schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen.
Mer was von denselben obgeschriben schrancken auf dem rangen und graben, darinnen der Vischpach herein fleust, an demselben pach ob und ab gegen dem oberen Galgenhoff von vörhen holtz schrancken gemacht, und pei dem oberen Galgenhoff was ein umbgeender gatter über den Vischpach gegen der fleischhacker smeltzhütten am walde, den gatter verspert man mit einem mahelsloß; der gatter was auch nit stetigs offen.
Auch was das enspen, das jenset des Vischpachs und auserhalb der lantwer ist, hinter dem oberen Galgenhoff auf peden seitten verschranckt, das niemant darüber mocht.
Mer so was von dem oberen Galgenhoff und dem obgeschriben versperten gatter auf dem rangen und graben des Vischpachs [141a] aber mer schrancken gemacht, die nit verre hinter dem öberen Galgenhoff doselbst überzwerch über ein wisen gingen gegen dem [Liechtenhoff] zu der lantstroß zu. doselbst an der stroß stunt ein hüttenheuslein, darinnen stettigs schutzen waren, die ein umbgeenden gatter uber die stroß doselbst hetten, den sie mit einem gutten mahelsloß sperten und die stroß in acht hetten an dem ent. doselbest auch schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen was über dir stroß piß an einen [alten] erbgraben, der do ist an demselben ente.
Von der obgeschriben Kornberger stroß was auf dem rangen und graben, so doselbst vor und durch die wisen und an der Furreit hinab geet, alles verschranckt mit vörhen schrancken holtz.
An der Zigelgassen was uber die stroß doselbst ein umbgeender schrancken gemacht, der auch mit einem guten mahelschloß verspert und nit stettigs offen was.
Von dannen so gingen die schrancken am graben der Fürreit hinab zu der stroß, die hinter dem Steinpuhel gein der Santreut geet. do was ein hüttheuslein, darinnen auch stettigs schutzen waren und einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem guten mahelsloß und die stroß in acht hetten.
So gingen die schrancken von dannen an dem graben der Fürreit hinab zu und an sant Linhartz steig. doselbst auf dem steig was ein hütheuslein, darinnen auch stetigs schutzen waren [141b] und die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem gutten mahelsloß, und die stroß an dem ent in acht hetten.
Von dannen gingen die schrancken überzwerch des Nützels wisen und hinten an dem Sinterspühel, do was kein graben vor aufgeworfen.
So was zu dem Sinterspühel im dorf auch ein hüttheuslein und stettigs schutzen darinnen, die ein umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem guten mahelsloß und dopei die stroß in guter acht hetten.
Mer so waren schrancken von dem Sinterspühel neben der stroß umb des Eisenwangers wisen am zaun pieß an das ecke, und von dem ecke derselben wisen waren schrancken und ein graben darvor überzwerch der velder und ecker hinter dem Gostenhoff aufgeworfen und gemacht piß an die stroß gen den Höffen. do was ein hütheuslein, darinnen auch alleweg schützen waren, die ein umbgeenden gatter über die stroß gegen den [Höfen] hetten, den sie mit einem gutten mahelschloß sperten und der stroß war namen an dem ent.
Von der obgeschriben stroß gen Höffen so gingen schrancken und darvor ein aufgeworfen graben überzwerch der velder hinab auf die stroß, die gen Fürt oberhalb des Wilboltz pründlein geet, do dann auch ein hutheuslein was, darinnen stettigs schutzen waren und ein umbgeenden gatter hetten über die stroß, den man mit einem guten [142a] mahelsloß versperren mocht; und die schutzen hetten auch die stroß in acht an dem ent.
So giengen schrancken und ein aufgeworfener graben [darvor] von der obgeschriben stroß pieß an das ecke des gartens hinter des Bartholmeus Hirßvogels garten. an demselben garten hinab gegen dem Humpfleins hoffe was kein schrancken, aber von dem andern ecke desselben obgeschriben garten piß an die wisen hinab hinter dem Humpfleins hoff do was ein graben aufgeworfen und schrancken dorhinter gemacht. und von demselben ent an den zaun, der umb dieselben wisen geet, do gingen schrancken hinumb umb den zaun piß an die Begnitz pei dem Wilboltz prundlein.
Mer so was auf der andern seitten der stat hinter sant Johanns vor der Begnitz und der Endres Stromerin wisen hinauf an den Sandperck und also umb sant Johannes auf an die stroß, die gein Fürt geet, do waren zencket schrancken und ein graben darvor aufgeworfen, auch doselbst an der stroß ein hüttheuslein hinter sant Johanns, darinnen stetigs schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den man mit einem guten mahelsloß sperren mocht, und dapei hetten die schutzen auch die stroß in gutter acht an dem ent. auch so waren zencket schranken und ein graben darvor aufgeworfen von der obgeschriben stroß hinter sant Johanns gemacht piß an des Peter von Watz garten doselbst uberzwerch der ecker.
Mer so waren zencket schranken und ein grab darvor aufgeworfen von des Thiroltz garten an dem ecke piß an des Fritzen Ernsts gartenzaun an das ander ecke doselbst.
[142b] So was hinten an Fritzen Ernsts garten hinter den siben creutzen über die stroß, die gen Vach geet, ein umbgeender gatter gemacht, den man verspert hett mit einem guten mahelsloß; aber derselb gatter was nit stettigs offen.
Auch so was von dannen umb dasselb enspen ein graben vor dem gartenzaun doselbst aufgeworfen, aber kein schranck was doselbst piß an die stroß gen dem Thann, die was verschranckt und ein hüttheuslein do pei, darinnen alleweg schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie mit einem mahelsloß sperren mochten und der stroß dopei war namen.
So was in dem klein geßlein, das gen der klein Reut geet, ein umbgeender gatter über die stroß, den man verspert mit einem gutten mahelsloß und auch nit alleweg offen was.
Die gassen zwischen des Prophetten und Hannsen Herls garten hinter der vesten gegen dem Luginslant hinab, die was gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab mocht faren noch reitten.
Auch die gassen pei des Reuhels garten hinab gegen dem Froschturren was auch gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab komen mocht, faren noch reitten.
[143a] Die gassen und stroß hinter Albrecht Kressen garten hinab gegen dem Judenpühel zu die was auch verschranckt und doselbst über die stroß ein umbgeender gatter, den man verspert het mit einem gutten mahelschloß; und der gatter was nit stettigs offen.
Auf der stroß gen dem [Schoppershoffe] was an der gassen auf dem eck, so man doselbst auf den Judenpühel gen will, ein hütheuslein, darinnen auch stetigs schutzen waren, und hetten ein umbgeenden gatter über die stroß, den man mit einem gutten mahelsloß sperren mocht, darzu dieselb stroß auch über und über verschranckt was mit zwifachen zenckenden schrancken.
Mer auf der stroß gen dem Megeldorf was oben von dem zaun, als der steig gen dem Schoppershoff geet, angehaben und ein graben aufgeworfen, darzu zencket schrancken darhinter aufgericht überzwerch des enspens doselbst piß an die stroß gen dem Megeldorf, do was ein hütheuslein, darinnen stettigs schützen waren und ein umbgeenden gatter hetten über die stroß, den sie mit einem guten mahelsloß sperren mochten, und der stroß doselbst war namen.
Von der obgeschriben stroß gegen der Begnitz hinab waren auch zencket schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen piß zu des Ketzels hoff, der vor Wert leit, doselbst auch ein hütheuslein und ein umbgeender gatter über die stroß, darinnen die von Wert auch stettigs leut hetten; den gatter mocht man sperren mit einem guten mahelsloß. von dannen ist nit sere verr an die Begnitz, das was auch also verschrancket.
[143b] So hetten die von Wert iren marckt gerings umb von einer seitten des wassers zu der andern mit zwifachen zenckenden schrancken verschranckt und einen guten graben zwischen denselben schrancken und irem tüll, so umb den marckt geet, aufgeworfen.
So was inwendig der lantwer und sünderlichen vor den statthoren an manchen enden auch schrancken gemacht, nemlich vor dem Frawenthore zwifach vor einander zencket schrancken, des gingen die eusser geleich voren an der zigeler hoffreit herumb von einer seitten des statgrabens zu der [ander], und des gleichen so was vor dem Spitaler thore auch zwifach vor einander zenckent schrancken, des gingen die eusser gleich voren an dem Gostenhoff herumb von einer seitten des statgrabens an die ander. so waren schrancken unden an der Begnitz von des Grassers garten oberhalb der Weidenmüll piß an die Begnitz underhalb des dams, das umb der teutschen herrn wisen geet. so waren vor dem Newentore und hinter dem heiligen creutz auf peden seitten und gegen der Weidenmüll hinab auf und über die drei stroß schrancken gemacht. mer vor dem Tiergartner thore zwischen Fritzen Ernsts und des pfarrers garten, auch zwischen des Heynickens und dem eck garten doselbst über auch schranken. so was in dem geßlein hinter Linhart Grolantz garten gegen den Leimgruben hinab ein schneller gemacht, der was verschlagen. so was das klein geßlein hinter des Behams garten voren gantz verschrancket. so waren vor dem Lauffer thore auch zwifach vor einander schrancken, des gingen die eusser von der stat graben vorn an des Linhart Grolantz garten und verrer von der Lorentz Schurstabin garten an des Jorg Mendels garten also über die stroß gen dem Schoppershoff, und des gleichen von des Behams garten gegen des Walter garten über die stroß gen dem Megeldorf auch schrancken. auch so was das geßlein verschranckt vor Werte, dardurch der fußsteig geet von dem Werder thürlein gen dem Megeldorf, [der oberhalb Wert will hin gen].
[144a] Als ich paumeister warde, do wurde mir bevolhen, die schrancken und greben an der lantwer, auch die [andern] schrancken in wesen zu halten umb die stat, die ich dann oft hab pessern und die greben auß werfen lassen pies in das sechsundsechtzigst jar umb aller heiligen tag. do wurden die schrancken umb den Thürrenhoff und also umb und an der Furreit herab und hinter dem Gostenhoff sere abnemen und faul und gingen vast dernider, also das arm leut der vil hin trugen, und darumb [verkauft] ich der vill den ziglern und anderen von dem Galgenhoff, Stein und Sinterspühel und von dem Gostenhoff etc. und gab in ie ein schrancken und stock umb siben, acht und zehen pfenning, darnach ettlicher gut was, oder ein fuder für funfundfunftzig und sechtzig pfenning. des gleichen hielt ich es mit den schrancken in sant Seboltz pfarr.
Darnach in dem neunundsechtzigsten jare umb pfingsten waren die eusser schrancken vor den thoren etlich ser faul und abnemen, das ich dann an einen erbergen rat pracht ob man dieselben schrancken wider vernewen solt. ward verlassen, das ich kunftiglichen vor allen thoren die nechsten schrancken an den thoren solt in wesen halten, und die [andern] alle lassen abgeen, die ich dann eintzlichen hab lassen abgen allenthalben umb die stat etc.
[144b] Von dem Vischpach wo der entspringt.
Item der Vischpach entspringt [oberthalb] im wald ob dem dorf zu Vischpach und lauft also durch den walt herein gegen der stat her zu und nemlich neben dem alten weier, der oben vorn im wald leit und der Peßlerin ist. und wenn man den Vischpach zu sant Michels tag ie zu zeitten fegen und pessern will und abslecht und dann die Peßlerin zu zeitten pittet, ein erberger rat ir des pachs zu vergünnen, den auf der Faltznerin hamer zu leiten, und wo in ir dann ein rat vergunt, so slecht man den pach ab pei demselben obgeschrieben alten weier, doneben er her leuft, sust kan man den pach nirgen paß abslagen. also leuft der pach dann do durch oder underhalb des wers an dem selben weier und fur den [Zerzagels hoff] und also durch vier weier ie von einem in den andern, ee und er zu der Faltznerin hamer kompt.
So hat auch der Teuchler und sider ettlicher hamermeister mer [einem] erbergen ratte mussen sweren fur sich und iren gewalt, das sie des Vischpach nit abgraben und auf der Faltznerin hamer leitten wollen etc. dann es ist zu zeitten gescheen und der pach pei nacht aussen pliben, das doch nit sein soll. das soll auch ein paumeister kunftiglich in acht haben, wo ein newer hamermeister auf den hamer kompt, das der swere oder einem paumeister eitz weis gelobe fur sich und sein gewalt, des pachs nit ab zu slagen noch abgraben.
Der Vischpach lauft also von und neben dem obgeschriben alten weier herab gegen dem Siechgraben und hinter des Ammans weierhaus lauft der pach überzwerch die stroß, die von [Feucht] her zu der stat geet, und lauft also an derselben kere durch ein prucklein, das hat zwen steinen füß und ist mit prückholtzern belegt; das ist das erst prucklein über den Vischpach, das der stat paumeister muß machen lassen und in wesen halten etc. der pach lauft also von der stroß durch ein [145a] kleines wisslein und vellet uber ein werlein und güßpettlein, das der Amman machen soll, und geet in den grossen weier, der umb des Ammans weierhaus geet.
Auch wenn der Amman an seinem weierdam ettwas zu machen hat, oder vischen [will], so versetzt er den Vischpach pei dem obgeschriben prucklein und lest in lauffen durch ein santgraben hinter dem Siechgraben hinab, und also kompt der pach pei der Snödin weierhaus in das klein Begnitzlein. aber es ist grosser schade do pei, denn der pach füret vil santes mit im in de Begnitz an demselben ent.
Es soll auch der Amman noch sein gewalt mit dem Vischpach [noch] Lanckwasser nit wessern noch sust nirgen [abslahen] pei einem pfund newer haller als oft das geschicht. das sol auch ein paumeister in gutter acht haben.
Wenn der Amman an seinem weier oder tham ettwas pruchs oder do vischen will, dordurch er den slegel ziehen muß, das soll er der statt paumeister vor zu wissen thun; und wo er also den slegel in seinem weier auf [zeugt], so geet der Vischpach nit in die stat. so ist der Amman schuldig den Vischpach zu nemen vorn am walde pei dem steinnen creutz und den do überzwerch über die stroß, die gen Feucht geet, in einen alten verwasten graben zu leitten, auch den selben graben auß zu werfen und den recht zu fertigen, dardurch der Vischpach völliglich mug gelauffen also uberzwerch der stroß, die gein Feucht von der stat hinauß geet, und also abe seinem weierhaus hinumb mug komen in des Lanckwassers fluß. dennocht soll er den slegel nit ziehen, das Lanckwasser gee dann vor in die stat, als do hernach pei dem Lanckwasser steet. wo dasselb Lanckwasser so groß ist und herein get [145b] so darf der Amman des Vischpachs nit abslahen pei der marter vorn im walde, als oben steet, sunder er mag den versetzen pei dem vorgeschriben prucklein und den lassen lauffen durch den Siechgraben hinab zu der Snödin weierhaus zu. oder ob die Peßlerin darumb peet, so mocht man den pach oben im walde abslahen und auf iren hamer lassen lauffen, wer der minder schade an der Begnitz.
So ist im neunundsechtzigsten jare zu sant Jacobs tag [25 Juli] von den elteren herren verlassen, das mir dann herr Hanns Coler angesagt hat, wen das ist, das des Ammans weier hinder dem Siechgraben über das [werr] fellt, so ist dem Nicklass Gnotzamer vergünt und erlaubt, den Vischpach oben im walde abzuslahen und durch die vier weier, wie vor steet, auf der Faltznerin hamer ze leiten, den er dann kauft hat. doch soll er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeisters nit nemen, auch des nit lenger halten, piß des Ammans weier wider nachsitzet und nimmer überfellt; so soll er den pach wider geen lassen. das soll ein paumeister in gutter acht haben.
Demnach hat der Gnotzamer im vorsaum am walde im Vischpach ein schutzprett machen lassen auf sein kost und ein greblein, das zwerch über die stroß, die gen dem [Zerzagelshoff] und sust do fur in walt geen, graben lassen, dadurch im der Vischpach furderlich in den undern weier auf den hamer geet, also das er nimmer durch vier weier hinab geen und die füllen darf, als vorgeschriben ist.
Mit einem sloß ist dasselb schutzprett versperret, darzu ich als der stat paumeister den schlüssel hab. wenn dann der weier überfelt und mich der Gnotzamer des ermant und man dann des wasser sust nit zu not bedarf, so leihe ich im den schlüssel und loß [146a] ine fursetzen, das im der Vischpach zu geet ein weil, wie vorn steet.
Nachdem aber ein versetzung, wie oben steet, nit recht thun wolt, so hat der Gnotzamer oben im walde ein newes güßpettlein und schutzprett darfur auf sein kost machen lassen under dem öbern der Peßlerin weier und das auch verspert und mir den schlüssel geben, und wirt damit gehalten, wie oben steet geschriben.
[146b] Von dem [Lanckwasser] wo das entspringt.
Das Lanckwasser entspringt und fleust von manchen enden verrer oben im walde zusamen und kompt also erstlich in des Peter Mendels und Geuders grossen [weier] und von demselben des Peter Mendels weier kompt das Lanckwasser durch den rechen herab geflossen piß in des Ammans [weier,] der umb sein haus geet.
So ist hinter des Ammans weierhaus, als das Lanckwasser auch doselbst zwerch über die stroß lauft und erstlich auf des Ammans grunth und durch sein wisen kompt etc. ist ettwan gewest ein kleines werlein und petwerck von holtz gemacht, das noch aber schadpar und pös ist, darüber dasselb Lanckwasser auf des Ammans grunt und poden felt; das hat ettwan der Starck und soll auch der Amman noch machen lassen, das er aber nit meint zu thun, sunder die stat süll das pessern und machen lassen.
Auch dienet dasselb obgeschriben werlein darzu, wenn das ist, das der Amman an seinem weier etwas machen, pawen oder vischen will, so soll der Amman das Lanckwasser an demselben ente schutzen und versetzen und das Lanckwasser leitten durch ettlich alt greben, die doselbst sein, die er raumen und das wasser dordurch in sein kleins weierlein füren [soll]. und von dannen in denselben greben lauft der pach neben der fleischhacker smeltzhtütten auf die stroß und zu dem obern Galgenhoff zu, do kompt der pach wider in den alten fluß, also das das Lanckwasser oder Vischpach ie in alleweg herein gee. als er dann des gegen einem erbergen rat verschriben ist zu thun etc.
[147a] Der Amman soll auch sein slegel am weier nit ziehen, er so hab dann vor das Lanckwasser oder Vischpach herumb pracht, das es forderlich lauff in dem graben zu dem obern Galgenhoff und wider in des Vischpachs und den rechten fluß komen sei; dann wo er des nit thet, ee er den slegel am weier gezogen het, so geschehe ein saumnuß, dann er bedarf zwen tag darzu, ee er das Lanckwasser an dem obgeschriben werlein recht versetzt und hinumb in den greben [prengt], und das sich dieselben greben mit wasser verflissen und auß trencken, das es furderlich von stat gee. darumb soll der Amman den slegel nit ziehen on wissen eins paumeisters, der soll dann darzu sehen oder schicken, ob der pach herumb gee oder nit. des ist der Amman also gen einem rat verschriben, er und die, die das weierhaus innen haben gehabt biß here.
Mer soll der stat paumeister in gutter acht haben und dorinnen sich erfaren, ob das were, das Peter Mendel und der Geuder iren weier abliessen und vischten oder gevischt hetten, so wirt derselb weier gar lang nit voll, also das das Lanckwasser gar lang nit in des Ammans weier kompt; wo dann der Amman sein slegel auch zug und zu solicher zeit auch vischen oder ettwas an seinem weier machen wolt, das precht schaden, dann der Vischpach gar müsam oben umb des Ammans weier in des Lanckwassers fluß zu prengen ist. wiewoll der Amman des verschriben ist, das er in alle weg den pach herein geen muß lassen, so ist doch gut, das sich ein paumeister erfare und mit dem Mendel und Amman bestell, das ie einer ein kleine zeit vor und der ander nach ir sach furnemen, dardurch der pach nit gehindert wert; dann man sein nit geratten mag in der stat.
So ist der Amman schuldig die prucken zu machen und in wesen [zu] halten, so uber sein weier vorn über das güßpett geet, also das man darüber faren, reitten und gen mug. und ob iemant dardurch schaden gesche, das solt er außrichten.
[147b] Auch ist der Amman mer verschriben und des gleichen sein vorfodern, die das weierhaus piß her inngehabt haben, das dann ein zinsmeister der stat in seinem puch hat verzeichent und das in guter acht haben soll, als hernach geschriben stet:
Zu wissen, das Fritz Amman sich gegen dem erbern rate zu Nürmberg verschriben hat, das er sein weier zu dem weierhaus, des Starcken weierhaus genant, woll bewaren und versorgen, also das er nit abprech und niemant kein schade davon geschee; ob aber darvon pruch oder einicherlai schade geschee, da got vor sei, so hat er zu einem vorpfant sein haus, das hinden an Steffan Kolben haus stösset, am Milchmarckt gegen Jorg Zenners haus über gelegen, einem ratt für dreuhundert guldein verpfendt, die solten [als dann] dem ratt verfallen sein, solich schaden dormit abzulegen, als denn des ein brieffe in der losungstuben vorhanden ist. das soll also ein ieder zinsmeister in acht haben und ie zu zeitten fragen, ob das gemelt haus unverkümert und iemantz anders versetzt oder verkauft sei, und ob das also verkauft oder in ander hent komen wer oder wurde, daran zu manen, das wider solich vermechtnus dem ratt umb dreuhundert guldein in der stat auf gewisen erbstucken geschech.
Item der Amman noch sein gewalt sol auch mit dem Lanckwasser nit wessern noch das sust abslagen pei einem pfund newer heller, als oft das geschech. das soll ein paumeister in guter acht haben.
[148a] Von dem Vischpach und den prucklein darüber.
Als nun der Vischpach und das Lanckwasser in des Ammans weier kumpt, wie vorn geschriben stet, also ist nun ein schutzpret gemacht in einem gerinn und graben oberhalb des rechen am selben weier auf der seitten gegen der stat. mit demselben schützprett versetzt man den pach, wenn sein not tut, oder [lest] sein vill oder wenig herein lauffen durch dasselb schutzprett. [dasselb schutzprett] und gerinn pei demselben prett soll der stat paumeister machen und in wesen behalten, also das der Amman nichtz damit zu thun hat. zu demselben pret hat der Gurtler den slussel, dann es ist verspert. darzu so soll bestellen der stat paumeister einen gesellen und dem ein trinckgelt geben alle jare, der des pachs warneme an demselben ent und schutzpret mit aufziehen und niderlassen, darmit des pachs nit zu vill oder wenig herein gee; wann wenn sein zu vil ist, so lauft er auß vor der stat in die stroß pei dem Galgenhoff und in der stat an der Kottgassen und Preittengassen, auch am Kornmarckt, und stembt auf das pflaster und spület das auß etc. ist sein dann zu wenig, so klagen die zwen müllner in der Krotten und Almussenmüll, also das man darmit ein moß halten muß, wo die pech dann pede so groß sein, und das man des pachs doch neur ein nottorft herein lest. was dann uberichs wassers in weier ist, das fellt über das güßpett und über das wer hinab hinter dem Siechgraben und lauft also pei der Snödin weierhaus in die Pegnitz; es wer dann, das man des Vischpachs dem Gnotzamer vergünt zu der Faltznerin hamer, wie vor steet.
Es soll auch derselb geselle, dem ein paumeister den pach bevilcht, sehen zu den dreien gittern, die vor der truhen auf dem graben als der pach in die stat kumpt, und im zwinger, auch [hinnen] an der hochen statmaur sein, die man auf und nider ziehen und lassen mage etc. darzu der Gürtler die slüssel hat, wenn man des pachs vill oder wenig herein lest, das er dann mit denselben gittern auch darob sei, das die auf das wasser und nit darinnen oder zu ser darob steen, auch das sich nichtz doran lege oder swelle etc. dem gesellen gibt man ein jare davon vier pfunt alt; und des wart ietzunt der Spenkuntz, dem hab ich das befolhen, dem ich auch solch vier pfunt gib zu sant Thomas tag [21 Dec.].
[148b] So ist ein pös prücklein zu nechst bey dem obgeschriben schutzprett über den Vischpach. desselben prucklein ist der stat paumeister nit schuldig zu machen, und ich hab auch nie nichtz doran machen lassen, dieweil ich paumeister gewesen pin, sunder ich hab vernomen, das die fleischhacker von irs viechs wegen, das sie do in den walt treiben, das ettwan gemacht haben, und der Amman das auch zu zeitten gepessert hab sider her etc. wiewol in einem alten puchlein steet, das in der losung stuben ist, das das weierhaus dasselb prucklein machen soll etc. dann es ist noch ein pös prücklein.
Der pach lauft auch herein also piß zu dem obern Galgenhoff; do geet über den Vischpach ein prucklein, wann ein stroß da fur geet gein der smeltzhütten und zu des Mendels weierhaus und also in den walt doselbst. dasselb prucklein sullen die pauren von dem oberen Galgenhoff machen und der stat paumeister nit, das ine Peter Mendel auf ein zeit also von ratz wegen gesagt hat. wol hab ich denselben pauren mit altem holtz ein stewr darzu gethon von der stat wegen etc.
Von dem öberen Galgenhoff geet der pach zu dem anderen Galgenhoff und do zwischen ist ein prucklein über den pach auf der stroß, die do von der stat hinauß geet gein [Korenberg, Wendelstein] und [Rott] etc. dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig zu machen und in gutter acht zu haben, wann es ein lantstroß ist und vill reittens und farens darüber geet etc.
Fürter so geet der pach darnach durch den underen Galgenhoff und als mitten pei der Zigelgassen vor des Grubers hoff und heusern über. do leit ein prunnrören gegen der stat, dardurch das wasser von dem Vischpach lauft in der zigler hüll; doch ist dieselb rören vermacht und auch [149a] verspert, also das nichtz dardurch lauffen noch gen mag, man öffen dann denselben zapfen; darzu hat der Gürtler den slüssel. und wenn das ist, das die zigler vor der stat im summer oder sunst im jare nit wassers haben und sie dann das der stat paumeister zu wissen thun, so lest man in des wassers zu geen durch die obgeschriben rören und rinnen, die [hinden] an den rören ligen verdeckt von dem pach piß in der zigler hüll. dieselben rören und rinnen dann der stat paumeister allwegen gemacht und in wesen gehalten haben und noch also halten mitsampt dem schutzprett dopei etc. und man versetzt den pach auch doselbst mit einem klein prett, das kaum eins schuchs hoch ist, dardurch der pach ein wenig stembt an demselben ent, und doch dennoch über das schutzpret überfelt etc. und wenn sie die zigler also wassers bedorfen, so soll man in das geben ein stund oder zwue und den andern tag aber sovil, wo so grosse dürren ist; dann die müllner an dem pach, als der almussen und krottenmüllner des nit gerotten mügen, und sunderlich wenn solich dürren ist, so ist des wassers überall wenig; wo aber der Vischpach groß ist, so mag man in destermer wassers zu lassen geen. darinnen muß sich ein paumeister selber wissen zu richten nach dem pesten etc.
Zu dem undern Galgenhoff sein ettwen vill prücklein über den Vischpach und sunderlichen ein prücklein mitten im dorf pei der vorgeschriben prunnrören an der Zigelgassen; der aller keins ist der stat paumeister schuldig zu machen, sunder dieselben prücken sein die pauren doselbst schuldig zu machen.
Ferrer geet also der pach vor dem underen Galgenhoff hinden und neben fur den Tafelhoff und doselbst pei dem Tafelhoff geet ein prücklein über den Vischpach auf der stroß gegen dem walde und gein [Pillenreut] etc. dasselb prücklein das ist der stat paumeister schuldig zu machen.
[149b] Auch ist der stat paumeister schuldig zu machen das prücklein über den Vischpach aussen am statgraben zunechst vor der truhen, als pach über den statgraben herein in die stat lauft.
Item das prücklein innen an der hohen statmeur, darüber man feret über den Vischpach, das ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.
Die erbergen herren und geistlichen veter von den kartheusern die haben ein rören unter dem obgeschriben prücklein ligent, dardurch das wasser auß dem pach in iren garten und ettlich zellen geet, des in dann ein erberger rat lange jare her vergunt hat und noch [gann] etc. dann das wasser neur hinein stembt in ir closter und kein außfluß hat stettiglichen.
So haben die frawen von sant Claren oben an der Fleischgassen ein heuslein pei zehen schuhen in ein vierung über den Vischpach gestellet und also lange jare her pracht, dorinnen man in wescht, das in also auf eines rats widerruffen zu gegeben ist.
Item das prücklein am ent der geistlichen frawen von sant Claren stadel und gartenmeur, das über den Vischpach geet oberthalb des Sündergeus, das soll der stat paumeister machen.
Item so haben die geistlichen frawen von sant Claren oberthalb des prückleins pei viertzig schuen ein rören ligent auch in dem Vischpach, dardurch sie das wasser in iren garten und closter leitten, das in dann auch von einem erbergen rat also vergunt ist.
[150a] In dem Sundergew hat der pader mer zwu rören, die auß dem Vischpach geen in sein patstuben, die er auch vor langen alten jaren also herpracht und gehabt hat.
Zwei schutzpretter sein mer do gemacht im Vischpach an demselben ent, darzu der Gürtler die slüssel hat. wo sein not thut, do got vor sei, so mag man das wasser des pachs leitten in die hüll pei sant Claren und verrer zu dem Frawenthore, und mit dem andern schutzpret mag man das wasser leitten von dem Sündergew an dem alten statgraben hinab piß fur sant Katherein in die Begnitz hinab etc. und die vorgeschriben zwei schutzpret soll der stat paumeister machen lassen.
Mer ist ein prucklein um alten stat graben über den Vischpach pei dem pat, gnant im Sundergew, das auch der stat paumeister ist schuldig zu machen.
So ist inwendig an der stat alten hohen statmaur ein prucklein über den Vischpach pei der meister Lorentzen hoff, als man zu den korenheusern hin ab geen will; dasselb prucklein ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.
Und mer ist ein news prucklein an der Pfandschmitgassen vor dem Gumbler über den pach gemacht worden im achtundsechtzigstem jare; das hab ich von eines gemein nutz wegen [150b] do machen lassen, das soll auch kunftiglich ein stat paumeister machen lassen.
Pei dem Gumbler an der Pfandsmitgassen do ist ein prucklein neben dem prunnen gegen der Preittengassen hinab doselbst über den Vischpach, das auch der stat paumeister machen soll lassen. so hat der Gumbler in seinem haus ein schutzpret ligent, darmit man den pach an der schait pei seinem haus versetzen mag, also ob fewer außkeme, do got vor sei, und das man des pachs an einem ent alles bedorft, auf welcher seitten das were, so ist das selb prett gerecht, an der scheit des pachs doselbst das wasser damit zu versetzen.
In der Preittengassen vor des [Heimvogels] ferbers ferbhaus ist ein schutzprett im vergunt in pach [fur] zu setzen, dardurch das wasser stemb und durch ein rören, die er do hat in den Vischpach; das wasser lauft in sein verbhaus und in sein ölle, doch nit anders, dann wenn er verbt, sust hat er des kein recht an demselben ent den pach zu versetzen.
Dergleichen hat mer des Hirßfogels verbhaus an der Preittengassen doselbst auch ein schutzpret, das im zugeben worden ist fur zu setzen, wenn sie verben wollen, dann er auch ein rören auß dem Vischpach in sein verbhaus und öll gelegt hat, das im dann zu geben ist, den pach zu versetzen, wenn er verbt und sust nit.
Ein prucklein, das do vor des Hirßfogels verbhaus über den Vischpach geet; dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig machen zu lassen.
[151a] Vor dem weissen thuren das prucklein, das do geet uber den Vischpach, der do kumpt durch die Preittengassen herab, das soll auch der stat paumeister machen lassen.
Mer ein prucklein heroben an der Pfandsmitgassen, wider zuruck anzufahen, das gewelbt oder mit schalen verlegt und dorauf gepflastert ist, vor des Wagners pirprewers haus, das auch der stat paumeister machen soll lassen.
Ein prucklein vor der Pfandsmitgassen am eck vor dem haus mit den rotten köpfen, das auch gewelbt oder mit schalen belegt ist und darauf gepflastert, das soll auch der stat paumeister machen lassen.
Aber ein langs prucklein vor des Wernitzen haus pei sant Laurentzen, das mit preitten Kornperck schalen überlegt ist; das sein vor zeitten zwai prucklein gewest, soll der stat paumeister auch machen lassen.
Item das prucklein über den Vischpach underhalben hern Frantzen Rumels seligen haus an der zwerchgassen, die von Wilhelm Rumels hinter haus überzwerch durch das ander geßlein geet an die Kotgassen; dasselb prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.
[151b] Hinter dem Peßler pei der Störrin am Kornmarckt hinterhaus doselbst ist ein prucklein über den Vischpach, das auch der stat paumeister machen sol lassen.
Pei dem selben prucklein ist ein schutzprett, das do hat der Schmidtmer, verber, in seinem haus ligent. und wenn das ist, das fewer auß kem, do got vor sei, oder zu unsers herren leichnams tag am abent, wenn man die gassen will saubern, so lest man den pach do vorsetzen, das er mug gelauffen fur Kristan Weyssen haus und also verrer durch die Schustergassen und Huttergassen fur das haus zu der rotten thür in die Begnitz doselbst. doch soll man des pachs domit sust nit versetzen, das ist im gesagt.
So ist ein prücklein darnach über den Vischpach pei des Ungerleins haus am Kornmarckt, das auch der paumeister machen soll lassen.
Das prücklein pei dem weissen thuren über den Vischpach, als die pede fluß doselbst wider zusamen komen und ein fluß haben; dasselb prücklein auch der stat paumeister machen soll lassen.
Furpaß mer ist ein prucklein pei des Marx des verbers eckhaus pei dem weissen thuren, haben ettwan die Vischpach meister lassen machen. so hab ich zu zeitten auch alte pruckhöltzer darzu geben, damit das prücklein gepessert worden ist, nachdem und ein gemein stroß do hinder geet.
[152a] Vor demselben prucklein neben dem weissen thuren, do schait sich der pach, also das ein dritteil des pachs hinauß durch den zwinger und über den statgraben in den alten spital, und von dann durch der teutschen herren hoffe und garten also hinter irem hoffe pei dem Elwanger, verber, wider auf die gemein, und also umb iren hofe wider uber den stattgraben und durch den zwinger doselbst gegen der öberen Ledergassen wider herein in die stat kompt. das selb dritteil des Vischpachs und wassers mussen die teutschen herren auf ir selbs kost und on der stat schaden nemen an der schait, wie oben steet, und also den über den graben hinauß und wider herein über den graben und durch die zwinger antworten, alles auf ir kost. was auch schadens an dem maurwerck geschicht des statgraben, darauf die rinnen ligen, darinn der pach hinauß und wider herein gett, das alles sullen die teutschen herren machen lassen on der stat kost. darzu sullen sie auch die zwei prücklein legen lassen und in wesen halten, die über den Vischpach geen pei irem hoff, eins als der pach hinauß und das ander als der pach wider herein geet in die stat. als dann des alles ein abrede gescheen ist am sambstag vor Ambrosy [2 Apr.] nach Cristi gepurt vierzehenhundert und im funfunddreissigsten jare durch ettlich herren des ratz mit dem commenter und spitalmeister, die dann die zeit lebten, den allen got gnedig sei, als im statbuch steet an dem hundersten und sechtzigsten plat.
Als der Vischpach hinten auß der teutschen herren garten kumpt, do hat Hanns Elwanger der verber auch ein rören in Vischpach ligent und auch ein kleins schutzpret dorpei, damit er den pach versetzen mag, das das wasser im auch in sein verbhaus geet. doch soll er des [pachs] nit versetzen, anders dann wenn er verbt und sust nit, alles ongeverlichen.
Mer hat der jung Marck ein verbhaus hinter dem teutschen hoff und hat auch ein rören, die in den Vischpach gelegt ist, darzu ein schutzpret dorpei, das er fursetzt, wenn er verbt, dardurch das wasser stempt und durch die rören in sein verbhaus lauft. doch soll er des [152b] pretz nit fursetzen anders, dann wenn sie verben und sust nit; das ist auch also vor alter herkomen.
Nachdem also der Vischpach, der dritteil, pei dem weissen thuren hin aus lauffen soll, wie vor steet, und die zwen dritteil desselben pachs pei dem weissen thuren fur des alten Marx, verbers, haus hinumb gegen der öberen Ledergassen lauffen, also ist in des selben alten Marx verbhaus auch ein kurtze roren gelegt, dardurch das wasser in sein verbhaus geet; darzu hat er ein schutzpret, das er fursetzt wenn man ferbet. das ist im also vergunt fur zu setzen doch nit anders, dan wenn er ferbet und sust nit.
So geschicht es zu zeitten, das man in dem obgeschriben des alten Marx ferbhaus verbet, und so der pach dann sust klein ist, das dieselben gesellen im verbhaus den fluß, der zu dem teutschen haus hinaus geen solt, versetzen sie pei dem weissen thuren, also das nichtz hinauß geen mag, sunder das wasser alles fur desselben Marx ferbhaus geen muß, das aber nit recht ist und nit sein soll; und ich hab das auch oft selber auf reissen lassen und das dem pfenter gesagt darob zu sein, das solichs nit mer geschee, dann die teutschen herren das sere anten und nit unpillich.
Ein prucklein ist uber den Vischpach, als er herwider über den graben von dem teutschen haus kumpt gegen der oberen Ledergassen. dasselb prucklein auch die Vischpach meister pißher gemacht und in wesen gehalten haben, also das es der stat paumeister nichtz angeet.
[153a] Kein haut sullen auch die lederer in den Vischpach legen, es kum denn der pach her wider ein von dem teutschen haus, alle tag pei sechtzig heller puß, die im statbuch steet und darauf gesetzt [ist].
Mer geet der Vischpach also durch die oberen Ledergassen und überzwerch der nideren Ledergassen an die hinderen Ledergassen; und als er überzwerch der vorderen Ledergassen geet, do leit ein prucklein über den pach, dasselb prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.
Und an der hinderen Ledergassen do leit ein prücklein über den Vischpach als man in die Almussenmüll fert; dasselb prucklein soll der almussmüllner machen und nit der paumeister.
Als der Vischpach durch die Almussenmül kumpt, so ist hinter derselben müll ein gewelbte pruck über den pach vor dem newen geßlein, das man neur der Almussenmüll hat gemacht. dasselb gewelbe soll der stat paumeister halbs und das reich almussen halbs machen, alsdann im dreuundsechtzigsten jare zu sant Nicklas tag [6 Dec.] mir Philipp Birckamer von des almussen [wegen] das halbteil außgericht hat, was man die zeit daran pesseren und machen ließ.
Nachdem und der Vischpach lauft von der Almussenmüll durch den oberen wert in die Krottenmüll und also in die Begnitz fellet, ist vor der Kröttenmüll ein gewelb über den pach, darüber man fert; dasselb gewelbe soll die stat machen und bewaren lassen.
[153b] Item waß sust mer prucklein uber den Vischpach geen vor der stat und in der stat vor den heusern allenthalben, die geen der stat paumeister nit an, und der bedarf der stat paumeister auch nit machen lassen.
So muß nun des pachs auch eben war nemen hinnen in der stat und zuvoraus im winter, das man des nit zu hoch loß auf schutzen, oder die lederer mit iren heutten icht ein stemmung machen, oder das icht pretter und waschpenck im pach sein, oder die prucklein, [die] vor den heusern an ettlichen enden sein und zu nider ligen, an dem und anderem sich der pach leicht zu sere stemmen mag und außlauffen und ein eis machen, das vill schadens geschicht, und sunderlich, wenn eisschellen im pach geen, das sich die vorauß an den gittern über den eusseren statgraben icht anlegen oder swellen, dardurch der pach über die truhen in [den] statgraben fellt, das dann wol gescheen ist, das dann sere am gemeur und grünten schaden thut: das alles soll ein paumeister mitsampt dem Gürtler und vorauß der knecht, so ein paumeister zu dem pach bestellt, als vor steet, in gutter acht haben etc.
[154a] Von abschlahung und pesserung des Vischpachs.
Man hat von eines erbergen ratz wegen, und also vor langen jaren herpracht, allwegen drei redlich menner gepetten, als ietzunt sind Heintz Unger, pirprew, Cristan Lössel, ferber und Erhart Weyler, lederer, das die von gemein nutz wegen zu dem Vischpach gesehen haben, und alle jare umb sant Michels tag [29 Sept.] den pach mit gunst und wissen eines erberen ratz haben lassen versetzen und abslahen pei des Ammans weier, wie vor steet etc. und wenn man den also hat wollen abslahen, so hat man das allewegen acht tag vor auf der cantzel zu sant Laurentzen verkundt durch ein puttel auf das, das sich die verber, lederer und ander am pach darnach wissen zu richten. und sie haben dann denselben pach allen durch die stat auß und also vor der stat piß zu des Ammans weier an das schutzpret lassen außwerfen und raumen. und dann bestellt man, dasselb kott und [ertrich], was des in der stat ist gewest, auß zu furen vor die thore; was aber vor der stat ist gewest hat man auf den rangen am pach ligen lassen. auch haben dann dieselben Vischpachmeister den pach mit Reuhelperckstein in der stat pessern und flicken lassen, und ie zu zeitten ein jare ein hundert minder oder mer quader verflickt, auch am grunt und podem mit eichen prettern in der stat belegt, und vor der stat haben sie den pach mit holtz und pfellen darfur geslagen und auß geladen, auch an ettlichen enden mit stein [versetzt], das der pach in seinem wesen beleib und nit auß lauft.
Solche arbeit ist gescheen dann in acht tagen ungeverlichen. so hat man dan den pach herwider ein lassen lauffen und den obgeschriben Vischpachmeistern dann geliben und zugeben zwen püttel, die dann mit ine auf zweien seitten am pach in der stat umbgangen sein mitsampt einem schreiber, den sie darzu namen und von den leuten einsamenten das gelt, das sie dann also eingesament haben (von einem zwen, drei, vier, funf, [sechs], siben [[pfenning]], darnach sie die leut an der vermuglichkeit erkannt oder gesehen haben, aber ferbheuser, pirprewer, lederer, weschin und pader haben ieder zwen groschen geben) und mit den pütteln darumb gepfent. des geltz ist ie ein jare pei dreuhundert oder vierdhalbhundert pfunt alt ungeferlichen gefallen, darvon sie dann soliche taglon, holtz und stein bezalt haben. auch haben sie drei und zwen püttel mit sampt einem schreiber von dem gelt gezert drei oder vier tag, wenn sie also nach dem gelt umbgangen [154b] sein und sust nit. darvon so haben sie dann auch den putteln und einem schreiber, der mit gangen ist und die absentes angezeichet hat, ein trinckgelt geben; aber sie selber haben davon nichtz gehabt dann einer vier oder funf mol etc. und des Vischpach geltz sein sie, dieselben Vischpachmeister, gefreiet gewest, also das sie nichtz geben haben.
Auch haben die Vischpachmeister einen eigen gesellen bestellet und geben dem alle jare pei acht pfunden alt, der alle tag auf das minst ein mol des tags am Vischpach auf und abe gee in der stat und do sein aufsehen habe, das niemant den pach verlichen versetze oder aufswell anders, dann das er dennoch überfall und auch nit auf das pflaster stemme, das auch niemantz nichtz von schaffen oder andern dingen in pach legt, oder wessern noch einquellen, was er des darinnen vindet herauß werf und das den leutten untersage, wo sie des nit abgeen, das er sie dann pfendt und soliche schaff und anders neme und laß mit im reden.
Niemant soll auch kein heimlich gemach in den Vischpach leitten noch auf zehen stat schuch auf das minst hinzu nit haben; wer das überfür, der must geben alle tag ein pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert und sechtzig.
Ein erberger ratt hat im sechsundsechstzigsten jare zu sant Michels tag zu hertzen genomen, das man also ettwevil und lange jare her am Vischpach also gepessert und geflickt hat, das aber doch nit verfencklich und verhaft gewest ist, wie wol das an gelt auch nit zu gangen ist etc. also hat man mir als einem paumeister befolhen, kunftiglichen [noch] Kornpergstein zu gedencken und bestellen, das des Vischpachs in der stat alle jar einen ort mit Kornperckstein gemacht und besetzt werd; und nachdem [155a] das mer kost, so sollen alle die, die vor ein pfenning geben haben, zwen pfenning, und die einfluß haben, vier pfenning geben. darauf dann die schrift wirt auf der cantzellen gelesen zu sant Laurentzen als hernach geschriben steet:
»Nachdem man den Vischpach jerlichen abgeslagen und die scheden und geprechen, der ettwan weit und lanck, verkumen und gepessert, und das gelt von den leutten, die daran und darumb gesessen, noch ir ieglichs vermugen und pesserung desselben Vischpachs genummen und eingesammet hat; wann aber solicher pesserung mit santstein nit verfencklichen sunder unverhaft und kurtzlichen abnemen sein will, so ist ein rat umb gemeins nutz willen daran komen und will denselben Vischpach von heut über acht tag aber abslagen und den hinfur nit mer mit santstein sunder mit Kornpergstein pessern und machen, und das gelt von allen den, die an und umb denselben Vischpach sitzen, es seien eigen hausgenossen oder insessen, was sie vormals geben haben hinfur zwifach, und von den, die von demselben pach ein oder zufluß haben, vierfach nemen.«
»Es wollen auch dieselben unser herren vom ratte, so man solichs gelt sammen und einpringen will, sich ein ieder, den das berürt, doheim vinden loß, und das gütlich unverzogenlich außricht und bezall; wann wer des nit tet, den wurt man fur solich gelt pfenten, und es mocht sich iemant so ferlichen darinnen halten, in wolt ein rat darzu stroffen, nachdem er zu ratte wurde. auch alle die, die prücklein vor iren heusern haben über den Vischpach, sullen die selber aufheben und abtragen lassen auf das, das man desterpaß darzu gesehen und darunter geraumen mug; darnach so wisse sich meniglich zu richten. auch welliche die weren, die umb ein taglon an dem Vischpach wolten helfen raumen und fegen, die sollen als von morgen montag über acht tag früe zu dem garauß mit iren schauffeln komen, und sich pei dem weissen thuren vinden lassen.«
[155b] Als die Vischpachmeister solichs [vernamen], kamen sie und prachten mir eine eisne püchsen, darinnen pei ailfthalb pfunt alt geltz, das in der püchsen des alten eingenomen geltz was etc. und begerten darauf urlaub von mir und meinten, ich solt nun furpaß das dinck außrichten etc. also sagt ich ine, ich het nit urlaub zu geben und patt sie auf das aller freuntlichst, das sie also lenger mit mir ob den dingen sein wolten, des ich sie dann noch pißher alle jare kaum über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.
Und also wird ich pei dreien wochen vor sant Michels tag mit den Vischpachmeistern eins, auf welche wochen man den pach mocht abslahen. darinnen muß man bedencken, das man ein gantze wochen fur sich neme, auch das das geschee vor sant Michels tag, so ist das wetter allweg [wermber] und der tag pei einer zimlichen leng, dann er ist nach sant Michels tag; dann man des pachs nit wol geratten mag in der stat, also waß er über acht tag aussen ist, so schreit iederman dorüber. wenn wir uns dann also einer zeit vereinen, do preng ich das an ein ratt, das ein ratt auch sein willen darzu geb und darzu leihe zwen püttel, die das Vischpach gelt helfen einsamen und der einer die vorgeschriben zettel auf der cantzel less zu sant Laurentzen; doch hab ich die zu zeitten einen schreiber lesen lassen. das soll gescheen alspald man den segen zu unser lieben frawen mess geben hat und die schuler in der kirchen herab sten und man umbgeen will, in der weil sich derselb priester im sagerer ab tut und ee man den weichprunnen gibt etc. so ist das [meinst] folck in der kirchen. das hab ich ettliche jare her also bestellt zu thun.
Darnach von demselben suntag über acht tag so hab ich bestellt mit der stat pflasterer zwen oder drei und in darzu des Gürtlers pfert mit einem karrn und hawen und schauffeln gelihen; dorpei ist auch der gesell, der des schutzpretz wart und den schlussel darzu hat pei des Ammans weier. dasselb pret lest man dan fur vallen und verlegt das hinden [156a] mit einem karrn vol wasens, die man darzu aufhawen und füren muß. das geschicht also allewegen nach mittag, das man den pach also versetzt, so verlauft in der nacht das wasser überall.
Am selben suntag, so man den pach versetzet, so hat der Weyller, lederer, der ein Vischpachmeister, allweg bestellt, das nach der vesper oder umb zwei gen nacht der krottenmullner ein slegel gezogen hat ob seiner müll, dardurch der pach in die Begnitz felt an demselben ent, und hat dopei zwen tagloner bestellt, die im Wert und also unter dem gewelb ob der Kröttenmüll gestürt haben, damit der pach das meist kott in die Begnitz gefurt hat, dan an demselben ente unter dem gewelb der pach wol acht schue tieff ist und als mit kott, das über jar in pach kumpt, allenthalben an dem ent verlegt und do ligent pleibt, das man dann nach rat der müllner und werckleut hat gantz außgeschut und darauf gepruckt und den poden durchauß im Wert erhaben piß zu der Almusenmüll hinauf, auch den slegel verschut, dann ein rechte mördersgrub und höll doselbst under dem gewelb und prucken, das woll acht schue tieff und pei hundert schuen lanck was an dem ent, also das man desselben stürens noch slegelziehens kunftiglichen nit mer bedarf.
Darnach am montag früe so sein die drei Vischpachmeister pei dem weissen thurn und bestellen do ein achtzehen oder zweintzig lederer und ander gesellen umb ein taglon. als nemen dann der Vischpachmeister ieder ein sechs oder siben derselben gesellen zu im, und die zwen der Vischpachmeister heben dann an zu fegen am Vischpach pei dem weissen thuren, der ein die Preittengassen, der ander die gassen über den Rossmarckt und fur sant Laurentzen hinumb auch piß an die Pfandsmitgassen, und der ein dann furauß die Fleischgassen an die statmaur, der ander mit sein gesellen vom weissen thurn hinauß und hinder dem teutschen haus herumb und darnach die öberen und underen Ledergassen und auf das letzt im Wert das kott piß auf den pretterten poden allenthalben auß dem pach auf haufen zu slahen. wenn sie pede [156b] die zwen Vischpachmeister dann also in der stat geraumpt haben, darzu sie auf das minst zwen tag haben müssen, so gen die pede dann mit iren gesellen fur die stat und heben an voren am statt graben und werfen und raumen das kott auch auß, das in dem jare darein gerunnen ist, also fur den Tafelhoff und durch den underen und oberen Galgenhoff pieß hinauf an das schutzpret pei des Ammans weier etc. auch soll man alle jare in denselben greben hinauf die stauden, so in und über den Vischpach hangen und gewachsen sein, abhawen, dann im winter so legt sich der schnee darauf und druckt sie in pach und gefreust dann also; doran swellt sich dann der pach und lauft auß, das sust nit geschicht.
So hebt der drit Vischpachmeister mit sein sechs oder siben gesellen an auch an demselben vorgeschriben montag und hat im darzu vorbestellt zwen maurrer mit einem steinkaren und anderm irem zeug und püst ettlich new stein ein allenthalben in der stat am pach, wo sein not thut und die alten erfault und schaden genomen haben, zu zeitten ein hundert sechtzig und viertzig stein, darnach sein not thut. solich stein die haben die Vischpachmeister umb sant Jacobs tag ie zu zeitten füren und hawen lassen, aber sider man den pach mit Kornpergstein macht, so püst man mit den alten stein, die man aufhebt und sust verkauft, die püst man also ein, wo sein nott ist. wenn dan soliche pesserung in der stat geschicht, so flicken sie dann vor der stat am pach hinauf piß zu dem schutzprett an des Ammans weierhaus hinauf; wo sein not ist so [legt] man das auß mit holtz und slecht darfur eichen pfell, oder ettlichen enden versetzt man das mit quadern vor der stat. auch mit den dingen hat der drit Vischpachmeister auch zu thun vier oder funf tag, darnach ein jare der arbeit minder oder mer ist, dann das ander.
Welche heuser aber so nahent dem Vischpach steen, als dann des alten Marx ferbhaus pei dem weissen thuren und der teutschen herren maur, die hinden umb iren hoff geet, daran der Vischpach herlauft,[157a] und die vier heusser, dozwischen der Vischpach von der öberen Ledergassen an die underen Ledergassen lauft, auch das reich almussen von ir müll wegen, als vill sie des berürt, und darnach under derselben müll ettliche heuser im Wert, die alle sein schuldig das und sovil auf der seitten gegen in sie des berürt selber zu underfaren, zu pesseren und zu machen von ir heuser [und gemeurs] wegen.
Vor der stat ist desgleichen wo heuserund leut doran stossen haben, die mussen das so vill und sie das berürt selber machen lassen; wann die Vischpachmeister nit mer machen, dann das die gemein ist antreffent etc.
Mer muß man dann haben iemant, der das kott, das also in der stat auß dem pach außgeworfen worden ist, fürderlich außfürt; der hebt dormit an am erittag, dann das kott muß vor ein tag ein wenig über trucken, so mag [man das] dester paß geladen. und man muß das bestellen zu über eillen mit der fur, also das er auf das minst drei wegen und vier pfert hab, das allewegen zwen wegen geen und das man einen alle die weil lade, das das kott in den acht tagen auß gefürt wert; dann was des do ligent pleibt, wenn man den pach lest wider lauffen, so keren und werfen die leut des [vill] wider ine pach, das sust nit geschicht.
So nun verlossen ist, den pach mit Kornpergstein zu besetzen, wie vor steet, do hab ich mich ettliche jar her darzu gericht und doran ie ein stuck pessern und vernewen lassen, und desgleichen mit dem poden auch mit eichen prettern, wo sein nott ist gewest. mit solicher arbeit haben sich die ding verzogen, das der pach ie zu zeitten lenger den acht tag aussen ist gewest. so und man aber an die schait des pachs an [157b] der Pfandschmidgassen komen ist, so mag man den pach an derselben ent einem versetzen, und im jare, wenn man will und geschickt ist, mit Kornpergstein an dem anderen ent arbeitten, also das der pach dennoch herein geet. das hab ich mit der stat steinmetzen, zimmergesellen und [taglönern] also machen lassen ettlich jare.
Wenn man dann also vertig ist, so lest man den pach wider lauffen und wurft die wasen, so man hinter das schutzprett pei des Ammans weier geworfen hat, herauß und zeucht das schutzprett gantz auf und lest den pach mit vollem wasser ein gute vierteil einer stund, und lest dann dasselb schutzpret fur und dardurch lauffen sovil und man dann gewonlichen sust über jar oder nach der zeit lauffen lest; so treibt der erst schuß alles das, das in der zeit in pach komen ist, die weil er ist aussen gewest, vor im hinweck — das schmecket ser unsauber.
Darnach und der pach dann also wider in die stat geet, so geen die drei Vischpachmeister umb nach dem gelt von haus zu haus auf zweien partheien, und was man in dann ie gegeben hat, das haben sie genomen und eingesament und dann darvon außgeben, was auf den pach gangen ist, und darvon niemantz mer kein rechnung durfen thun etc. noch dem aber ich also zu den dingen komen pin, hab ich die ding also mit irem der Vischpachmeister guten willen furgenomen also, das sie noch auf zwo partheien geen, auf dem einteil der Vischpachmeister einer, auf dem andern teil zwen, und iede parthei haben einen schreiber, der hat einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln mit snürlein auch darpei kreiden und röttelstein und ein new register; der schreibt in das register ein ieden hausherren und in sunderheit die hausgenossen alle an, wie die heissen mit namen und zunamen, auch was ieder geben hab und an was gassen er sitz und auf welchen tag man das gelt geben hab. darpei hat iede parthei einen püttel; wer sein gelt nit gibt, den pfendt man, und an dasselb pfant bint der schreiber ein zettellein, darauf steet geschriben, wie der oder die heissen, des dasselbe pfant ist, und waß dasselb pfant stee. nach dem selben register dann [158a] wol zu rechen und zu überslahen ist, was von gelt gefallen ist. dieselben register noch also vorhanden sein von einem ieden jare, die weil ich dopei gewesen pin. auch so hab ich den Vischpachmeistern zu zeitten zugeschickt einen knecht mit einem korbe, der die pfant hat getragen. auch haben sie allwegen das alt register des voderen jars auch pei ine, darnach sie sehen, was einer vor geben hab etc. darnach sie sich auch dester paß gerichten mugen, also was einer von alter her geben hat, der muß ietzunt dasselb zwifach, und die einfluß haben, vierfach; dann die kartheuser geben nichtz, auch die vier heuser zwischen der oberen und unteren Ledergassen, do zwischen der pach hinlauft, darumb, das sie den pach an demselben ent selber machen müssen. auch gibt der almussen und krottenmüllner nichtz, und darzu die drei Vischpachmeister geben auch nichtz an dem pach.
Solchs umbgeen nach dem gelt wert pei vier tagen. dieselben drei oder vier tag essen die drei Vischpachmeister, zwen schreiber und zwen püttel mit einander, alle tag zwai mall ir einem, und dingen sich an zu einem wirte; sust haben die Vischpachmeister nichtz darvon dann die malle. wenn sie dann also gar außgangen sein, so komen sie die Vischpachmeister alle drei mitsampt den schreibern und püttelen und prengen mir solch gesament gelt und pfant, auch die register. des geltz ist pei sechshundert pfunt alt ongeverlichen zu gemein jaren.
Von dem gelt geet ab am ersten, das man außgeben muß, das der Vischpach kost zu fegen pei vierunddreissig pfunt alt, und dasselb kott auß zu füren pei zweiundviertzig pfund alt; so verzeren sie, wenn man das gelt ein prenget, pei zweiunddreissig pfunt alt; so gibt man den schreibern und pütteln iedem ein tag dreissig pfenning, macht pei sechtzehen pfunt alt; mer dem knecht, der des Vischpachs wart über jare, zwelf pfunt alt; den pflasterern am pach zu ze pflastern, wo man den geflicket hat, pei dreissig pfenning: das alles macht pei hundert viertzig pfunt alt, die auf das minst alle jar darauf geen, also pleibt des geltz über pei vierhundert sechtzig pfunt alt, von dem solt [158b] man den pach mit Kornperckstein machen. und was ich über das, so alle jare davon gefellet, außgeb, das solt die gemein kunftiglichen bezallen. also hab ich ettliche jar her pei funfthalbhundert und vierhundert, und ettliche jare pei vierdhalb hundert quader Kornpergstein versetzt, die allein der gemein zu gerechent worden sein; und die ich unter die prucklein und in den zwinger versetzen hab lassen; die hab ich nit darzu sunder der stat gerechent. der obgeschrieben stuck steins eins pei dreissig pfenning kost also rauch, so kost eins zu hawen pei zwelf pfenning, also geet nun darauf mit dem versetzen und die grunt mit eichen prettern zu pessern, die alten stein ab zu raumen, das alles ich mit der stat arbeitter, steinmetzen und maurrer alle jar piß her machen hab lassen und über das gelt, so davon gefallen ist, ein gepust ettlich hundert pfunt novi, als das in mein rechnung, so ich davon verzeichent hab, sich erfindet. nach dem man aber ettliche jar her hat zwue zeil stein aufeinander setzen müssen, das hat vill kost, das aber nun am lant nit mer bedarf des, sunder die dinck sich hinfur fast mit einer zeil an der höch begeben, und auch das man mit der arbeit also gemach thun muß, darmit man solich [außsteent] gelt wider ersparen und einprengen mug in kunftig zeit von jaren zu jaren.
Die Vischpachmeister haben bestellet den tauben Öttlein, das er des pachs über jar gewart hat. dem haben sie ein jar geben acht pfunt alt; aber ietzunt hab ich ine einen bestellet, der heist Heintz Lechner, dem muß ich ein jar geben zwelf pfunt alt, das er alle tag auf das minst ein fart doran auf und ab gee. [solcher] 12 pfunt gib ich ime alle goltfasten dreu pfunt alt.
Man lest den Vischpach ie zu zeitten an unsers herren leichnams abent hinter dem Peßler vor dem pat zum Strosack versetzen und lest in lauffen ein stunt oder anderhalbe umb des Peßlers haus und also gegen der langen prucken und verrer durch die Schustergassen in die Begnitz pei den sattlern an der fleischprucken.
[159a] Ein hüll hinder sand Klaren kirchoff hat man von gemeiner stat wegen ie zu zeitten fegen lossen einen paumeister. die hab ich im zwai und sechtzigsten jar lassen trucken außschopfen und das kott herauß werfen piß auf den poden, der ist geprettert, und [hab den] patknechten im Sundergew darvon geben ir sechs gesellen sechs pfunt alt und achtundzweintzig pfenning.
Zu dem heiligtum oder sust wenn herschaft kerkomen soll, so versetzt man den pach gern unden an der Fleischgassen und man lest den Vischpach gern durch dieselben hüll lauffen ein stund oder zwue und fullt die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel schmeckt; das dann sust sere schmeckt, wenn das also lang steet, sunderlich im summer.
Wenn man den Vischpach abslecht, den raumen und pessern will, wie voren geschriben steet, so sollen die zwen pachmullner, nemlich der almusenmüllner und der in der Krottenmüll, umbgeen in der stat und vor der stat piß zu des Ammans weier, und wo sie sehen, das iemant verporgenlich oder offenlich rören in den Vischpach gelegt hett, dardurch man wessert, oder dem pach das wasser sust abgieng, so sollen die müllner dieselben rören oder rinnen außgraben; und wo die iemant hett über die, die hie vorn geschriben steen und zu gegeben sein, und der nit abthun wolt, so solt man doran pfenden alle tag umb ein pfunt haller; darzu soll ein statt paumeister den müllnern beholfen sein etc.
[159b] Von der gehorsam des paumeisters, wenn und wie er auch rechnung thut.
Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz, und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat; so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil, die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt: das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist darleihen oder geben, das thue ich gern.
So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.
[160a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.
Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht, zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig domit sei.
Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister, das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten, das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu verhören.
Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160b] verhören wollen. das soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben stund do zu sein.
Auch wenn die losunger dann die rechnung hören wollen und die zwen herren, von ratz wegen darzu gegeben, gegenwertig sein, und man sie alle hinein vordert, so list der losungschreiber einer am ersten der herren register gegen des paumeisters bergamenen zettel, waß man sider der nechsten des paumeisters rechnung dem paumeister geben hab von gelt auß der losungstuben, des gleichen dann in des paumeisters rechnung auch geschriben steet gleich als in der zettel. und so man das gleichlautent vindet und davon ein sum aufzeichent etc., so list der losungerschreiber dann einer verrer in derselben des paumeisters rechnung, was er mer hat eingenomen von kalck, holtzwerck, stein und anders, das man von bette wegen und sust verkauft hat, auch von der sege eingenomen, fur das man anderen leutten gesnitten hat etc. das alles die losunger pede mit rechen pfenningen legen, und die zwen herren, die von ratz wegen do pei sein, die sehen und horen auf, was man list, und die haben auch vor in die alten rechnung des vergangen jars und fragen dapei, worumb das ettlich sum hewer mer oder minder treffen dann des vörderen jars; des muß dann ein paumeister unterscheit geben.
Dornach so list man dann das außgeben nach einander von einem zu dem andern, das dann die herren auch legen mit pfenningen; und so dann das außgeben auch auf ein sum procht und das gegen dem einnemen angesehen wirt und der [rest] gemacht, was die herren einem paumeister schuldig sein, ob er mer hett außgeben, dann eingenomen, oder was der paumeister noch uberichs geltz innen hab etc. darnach es sich begibt etc., so list man dann darnach, was noch von uberichem zeug, von holtz, stein, kalk, pretter, zigel, eisenwerck und anders vorhanden ist, das alles bezalt und die stat do ligent hat.
[161a] So soll ein paumeister dopei der herren an einer zettel verzeichent geben, was man von gar alten schulden oder von schulden, die er gemacht hat, also ob er iemant het geben von holtz, prettern, stein, kalck oder anders, das man noch nicht bezalt hett. und so das alles also gelesen und verhört wirt, so heissen die herren den paumeister außtretten.
Und in solichem außtretten hab ich den herren alleweg gesagt (nit weiß ich, wie es die andern paumeister vor gehalten haben), nachdem sie do die rechnung kurtz verzeichent und gehort haben: ob sie in ichte pruch hetten, des zu vill oder wenig geschriben wer, oder darinnen sie sust leuterung bedorften, so wer ich willig inen unterscheit zu geben, dann ich die ding alle weitter und lenger geschriben het in meinem buch; dann man die rechnung mit dem kurtzen beschreibt, dann der ding und stuck vill und mancherlai ist, und die rechnung dennoch gemeinlich pei einem buch pappirs dick wirt und fur sich nimpt.
In die rechnung des außgebens schreibt man am ersten den zimmerman mit seinen zimmergesellen, darnach den maurrer mit seinen gesellen, dem rechet man zu alle taglöner und die pfert, die man an der arbeit hat; darnach die pflasterer mit iren gesellen und einem karnpfert, darnach tüncher, kleiber, Rörenheintzen etc. waß iede parthei alle wochen gearbeit und an was enden der stat die gearbeit, gekost und verdinet haben; darnach der Gürtler und schütmeister, was ich den geben habe; darnach der püttner, haffner, schreiner, glaser, seger, wagner, seiler, kandelgiesser, goltschmit und [moler] etc. auf welchen tag und wie oft ich mit der iedem abgerechent habe; mer von den tieren im statgraben, was die gekost haben; auch die nachtmeister, was die das jar verdinet haben; darnach waß ich fur eissenwerck außgeben und wenn und wie oft ich mit den smiden und slossern abgerechent habe; darnach was holtzwerck ich kauft habe und wenn, auch wie oft ich mit der stat walthawer abgerechent habe; darnach was ich für Reuhelperg, Kornperck und pflasterstein, auch zigelstein und kalck außgeben und von iedem gekauft und ie zu zeitten abgerechent hab; [161b] darnach was ich zu vorauß und trinckgelt auch für allerlei unkost sust außgeben hab; darnach [was an außstenden] schulden und an parem gelt noch vorhanden ist und wer dieselben schuldiger sein, ein ieder mit namen und zunamen etc. die dinck werden alle auf das kürtzt in der rechnung geschriben, das doch ietzunt und doher zu lanck wer zu schreiben. denn wenn ein paumeister kunftiglichen [rechnung] thun wolt, so soll er an die herren die losunger begeren, das sie im der nechsten rechnung, so vor im gescheen sein das nechst oder das ander oder das drit jar, eine herauß leihen, doran dann ein paumeister eigentlichen sicht, auf was furm er sein rechnung machen und schreiben soll.
Auch so hab ich an meiner rechnung keiner nie kein abganck des geltz, so ein paumeister ein nimpt und außgibt, gerechent, noch an das außgeben nichtz geschriben, das mir vill oder wenig abgangen sei, wie wol das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen, vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag. iedoch so hab ich das albeg von meinem gelt erfult und die rechnung und sum fur voll gemeiner stat dar gelegt.
Dan so vorderen die herren der stat paumeister wider hinein und sagen im die zwen herren, die von ratz wegen pei der rechnung gewesen sein, wie sie die rechnung verhort haben, das wollen sie einem erbern ratt zu erkennen geben etc. darauf geben die losunger dem paumeister fur sein solarium alspalt ein hundert pfunt novi. und die rechnung so ich den herren piß her gethan hab, die hab ich allewege lassen schreiben den Caspar Elchinger und im darvon geben acht pfunt alt allein schreibgeltz und darzu das pappier und copert. dieselben rechnung loß ich den herren in der losungstuben und ich behalt der ein abschrift [mit] meiner hent geschriben. wenn dann also die rechnung geschicht, so gib ich dem Meychsner, dem hausknecht, zu trinckgelt acht grosch oder sechtzig pfenning.
[162a] Wenn dann die herren darnach das einem erbergen ratte für prengen, so soll ein paumeister außtretten, ob er im rat ist. dann lest man einen paumeister wider in den ratt, so sagt im ein burgermeister, wie die herren, so pei der rechnung gewesen sein, einem erberen ratt woll gesagt haben, das die rechnung recht stee, oder ordenlich wider rechent hab etc. und darauf laß in ein ratt pitten, das er wider darob sein woll piß zu dem newen ratt; dorpei besteet es dann piß zu dem newen ratt.
Auch hat der stat paumeister vor jaren und sunderlichen pei des Grasers seligen zeitten mer von dem paumeister ampt gehabt an gelt auß der losungstuben, und sunderlichen was alts holtz abgangen ist von prucken und anderen dingen, ist alles eines paumeisters gewest; auch hat man ettlichem ein pferlein gehalten. aber nach des Grassers seligen tod und sider des nechst vergangen krigs und nachdem ein ratt in andere der stat ampt auch gesehen hat, so hat man einem paumeister sein lon gesetzt auf ein hundert pfunt novi, und die spenn und kurtz klupfel und abholtz, das von dem newen zimmer abgeet ungeferlichen, das sament man zusamen und fürt das mit der stat pferden dem paumeister heim; und was von altem holtz abgeet. soll man verkauffen und der stat solich gelt geben, das ich dann also pißher auch gehalten habe.
Nachdem und der Duwinger auf die Peunt kam pei des Colers zeitten in des Loters des weitmessers gemach, der vor in demselben heuslein saß, do begunt der Coler dem Duwinger, was er spen im haus prent; des hab ich im piß her auch nit abgeslagen.
[162b] So hat der Gürtler vorauß und alleweg gehabt von altem holtz sein prennholtz und spen auf dem hoff, das hat er noch in seinem haus zu prennen.
Des alten holtz verkauft man ein fuder mit dreien pferden oder mit vieren den ziglern für sechtzig pfenning oder dapei mer oder minder darnach es gut ist. die alten schrancken an der lantwer gab ich ie einen umb zehen pfenning oder ein fuder pei funfundfunftzig und in sechtzig pfenning. sust verkauft man den taglonern und andern über jar eintzlichen vill alts holtz, das hin und her abgeet. dasselb gelt muß der Gürtler samen und einem paumeister verrechen, das dann verrer in der stat rechnung kompt.
Zu zeitten so lest man solichs alts holtz aufhawen und verkauffen das also gesetzt, oder der Coler nimpt des zu seinem salpetter siden im marstall, oder man heitzt die packöffen damit alle jar auf das minst ein fart, das sie dester minder verderben oder schaden nemen.
Ein jar so gefellet an gelt von spen, die man auf der Peunt verkauft und an andern enden, wo der stat zimmergesellen arbeitten, pei sechtzig pfunt alt. solichs gelt nimpt mein hausfraw ein, das dann alleweg die paumeisterin vor her also eingenomen haben, dapei laß ich es auch besteen. dasselb gelt samet der Gürtler ein und gibt das meiner hausfrawen, die im dann zu dem newen jar auch ettwas schencket als ein hemde oder dergleichen zu liebung.
[163a] Darnach so hab ich gelt ine einer puchsen gesamet das gantz jare, das dann die werckleut meinen ehalten zu trinckgelt geben, wenn man mit einem rechent, auch der stat walthawer, und wenn man ein eich hat von Reuhelpergstein etc. als dann davoren her geschriben steet pei iedem, was er gibt. des geltz gefellet ein jar pei zweintzig in vierundzweintzig pfunt alt, das haben vor ettlich paumeister selber behalten. also nim ich das selb gelt halbs oder den meisteil und teil das ander unter mein ehalten und besunder dem knecht den meisten teil, dann er die meisten mühe mit inen und mir darinnen hat; und mit dem uberichen, es sei acht oder zehen pfunt, gib ich meiner hausfrawen und loß sie darumb visch und wein bestellen, und lade darzu auf den weissen suntag zu nacht oder den nechsten suntag darnach zu gast darzu meister [Ekarius], Hannsen Ruprecht, den Gürtler und sag ine, das ich der stat rechnung gethan hab und geb ine do ein [rechenwein].
So hat ein stat paumeister vor dem nechstvergangen krieg auch mer gewaltz gehabt dann ietzunt, sunderlichen mit arbeit für zu geben und machen lassen, auch wo trefflich meister herkomen, die ettwas furhielten, den rede gestatten und zu denselben wercken greiffen, in auch darumb thun und willen machen alles nach eines paumeisters gut beduncken. das aber alles ist abgenomen worden, also das ein paumeister in nichte news geen dar treffenlichs, noch kein meister umb solte oder gelt bestellen on eines rats verwilligung etc. wol mag ein paumeister einem ein bescheiden trinckgelt geben und versprechen, der ettwas fur ander kan oder thut an der arbeit, dann einer mit steigen, rüsten, zimmern, steinhawen geschickt, behenter und rustiger ist dann ein ander. darein muß sich ein paumeister selber richten und sich des gewaltz gleich woll nit zu vill prauchen.
In sunderheit soll ein paumeister gewarnt und des geflissen sein, das er nichtz machen loß von gepewen auf der vesten, kleins noch groß, [163b] on wissen und willen der obersten herren und heuptleut, die ie zu zeitten sein, es wer dann ob dem burckherren, thorwarten oder thürnern an offen, glesern, leden zu flicken oder pesserung nott wer ongeverlichen.
Auch desgleichen auf sant Sebolts und sant Laurentzen thüren, do die sturmglocken hangen; dieselben zween thüren die stat pessern lest und in wesen helt, was pruchs doran wer, es were an der slach oder sturmglocken oder den thürnen, das soll auch den oberen haubtleuten furpracht werden und nach irem ratt furgenomen werden. im achtundsechtzigsten jare macht man unter [die] slachglocken auf sant Seboltz thuren newe eichen furm und gelen pretter.
Was sust der stat krem, thuren und zinsheuser sein, die soll ein paumeister mit dachen und decken bewaren, auch an slossen und leden zimlich pesserung thun, und auf den versperten thuren und iren frawen herniden ir öffen und glesser desgleichen pesseren und machen; aber was pruchs an öfen und glessern in den anderen thurnen und der stat zinsheusern ist, das sullen die, den dann ein zinsmeister die lest, selber machen und pesseren lassen, das dann der zinsmeister iedem soll sagen, wenn er ine die lest oder leicht, es wer dann, das man in sovill und langen jaren nichtz an glesern gemacht hett und so erfault weren; do muß sich ein paumeister selber einrichten.
Ein wildpader, der ie zu zeitten do innen in dem Wildpad ist, der lest die wannen halb pinden, wenn sein not ist, und der stat zinsmeister den anderen halben teil, dann die wannen sein halb der stat; damit hat der stat paumeister nichtz zu thun. aber kurtze pretter über die wannen soll ein paumeister darzu geben, und ob an [164a] kessellen und camerwenden icht pruchs wer, soll ein paumeister pesseren lassen.
Was auch in der wag an gewichten und wagen abgeet, auch in dem gewanthaus von pöcken und [prettern] zu den tuchen, soll ein paumeister [machen] lassen. was schregen die lederer auf irem haus haben, die machen und pesseren sie selber, und ein paumeister hat dieselben schregen im anfang vor jaren hinauf machen lassen.
Auch wenn das ist, das zu dem [heiligtumb] so vil gewants herkompt, das dieselben unten in dem gewanthaus nit alle gesteen mugen und zu eng ist, so hat man zu zeitten auf der wag feil gehabt. wo des not geschee, so soll der stat paumeister pretter, pöck und stent auf der wag zurichten lassen, darauf die leut feil mugen haben etc. auch so hat der Petz Thürre auf dem gewanthaus ettlich tisch und anders, das zu dem haus gehort und auch mit der stat schilt geprennt ist etc.
[165a] Die stück soll ein paumeister in gutter acht haben.
Nemlichen und am ersten, wo der stat paumeister seiner gescheft halben das sust gethun mag, so ist es gar nott, nutz und gut, das er sam teglichs und oft pei den arbeittern sei, und vor zimmergesellen maurrer, decker, pflasterer und andern etc. ie von einem zu dem andern ab und zu gee, auch do sehe, ob sie zu rechter zeit zu der arbeit komen und frag, wo iemant nit do wer, wo der sei, und was sie arbeitten oder machen und wes sie bedörfen oder gepruchs haben, [inne] das bestellen und zuschicken etc. das alles furdert ser wol die arbeit.
Auch soll der stat paumeister zu zeitten umb den statgraben aussen und sunderlichen vor der stat thoren und desgleichen inwendig gerings umb die statmeur reitten oder geen und do sehen, das man nit geferlichen schütte zu nahent den thoren, auch das er der schrancken und prucken vor den thoren warneme und die zollner frag, ob sie icht gepruchs doran haben etc. auch das niemant hinter der meur geferlichen schutte oder herauß fare mit gepewen weitter, dann der stat gesetze ausweist.
Es ist auch not, das der stat paumeister auf das minst ein mol im jare auf den Reuhelperck selber besehe und der stat meister den maurer und schaffer mit im neme und do besehe von gruben zu gruben, was die steinprecher von velsen geraumpt oder vor in haben mer zu raumen, auch das sie der vels [nit unterhawen] und auch die vels zu grund herauß prechen, und das sie die schut aus iren gruben füren, und doch mit denselben die ander vels, auch die rinnen und ausflüß des wassers nit verschütten etc. dann es ist ser gut, das ein paumeister auch wiß, wie es gestalt sei auf dem perg, wenn die steinprecher dann in dem jare fur einen paumeister komen und eines anderen fels zu raumen begeren, das er desterpaß wiße, wo er inne erlauben wolle oder nit. wenn ich dann ie zu zeitten auf dem perg gewesen pin, so hab ich den steinprechern dann allen [165b] zusamen geben zu vertrincken zweintzig oder vierundzweintzig pfenning.
Des gleichen sol ein stat paumeister auch im jare ein mol zu den steinprechern in der heiligen gruben bei Wendelstein besehen, wenn man der stat stein pricht, was fels sie doselbst raumen und das sie die schut auch nit schedlichen schutten und zu velsen raumen die gut stein geben, und das sie auch redlichen arbeitten, nochdem man ine das taglon dorob gibt, auch das sie die wegen und fure mit den stein redlich herein laden etc. so hab ich gemeinlichen zu sant Jorgen tag [23 Apr.] angehaben alle jar und die steinprecher hinauß gesant stein zu prechen ein sechs oder acht wochen.
Und der stat paumeister soll alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee dann die kelt angeet, bestellen mit der stat slosser und dem zuschicken einen redlichen gesellen von den [taglonern], der do wisse, wo alle thore und thurlein sperrer sitzen, und darzu bestellen ein pfunt oder anderhalbs guts lautters paumöl auch zwen oder drei flederwisch etc. die sollen auch pei in haben ein plossbalck und hadern und sullen gen auf ein montag oder eritag und [nit auf ein freitag oder sambstag] etc. zu allen statthoren und türlein, grossen und kleinen, an den inneren und euseren thoren und darzu verpotten und forderen desselben thors thorsperrer und thurlein sperrer oder ir slussel. und dann soll der slosser dieselben sloß außsteuben, fegen und wischen so er pest mag, und desgleichen die hocken, engel und ör an den panden und die dan schmiren mit dem paumöl und die sloß und thore auf und zu thun ein fart zwai oder dreu mall, also das die fertig und geng werden, und darnach [dem thorsperrer], welcher nit gegenwertig gesein mocht und des slussel do werden, dieselben slussel alspald wider heim tragen und furpaß geen zu einem andern thore etc. der slosser soll auch eben aufsehen und in gutter acht haben, ob er icht pruchs sehe an den grossen und klein thoren oder thurlein auch desgleichen an slossen und slusselen, oder ob die [166a] thorsperrer icht pruchs doran hetten etc. das soll der slosser dann furderlichen der stat paumeister zu wissen thun, dardurch das gewent oder gepessert werd etc. der ding ist not auf das minst ein mol im jare, darzu zu sehen, die sloß rechtfertigen; dann es zu zeitten kompt, das man pei nacht öffen muß in einer eil, und wo dann die ding nit vertig sein, so ist man gesaumpt sunderlichen an den durchschliffenden türlein, die durch die statthor geen, die selten geöffent werden, und die sloß im summer voll staubs werden. auch soll man ie kein leinöll darzu nemen, dann das legt sich an und legt sich der staub dorein und gewint ein haut, die nit wol herab zu prengen ist etc. und wenn der slosser die ding also außgericht hat, so gibt im der stat paumeister ein vierteil weins oder vier grosch; dem tagloner lont man sust an der stat arbeit etc. solicher sloß aller ist an den funf statthoren und thürlein achtundsechtzig.
Mer sol der stat paumeister alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee die kelt angeet bestellen mit der stat zimmergesellen oder der stat tagloner einem, der richtig und darzu [geschickt] sei, und dem soll er kauffen sechs pfunt sweinnensmaltz und den do smiren lassen die spindel oben und unden am wasser, doran die schloßgattern hangen, also das er die schrauben ein moll zwei oder drei stunt auf und abtreib und darob sei, das sie durchauß gesmiret werden, und ob icht gepruchs doran wer, das er furderlich der stat paumeister zu wissen thue. darumb darf man einem nichtz geben mer dann sein taglon, als man im sust geb etc. der schrauben ist oben am wasser vier und unden am wasser zwue schrauben.
Nachdem und die von Wert in dem vierundsechtzigsten jar furnamen, ir thüll umb den marckt zu vernewen und domit herauß furen weitter dann vor das alt thull gestanden was, nemlichen den alten schießstuben geleich, die vor verrer fur das alt thull gingen, und sunderlichen zwischen irem stat thor und dem [166b] Wollenthore irem alten graben darvor vor dem alten thüll gewest [war], gantz einfingen, darauf ein erber ratt Frantzen Rumel und mich hinauß santen das zu besehen, nachdem das also an ein rat langt etc. das wir dann also fanden, das sie mer dann vor eingefangen hetten. darauf was ir antwort: der marckt hett do zwischen den zweien thören ein grosse krüm und plinten ort hinein gehabt, zudem das sie irer [ram] und nottorft halben sust ser eng hetten, so hetten sie das ungeverlichen und im pesten also gethan. darauf mir ein erber rat befahlhe, das ich dann Albrechten Kressen irem richter, Narcius Haller und Closs Pocken, als gemein meister, sagt, das sie das verrer iren ratzfreunden auch zu wissen tetten und darob weren und mit den iren auch bestellten, und das sie selber nit weitter mit dem newen thüll herauß furen, auch sust nit herauß pautten weder mit schießstuben zu der were noch sust on eines erbern ratz gunst und willen. darauf so pleib das new thüll und das, das sie eingefangen hetten also steen etc. das soll ein paumeister kunftiglich in gutter acht und sein aufsehen darauf haben.
So soll der stat paumeister umb Michaelis oder wenn in das not [bedunck] besenden alle, die meister zimmerwercks hie sein, und die außteillen und sie bescheiden nach ratte meister Dubingers und meister Rupprechtz allenthalben auf die prucken in der stat: also wo sich ein güß macht oder ein wasser keme, das dann ein ieder meister mit allen seinen gesellen kem auf die pruck und an das ent, do er hin beschieden worden ist und do allen vleiß thu, darmit das holtz, ob im des zufluß, auß dem wasser gezogen werd oder aber das durch die prucken leitten und desgleichen die eisschellen auch durch leitten und darob sein, das sich nichtz an die prucken lege, so sie pest mugen etc. und sullen auch nit abgeen on erlaubung eines paumeisters oder des stat meisters meister Hannsen Dubingers. wo sie dann also do arbeitten, so soll in der stat paumeister iren taglon geben, oder ob sie nit ein tag do weren sust ein trinckgelt geben.
[167a] Darzu soll der statt paumeister mit der stat werckmeister dem zimmerman, als ietzunt meister Hans Dubinger ist, bestellen, das der zwen seiner gesellen hab, die auf in warten und das er gee ie von einer pruck zu der andern und den andern meistern und gesellen zusprech und seche was die thun, und wo sein am nöttigsten ist, das er mit helf zugreiffen.
So soll der stat paumeister die andern zimmergesellen, die an der stat arbeit sein, sust zu ieder pruck und pollwerck ein bestellen der do hab ein schlussel zu den hocken, eisschauffellen und seile die do sein pei den prucken an den enden als hernach steet, das er die her fur such und gebe.
Auf dem gang hinter dem Wildpat auf der seitten gegen sant Katherein garten sein hocken, seil und eisschauffeln, fackel zu der pruck hinter dem Wildpat und zu dem stege am Sant.
Auf dem heimlichen gemach auf der parfusen pruck sein eisschauffel, hocken, fackel und seil zu derselben und fleischprucken.
Auf dem narrnheuslein pei der spitalpruck sein hocken, fackel, seil und eisschauffel zu der spital und Katherein prucken.
Auf dem heimlichen gemach auf dem Sweinmarckt sein hocken, fackel, eisschauffel und seil zu der langen prucken pei dem Derrer.
So sein auf den zweien pollwercken unden am wasser hocken, fackel, eisschauffel und seil zu denselben pollwercken.
[167b] Es soll der schaffer und anschicker, als ietzunt ist Conrat Gürtler auch ab und zugeen und besehen ob man icht eispeihel, seil oder anders bedorft, das er das herfür gebe.
Bestellen soll der stat paumeister mit dem Löffler und soll auch die ding selber in gutter acht haben, also wenn das wasser vor den trencken und einritten in die Begnitz gespült und hin gefürt hat das lant vor den prucken oder pflaster, als pei dem Karl [Holtzschuer], an der Eich, auch dem Sweinmarckt und pei der langen pruck vor Fritz Derrers haus, auch pei en irherstegen und sust wo sein nott wer do man in die Begnitz riet etc. das der Löffler dann die klein stein, das hert ding, das er von den pflasterern sust außfuren muß, an die selben ent fur und die einriett darmit erheb und gründt; wiewol des die mullner nit gern sehen, iedoch ist des nott, wann zu zeitten grosse locher und gruben vorn an den antritten und trencken werden, wenn einer hinein will reitten, das das pfert über den kopf einem nit hinein felt, das hab ich gesehen.
Wo dann also die Begnitz wechst, es sei summer oder winter zeit, so soll der Gurtler furderlich die ketten furslahen an der Begnitz, das niemant darein reit zu trencken, dem schaden mocht gescheen; nemlich pei der spitalpruck, pei der parfussen pruck und pei dem Derrer an der langen pruck etc. der ding dann der Gürtler sere geflissen ist und nit versaumpt.
Im vierundsechtzigsten jare so hab ich nach ratte meister Hansen Duwingers bestellt und die hernachgeschriben meister beschiden auf die hernachgeschriben prucken, wo sein not thun wurt, [168a] mit iren gesellen dohin zu komen, das ich dann oft sider vernewet hab, nachdem die leut absterben; allein ist das die meinung davon:
Auf die pruck hinter dem Wildpat: meister Ulrich Regauß, meister Burckart Planck.
Auf den steg peim Schießgraben: meister Jacob Steffan, meister Fridrich Knaur.
Auf die spital und sant Katherein pruck: meister Hannsen Kaltenhauser, meister Endres Hoffmüllner, meister Conrat, hutter.
Auf der parfussen pruck: meister Hanns Glanster, meister Eckhart Hatzler.
Auf die fleischpruck: meister Herman, kuffner, und meister Ekarius.
Auf die pruck pei dem Derrer: meister Ulrich Wollfart, meister Heinrich Schober.
Auf Closs Tyllmans pollwerck: meister Wilhelm, schreiner, meister Heinrich, decker.
Auf des Engelhartz pollwerck: meister Cunrat Müllkuntz, meister Hanns, kuffner.
[168b] Wenn das ist, das die Begnitz über freust und das eis unter den [schoßgattern] also dick ist, das man auf dem eis zu den gattern gen mag, so sol der stat paumeister bestellen, das man das eis furderlich auf haw pei den schoßgattern inwendig und außwendig der gattern oben und unden am wasser auf ieder seitten sechs oder siben schuch weit, also das niemant zu den gattern komen mag. das thun der stat zimmergesellen, darzu leihet man ire eispeihel, wenn sein not ist; die hab ich darzu gepraucht.
Der stat paumeister soll alle jar umb weiennachten oder wenn die [snehe] anfallen geflissen sein und bestellen, das er von eines erberen ratz wegen schreiben loß den von Lauff und Herßpruck und sie pitten, ob sach wer, das [ein gereigen] in den snee oder der snee sust jehling abgieng, dardurch die wasser an luffen oder ein güß wurde, das [sie] dann das, so sie erst mochten, her einem erbergen rat schreiben oder zu wissen thun wolten, darumb ein rat hie gern das pottenlon außrichten woll, es seien reittent oder geende potten etc. solich brief mag der stat paumeister alle wochen pei iren pecken hinauß senden, das er kein potten darzu [verlonen] darf und on kost zu geet.
Kumpt dann also von Lauffe oder Herßpruck pottschaft her, das ein güß oder wasser komen soll, so soll der stat paumeister, so pald er des gewar wirt, das furderlich zu wissen thun in alle müll den müllnern das sie aufraumen, auch den, die der schoßgatter warten oben und unden am wasser, das sie auch darauf ir aufsehen haben, die gatter darnach zu heben etc. auch ob der stat paumeister von holtz, prettern oder anderm holtz auf der Schut oder auf dem Newenpawe oder sust irgen am wasser ligent hett, das er darzu schick, das das aufgeraumpt oder behempt werd, darmit nit schad geschee. wenn dann das wasser also kumpt, so soll der stat paumeister zu den prucken in der stat am wasser zusehen und darob sein, das die meister zimmerwercks und steinmetzen mit iren gesellen auf den prucken sein, die dann darauf von der stat [169a] paumeister beschiden sein, und das sie weren do und durch leitten, was von holtz oder eisschelln auf dem wasser zu [in] zufleust, so sie pest mugen, das sich nichtz an die prucken lege.
Der stat paumeister soll alle jar umb sant Merteins tag [11 Nov.] oder wenn die kelt an geet, so es will gefriesen, zwen oder drei tagloner mit hawen und schauffeln senden und bestellen, das sie allenthalben gerings umb die stat inwendigs an der statmeur alle thürlein und thore, die in die zwinger gen, raumen, das nichtz darvor lig oder geschut sei, das do gefriesen und dardurch man die nit auf gethun mocht. auch desgleichen sullen die raumen alle rinnen und einflü, dieß auß der stat und durch die zwinger und vorwerck in den statgraben gen, also das nichtz darinnen gefries, und wo jehling ein leunen oder weichs wetter an viell, das dann das wasser furderlich durchauß gelauffen mug, dann die einfluß derselben rinnen ettlich gar eng sein, und ein großen unlust machet, wo das wasser nit außkomen mag.
Wenn also ein snee anfellt, der dann dick ist und sich richt in leun und abgeen will, so soll der stat paumeister furderlichen schicken auf ieder seitten der hochen statmaur, wo die nit gedeckt oder überzimmert ist, zwen taglöner mit schauffeln und pesen, das die den snee herabwerfen und keren, dann derselb snee, wo der also versmeltzen soll auf der meur, thut der meur gar wee und hat die maur an ettlichen enden gar sere erweicht und beschedigt, als man woll sicht.
Geflissen soll der stat paumeister sein, wenn der snee also leit und abgeen will, das er fürderlich schick auf die rinnen auf der wag nach neben dem rathaus in des Holpers [169b] haus und zu der rinnen auf dem weithaus und dem alten fleischhaus, darzu man dann hat eigen schauffel, darmit man den snee herab werf und die rinnen raum, wann zu zeitten schaden darvon komen dem gemeur, dem zimmer und sust in heusern, das man auch leut darzu schick, die der dach schonen, das sie nit schaden thun an preisen und damit wissen umb zu geen, des ist not.
Ein stat paumeister soll den nechsten tag vor sant Katherein [23 Nov.] abent bestellen, das das pflaster geraumpt und das kot und mist davon dann gefürt werd von sant Katherein prucken und also durch das [thor] fur den marstall und prunnen, auch durch das ander thore, darauf der Knopf sitzet, von des folcks wegen, das zu sant Katherein geet; wann sust gar ein grosser unlust do würd, wo mans nit raumpt, es gefrür dann als gar sere.
Mer desgleichen sol der stat paumeister geflissen sein, das er zu weiennachten, vassnacht, zu dem heiligtum, zu ostern, pfingsten, sant Sebolts tag [19 Aug.], oder wo vill herschaft herkomen sollt oder sust im jare, wenn sein als gar not wer, von der apotheken pei den predigern und also fur das rathaus piß fur den schön prunnen, auch pei den trögen vor den kandelgiessern und hinter dem rathaus und sust nirgen weitter, das pflaster lassen raumen und aufschoren und dasselb kot und mist dann auß füren lassen oder das iemant geben, der des bedorft in einem garten oder wisen etc. also das ers vorderlich außfurt. das solten thun vier der elsten tagloner in anderhalben oder zweien tagen, darnach und sein not oder unsauber ist.
[170a] Item und darumb geben die herren in der losungstuben in sunderheit alle jar zu sant Michels tag [29 Sept.] der stat tagloner einem, der dann von einem paumeister darzu bescheiden wirt, vier pfunt alt trinckgeltz, das derselb doran gemant sei und das pflaster raum vor dem rathaus, wenn sein not ist, doch alle wege mit wissen eines paumeisters.
Auf dem Marckt bedarf man nichtz raumen, dann der new spital soll den raumen und sauber halten zwischen den saltzern und dem Rietter, und von der rinnen, die hinden und voren fur das rathaus hinab geet. das steet dem spital zu, dann der strewet über jare mist darauf; dann wo sie aber den mist zu lang ligen liessen und nit auf slugen auf hauffen oder die hauffen nit furderlich außfurten, so soll der stat paumeister zu dem spitalmeister darumb schicken oder [dem pfenter] darumb zusprechen, der dann sust sein aufsehen darauf haben soll seines ampts halben.
Zu zeitten wo herschaft hie were oder von burgern iemant were, die stechen oder rennen wolten und die pann mit mist wolten bestrewet haben, das soll der new spital thun; und das bestellt der leb und geet der stat paumeister nit an.
Wo man aber die pann mit sant bestrewet wolt haben, oder schrancken do aufgericht wolt haben, wenn dann der stat paumeister das von einem erbergen rat oder burgermeister geheissen wirt, so soll er das bestellen mit der stat pflasterern, [taglönern], und den ettlich zimmergesellen zugeben. solich schrancken und stuck ligen im zwinger vor dem Frawenthore als man hinauß geet [170b] auf die rechten hant unter einer hütten.
Mit dem sant die pane zu schütten soll der stat paumeister senden den schutmeister und mit im einen pütel zu allen kernern, die teglich hie auf dem pflaster faren, und soll den lassen gepietten und ine ein zeitte setzen, wenn und wo hin sie komen süllen mit iren kern und pferden; und welicher kein schutkaren hat, dem sol man einen von der stat wegen leihen. und wo es als nöttig were, sollt er stat paumeister sust wagenpfert auch aufmietten und den leihen wegen und kerrn, und die tagloner alle darzu schicken, darmit man sie fürderlich lüdt mit sant. solichen kernern hab ich ie auf ein pfert geben einen tag achtundzweintzig pfenning, wo sie einen gantzen tag gefaren sein. denselben sant hab ich ie lassen nemen auf der plossen in der Begnitz zwischen den zweien stegen, als man von der Schüt hinüber geen will gegen dem Schießgraben. ich hab die pan mit viertzehen pferden in funf stunden, nachdem die herren das so eilentz haben wolten und spot sagten, schutten lassen, und gab ir einem [neuntzehen] pfenning mit einem pferde, die auch furen in dem sibenundsechtzigsten jare zu sant Margarethen tag [13 Juli] etc. einer zweren hent dick mit sant und pei vierundzweintzig schuen weit überzwerch.
So soll der stat paumeister allewege der fursten marschalck oder hoffmeister, wo die hie weren, oder ander, die der ding zu thun haben, rennen oder stechen wollen etc. fragen, wie weitte sie die pann verschranckt oder geschut wollen haben.
Darnach soll der stat paumeister den Marckt mit dem sant wider auf hauffen slahen und außfuren lassen, das geet den spital nichtz an.
[171a] Bestellen soll der stat paumeister mit den zollnern unter den thorn, das sie niemant keinen mist lassen strewen in die vorwerck, wann man slecht den auf auf hauffen und lest dann dieselben hauffen lang oft ligen, und die hauffen [irren] dann am riett auß und ein zu füren. auch lest man zu zeitten pei nacht leut auß und ein, die über solich hauffen fallen; darzu ist es ein unlust, wo die vorwercke nit sauber gehalten werden. wo aber iemant einstrewet mit gewalt, als man vill dretziger leut vindet, so soll der paumeister den spital lassen den mist hinfuren, oder aber den in den statgraben werfen, und den domit zu tüngen; das kompt den fündelkindern zu nutz.
Ein stat paumeister soll die vorwerck und sunderlichen unter den thoren allenthalben, unter den inneren und eusseren thoren, auch auf denselben prucken, wenn sein not ist, raumen und schoren und außfüren lassen, dann des sere not thut, wann die thorsperrer das sere anten, wenn es so tieff unter den thorn ist, wiewol die zolner unter iedem thore ir ieder ein hawen, ein schauffel und ein kratzen hat, die der stat sein, damit sie die thore und prucken zu zeitten raumen und schoren solten, das sie aber selten thun und lieber ir arbeit warten.
In acht soll haben der stat paumeister, das man kein misthauffen inwendig der stat so nohent füre oder unter die thore aufslach, der geirren mocht an dem [reidden], auß und ein zu faren, als dann vill geschicht; wo er des gewar wirt, das er dann das dem pfenter oder leben sagt, das sie bestellen darzu [zu] raumen oder die spitalwegen darzu zu stellen. dieselben wegen im spital zu zeitten auch laß in solchen dingen sein und verdienen inen nit gern undanck; so soll der stat paumeister den mist selber in graben lassen werfen, als ich dann oft getan habe.
[171b] Zu zeitten soll der stat paumeister raumen lassen das pötzech und erden, das durch die eusseren prucken in die greben fellt, wo er nit darzu leut hat, die des in gerten oder zu paumen sust begeren selber auß zu füren, als des dann herr Niclas Muffel vill hatt lassen auß furen etc. so soll der stat paumeister das selber lassen in dem statgraben und den graben darmit, so er dünst mag, überziehen und den darmit zu tüngen; doch das solichs geschee in einem herbst oder vor mitvasten.
Auch das grass und die weide in den statgreben allenthalben umb die stat die niessen die zwei [fündelheuser] mit irem viech und lassen das auch an ettlichen enden mehen, außgenomen vor dem Frawenthore piß hinab an das wasser gegen dem weier im graben hinter sant Katherein, darinnen die hirschen sein; desselben graben geneust der Gürtler eins teils nach altem herkomen. wenn sie dann also darinnen mehen oder dorein treiben wollen, so lest in der stat paumeister den Gürtler aufsperren.
Das grass und weide in den zwingern umb die stat das hat an ettlichen enden auch die zwai fündel mit gunst der vierteilmeister derselben vierteil; so haben ettlich vierteilmeister selber kü, die dann solich weide und grass selber prauchen oder anderen iren guten freunden vor der fündel vergunnen.
So hat der stat paumeister zu den greben und zu den zwingern allen umb die stat allenthalben auch slussel, der ein paumeister nit [geratten] mag, wann mancherlai not zu zeitten ist zu machen, auß und ein zu füren. so haben die zeugmeister auch die vierteilmeister dan verdriessen, das man ir schlussel do holt, so ist einer zu zeitten nit doheimen, [172a] also das ie saumnus geschicht; darumb hat ein paumeister die slussel.
Ein stat paumeister soll mit den vierteilmeistern, die thuren haben zu sperren, darauf thürner sein, bestellen, das sie darob sein, wenn sie irer thürner einem urlaub geben oder einen anderen aufnemen wollen, das dann ein ieder vierteilmeister sein knecht darzu schick, wenn einer außzeucht, das derselb knecht darob sei, das die thurner nit außprechen und hin füren das ir nit ist; dann es geschicht vill, wenn ein newer thürner auf zeucht, so gepricht im penck, leden, fenster, slüssel und anders etc. das der, der vor im gewest ist, hin hat, als sie sagen, das man dann anders machen und flicken muß, des sust nit geschee, wo die vierteilmeister mit iren knechten das bestellen, wie oben steet, auf den hochen thurnen und in iren herbergen herniden, darinnen ire weiber sein.
Mer soll der stat paumeister mit den vierteilmeistern bestellen, das kein thurner kein holtz hack auf dem thuren, dann sie [derschellen] die thurn und gewelb, auch so zuhawen sie die geswelle unter den thüren etc. wenn aber ir einer holtz zu hawen hat, so soll in der vierteilmeister herab lassen ein halben oder gantzen tag, das er das holtz hawe und dann das also gehawen auf den thuren ziech.
Auch soll man keinen thurner, den man dann gewonlichen und pillich zugseil oder glockelseil schuldig ist zu geben etc. nichtz geben, es preng oder schick ir einer dann vor das alt seil auf die Peunt, das man sech wie das sei, ob ir einer eins anderen nottorftig ist oder nit. nach demselben alten seil soll der schaffer dann ir einem derselben größ und dieselben leng eins newen seils geben, und das alt seil soll man auf der Peunt behalten, das vindt dann auch zu zeitten sein statt. so geet ein glockelseil, noch dem sie am [wetter hangen], pei [172b] zweien jaren, oft lenger; aber die zugseil geen funf, sechs, acht jare, darnach und sie ir auch schon [und] mit umbgeen.
Die drummetten, die die thürner haben auf den thurnen allenthalben, die geben ine die losunger, auch was sie pruchs doran haben, das lest in der hausknecht machen und pesseren von bevelhnus der losunger. auch bezallen die losunger der stat pfeuffer und drummeter ir pfeuffen, drummetten und paner. mit den dingen allen hat der stat paumeister nichtz zu thun.
In guter acht soll ein stat paumeister auch haben und in sunderheit zu dem newen rat, wo dann mer enderung dan sust im jare gescheen, also ob das were, das man ander vierteilmeister, fewermeister, thorsperrer oder ander, die eimer hetten, abwechseln wurd oder sust im jare abgiengen, das man den newen dan solch eimer und sprutzen, so ir ieder haben soll, von den alten neme und die den newen heim trug, also das kein saumnus geschee und ein ieder das sein habe.
So soll der stat paumeister mit dem pfenter und in sunderheit mit dem leben bestellen, das man den schön prunnen zu dem newen jar auch zu dem heiligtumb noch sust im jare mit kremen nit versetzen loß, sunder das der prunn frei stee, das man gerings umb allenthalben darzu und davon mit wasser komen müg; des ist ein nottorft und auch ein zire.
[173a] Es hat ettwen ein paumeister dem leben geben alle jar acht pfunt alt, das er des schön prunnen gewart hat mit versetzen der [krem] und waschen, das do pei geschicht; auch wenn man stach, das niemant dorein stige oder sich an die gitter hieng. aber nachdem und der leb laß in denselben dingen gewest ist, hat man das lassen abgeen, also das ich nie keinem nichtz geben hab, dieweil ich paumeister gewest pin. wol hab ich ir einem zu dem newen jare zwen oder drei gross geben auf das, wo ich sein im jare bedarf zu der stat nottorft, [das er dester] williger sei.
Wenn das ist, das man stechen oder rennen will am Marckt, es sein purger oder gest, so soll der stat paumeister bestellen und der Gürtler, oder wo er der muß nit hett, den Rorenheintzen oder sust iemant in den prunnen stellen mit einer sprutzen, der den leuten were, das die nit in den prunnen steigen oder sich an die gitter hencken, dann man schaden doran thut.
So soll ein paumeister mit dem pfenter und leben bestellen, das man kein kremer auf der langen verdeckten prucken loß kreme auf machen, sunder das die pruck frei gehalten werd; und in sunderheit des winters das man kein kolln noch fewer in scherben oder hefen den kremern darauf gestat noch verhenge, darmit der pruck nit schaden geschee, wann sie auf ein zeit ist prinnet worden solcher ding halben.
[174b] Man hat voren am rathaus neben der Slusselfelderin krome dreu eissen in die maur gemacht: das ein eissen ist die leng von der ellen der stat hie, das ander und das lenger under den dreien eissen ist auch die leng eins quaders, das dritt ist die größ noch der prait und nach der leng eins gewelb zigelsteins.
Bestellen soll auch ein paumeister mit den pflasterern, das man auf sambstag nach dem heiligtumb den Vischmarckt außzwick mit klein tachschermen oder zwickstein und mit sant außfüll und beschütt, wann die vischer die gantze vasten das pflaster gar sere außspüllen mit iren vischen zu verkauffen, das dann vast wert nach ostern piß zu dem heiligthum ungeverlich. und des gleichen sullen die pflasterer umb den schön prunnen auch außzwicken auf die zeit, wo sein nott ist.
[175a] Es hat auch der Sebolt Kreß auf des kunigs vesten ein hawen, ein schauffel und radwer, das der stat ist; das soll im ein paumeister alleweg bestellen zu geben, darmit er das sloß dester sauber gehalten und fegen müg lassen summer und winterzeit.
Auch soll der stat paumeister in gutter acht und sein vleissigs aufsehen haben allenthalben in der stat, das niemantz der gemein nichtz einfach mer dann eins ieden gerechtigkeit ist, auch kein überschuß von newen gepewen herauß mach noch pawe auf die gemein, sunder wo alt geng oder überschuß sein, die will ein erber ratt nit mer gestatten noch verhengen, die wider zu machen anders, dann das ein ieder von grunt pleigerecht auf faren soll. und sunderlich kein stuben noch gemach auf der erden und der gemein soll niemant herauß laden noch schiessen; aber in dem anderen gaden hat ein erber ratt das zugeben, von holtz ein fensterwerck umb ein halben schuch ungeverlichen herauß geladen. aber gegen der Begnitz die geng und den irhern an der Irhergassen ire geng vor iren heusern hat man pisher nit gewert. wie woll nun das und anders den steinmetzen und maurrern, meister und gesellen, verpotten ist, iedem nach seinem statten, iedoch wirt des vill überfaren, darumb einem paumeister auch not thut, darauf sein aufsehen zu haben, und wo er solichs gewar wirt, das an einen erberen ratt [zu] prengen, das die jenen, die solichs überfaren hetten, darumb zu rede gehalten werden vor einem ratt. wo man dann gegen der stroß und eckheusern zu den grunten raumen will, so sullen die meister, es seien maurrer oder zimmerman, das nit abprechen, sie haben dann vor der stat paumeister darob gehabt, der dann das abmessen und eigentlichen verzolln soll, also das das new wider gesetzt und gestellt werd an des alten statt. darnach soll der stat paumeister wider darzu komen und das messen lassen. nachdem als er das vorgenomen hat, und wo das dann weitter füre das zill gemacht were worden, dann ein paumeister verzollt hett, das soll ein paumeister einem rat furprengen.
[175b] So sein sust in der stat hie pei zweintzig gemeiner pauleut, die werden gepetten von den herren, die alle jar die amptleut ob der stat buch fertigen. dieselben pauleut nimpt man zu pewen, wo zwen ein maur mit einander machen wollen oder von fenster, trupfen und heimlicher gemach wegen, darumb sich oft nachtparen zutragen und an einander rechtvertigen; so weist man soliche ding dann an dieselben pauleut. dieselben ding die ruren oder gen der stat paumeister nit an, dann was auf die gemein nit geet, do hat ein paumeister nit ein zu reden. aber on wissen und willen eines erbergen ratz soll der stat paumeister niemant nichtz vergunnen von gepewen auf der gemein etc. dorein muß sich ein paumeister selber richten nach dem pesten, dann gar mancherlai einen paumeister anlanget.
Item die vier scharwechter, der zwen in ieder pfarr alle nacht, einer vor, der ander nach mitternacht, an der eussern statmeur geen [von einem wasser an das ander] alle stunt, mit den soll der stat paumeister bestellen, wo sie sehen, das iemant also pei der statmeur ettwaß alts ab oder aufprech oder aufrichten wolt ettwas newes von gepeud, das sie das dann zu stunt an der stat paumeister zu wissen thun. so soll dann der stat paumeister darzu sehen oder darzu schicken, ob man do weich oder ligen loß so vill, als der stat gesetz außweist, nemlichen achtzehen statschuch von der statmeur dick soll iederman weichen hinter der statmeur, und vor der stat gegen dem statgraben sechsunddreissig statschu. darmit begert doch ein ratt, niemant zu nötten ab zu prechen anders dann wo ein haus, tüll oder anders alters halben nit lenger steen mag, oder das man das sust vernewen wolt, so soll der stat paumeister das in acht haben und des nit gestatten zu pawen, es pleib dann achtzehen statschu zwischen der statmeur und solichen newen gepeud ligend. und wie woll es allen zimmermeistern und maurern verpotten ist, [on eines stat paumeisters wissen] nichtz gegen der statmeur zu vernewen noch machen etc. so geschicht es dennoch zu zeitten; darumb soll das ein paumeister in guter acht [haben].
[176b] Von gepewen, die ein ratt vergunt hat pei meinen zeitten.
Item Hanns Kellner und Katherein sein eliche hausfraw haben bekennt Endres Tucher, die zeit der stat zu Nuremberg paumeister, als von solichs pawes und überschuß wegen, so sie an der ram oben an irem haus auf dem Newenpaw an der seitten gegen dem Hyserlein gemacht hetten, das in also von gunst und keines rechten wegen von einem erbergen rat vergunt und erlaubt worden were mit der beschaidenheit, das sie das kunftiglichen von grunt auf nit einziehen, einfohen noch anders machen sullen; auch wo das also in kunftigen zeitten auch einem ratt nit fugsam oder [er das] lenger also gedulden oder haben wolt, so sullen sie das wider abprechen und abthun etc. actum sexta feria post Urbani [28 Mai] anno etc. im zwai und sechtzigsten jare.
Auch so hat das gemein hantwerck der ferber und vorauß die, die ram haben in dem alten statgraben vor den kornheusern von irer tuch wegen, so sie machen und an dieselben ram anslahen, mit gunst eines erbern ratz ein heuslein und abseitten pawen und machen lassen in denselben alten statgraben pei den zwelf prudern, darinnen sie, das hantwerck, [einen] gesellen siczen haben, der in derselben irer tuch wart. das selb heuslein verlossen sie und setzen dorein wer in fugsam ist, und darmit hat der stat paumeister nichtz zu thun.
So hat ein erberger ratte hie vergunt meister Ludwig, rechenmeister, den überschuß in dem andern gaden an seinem haus pei den Newenthore gegen der statmeur hinumb voren pei dreien schuen, die hinder außschiessen, als es ietzunt gepawet ist. darfur gab er der stat drei gulden reinisch; geschach in dem dreu und sechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.]
[177a] So gab ein erberger ratt dem Jeremias Holtschuer zu, als er sein haus hinter sant Gilgen pawen wolt und ettliche kleine alte heuser, die do stunden, abprach, der eins fur das ander ging in der gassen gegen der alten statmeur und vorn am eck gegen dem platz, als verr er im dann dieselben zeit furnam abzuprechen, das dann Heinrich [Meychsner] und ich von ratz wegen sahen und im an denselben winckellen der gemein namen und gaben, darmit er das new in ein schnure pracht, alsdann ein erber rat uns das befalhe und auf uns setzt; darnach er dann also gepawet hat und kein gelt geben dorft der stat. darnach nam er fur, weitter ettliche heuser vorn gegen dem platz abzuprechen, und die auch zu seinem haus zu pawen und grunt herauf zu furen. darinnen übersach sein meister oder er, das es voren nit in ein schnur kam; das was ir schult. wo er des begert [het, het] ein erberger ratt im des auch nit versagt an dem ent, dann es kein schaden do pracht hett, wiewoll er darnach dem Meyßner und mir die schult gabe, wir wolten im des nit nochgeben. wie woll wir des von ratz wegen macht gehabt hetten, so begert er des nie an uns, dann er die zeit nit in willen was, dieselben heuser, die dann gut waren ab zu prechen; also ist die schult sein, des Jeremias Holtschuhers und sust niemantz.
Mer vergunt ein erberger ratt dem Sebolt Grolant an des Peter Hallers seligen haus, das er new wolt pawen, vorn gegen dem Bertholt Pfintzings haus am eck anderhalb schu prait, die hin hinter außsturben und außgingen in viertzig schuen nach der leng, darmit er sein haus in ein winckelmeß procht. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im vierundsechtzigsten jar zu sant Kloss tag [6 Dec.].
Ein erber rat hie vergunt dem jungen Frölein an seinem haus auf dem Newenpawe, das er pawet hatt, vorn mit dem newen haus an der ein seitten pei anderhalben schuen herauß zu füren den andern heusern gleich, die vor do steen zwischen dem fündelhaus und im. darfur gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im funf und [177b] sechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Jan.].
Und mer vergunt ein erber ratt dem Crafft Höfer, irher an der Irhergassen, ein schrem ein zu fahen auch vorn an der ein seitten, das sein haus herfur gesetzt wart dem andern haus gleich; das was pei zweien schuen, das das alt haus hin hinder stunt an dem ein ort. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im funf und sechtzigsten jare.
Auch vergunt ein erberger ratt herren Hannsen, pfruntner zu sant Laurentzen, auch mit einem ort an seinem haus, das er pawet am ecke im Nunnengeßlein hinter sant Laurentzen, herauß zu faren dem andern haus gleich; was pei anderhalben schuen. darfur gab er zwen guldein reinisch; das geschach im sechsundsechtzigsten jare zu sant Endres tag [30 Nov.].
In dem sechs und sechtzigsten jar zu sant Jacobs tag [25 Juli] vergunt ein erberger ratte dem Anthony Küffler, gerichtzschreiber, an seinem haus auf dem Newenpawe gegen dem graben in sein garten ein klein ort einzufahen; darfur gab er ein guldein reinisch.
Dem Pregler am Weinmarckt hat ein erberger ratt vergunt, auß seinem haus ein schreibstublein vorn an die gassen herauß zu machen, doch das das fur das eck und des Heugels haus do neben nit gee.
[178a] Ein erberger ratt hat im neunundsechtzigsten jare vergunt dem Peringstorffer ein steinnen schreibstublein anderhalb schuch in tag auß seinem haus pei der schiltroren in das geßlein und nit voren gegen seinem sweher, dem Peter Horstorffer, herauß zu machen.
Mer hat ein erberger [rat] der paderin im Zacharas pei den Augustinern zugeben ein statschuch am eck auf die gemein in die gassen gegen dem Hannsen Slusselfelder herauß zu faren und also nach der snur hin hinter an das ander steinen haus; was die snur geb und nem, dopei solt es peleiben. darnach sie dann also gepawet hatt und der gemein mer geben hat, dann man ir von der gemein wegen [vor] zugeben hat.
Auch so haben die herren und vetter zu den Augustinern geben vor ettlichen jaren einem erbergen rat und gemeiner stat zu gut einen flecken und ort von des Paulus Vörchtels seligen hoff, der dieselben zeit gemeiner stat erb und des rechenmeisters erb ietzunt ist, am eck pei dem Newenthor doselbst, dann die far ser eng und der ritt kurtz was, hinumb gegen dem wasser hinab zu wandeln, doran die eigenschaft derselben herren ist. fur dieselben weithaft, so sie der gemein vergunt und zugeben haben, hat ein erberger rat inen und iren nachkomen widergeben das flecklein und winckelen, das hinten vor irer kirchenthür gegen Hannsen Slusselfelders haus über was, das sie dann in kurtz eingefangen und vor irer kirchenthür ein gitter und portal gemacht haben, als das dann ietzunt steet, und mit dem maurwerck begriffen und umbfangen hat.
[178b] Herren Nicklas Muffel hat man vergunt aussen vor der stat underhalb des Werderthurleins von seinem garten doselbst ein thüll überzwerch an den statgraben zu machen auf sein kost, dardurch die leut gehindert und nit mer also an das wasser an dem ent auf dem graben hinab kumen mugen; wann man nit geren sicht, das man also zu den [schoßgattern] aussen komen mag, und das es als seicht zu zeitten auch do ist, und das dem Muffel auch dester minder schaden geschee in sein garten; alles auf eines ratz widerruffen und mit der unterscheit, das ein paumeister ein slussel zu solichen thore hab, ob man von gemeiner stat wegen ichtz doselbet zu thun hett, das ein paumeister dann hinein müg.
Desgleichen ist vergunt worden den wirdigen frawen zu sant Katherein auch geleicher weis ein tüll zu machen auf dem graben vor dem Frawenthore unten gegen der Begnitz, da die frawen dann auch velt und wisen haben, doran in vill schadens gescheen ist, nachdem sie sust kein befridung darvor haben. darzu ich als ein paumeister auch ein slussel hab, und steet alles auf eins ratz widerruffen.
Nachdem und der [Muffel abging] und sein gart verkauft wart, do wart mir bevolhen mit seinem eiden zu reden, das eines ratz meinung wer, das er solch tüll, so sein sweher gemacht het auf dem graben, wie vor steet etc. abthun solt, desgleichen die frawen zu sant Katherein das ir auch abthun und öffen solten. das geschach also, wie wol ich des vill mühe hett und oft an sie peder seitten begeret, ee das geschach, das sie es ab tetten.
[179a] So hat die Sebolt Gralantin pei den Augustinern an irem alten haus voren ein außladung gehabt, und als sie das ab prach, vergant ir ein erberger rat, dieselben außladung wider zu machen, doch nit grosser noch weitter herauß zu furen, dann die alt außladung gewest wer, das dann also gescheen [ist].
[180a] Von geßlein und heusern, die der gemein zusteent.
[Das geßlein] zwischen dem Gartner und gewanthaus am Marckt das ist auch der gemein und der stat paumeister muß die thore hinten und voren darfur machen, wenn sein not ist. auch setzen die vischer ir prenten dorein und geben alle jare dorauß der stat zinsmeister funfzehen pfunt alt.
Ein geßlein und reien zwischen Fritzen Derrers und Linhart Stromers heusern an der langen pruck hinter den Augustinern, das vorn mit einem thurlein verspert, darvor ein mahelsloß leit, darzu der Gurtler den slussel hat, und ob dem turlein in ein stein gehawen der stat wappen Nuremberg ist, das ist der gemein und gehort zu der heuser keinem, und man hat das mit willen versperrt, und geet durchauß piß hinder hin auf den Newenpaw gegen dem siechhaus hinauß. davon hat mir im zweiundsechtzigsten jar auf ein zeit der Fritz Derrer und Linhart Stromer geben ir ieder zwen guldein zu stewer, das ich dasselb geßlein durchauß ließ pflastern.
Mer ein geßlein unter der vesten pei dem Tiergarthner thore zwischen des Pecken und des Francken haus, das ist auch der gemein.
Auch ein geßlein pei dem Wolff, kursner, unter den huttern und zwei geßlein auf peden seitten des padhaus hinter den fleischpencken, die hab ich verslahen lassen von schütens wegen, das iederman dorein schütt; die dreu geßlein sein der gemein.
[180b] So sein zwen messnerheuser in den zweien pfarren, nemlich sant Sebolt und sant Laurentzen, die sein der statt und ist an der iedem der stat schilt Nuremberg in stein gehawen ob der hausthur; doran der stat paumeister aber nichtz machen bedarf, sunder die kirchenmeister derselben pfarr sullen die pessern lassen und in wesen halten.
Und die zwai hirtenheuser, die hie sein, das ein pei dem eusern Frawenthore, das dann allein steet, und das ander, [das] pei dem Werder thurlein hinter der statmeur gegen dem Lauffer thore hinauf steet, die muß der stat paumeister machen und pessern lassen, was doran pruchs wirt, nichtz auß genomen.
Item es steet ein heuslein auf dem Newenpaw, das hab ich der stat seger machen lassen, zunechst pei der sege, darinnen derselb stat seger sein wonung hat und jerlichen der stat zinsmeister dorauß gibt zehen pfunt alt zins; dasselb heuslein steet der stat zu.
Pei und an dem obgeschriben heuslein steet mer ein heuslein, das auch der stat ist, das ließ ich der meur halben, so man pei der seg an der Begnitz macht, abprechen und an das ent, do es ietzunt steet, setzen, darinnen zwai gemach sein unter einem [tache], darinnen die zwen thurner, die [auf dem] grossen thuren im wasser auf dem Newenpaw sein, ir wonung mit iren frawen haben und geben kein zins.
[181a] Mer steet ein heuslein auf der gemein, das auch der stat ist, hinter dem siechhaus an dem straffthuren, darinnen auch zwai gemach sein unter einem tache, und den zweien thurnern auf sant Seboltz thuren zu gehoren, die mit iren weibern ir wonung darinnen haben; und geben auch kein zins.
Desgleichen so steet auf der vesten ein heuslein auch auf der gemein, das der stat zu gehort, hinter sant Walpurgen kirchen, darinnen auch zwei gemach unter einem tache sein und den zweien thurnern mit iren frawen und kinden zu gehören, die auf dem thuren alt Nuremberg sein, die ir wonung darinnen haben; und geben auch kein zins.
Nachdem und die schrotter iren zeug von seilen und leitern an der Eich pei der Parfusen pruck in dasselb heuslein, das ob der trenck stund, tetten ee und man das abprach und fur die stat setzt, darinnen ietzunt der huntslaher sitzet, so hab ich ine im einundsechtzigsten jar zu sant Endres tag [30 Nov.] auf dem Sweinmarckt ein heuslein machen lassen, das mit prettern verslahen und zigeln gedeckt ist. dazu so zalln die herren in der losungstuben der schrotter ir seil halbe, was ine der abgeet oder der vernutzen zu den wein und pier einlegen und außziehen, damit hat der stat paumeister nit zu thun. aber die schrotleittern und paum vor den heusern zu dem einlegen, die muß in ein stat paumeister bestellen und machen lassen.
So hat der leb dorpei ein sweinstall steen, der von holtz zusamen geslossen und mit zigeln gedeckt ist, dorein er die swein spert, die er auf der gassen vindet. denselben stall soll ein paumeister pessern und in wesen halten.
[181b] Pei der spitalpruck das narnheuslein gegen dem Karl Holtschuer uber, das hat ein ratt machen lassen und nit der new spital; was aber armer leut dorein gelegt werden, den gibt man von dem newen spital die kost.
Item die stat hat ein vischgruben pei sant Katherein under der müll doselbst an der Begnitz, die hat der Knopf, der stat vischer, zu gewalt. der vischer sitzt auch dopei auf dem thore hinden am marstall pei sant Katherein. dieselben vischgruben soll der stat paumeister auch in acht haben und die pessern und machen lassen im wasser und darob, wo sein not ist. die ist gantz vernewet und wider gemacht, wie sie vor was, in dem sibentzigsten jar zu sant Bartholomeus tag [24 Aug.]
Ludwig Pfintzing, als ietzunt der stat weiermeister hat sein eigen seegen und zeinnachen, auch wasser stifel, das alles er pessern und machen lest und geet der stat paumeister nit an. woll hab ich [ime] zu zeitten von der Peunt ein par wasserstieffel oder zwei gelihen an einer nott.
Und so sein ettliche heuser in der Judengassen, nemlich das steinnen eckhaus neben irrer schull gegen dem pat mit der sunnen und darzu ein grosser hoff und ein alts hochs hültzeins haus hinden an dem vorgeschriben steinhaus, die vor zeitten der Rappen, juden, gewest sein, und die gemein judischeit einem erbergen ratt jerlich ein zins darauß geben und ine ein erberger rat vergunt die zu prauchen. doran hab ich auf ein zeit, nemlich im einundsechtzigsten jare umb sant Jacobs tag [25 Juli] von befelhnus eins erbergen ratz ein gibel hinden am vörder steinhaus abprechen lassen und ein tachwerk von newem darauf machen lassen und inwendig ein abseitten, als new.
[182a] So ist in der stat buch am hundert und dreuundneuntzigsten platt ein prief eingeschriben über der Rapen haus die [reichen] antreffent, dardurch das wasser doselbst fleust, das ein erberger rat vergunt und zugeben hatt den Rapen, die reichen eins teils zu verpawen, und doch ein weitten unter demselben gepewe ettlicher schu weit unverpaut soll pleiben zu dem wasserfluß. denselben prieff villeicht die Rapen haben.
Die Hadermüll und klingenschmitheuser und hutten mitsampt dem herrenhaus vor dem Frawenthore ist alles eins erbergen ratz und gemeiner stat hie, und was doran gepruchs ist ob dem wasser, [und] soll der stat paumeister machen, als ich dann den klingenschmiden im vierundsechtzigsten jare zwei newe wonheuser und ein tach hab machen lassen. und wie man denselben klingenschmiden und auch dem Grolant die schmeltzhutten gelassen hat sein außgeschnitten zettel vorhanden, die Merthein Holtschuer als ein zinsmeister der stat innen hat, die dann hernach geschriben steen.
Zu wissen, das Erhart, klingenschmit, Ditz Lobenschrott, Jacob Wenig, Thoman Heydinger, Niclass [Schwingscherlein], Heintz Klingennagel und Ulrich [Praumawer] haben bestanden umb die Stromerin das unter hemmerlein zu der Hadermüll von Michaelis schirst komende sechs jar nechst darnach volgende ie ein jar umb achtundzweintzig guldein reinisch nach anzall zu ieder quattemper zu bezallen, und sullen mit der ersten zallung zu Lucie schirst antretten und die einem ratt zu Nuremberg thun, desgleichen mit den andern zallungen. und was an der müll im wasser zu pawen gepuret, das soll ein ratt pawen, was aber ob dem wasser zum müllwerck gehorend zu pawen nottorft sein wurd, das sullen sie selbs pawen. und so sie abziehen, so mugen sie das rat, nagel, zapfen, ring, hamer, gerust in der hütt und klein hütlein im haus, ess und palg mit ine nemen. und haben darauf, wie vor gemelt, die zins zu geben gelobt etc. Actum am suntag nach [182b] Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im dreuundsechtzigsten jare.
Es ist zu wissen, das Seitz Volckart, Linhart Newburger, Wolffgang Steinberger und Hanns Volkart haben bestanden umb die Stromerin das öber hemmerlein zu der Hadermüll von Lucie schirst komende siben jare darnach volgent ie ein jar umb sechsundzweintzig guldein reinisch nach anzall nach ieder quatemper zu bezallen, und sullen die ietzigen zins zu Lucie nechst, desgleichen die andern zins darnach einem rat zu Nuremberg zu antworten. und was an der müll im wasser zu pawen gepüret, soll ein rat pawen, was aber ob dem wasser zum [mülberg] gehorent zu pawen nottorft sein wirdet, sullen sie selbs pawen; und haben darauf, wie vorgemelt, die zins zu geben gelobt. Actum am suntag nach Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im dreuundsechtzigsten jare.
Auch gibt Sebolt Grolant der Stromerin funftzig guldein reinisch halb Walpurgis und halb Michaelis, die nu einem rat zu gehoren, und soll den ersten zins auf Walpurgis schirst geben und soll die müll haben von dem ietzgemelten sant Walpurgen tag dreu jare nach inhalt sein und der Stromerin verschreibung, die in der losungstuben ist pei anderen verschreibungen und brieffen die müll an rurende.
Item in dem sechsundsechtzigsten jare am neunten tag des brachmands verhiessen der meister zwen von der andern aller wegen vor Merthein Holzschuer und mir auf dem haus, nemlich Hanns Volkart, Linhart Newburger, das sie weder ring, zapfen, nagel noch anders abprechen wollen, wenn sie abziehen wolten. auf das hab ich in zu gesagt ein newen wellpaum, den sie eingelegt haben, [183a] zu zallen.
Von der Hadermüll wegen soll man machen lassen das prucklein, das über das klein Begnitzlein geet pei der Snödin weierhaus, und was das also kost zu machen das soll der mullner hinter sant Katherein in der stat halbs zallen. das soll ein paumeister in acht haben, die weil die Hadermüll in der stat handen ist. der Linthner hat mir auf ein zeit sein anzall davon geben.
Item die pruck, die zu der Hadermüll ist, daruber die klingensmide faren und geen, die soll die Hadermüll machen lassen oder wer die Hadermüll innen hat.
So ist ein smeltzhütt vor dem Frawenthore am walde, darinnen die fleischhacker ir sweinen smaltz und unslit außlassen. die ist des Schönpeters des fleischhackers erbe, der gibt der stat zinsmeister alle jare darvon vier guldein werung. die muß er selber in wesen halten, damit hat der stat paumeister nit zu thun und ist nichtz schuldig doran zu machen.
Mer so ist doselbst hinauß vor der stat am walde ein heuslein, dorpei und darinnen der stat hirt, der pei dem eusern Frawenthore sitzet, sein fiech abzeucht und das fleich darinnen aufhenckt und auch smeltzt darinnen nach seiner nottorft. dasselb heuslein soll im ein stat paumeister machen und pessern lassen, wes not doran ist ungeverlich; aber sein kessel und andern sein zeug soll der hirt selber haben, darmit hat der stat paumeister nit zu thun.
[183b] Desgleichen des huntslahers wonnhaus und sein werckhaüslein, das bei dem gericht steet, soll der stat paumeister auch machen und pessern lassen, wes doran nott ist.
Bewaren soll der stat paumeister und in guter acht haben das dam, das do ist vor der teutschen herren wisen an der Begnitz oberthalb der Weidenmüll jenset des wassers, also das die Begnitz das dam nit hinwasch oder durchfreß oder überfall, dardurch den teutschen herren schaden gescheen müge. doch steet das der stat nit mer zu bewaren, dan als ver oder weit ist von der alten prucken, die ettwan oberthalb der müll uber die Begnitz doselbst gangen ist. von derselben prucken herauf gegen der stat und gegen dem wasser, alsverr das doran stempt oder stemmen mag, soll es die stat bewaren, was aber underhalb derselben prucken gegen der Lomüll und furpaß hinab an dem wasser an demselben dam schadens geschee, das geet die stat nit an; als dann das wasser in kurtz vergangnen jaren oberthalb der Lomüll über das dam lieff und durch prach, des die teutschen herren dann dieselben zeit kein widerrede hetten und liessen das selber machen und auf ir kost die wisen raumen.
[184a] Von der werckleut gehorsam ob der stat amptbuch.
Wenn denn die werckleut und arbeitter gemeinlichen hie gehorsam thun ob der stat amptbuch, das do gewonlichen ist pei viertzehen tagen nach des wirdigen heiligtumbs weisung tag, so soll der stat paumeister auch als pald gegenwertig sein, dann in die herren ob dem amptbuch alleweg darzu verpotten. und ob der stat paumeister dann icht gepruchs hett an ettlichen meistern oder gesellen oder in allen, das soll er den herren ob dem puch zu erkennen geben, dieselben dann unter anderm woll wissen mit in zu reden, [dardurch solch] geprechen gewent werden etc. auch so sagen die herren ob dem buch den meistern allen, welcher derselben meister do gegenwertig sein gesellen nit alle do gegenwertig het, das die der stat gesetz und ordenung auch horen und [mit andern] geluben, das dann derselben meister keiner derselben gesellen nit mer fürdern soll, er hab in denn vor zu der stat paumeister gefurt und [einschreiben] und die hernach geschriben der stat gesetz horen lassen.
[184b] Von der steinmetzen, zimmerleut, maurrer, decker etc. und irer gesellen gesetze und ordenung in dem stattpuche.
Als in vergangen jaren der stat gesetze und ordenung der werckleut, nemlichen steinmetzen, zimmerleute, maurrer, decker, tüncher, claiber und ander an meistern und gesellen verruckt und ungleich gehalten und ine aber nach dem vergangen und sweren krieg ettliche lüftung bescheen sind von mercklicher ursach wegen der abgangen pewen, darauß vill irrsale und unrats zwischen ine erwachsen, dardurch die leute an iren pewen mercklich beswert worden sint: solchs alles zu verkomen haben unser herren vom ratte zu gemeinem nutze ein ordenung gesetzt und gemacht, wie, welcher massen und man es mit den obgemelten arbeittern halten soll, alsdann von stucken zu stucken hernach geschriben steet. dieselben ordenung, auch die meister der vorgenanten hantwerck alle jare zum newen rate, so vill der auf den aide steen, schweren und die knecht dieselben gesetze, was der auf den aide steen, geloben sullen stette zu halten, und die andern stucke alle, die uff gelt zu puß gesetzt sint, auch getreulichen halten sullen bei vermeidung derselben puß; doch alles auf eines ratz wider ruffen.
[185a] Diese hernachgeschriben artickel sullent die meister sweren.
Zum ersten, das sie einem ieglichen, dem sie wurcken, sein werck und sein gezeug getrewlichen bewaren, so beste sie mugen on geverde.
Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, tüncher oder claiber von seinem untertan, der sein helfer ist, nit nemen keinerlai schenkung, gelt oder anders, und ine auch nit unterweisen, von keinem pauherren mer zu vordern noch zu nemen, denne den nachgesetzten lone.
Es soll auch keiner kein meister lone nemen, er sei dann vor bestettigt zu einem meister mit der burger wort; wer das bricht, der gibt ie von einem tag sechtzig haller, und darzu soll er ein jare von der stat sein. und das sollen die meister alle dem pfenter rügen bei iren aiden, ob es iemant breche.
Auch sollen alle steinmetzen und zimmerleut bei iren aiden niemant kein [pawe] thun gegen der strassen noch in der Begnitz noch auch in der stat pei der stat meur und ausserhalb der stat bei der stat greben, es haben dann vor zum minsten zwen der stat pauleut und auch der stat paumeister beschaut und außgemessen; sunder wa sie in der stat bei der stat maur furpaß einicherlai paw thun, das sie dann bei iren aiden alleweg achtzehen schuch von der statt gräben weichen und ligen lassen sullen. und welcher im fur das zille, das die pauleut geben hetten und obgeschriben steet, pawen ließ, der must der stat funf pfunt haller zu geben on gnade, und dennocht solt man den pawe wider abprechen.
[185b] Und darzu wolt ein ratt den oder dieselben gesellen, die solchen pawe also gethan hetten, in pranger stellen ein halbe ore und ein jare von der stat weisen, und es mocht ir einer also ferlichen handeln, in wolt ein rat darzu straffen an leib und an gut, nachdem und sie zu ratt werden.
Es soll auch kein maurrer keinen zigelstein noch kalck nicht furkauffen, dann als vill einer zu stund an zu seiner arbeit bedarfe; wer aber, das einer den zeug also nicht gar verarbeitet, so soll er den nicht hingeben noch verkauffen, es werde ime dann vom ratt erlaubt; alles bei seinem aide.
Es sollen auch die meister steinmetzen, zimmerman, maurrer, tüncher und decker keinen frembden gesellen, der herkomen und nit burger ist, uber acht tag kein arbeit hie ine thun lassen, noch in keinen uber die zeit nit furderen bei iren aiden, es hab in dann vor derselbig meister, der in furderen will, zu der stat paumeister gefürt und in geloben und einschreiben lassen, alles das zu thun, als die vorgeschriben stuck und ordenung zu erkennen geben, als ander knecht derselben handwerck, die burger sein, getrewlich ongeverde. und das sich auch derselben frembden keiner mit wesen hie nit nidersetzen [soll], er hab dann burgerrecht empfangen; und unterwunde sich aber derselben frembden gesellen einer hie arbeit on eines meisters willen oder sich zu untersteen hie nider zu lassen unerlaubt, den sollen die meister dem pfenter fur zu pringen schuldig sein bei iren aiden, den mag ein rat straffen, als er darumb zu rat wirdet. doch so sollen die meister pflichtig sein, die gesellen, die burger sein, zu furderen vor den frembden.
[186a] Die zimmermeister, die zu dem fewer genomen werden, sullen sweren etc. wenn ein fewer außkome, das dann ein ieglicher mit seiner axt und peihellen zu dem fewer kome und mit allen seinem vermügen darzu helf und thue nach eines burgermeisters, vierteilmeisters oder nach der obersten haubtleut rat und haissen. und wenn sie also arbeiten, so soll man ine ir arbeit woll lonen nach ratt der losunger.
Es sollen auch die meister noch die knecht weder klupfel noch spenn noch keinerlai holtzwerk auch keinerlai eisenwerck noch anders, das zu dem pawe gehort, von der arbeit tragen, auch in die pauherren, ir frawen noch ir gewalt des nit vergonnen; wer das überfure und darumb fur gevordert wurde, der must zu puß geben ein pfunt novi.
Auch so soll furpaß kein zimmerman, der meister ist, keinen furgriff besteen, da im iemant zimmerholtz, pretter oder keinerlai ander zeug verding. woll mag einer umb sein arbeit furgriff machen, also das er nichtz anders verding denn die arbeit allein on den zeug, wer das uberfure, der must von einem ieden pawe zehen pfunt novi on genade [zu puß] geben; und es mocht einer so geferlich halten, in wolt der ratt darzu straffen, nachdem und er zu ratte wurd.
Wa aber iemant ein furgriff besteet oder mit des rats erlaubung außwendig der statt uff dem lande arbeitt, den sullen diese gesetze nicht binden; doch das die meister, wa sie also furgriff oder arbeit haben, den gesellen den lone und badgelt geben, wie dann nach gesetzt ist.
[186b] Es sollen auch die meister [wem sie] arbeiten mit sampt iren gesellen, die sie mit ine doran pringen, demselben von seinem werk nit geen wider seinen willen, piß sie im sein werk außgeworcht und volbracht haben, die weil er im werkzeug zu geben hat; und desgleichen sullen auch die knecht, die mit einem meister in ein arbeit steen, bei demselben meister und der arbeit beleihen, biß die volbracht wirt, und davon on willen des pauherren und des meisters nit geen on mercklich und redlich ursach. welcher meister das überfure und von dem werck gieng, der soll der stat zehen pfunt newer haller geben zu puß und dem pauherren sein schaden schuldig sein ab zu legen; und welcher knecht von seinem meister gieng, ee die arbeit volbracht wurde, der solt ein pfunt newer haller zu puß geben und verfallen sein, und den solt furpaß auch kein ander meister weder furdern noch aufnemen zu arbeitten. welcher meister in darauf uffneme, so er des erinnert were worden, und das also überfure, der sol von ieglichem tag ein pfunt newer haller zu puß geben; und er mocht es also geverlichen halten, ine wolt der ratt darzu straffen, nachdem und er zu ratte wurde.
Es soll hinfuro kein steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, tuncher, claiber und dergleichen oder iemant von iren wegen dem anderen meister, welcher der ietzgemelten hantwerk er ist, sein knecht mit gab oder miett oder einicherlai versprechnus oder verwennung über den hernach bestimpten gesetzten lone uß seinem gewalt nit dingen noch abhendig machen. und wer das überfure und darumb [gerückt] oder furpracht wurde, das er solichs uberfaren het, der must als oft darumb zu puß geben an die stat funf pfunt novi und dem clager auch sovil on genade; und er mocht es also geferlichen halten, in wolt ein rat darzu straffen, nachdem und er zu ratt wurde.
[187a] Es soll auch ein ieglicher meister und werckman an sein arbeit geen die zeit auß, so die glock achte, neunne, zehenne schlecht, alle tag des morgens zu dem garauß und des abentz zu dem garauß davon geen, und in der obgemelten zeit alle tag ein hore zu dem essen geen und nicht mer.
Wenn aber die glock ailfe, zwelfe und dreuzehenne slecht, so sullen sie dieselben zeit alle tag des morgens ein halbe hore nach dem garauß und des abents ein halbe hore vor dem garauß zu und von der arbeit geen; und sie mugen dieselben zeit zwo stunt zu dem essen geen und nit mer.
Und wenn die glock viertzehenne, funfzehenne und sechtzehenne schlecht, sollen sie dieselben zeit alle tag des morgens ein stunt nach dem garauß und des abents ein stunde vor dem garauß zu und von der arbeit geen; und sie mugen dieselben zeit auß alle tag drei stund zum essen geen und nit mer.
Und in solicher vorbenanter zeit und tagen soll ein ieglicher meister und knecht zu der arbeit an geen und von der arbeit ab geen und stetigs an seiner arbeit beleiben, in massen dann vor eigentlich die stunt benent sind; und welcher meister das überfure, der solt alle mall dreissig haller der stat zu puß geben, und der knecht, so oft er das überfure, funftzehen haller.
[187b] Wa aber einer ehaft not zu schaffen hett, das er darumb von der arbeit must geen, der soll mit urlaub des pauherren gescheen, und soll der meister, als vill stund er davon ist, ie von einer stunde vier pfenning und der knecht fur ein stunde zwen pfenning am lone ab geen lassen; und so oft einer die versaumpten stunde am lone nit abziehen wolt, so vorgemelt ist, der solt aber der stat ein pfunt haller zu pueß geben.
Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, [tüncher] und claiber ußwendig der stat die summer zeit nit arbeitten on des rats oder burgermeisters erlaubung; welcher das überfure, der solt die stat dreu jar meiden und nit herein komen on des rats erlaubung.
Item und nachdem man zimmerleutten, steinmetzen, maurrern, deckern, tunchern und kleibern, den meistern, iren gesellen und taglonern pißher zu essen geben hat, ist ein rat doran komen und gepietten ernstlichen, das nun hinfur kein pauherre, fraw oder ir gewalt hie in der stat den obgemelten arbeittern nit mer suppen oder sunst zu essen und trincken geben soll, sunder das bei dem gesetzten lone beleiben lassen. wer das überfure, pauherr, frawe oder ir gewalt, der must von einem ieden tag und einem ieden [arbeitter] besunder, als oft das bescheen wer, geben sechtzig haller und ein arbeitter dreissig haller.
Item einem ieden zimmerman, der meister ist, [so] soll man zu taglone geben von sant Peters tag kathedra [22 Febr.] biß auf Galli [16 Oct.] vierundzweintzig pfenning und einem zimmergesellen zweintzig pfenning.
[188a] Und von sant Gallen tag wider biß uff sant Peters tag sol man einem zimmerman geben zweintzig pfenning, und einem zimmergesellen sechtzehen pfenning zu taglon geben.
Und soll einem meister iede wochen zu badgelt geben vier pfenning und dem knecht zwen pfenning.
Es soll auch kein meister noch geselle im mer zu lone geben und zu badgelt heissen geben noch iemant anders unterweisen, denn den gesetzten lone und badgelt, wie oben begriffen ist; wer das überfure, der must ein pfunt haller zu puß geben.
Desgleichen wo ein pauherr, frawe oder ir gewalt mer dann den gesetzten lone und badgelt gebe, so oft er das überfure, der oder dieselben musten von einem ieglichen tag und iedem arbeitter zu puß geben sechtzig pfenning.
Iedoch ob das beschee, das iemant zwen oder drei tag zu einer bosselarbeit eins oder zweier gesellen notturftig würde und im der meister die an sein arbeit stellt, derselbe pauherr mocht denselben gesellen über iren gesetzten lone eines ieden tags zweier pfenning mer geben dann iren gesetzten lone, ob er anders wolt ungeverlich.
[188b] Wer aber sach, das derselb pawe lenger dann zwen oder drei tag weret, so solt er nicht mer geben dann den gesetzten lone bei der obbestimbten puß; und wer sach, das der pauherre den gesellen solichen lone also uber acht tag geben [wurde], so solten derselben pauherren und der gesellen ir ieder geben an die stat ein pfunt novi, als oft sie darumbe geclagt oder [gerückt] werden.
Und als man den meistern bißher von irs meister rechten und dargelihen zeugs wegen schenckung oder liebung thun hat mussen, ist ein rat doran komen und gepeut ernstlich, das man denselben meister soliche schenckung oder liebung hinfur nit mer schuldig sein noch geben soll, nachdem und man denselben iren lone vier pfenning hoher gesetzt hat dann den gesellen; wer das überfure, es sei meister oder pauherre, der [mus] zehen pfunt novi zu puß geben.
Auch sullen die gesworen maurrer, tuncher, decker und claiber in aller maß des lons und badgelts halben verpunden sein zu halten als die zimmerleut, außgenomen dem deckermeister zwen pfenning mer zu ieglicher zeit zu taglone zu geben.
Und in aller massen sullen die steinmetzen und maurrergesellen auch tunchergesellen, deckergesellen, die bei den deckermeistern uff dem tach steen, und die claiber in dem lone, des [badgelts und aller gesetze halben verpunden sein] als die zimmerleut, wie vor gelaut ist.
[189a] Und was man sust taglöner, morterrürrer und hantraicher zu einem pawe bedorfte, die mocht man bestellen uff das nechst so man kunt, doch also, das man ine nit zu essen gebe bei der gesatzten puß.
Und also soll ein ieglicher steinmetz, [zimmergeselle], maurrer, tuncher und deckergeselle, der burger und nit meister ist, [einem] meister, in des versprechnus und furderung er stee, [gehorsam] und in aller ordenung verpunden sein, alles das zu thun, als diese gesetze außweist, als vill in des gepürt; und soll demselben meister, der ine also furdert, nichtz schuldig noch pflichtig sein von seiner furderung oder arbeit wegen, dahin er ine furdert oder schicket, zu geben oder zu schencken. und welicher meister das uberfure, der soll zwai pfunt haller der stat zu puß geben.
Es soll auch derselben steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher und deckergesellen ir deheiner, der burger und nit meister ist, sich [keinerlai] arbeit unterwinden alle die weil im [derselbe meister] sein zu arbeitten zu geben hat. ob aber derselb meister kein arbeit hette und denselben gesellen an arbeit nit gefurdern mocht, hette dann derselb geselle arbeit und furdrung bei einem anderen meister, so soll im sein vörder meister das vergunnen; möcht aber derselb knecht kein meister in der stat gehaben, der in furdert, stieß dann icht posselwerck arbeit an ine, so soll er doch dasselb posselwerck nit arbeitten denne mit willen und wissen seines meisters uff die zeit. derselb meister soll im dann das vergonnen und erlauben on alle liebung und gabe so lang, biß dieselb arbeit volbracht wirt und er wider furderung von dem oder anderem meister gehaben mag. welicher meister das überfure und seinem knecht also in vorgeschriben masse nicht erlauben wolt, der soll der stat zu puß zwai pfunt haller geben.
[189b] Und welcher steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher und deckergeselle, wie woll er burger were, das überfure und posselwerck wider seines meisters willen macht anders dann vorgemelt ist, der soll von ieglichem tag sechtzig haller zu puß geben, so er darumb [gerugkt] werde.
[Als dan liderlich] meister hie aufgenummen sein auf dem hantwerck der decker piß her, die den morter nit gewist haben zu bereiten und die dach in der gemein ubel gedeckt und verwarlost haben, als sie dan des hantwerx nit noch nottorft gelernt oder gekunt haben, auch die meister etlich untüglich knecht von irs eigen nucz wegen dorzu gepraucht haben, dordurch den leuten ir zimer und heuser verdorben und erfault sein: und dorumb so hat ein erberer rat geseczt, das hinfür keiner zu meister sol auf genumen werden, er hab dan das hantwerck beweist und bewert vor 2 meisteren des selben hantwerk, die man dorumb verhoren sol vor den herrn auf den eit, das derselb, der meister wol werden, das hantwerck genüglichen kunn und dem wiß vor zu sein noch nottorft.
So hat ein erber rat geseczt, das die meister keinen knecht auf die decher sullen stellen zu decken, er hab dan vor dreu jar morter gerürt. auch so sullen dieselben knecht geloben alle jar, so die meister sweren zu sant Walpurgen tag [1 Mai], das sie den leuten wollen getrewlichen arbeiten und von der stat nit wollen ziehen dan mit eins pürgermeisters laub.
Dozu hat ein erber rat geseczt, welcher meister oder knecht in den vorgemelten geseczen fürprocht wirt, der dorinnen geprochen und nit gehalten het, der sol auf das haus zu puß geben [2 pfunt novi ungnade.]
[190a] Diese zwei stuck gehorent dem pfenter zu.
Und ein ratte soll alle vierteil jars leut von rats wegen geben, die solich meister und ir gesellen zu verhoren besenden, ob sie solich gesetze überfaren oder gehalten haben, und darnach der puß nachgeen als sich gepuret und recht ist.
Auch welich meister und gesellen solich gesetze überfaren hetten, das dieselben die pauherren oder ir gewalt, den sie solich pewe gethan hetten, auch melden sollen, dieselben auch zu verhoren besenden und furpaß der puß gegen ine nachgeen als sich gepuret und recht ist.
[190b] [Von ettlichen gesetzen der gepewe halben im statbuch begriffen.]
Es ist auch gesetzt, das einer den andern befriden soll in der stat wo einer eingeet zu der rechten hant, und ob einer an den andern gestossen hat überzwerch, das sullen sie mit einander befriden; und außwendig der stat sol einer den andern befriden velds halben, als in dem statbuch steet folio 156.
Es soll auch ein ieglicher man den anderen befriden in der stat als hoch ir peder aigen geen.
Es soll ein ieglicher man den anderen befriden in den höffen und in gerten zwelf schuch hoch.
Es soll auch ein ieder den anderen befriden in der vorstat acht schuch hoch veldes halben.
Wer auch, ob iemant liecht oder trupfen het geen auf den anderen, das soll er abthun, wenn er des von im ermant wirt, alle tag pei einem pfunt haller, dann er bring es mit brieffen oder mit zeugen, das er es durch recht haben soll. pringt er es dann, das er es durch recht auf in haben sull, so soll er herauß auf in nichtz giessen noch werfen keinen unflat, oder was das ist, oberseit seiner rinnen oder niderseit; als oft er das bricht, so gibt er sechtzig haller von iedem tag.
Es ist auch gesetzt: ist, das einer pawen will mit [steinwerck] zwischen im und seinem nachpauren, so soll er das seinem [nachpauren] anbietten mit zweien gesworen mannen, ob er mit im pawen woll; und das soll er im in viertzehen tagen sagen, ob er es thun woll oder nicht. will er dann mit im pawen, so soll er den paw mit im anheben in einem halben jare, und sullen die maur auf ir baider aigen legen und sullen auch die maur machen drewer gaden hoch; wolt aber ir einer hoher mauren, der mag auf seinem halbteil mauren wie hoch er will. sie mugen auch die maur mit irrer paider willen niderer machen denn dreier gaden hoch, wie sie wollen; als in dem statbuch steet folio hundert 57.
[191a] Will er aber nit pawen, so soll jener ein maur auf in legen auf rechten grunt; wolt aber jener, auf den man die maur legt, dieselben maur kellertieff haben und bedorft ir [gener] nicht, der die maur legt, so soll er sie von sein selbs gelt legen biß auf rechte kellertieff von dem grunt, als jener die maur legen soll.
Wer auch jenen den paw anpeut, als verr der pawen will auf ir paider aigen, alsverre soll jener mit im pawen.
Wer auch, das der ander verrer pawen wolt auf ir paider aigen, des solt im der ander auch gehorsam sein.
Wer auch verrer pawen wolt, dann ir peder aigen geen, die der paw antrifft, der bedarf nit kellertieff faren, aber er soll die maur sust auf rechten und guten grunt legen; wolt aber der ander kellertieff haben im zenutz, der soll dieselben kellertieff an der meur selber an der hoch furen biß an den rechten grunt mit sein selbs gelt. und wer auf den andern also legen will, der soll nicht kurtzer auf in legen dann zwenunddreissig schuch, es sei dann mit irrer beider willen.
Wer furpaß verrer pawen wolt, den sein aigen treff an stallung, heukamer oder was das were, der bedarf nit kellertieff faren und soll auch ein maur neur zwaier schuch dick legen, ob er will, ob dem ertrich und zweier gaden hoch und nicht hoher, ob er will; will der ander hoher pawen, das mag er thun mit seinem gelt on ditz schaden. aber wer gen einem hoff oder gen einem garten pawen wolt, der bedarf aber nit kellertieff faren und mag eins gadems hoch pawen von rechtem grunt, das soll dreizehen schuch hoch sein ob dem ertrich, und die maur soll sein ob dem ertrich anderhalb schuchs dick in dem rechten, als vor geschriben steet, welcher nicht mit dem andern pawen wolt, das man die maur auf den anderen legt. und solt auch ein ieglicher, der also pawen wolt, dem andern sein holtzwerck vassen in das [steinwerg], und solt auch seinem nachpauren die maur vertigen mit pogen und mit venstern, als redlich und bescheidenlich wer. wer der ist, der den andern den paw anpeut, als vor geschriben steet, will jener denn nicht mit im pawen, so soll er auf in legen und soll auch jenem sein haus untersetzen und abraumen mit sein selbs pfenning. wer aber, das einer nicht anheim were, mit dem einer pawen wolt, so soll man im es verkunden von gerichtz wegen [191b] mit des gerichtz brieff; und wenn denn der bott beredt zu den heiligen, auf welichen tag er im den brieff geantwurt habe, von demselben tag in vier wochen kumpt er dann nicht und verantwort sich oder ehaft not für in beredt wirt als recht ist, so soll jener auf in legen und soll mit seinem pawe volfaren als recht ist.
Hat einer ein hoff und der ander ein nebenhaus oder ein abseitten doran stossen und wollen die mauren miteinander, so sullen sie machen ein maur dritthalb schuchs dick und zwei gadem hoch; wellen sie aber von paiden teilen die hohen machen, das mugen sie woll thun. will aber einer die maur auf den andern legen, so soll er sie auch dritthalb schuchs dick machen und zwei gadem hoch; bedarf er ir [hohir], so mag er sie auch woll hoher machen auf seinen teill, als in dem statbuch steet folio [hundert] achtundfunftzig.
Es ist auch erteilt etc. umb all graben und reihen zu Nuremberg, das niemant kein privet dorein haben noch machen soll; wer das übervert, der muß von iedem tag furpaß geben ein halb pfunt haller.
Es sein zu [rat] worden etc., das niemant kein zins nemen soll außwendig sein haus vor dem drischeufel; wer darüber zins neme, der soll in auf das haus antworten den losungern, und soll auch niemant auserhalben seins haus von [keiner] stat, von dheiner panck, von [keinem] schrein noch schragen noch von keinem andern ding, davon er zins nimpt, herfür setzen bei einem pfunt haller, und soll auch niemant weder fewer noch rauch haben vor seiner thür bei der vorgenanten puß.
Es haben die burger etc. wer, das zwen [oder mer] ein aigen mit einander hetten, das sullen sie mit einander nit teilen, es mug dann iedem teil werden funfundzweintzig schuch weit vorn gegen [der] strassen; wer aber, das das aigen als weit nicht were, so soll einer dem andern sein teil nicht abkaufen oder im zu kaufen geben. mochten sie aber pede uberein nicht komen, so sollen sie das gantz eigen mit einander also gantz verkauffen. wer aber, das sie dasselb eigen haben wolten, so sullen sie es umb zins hinleihen, wer allermeist davon geben will; wolten sie aber mit wilkür bei einander [ungetailt] [192a] darinn sitzen, das mochten sie woll thun.
Es haben auch gesetzt die burger vom ratte, ob das wer, das zwen oder mer ein aigen mit einander hetten, und ob sie das mit einander teillen wolten, welcher dann das merer teil an dem aigen hett, der solt mit dem loß an ein ort vallen nacheinander, und haben aber an dem aigen mer leut teil, so soll aber der merer teil des aigens pei einander pleiben und zu einander gefallen mit dem loß, ob sie es teillen wollen. und wer auch, das in den sachen kein stoß wurd, derselb stoß solt steen an schöpfen und an rat, als in dem statbuch steet folio hundert neunundfunftzig.
Es ist auch gesetzt, das niemant furpaß nicht pawen soll vor seinem haus oder vor seinem geswell, es sei vorn oder hinten, on der burger rat, es seien kellerhelse oder was es sei; wer das pricht, der muß ie als oft geben funf pfunt haller an die stat und er muß dennoch den paw abprechen. und ob vor diesem gesetz icht gepawet ist zu unrecht, das soll darumb nicht besteen, man mug es rechtfertigen wenn die burger wollen.
Es ist auch gesetzt, wer rinnen hat geen auß seiner kuchen oder seinem haus und unrein wasser darauß geust und laitet, der muß geben ie von dem tag ein pfunt haller.
Wer auch pawen will, der soll mit zigeln oder mit leim pawen, er soll auch mit zigeln decken; wer das pricht, der gibt funf pfunt haller.
Und wer ein hultzen want macht, der soll sie gegen im cleiben, und der an im sitzt, der soll die ander seit cleiben, ob er selbs ein want nicht enhett, pei der vorgenanten puß.
Auch ist gesetzt, das niemant leim graben soll bei dheinem weg umb und umb bei der stat, er grab dann zehen schuch davon, bei sechtzig haller ie von dem tag, der do grebt oder der es heist.
[192b] Wer pawet und ertrich außschut, der soll in acht tagen darzu greiffen und soll das nach einander außfuren, die weil sein icht da ist; thut er das nicht, so soll er darnach altag geben ein pfunt haller, als im statbuch steet hundert einundsechzig folio.
Wer mist tregt an die strassen, [let] er in lenger ligen denn uber den achten tag, so soll er furpaß geben zu puß von iedem tag ein pfund haller; und wer den mist denn nimpt, der hat doran nicht missetan, es sei in der stat oder in der vorstat.
Wer hintersessen hat oder hausgenossen, der soll haben zu [seinen] hintersessen und hausgenossen ein privet; wer das pricht, der gibt ein pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert zwaiundsechzig.
Und niemant soll kein unflat in hefen oder in anderen dingen an die straß werfen; wer so getanen unflat wirft an die strassen, der muß geben sechtzig haller; hat der hausgenoß des nicht, so pfendt man den, des das aigen ist.
Es gepietten auch unser herren etc., das furpaß niemant kein unflat, wie der genant ist, in der stat noch vor der stat in den Vischpach werfen noch giessen soll; wer das überfure und das man das mit zweien oder dreien beweisen mocht, der must als oft er gerugt wurde, ein pfunt newer haller zu puß geben, als in dem wandelbuch steet folio [82.]
[193b] Von dem tagwerck seil.
So hab ich, als ich paumeister worden pin, gefunden auf der Peunt ein altz tagwerck seil, das gar von einem alten pauren, der vill jar darmit gemessen hat, der das der stat gegunt und übergeben, als ich von dem Gürtler bericht worden pin etc. dasselb seil hab ich im zwinger hinter der Peunt auf der gedeckten zwingermeur zwischen dem thuren mit dem grün G und dem thuren darnach mit dem grün H verzeichen lassen an der prustwer gegen dem graben unter der zinnen. do hab ich vier eisen, eins einer spann lanck, in die maur legen lassen, sein gestalt als ein klammer, und ist ie von einem eisen zu dem anderen ein vierteil eins tagwercks; der vierteil sein also vier noch einander, das alles ist die leng von einem tagwerck, und halben weg dieselben leng oder der vorgeschriben vierteil zwai ist überzwerch zu rechen die praitten von einem tagwerck etc. will man dann das nach den schuen haben oder rechen, so ist ie dreuhundert und zweintzig statschuch nach der leng ein tagwerck und hundert und sechtzig statschuch überzwerch zu rechen ein tagwerck.
Ob nun iemant an einem seil die leng nemen und abmessen wolt, so soll man des geflissen sein, das man die leut warn, die solichs begeren, das sie das moß mit keinem newen seil nemen, es wer dann, das das in sunderheit darzu gemacht worden were, oder das das vor gar woll gestreckt und der trodel darauß komen were; dann es felet sust gar sere, das das seil auß einander geet und sunderlich, ob man damit messen wurd auf einer wisen oder acker, die naß oder darauf der taw lege, so geet das seil ser ein. in dem allen muß man sich versehen oder leut, die darvon ein meß nemen wolten, darvor warnen etc.
[194a] Von den gengen unter der vesten.
Nachdem und in dem zwei und sechtzigsten jare umb sant Endres tag [30 Nov.] und darvor ettliche zeit der Cuntz Rußwurm mit ettlichen gesellen in seinem haus an der Kramergassen unter der vesten gelegen sich unterstunt, durch anzeigen einer frawen und eins knaben nach einem schatz zu graben und untersich an das ertrich eingrub pei vierundzweintzig schuen tieff und auf ein ganck, der in gantzen vels gehauen was, kom: in demselben ganck kam man herab in den [samenkasten] des wassers der roren am Milchmarckt, der do ist zwischen des Hanns Zollners, des plechschmids, haus und dem prunnen vor seinem haus uber doselbst etc. man kam auch in demselben gang hinauf gegen der vesten zu dem prunnen an der oberen Smidgassen vor des Rügers, messingslahers, haus und umb die rören desselben prunnen in die gassen fur des Pecherers haus: dem gruben sie darnach in seinen keller etc. man kam auch in demselben gang gegen dem Thiergarthner thore umb des Mülichs prunnen, der in seinem haus steet, und verrer kam man in des Kamerers, messingslahers, haus, alles in gengen, die in ganzen fels gehawen waren, und des an ettlichen enden das steinhebig noch darinnen lag, also das man das verziehen must, darmit man durchkomen mocht etc. und nachdem sie pei sechs wochen also arbeitten und in den gengen geraumpt hetten und [die dingen] lautbrecht wurden und an mich langten, besant ich den Eberhart Rügger, messingslaher, der dann der verleger solcher arbeit auch einer was. mit dem redt ich von befelhnus eins erberen rats, doran ir arbeit auch gelangt hetten, was er und sein gesellen domit meinten, das sie also grüben on laub eines rats und westen woll, das sie solchs pillig mit wissen eins rats solten thun; wo sie solichs in einer herren stat gethan hetten, so wurden sie hart gestroft. also patt er mich, ine nit mer dann noch drei tag zu erlauben, sie weren gantz am ent und solich arbeit wer iederman unschedlichen; sie hetten vill darauf gelegt und darunter versaumpt und hoften ie, in solt gelucken nach ir kuntschaft sag. das vergunt ich ine also mit wissen eins rats noch drei tag zu raumen. also arbeitten sie lenger, das darnach aber an ein rat langt und an die elteren herrn, die befolhen mir, nach ine allen den, die do arbeitten, zu schicken und ine zu sagen, das sie solten aufhoren zu arbeitten. clagten sie iren schaden sere und versaumnus vergangen der zeit und patten mich, ine an die herren zu prengen und sie zu pitten, ine lenger zu vergunnen zu arbeitten, sie wolten alle sweren, ob ine gelucket [194b] oder was sie fünden das alles den elteren herren zu geben auf iren vertrawen, was sie ine dovon geben, wolten sie sich lassen genugen; und patten dopei, ine an der vergangen zerung ein stewer zu geben, dann ine ir kuntschaft eigentlich sagt, das sie ie finden solten ettwas mercklichs, des sie dann ettliche worzeichen funden und gesehen hetten. darauf gab ich ine im dreuundsechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Januar] zehen pfund novi von befelhnus der elteren herren und nam von ine allen und ir iedem besunder ein gelubd an eits stat, das ir keiner vor dem anderen und sie alle vor den elteren herren nicht verhalten wolten etc. darauf fur ich auch mit hinab in die geng, die pei zwelf, achtzehen, vierundzweintzig schuen tieff unter der erden waren, und kroch die mit ine auß als weit die geen. darnach funden sie aber ettliche worzeichen, die ine ir kuntschaft sagt, und arbeitten pei viertzehen tagen, aber alles unentz und vergebenlich. liessen sie davon und patten die elteren herren durch mich, ine zu vergunnen, in sant Walpurgen cappeln hinter dem altar in der ecken gegen mitternacht ein zu faren; des ine vergunt wart und mir bevolhen darob zu sein etc. darauf und im dreuundsechtzigsten jare an sant Valentins tag [14 Febr.] fingen sie an, hinter dem altar ein loch vier schuch geviert pei zweintzig schuen tieff, das sie auf zwu seitten spannen musten gegen dem gemeur, und als sie dem grunt des turns zu ent komen noch pei zweintzig schuen tieff in den vels unter sich gruben und doch auf das letzt unentz davon schieden und pei acht wochen auch vergebens doran arbeitten. dasselb ertrich ich auf der stat kost darnach ließ herauß unter die linten schutten etc. der gesellen waren zehen, nemlich Cuntz Rußwurm, [nageller], Linhart Freundt und Cuntz Hofer sein zwen aiden, Eberhart Rüger, messingslaher, Johannes Kremer, ein schreiber, Asem Helbling, ein kursner, der het ein knaben genant Steffan, Thoman Lemell, peckenknecht, Cuntz Perenecker, ein harnasch palierer, Hanns Müllner, ein zimmergesell. ine gieng grosse kost darauf auch an zeug und liechten.
Item das loch hinter dem altar hab ich oben pei dreien schuen tieff verschutten lassen und darauf wider ein estrich geslagen und von merer sicherheit wegen ein podem von prettern darauf umb den altar machen lassen, ob das loch oben einviell, das [195a] dennoch der pretter poden do plieb. man hielt auch pei sechs wochen lang kein mess in der capell, wann man ertrichs halben nit woll do mess halten mocht, wann die kirch auch stetz verslossen was etc.
[195b] Von dem hausratt und küchengeschirr.
Item der hernach geschriben hausratt und kuchengeschirr ist vorhanden auf dem rathaus, darzu herr Hanns Koler, die zeit der stat zu Nuremberg zeugmeister, den slussel hatt, anno etc. im zweiundsechtzigsten jare am sambstag vor sant [Bartholomeus] tag [21 Aug.].
Item am ersten ein grosse flaschen, dorein geet drei und dreissig moß.
Item mer ein flaschen, dorein geet zweintzig moß.
Item ein flaschen, dorein geet achtzehenhalb moß.
Item ein flaschen, dorein geet sibentzehen moß.
Item ein flaschen, dorein geet zwelfhalben moß.
Item zwei flaschen, do geet in iede ailf moß.
Item acht flaschen, do geet in iede ailfthalb moß.
Item zwu flaschen, do geet in iede zehen moß.
Item ein flaschen, dorein geet neun moß.
Item neun flaschen, geet in iede acht moß.
Item zwu flaschen, geet in iede achthalb moß.
Item funf flaschen, geet in iede sibenthalb moß.
Item funf flaschen, geet in iede sechs moß.
Item vier flaschen, geet in iede sechsthalb moß.
Item ein flaschen, dorein geet funf moß.
Item neun flaschen, geet in iede funfthalb moß.
Item zwu flaschen, geet in iede vier moß.
Item zwu flaschen, geet in iede vierthalb moß.
Item drei flaschen, geet in iede drei moß.
Summa: sechtzig flaschen, die all geeicht und auf einer ieden flaschen gezeichent ist, was dorein geet.
Item mer ist dorpei siben grosser und kleiner verzinter speisflaschen.
Item zwenundsechtzig alter und newer kupfrer und eisener verzinter trinckpecher.
Item mer ist vorhanden zehen alt und vier new grosser und ziliger speiskessel.
Item mer zehen grosser und kleiner schmaltzkessel.
Item mer ailf groß und klein drifuß unter die obgeschriben kessel gehorende.
Item neunzehen eisener hengel zu den kessellen.
Item drei alt und drei new groß und zilig eisen rost.
Item acht eisner prottspieß.
Item funf kupfrer grosser und kleiner anrichtschopfer [196a].
Item drei groß kupferer durchsleg mit zweien hanthaben ir ieder.
Item zwen new klein kupferein durchschleg mit hultzen hanthaben.
Item sechtzehen grosser und kleiner, alter und newer eisener gelocherter faumlöffel.
Item zehen alter und newer ungelocherter eisner kochlöffel.
Item zwai par alter und dreu par newer kuchenbackmesser.
Item zwen gut grosser morser und ein eisenen strempfel darzu [gehorent].
Item zwei grosse und zwai kleine kupfrene geslagene alte meß, ettwas mit zu eichen.
Item ein grosse kupfrene pfannen.
Item mer ailf groß und neun zilig alter und newer eisener pfannen.
Item dreizehen gedreitseck zu kuchenspeis.
Item sechtzehenhalbhundert hultzer hoffschussel.
Item achtzehen grosser latern.
Item so hat der Hanns Meyschner, hausknecht, in seiner gewalt, als hernach geschriben steet:
Item zwen zilig kessel und drei klein [drifuß].
Item drei moßkandel.
Item ein seitelkandel.
Item ein mischkendelein.
Item zweihundert grosser schenckkandel auf füssen.
Item ein flaschen, dorein geet sibenzehen moß.
Item vier flaschen, geet in iede vier moß.
Item ein halbeimerigen stentner.
Item so hat der Koler zu dem sallpeter siden im marstall zwen groß kupferer speiskessel.
Item das vorgeschriben geschirr ist alles gezeichent mit der stat Nuremberg schilt und wappen.
[196b] Von kerren und wegen im dreuundsechtzigsten jare.
Item im dreuundsechtzigsten jar am pfintztag [21 Apr.] des hochwirdigen heiligen heiligthumb abent und am freitag [22 Apr.] des heiligthumbs tag ward von befelhnus der erberen herren durch mich bestellt unter allen thoren mit den thorwarten oder zollnern, was wagen und kerren herein in die stat gingen; doch ward kein paurenwagen noch karren, die mit milch, ruben oder kraut herein furen, gezelt die zwen tag.
Item Thiergarthner thore: einundfunftzig wegen und hundert kerren.
Item Newenthore: vierhundert und neunundsechtzig wegen und kerren.
Item Spitalerthore: dreuhundert und zwenundzweintzig wegen und 200 kerren.
Item Frawenthore: dreuhundert einundzweintzig wegen und 207 kerren.
Item Laufferthore: einhundert drei wegen und hundert ein karren.
Summa: zwelfhundert sechsundsechtzig wegen und kerren, mer sechshundert und acht kerren.
[197a] Von den linten.
So steet im statpuch am allerletzten geschriben, das Paulus Forchtel seliger die linten auf des Hallers wisen hat setzen lassen; das ist gescheen nach Cristi gepurt viertzehenhundert und in dem einundvierzigsten jare.
Am montag sant Benedicten tag [21 März] in dem achtundsechtzigsten jare ließ ich setzen auf die Schüt gegen dem Sant vierundviertzig linten, gegen sant Katherein zwuundviertzig, auf dem Sweinmarckt einundzweintzig, auf die Hallerwisen ailf, auf den Thiergarten drei, pei dem Irherthürlein drei, pei dem siechhaus drei, pei sant Wilboltz prunlein zwu, auf der Peunt zwu, auf sant Seboltz kirchoff eine. summa: die ein hundert und zwu und dreissig linten kosten ie eine mit allen dingen für graben, setzen, zeundörnen stecken eine achtzehen pfenning.
Zu sant Walpurgen tag [1 Mai] in dem sibentzigsten jare setzt man achtundzweintzig linten vorn am perg unter der vesten inwendig der stat mit einer, die man auf die hoch vor Albrecht Kressen haus auch setzet. so pust man uf dieselben zeit ein zwuunddreissig linten auf die Schüt und Sweinmarckt, die man setzt an ettlicher ander stat, die man vor gesetzt hett und verdorben waren. der linten kost auch eine drei pfenning zu graben und drei pfenning zu furen herein von der stat walthawer.
In dem sibentzigsten jare am erittag nach sant Mertheins tag [13 Nov.] setzt man in Schießgraben am Sant hinter der stetten pei dem inneren Laufferthore viertzehen junger linten und zwenundzweintzig junger vogelpaum, desgleichen auf die vesten in Sebolt Kressen und des richters des Bemers garten in iedem zwen [197b] vogelpaum, und auf der Schüt und auf dem Sweinmarckt do versetzt man ettlich linten an der stat, die vor do stunden und verdorben [warden] etc. und der kost ie eine drei pfenning zu graben und drei pfenning zu faren herein etc.
[198a] Von der [alten schrift] am thuren.
Diese hernachgeschrieben schrift die steet mit alten grossen puchstaben in den stein gehawen an dem grossen thuren, der an dem Manghaus steet pei sant Katherein prucken und lautet also: anno domini MoIIIcXXIIIo kalendas mense may, der des thurns ein paumeister gewesen ist Conrat Stromer, des helf uns der heilig Crist. amen.
[198b] Von Hannsen Grassers seligen püchern.
Item so hab ich durch vleissig pette und manich ersuchung von Gottlieb und Paulus den Volckamern als vormunde der Hannsen Grasserin seligen gescheft entlehent sechs pucher, dorein der Hanns Grasser seliger seine ding der stat pewe halben geschriben hat etc. die ich mit vleiß übersehen und gelesen hab, die aber gar slecht geschriben und nirgen dorpei, was man keinem der stat arbeitter geb oder geben hab, dann allein die summ, so er alle wochen außgeben hat oder mit den er gerechet hat, alles auf das kurtzst angeschriben etc. nachdem die pewe groß und der ding die zeit vill und ime villeicht verdrießlich gewest ist, noch dem vertrawen, den ein erber rat sust zu im gehabt hat, so hat es ser slechtlichen angeschriben etc. dieselben pücher hab [ich] Paulus Volkamer wider heim geschickt und darauß gezeichent diese hernach geschriben stucklein.
Item am ersten vind ich, das er in dem einundviertzigsten jare dem Gürtler geben hat von dem wilde und thieren im statgraben zu warten zwelf pfunt alt, auch von dem heimlichen gemach im loch acht pfunt alt und für die andern klein kost achtundfunfzig pfenning geben hat, auch von einem hundert quader eich und trinckgeltz zwelf pfenning und zu zeitten zweintzig pfenning geben hat; fur ein pfunt wagenschmiere von dem Rudolf in der wag funfthalben pfenning, von einem perckeisen zu stehellen ailf pfenning dem Jacob, schmit pei dem Laufferthore, fur zwai grosse prunnseille auf die vesten zehen pfunt alt geben, des Huffnagels slossersknechten von viertzig pfunt alt, so sein rechnung gemacht hat, dreissig pfenning trinkgeltz geben.
Item darnach vinde ich, das er in dem zweiundviertzigsten jar meister Friderichen Weissen zu liebung für ein stoß holtz geben hat zwai pfunt novi, funftzehen schilling. mer nochdem kein trinckgelt desselben jars gefallen ist gewest, hat er im zehen pfunt [199a] novi geben und Ulrich Unger, dem parlierer, funf pfunt alt, auch dem Johanns Steinschreiber vier pfunt alt geben hat. mer für ein tausent flacher dachzigelstein zweintzig pfunt und fur ein tausent hocken und preiszigel zwelf pfunt alt, und fur ein tausent kerb und meullein viertzehen pfunt alt, auch für ein kellzigel siben pfenning; auch des Heintz Höhels, des walthawers, knecht fur ein trinckgelt zu des waldhawers rechnung achtundviertzig pfenning und zu zeitten dreu pfunt alt, für ein kettensloß zu gassenketten vierundzweintzig pfenning und das eisen darzu. der kupferein slott auf sant Laurentzen thuren kost funf und zweintzig guldein reinisch; der schallen eine, darmit man das rathaus geflastert oben hat, kost funftzehen pfenning. den [hantsegern] hat er geben von einem schnit sibenthalben und siben pfenning.
Item darnach in dem vierundviertzigsten jar gab er fur ein puchsenstein zu der Kaltenpurgerin zu hawen funftzehen pfenning von einem stein; mer dem Kressen und Paulus Stromeir auf der vesten hat man vier wasserkuffen geben; mer fur ein hundert schintel hat man geben achtzehen und einundzweintzig pfenning.
Item darnach in dem sibenundviertzigsten jare umb Jacoby hat der schön prunn am Marckt pei der Wechsel gekost zu vassen von dem moler funf hundert guldein [reinisch.]
[[NACHTRAG.]]
[201b] Nochdem das puch geschriben und gancz gemacht worden ist, hot sich doch dornoch und etliche stück in mitler zeit begeben, die ich Endres Tucher heernoch schreiben hab lossen, die dan einem paumeister auch künftiglich not sein zu wissen. und wie wol die auch eins eigen reigisters und anzeigens bedorften, so hab ich die doch hinfur und voren in das register mit zifferas an dieselben oder der geleichen artickel hencken lossen, dordurch man die auch hinten im puch finden mag.