A.
Aas, mufiger Bossert oder mufiger Mass, d. h. stinkendes Fleisch[119]
abbeißen, abnäpfen[120]
abbetteln, abdalfen[121], abderchen[122]
abbiegen, abschurele[123]
abbinden, abschurele
abbitten, abderche[124]
abbrennen, abfunken[125]
abbrühen („abschäumen“), abflu(h)ten[126]
Abendbrot (Abendtisch) s. Abendessen
Abendessen, Leilebiken[129], z’Leilebutten[130], Rattekahla[131]
aberwitzig, nillich, auch ni(e)sich, nu(a)schich[132]
abessen, abbiken, abbutten, abkahla[133]
abfahren, abruadlen[134]
abfallen (abwerfen), abbohlen[135]
abgeben, abdogen (gib’s ab = dog’s ab)[136]
abgehen (abspringen), abbosten[137], abpfichen[138]
abgerahmte Milch, abgeschunde Gleis[139]
abgeschlossen s. abschließen
abkaufen, abbaschen[140], abbikeren[141], abgremen[142], abkemere[143]
ablesen, abschurele[144]
abliefern, abdogen[145]
abmähen, abschurele[144]
abnagen, abnäpfen[146]
Abort, Fu(h)lkitt[147], Schmelzkitt[148], Schundkitt[149]
abpflücken, abschurele[144]
abputzen, abschurele
abreißen, abschurele
abschaffen, abschenegeln[150]
abschießen, abschnellen[151]
abschirren, abschurele[152]
abschließen, beschrenken (abgeschlossen, b’schrenkt)[153]
abschreiben, abfeberen[154]
absingen, abschallen[155]
absondern, abschurele[152]
abspringen, abbosten[156]
absterben, abbegeren[157]
abtragen, abbugle[158]
Abtritt s. Abort
abwaschen, abpfladeren[159]
abwerfen s. abfallen
Abweichung (Diarrhöe), Fu(h)lete[160], Schmelzede[160]
abwischen, abschurele[161]
abzahlen, abpfreimen[162], abzaine[163]
abziehen, abschurele[164]
Achsel, Schure[164]
Acker, Schure[164]
Adler, grandicher Flederling[165]
Affe, Schure[166]
Affengesicht (Fastnachtsmaske), Ni(e)sichegiel, auch Nilliche- od. Nuschichegiel (d. h. „närrisches Maul“)[167]
After, Bos[168], Schmelzer[169]
alljährlich, jedes Ja(h)ne (d. h. jedes Jahr)[170]
alltäglich, jeden Schei (d. h. jeden Tag)[171]
Almosen, Dercherbich (d. h. „Bettelgeld)“[172]
Amme, Schwächerlemamere (d. h. „Brustmutter“)[173]
Ampel, Schei (d. h. mehr das Licht in der Ampel als diese selbst)[174]
Amsel, Schallerfläderling (d. h. eigtl. nur Singvogel; vgl. Kanarienvogel)[175]
Amtmann, grandicher Sins[176]
Amtsdiener, Bu(t)z[177]
Ananas, grandiche Jahresäftling od. gr. Krachersäftling (d. h. „die große Waldtraube“, abzuleiten von Säftling = Traube[178] und Jahre oder Kracher = Wald[179]). Mit Jahre- od. Krachersäftling werden fast alle beerenartigen Früchte bezeichnet (vgl. [Anm. 178] im Anf.).
anbeten, anbliblen[180]
anbetteln, andalfen, anderchen[181]
anbinden, anschurele[182]
anblasen, anschurele
anbrennen, den Funk anpflanzen (d. h. das Feuer anmachen)[183]
anfangen, anschurele[184]
anfassen, anschniffen[185]
anfragen (fragen), butschen[186]
Angel, Schure[187]
angenehm, dof, duft[188]
Angesicht, Ki(e)bes (d. h. eigtl. Kopf)[189]
Angst, Bauser[190]
ängstlich, bauserich[190]
anhalten, anschurele[191]
ankaufen, anbaschen, angremen, ankemeren[192]
anklagen, anschurele[191]
ankleiden, a(n)kluften[193]
ankommen, anbosten, anpfichen[194]
anlachen, anschmol(l)en[195]
anmutig, g’want[196]
anpacken, schniffen (daher: schniff’ ihn = pack’ ihn)[197]
anreden, ansprechen, andiberen[198]
ansagen, anschmusen[199]
anschauen, anlinzen[200]
anschließen, anb’schrenke[201]
anschneiden, anschurele[202]
ansehen s. anschauen
ansprechen s. anreden
anständig, dof[203], g’want[204]
Antlitz s. Angesicht u. Gesicht
antworten, diberen[205], schmusen[206]
anwendbar, dof, duft[203]
anzahlen, anbleisgeren[207], anpfreimen[208], anzeinen[208]
anziehen s. ankleiden
Anzug, Kluft, Klufterei[209]
anzünden, anfunken[210]
Apfel, Bommerling[211]
Apfelbaum, Bommerlingstöber[212]
Apfelkern, Bommerlingkies[213]
Apfelkuchen, Bommerlingbrandling[214]
Apfelwein, Bommerlingjo(h)le[215]; s. auch Most
Appetit, Bog(g)elo[216], Putl(t)ak[217], Ruf[218]; s. auch Hunger
Äquilibrist (Seiltänzer), Schnurrand[219]
Arbeit, Schenagel[220]
arbeiten, sch(e)negle(n)[220]
Arbeiter, Schenegler[220]
Arbeitshaus, Schenagelskitt[221]
Arbeitslohn, Schenagelsbich[222], vgl. Lohn
Ärger, Stumpf[225]
ärgerlich, stumpfich[225]; s. auch zornig
arm (ärmlich, armselig), vermuft[226], auch wohl schofel (Spr.)[227] u. dercherich[228]
arme Leute, Dercherulma (d. h. eigtl. „Bettelleute“)[229]
Armenhaus, Dercherkitt[230]
Armut, Vermuft[231]
Arrest, Dofes[232], Kittle[233], Lek[234]. Eigentlich soll mit Dofes das Gefängnis im e S., mit Kittle der Arrest (Haft) und mit Lek (od. Schofelkitt) das Zuchthaus bezeichnet werden.
Arzt, Begersins[237]
Asche, Schund[238]
Aschenbecher, Schundschottel[239]
Ast (Baumast), Sprate[240], Stenz[241]
Attest, Kritzler[242]
aufbewahren, aufschurela[243]
aufbrechen, aufschurela
aufdecken, aufschurela
aufessen, aufbiken, aufbutten, aufkahla[244]
auffallen, aufbohlen[245]
aufgeblasen sein s. hoffärtig (stolz) sein
aufhängen, aufschnüren[246]
aufheben, aufschurelen[243]
aufhenken s. aufhängen
aufhören, sich (auf)schupfen (bes. als Imperat.: hör’ auf, schupf dich [auf])[247]
aufladen, aufschurelen[248]
auflaufen, aufbosten (-tet)[249]
auflesen, aufschurela[248]
aufmachen, aufschurelen, aufpflanzen (Spr.)[250]
aufnähen, aufstichlen[251]
aufrichtig, dof[252]
aufsagen, aufschmusen[253]
aufschlagen, aufguffen[254]
aufschreiben, auffeberen[255]
aufsehen, auflinzen[256]
aufspielen (zum Tanz), aufnikla[257]
aufsuchen, aufschurele[258]
aufwachen, aufdurme[259]
aufwaschen, aufpfladeren[260]
aufzehren s. aufessen
Augapfel, Scheinlingbommerling[261]
Auge, Scheiling[261]
Augenbrauen, Scheinlingstrauberts[262]
Augenwasser, Scheinlingflu(h)te[263]
ausbeißen, ausnäpfen[264]
ausblasen, auspflanzen[265]
ausbrechen, auspfiche[266]
ausbrennen, ausfunken[267]
ausbürsten, ausschurele[268]
ausessen, ausbiken, ausbutten, auskahla[269]
ausfahren, ausruadlen[270]
ausfegen, ausschurele[268]
ausforschen, ausbutschen[271], auslinzen[272]; vgl. forschen
ausfragen, ausbutchen[271]
ausgeben, ausdogen[273]
ausgehen, ausbosten[274]
ausgekleidet, auskluftet[275]
ausgeschlafen, s. ausschlafen
auskleiden, auskluften[276]
auskochen, aussicheren[275]
auslachen, ausschmol(l)en[277]
auslassen, bremsere[278], Bremser schmusen[279]
auslaufen, ausbosten[280]
auslöschen s. löschen
ausrechnen, ausschurele[281]
aussagen, ausschmusen[282]
ausschalten, ausstämpfen[283]
ausschimpfen, ausstämpfen
ausschlafen, ausdurmen[284], ausschlauna[285]
ausschreiben, ausfeberen[286]
aussehen, auslenzen[287]
ausspotten, ausschmol(l)en[288]
aussprechen, ausschmusen[289]
ausspülen, auspfladera[290]
ausstehlen, ausschniffen[291], ausschoren[292]
austreten (schwer), d. h. cacare, fu(h)la, schmelza[293], schunden[294]
austreten (leicht), d. h. mingere, flösle[295]
austrinken, ausschwächen (trink aus, schwäch [a]uf)[296]
auswaschen s. ausspülen
ausweinen, ausglemsa[297]
auszahlen, ausbleisgeren[298], auspfreima, auszeina[299]
auszanken, ausstämpfen[300]
ausziehen, ausklufta (-ten)[301]
Axt, Dober[302]
B.
Bach, Flu(h)te[303]
Bachstelze, Flu(h)tefläderling[304]. Häufiger ist indessen die Bezeichnung jenischer Fläderling, d. h. „der jenische Vogel“[305]. Dieser Name erklärt sich aus dem Aberglauben der fahrenden Leute, daß sie, wenn sie eine Bachstelze sehen, bald mit ihresgleichen zusammentreffen werden, und daß dies noch sicherer und früher (und mit vielen „Fahrenden“) geschehen werde, wenn es sich um mehrere solche Vögel handelt. Alle jenischen Leute halten felsenfest an diesem Glauben, den sie jedenfalls von den Zigeunern übernommen haben, bei denen die Bachstelze noch eine andere, besondere Bedeutung hat, so daß sie von ihnen ausschließlich als ihr romano tschirklo, d. h. „Zigeunervogel“ angesehen wird[306].
backen, schupfen[307]
Bäcker (Bäckermeister), Lehmschupfer, d. h. eigtl. (genauer) „Brotbäcker“[307][308]
Bäckerei, Schupferei[307]
Bäckerin, Schupferin[307]
Backofen, Lehmschupferhitzling[309]
Backstein, Kittleskies, d. h. „Hausstein“[310]
Bad, Flu(h)te[311]
baden, pfladeren[312]
Bahn, Rutsch[313]
Bank (zum Sitzen), Sitzleng[314]
Bank (= Bankhaus), Bichkitt[315] oder Lobekitt[316]
bankerott vgl. Konkurs
Bankier, Bichsins[317], Kiessins[318] oder Lobesins[319]
Barchent, Bochdam[320]
Barschaft, Bich[321], Gore[322], Lobe[323]
Bauch, Rande[324]
Bauchgrimmen, Randeschure[325]
Bauer, Kaffer[326], Ruch[327]; vgl. auch Landmann
Bauerndorf, Rucheg’fahr[328]
Bauernfrau, Ruchamos(s)[329]
Bauernhaus, Ruchakitt (Dimin.: Ruchekittle [Spr.])[330]
Bauersleute, Rucheulme (Spr.)[331]
Baum, Stöber[332]
Bäumchen, Stöberle[332]
Baumholz, Stöberspraus[333]; vgl. auch Stamm
Baumkatze (d. h. Eichhörnchen), Stöberschmaler[334]
Beängstigung, Bauser[335]
beantworten, dibera[336], schmusen[337]
bedanken, bederchen[338]
bedeutend, grandich[339]
Bedrängnis, Vermuft[340]; vgl. Armut und Konkurs
bedrohen, stämpfen[341]
befragen, lenzen[342]; vgl. fragen
befürchten, bauserich sein[343]
begatten (Begattung), bodera oder budera[344], kirmen[345] schnirgla[346], schurela[347]
begehren, dalfen, derchen[348]
begütert, grandich[349]
behend, g’want[350]
behext, verfinkelt[351]
Beil, Doberle[352]
Beinkleid, Buxa[353], Kopel[354]; vgl. Hose(n)
Beischläferin, Lubne[355], schofle Model (d. h. „schlechtes Mädchen“)[356]
beißen, näpfen[357]
beiwohnen s. begatten
Bekleidung, Klufterei[358]
bekommen, bestieben (als Partiz. bestiebst)[359]
Bekümmernis haben s. befürchten
beleibt, grandicher Rande[360]
beleidigen s. bedrohen
beliebt, dof[361]
beloben, dof schmusen (d. h. „schön reden“)[362]; vgl. loben
belügen, ko(h)len[363]
bemittelt s. begütert
beobachten, linzen[364]
bequem, dof[365]
berauben, schniffen[366], schoren[367]
berauscht, dambes (= Dambes)[368], geschwächt[369], molum[370], schwächer (= Schwächer)[369][371]
Beruf, Schenagel[372]
beschenken, dogen[373], ste(c)ken[374], s. auch schlagen
beschimpfen, stämpfen[375]
beschmutzt, schundich[376]
beschreiben, febera (d. h. eigtl. nur „schreiben“)[377]
besehen, linzen (d. h. eigtl. „sehen“)[378]
Besen s. Kehrbesen; vgl. Bürste
besichtigen, linzen[378]
besonnen, kochem[379]
besser, döfer[380]
bestehlen s. berauben
bestrafen s. schlagen; vgl. auch beschenken
bestraft (gerichtlich), g’strupft[381]
besudelt s. beschmutzt
beten, bliblen[382]
betrachten, linzen[383]
betrinken, beschwächen[384]
Betrug, Kasperei[385], Kohlerei[386]
betrügen, kaspere[385], kohlen[386]
Betrüger, Fehlinger[387], Kasperer[385]
betrunken s. berauscht; vgl. trunken.
Bett, Sauft, plur. Sauften, Säufter oder Säuftlinge (letzteres Spr.)[388]
Bettelbrief, Dercherkritzler[389]
Bettelbrot, derchter Lehm (d. h. „gebetteltes Brot“)[390]
Bettelbube, Dercherfi(e)sel[391]
Bettelei, Dalferei, Dercherei[392]
Bettelfrau, Derchermoss[393]
bettelhaft s. arm; vgl. dürftig
Bettelleute, Dercherulma (-me)[394]
Bettelmädchen, Derchermodel[395]
Bettelmann, Dercherkaffer[396]
betteln, dalfen, derchen[392], manga[397]
Bettelsack, Dercherrande[398]
Bettelstab, Dercherstenz[399]
Bettler, Dalfer, Dercher (fem. Derchere [Spr.])[392]
Bettschüssel, Sauftschottel[400]
Bettüberzug, Sauftschure[401]
Bettuch, " "
Bettzüge, " "
beunruhigen (sich), bauserich sein[402]
Beutel, Kiesreiber[403], Rande[404]
beweinen, glemsen[405]; vgl. weinen
bewerfen, plotzen[406]; vgl. werfen
bezahlen, bereimen[407], bleisgeren[408], pfreimen, zainen, (zeinen [Spr.])[409]
bieder, dof[410]
Bier, Blamb[411]
Bierglas (-flasche), Blambglansert[412]
Bindfaden, Schure[413]
Binsen, "
Birke, Stöber (d. h. Baum). Damit werden — mit wenigen Ausnahmen — alle Bäume bezeichnet[414]
Birnbaum, Stielingstöber[415]
Birne, Stieling
Birnenkern, Stielingkies[416]
Bischof, grandicher Kolb, d. h. „der große Pfarrer“[417], während der Papst als grandich Kolb, d. h. „der größte Pfarrer“, bezeichnet wird[418]. Im Jenischen wird nämlich mit grandicher immer die nächste höhere Charge, Rangstufe usw. bezeichnet, mit grandich dagegen stets der höchste Rang usw.[419].
bissig, näpfich (-ig)[420]
bitten, derchen[421]
Bittschrift s. Bettelbrief
Bleistift, Feberschure[422]
Blick, Scheileng[423]
blicken, linzen[424]
Block s. Holz
blöde (blödsinnig) s. aberwitzig; vgl. albern
Blödigkeit (Blödsinn), Ni(e)sserei, Nillerei, Nuscherei[425]
Blume, Schure[426]
Blut, Rat[427]
blutig, ratich[427]
Bock, Schure[426]
Bohnen, "
Bohrer, "
Borg (Kredit), auf —, auf den Bengel[428], auf Keif[429]; vgl. auch Schulden
borgen (leihen), Bomma od. Keif pflanzen (d. h. „Schulden machen“)[430]
Börse, Kiesreiber[431]
Borsten, Strauberts[432]
bösartig, lenk, schofel[433]
böse, lenk (link [Spr.]), schofel[433]
böse Frau, lenke Goi[434] od. Moss[435]
böse Sachen (Dinge) machen, lenke od. schofle Falla pflanzen[436]; vgl. huren
böser (Komporativ), lenker, schofler[433]
böser Mann (Mensch), lenker Kaffer[437], Linkfi(e)sel (Spr.)[438]
böses Kind, Gof, plur. Gofa[439]
böses kleines Kind, Göfle (Gefle [Spr.])[439]
Bouteille (Flasche), Glansert[440]
Brand, Funk[441]
Branntwein, Gefinkelter[442], Katschete[443], Soruf[444]
Branntweinpulle (-flasche), Gefinkelterglansert od. Sorufglansert[445]
braten, sicheren[446]
Braten, Bossert, Mass, d. h. „Fleisch“[447]
Bratkartoffeln, Schmunkbolle (Spr.)[448]
brauchbar, duft[449], g’want[450]
brauchbare Frau, dufte Mos(s)[451]
brauchbarer Bursche, dufter Benges, — Benk[452] oder — Fi(e)sel[453]
brauchbarer Mann, dufter Kaffer[454]
brauchbares Kind, dufter Galm[455]; im Plural: dufte Galme oder Schrabiner[456]; vgl. braves Kind
brauchbares Mädchen, dufte Model[457]
Braut, Model[457]
Bräutigam, Benges[458], Fie(s)el[459]
brav, dof[460]
braves Kind, dofer Galm, plur.: dofe Galme oder Schrabiner[461]
Brecheisen, Schure[462]
Brei, "
Bremse, "
brennen; funken[463]
brennend, funkt (d. h. „es brennt“)
Brett, Schurele[462]
Brief, Kritzler[464]
Brieftasche, Kritzlerrande[465]
Briefträger, Kritzlerbuckler[466]
Brille, Linzere[467]
Brombeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[468]
Brot, Lechem od. Lehm[469], Maro[470]
Brotbäcker, Lehmschupfer[471]
Brotbüchse, Lehmschottel[472]
Brotsack, Lehmrande[473]
Brotschrank, Lehmschure[474]
Brücke, Flu(h)tesore[475], Schure[474]
Bruder, Glied. Unter Glied versteht man die Kinder (den Sohn, die Tochter) einer Familie, aber auch sonstige Verwandte, z. B. einen Bruder oder eine Schwester (des Vaters oder der Mutter); vgl. Geschwister, Schwester, Sohn, Tochter, ferner Oheim, Tante u. Neffe[476]
Brühe, Flu(h)te[477]
Brust (weibliche), Schwächerle[478]
Bube Benges[479], Fi(e)sel[480]
Buch, Schure[481]
Buche, Stöber[482]
Büchse (als Behältnis), Schottel[483]
Büchse (= Flinte), Klass[484], Schnelle[485]
Büchsenmacher, Klass- od. Schnellepflanzer[486]
Büchsenranzen, Rande[487]
Buhldirne, Lubne[488]
buhlerisch, lenk, schofel[489]
Bulle (= Ochse), Hornikel[490]
Bündel, Rande[487]
Bürgermeister, Kritsch[491], Schar(r)le[492]
Bursche s. Bube; fahrender Bursche, jenischer Benges, Benk oder Fi(e)sel[493]
Bürste, Stiepa, Plural: Stiebe (Spr.)[494], Rutscherschure[495] oder bloß Schure[496]
Bürstenbinder, Schurespflanzer oder Stiepenpflanzer (beides Spr.)[497]
Busen s. Brust
Büttel, Buz[498]; vgl. Polizeidiener
Butter, dofer Schmunk, d. h. „(gutes oder) besseres Fett (Schmalz)“[499]
Butterbrot, Schmunklehm[500]
Butterfaß (Schmalzfaß), Schmunkschure[501]
Buttermilch, Schmunkgleis[502]