Empfehlenswerte Werke.
Für jede Familienbibliothek,
besonders aber für die Hausfrau auf dem Lande.
Sofiensruh.
Wie ich mir das Landleben dachte,
und wie ich es fand.
Von S. Jansen.
Zweite, kürzlich neu erschienene Auflage.
Preis fein geheftet 4 Mk., hochelegant gebunden 5 Mk.
Ein prächtiges, rein aus dem Leben geschöpftes Werk von eigenartiger, frischer, humorvoller Darstellung, dessen erste Auflage in noch nicht sieben Monaten vergriffen gewesen ist. Die Verfasserin, Stadtfrau und in der größten norddeutschen Handelsstadt angesessen, kauft sich in der Nähe ihrer Heimat ein kleines Landgut, welches sie selbst mit größtem Verständnis bewirtschaftet. Ihre wenigen Freuden und die große Zahl der Sorgen schildert uns die Dichterin nun in einer Form, wie sie lebenswahrer und doch zum Gemüte sprechender nicht gedacht werden kann. Wir haben hier eine seltene Perle moderner Erzählerkunst vor uns und ein Buch, das ein vorzügliches Festgeschenk, namentlich für unsere Hausfrauen, genannt zu werden vollauf verdient.
Die Kritik hat sich über »Sofiensruh« durchweg ungemein anerkennend geäußert. Wir geben folgende Kritikauszüge wieder:
Der Tag in Berlin. »Ein sehr amüsantes Buch – und ein sehr nachdenkliches Buch, nachdenklich im Sinne Fontanes, als etwas, über das man viel nachdenkt. Ich habe viel dabei gelacht und doch viel dabei gelernt. Mark Twainisch fängt es an, mit grotesken Zirkusplätzen, und geht dann doch in den schönen niederdeutschen, etwas schwermütigen Humor über, den wir an Klaus Groth und Fritz Reuter so sehr lieben. Und das schönste daran ist, daß alles, was in dem Buche steht, so gar nicht erfunden und bloß ausgedacht ist, sondern in jeder Zeile den unverkennbaren Stempel der erlebtesten Wahrheit trägt. … Städter und Agrarier sollten diese meistens grotesk lustigen und doch so bitterernsten Schilderungen und Erlebnisse genau studieren, die ersteren, um zu begreifen, unter welchen unerhörten Schwierigkeiten der Landwirt heute der Natur und seinem Helferpersonal sein Leben abzuringen hat, die letzteren, um endlich darüber klar zu werden, daß ohne eine gründliche, an die Wurzel gehende Umgestaltung des ländlichen Arbeitsverhältnisses über lang oder kurz jede größere Wirtschaft zugrunde gehen muß. … In Zolas furchtbarem »La Terre« sind die Tatsachen eigentlich nicht viel krasser; sie sind eben nur durch ein bittereres Temperament gesehen. … Wie gesagt: ein nachdenkliches Buch! Ein sehr nachdenkliches Buch! Und wird keiner kommen dürfen und sagen, ein »Hetzer« habe es geschrieben.
Dr. Franz Oppenheimer.«
Das Daheim in Leipzig. »… Es ist ein heiteres und erfreuendes und zugleich ein trauriges und betrübendes Buch. Es ist heiter und erfreuend, weil wir in ihm eine prächtige deutsche Frau kennen lernen, voll Mutterwitz, gesundem Verstande, Tatkraft und zähem Wollen, die überdies noch über eine sehr ungewöhnliche Gabe der Schilderung und der Charakterisierung verfügt. … Unser Buch ist gerade in seinen Einzelschilderungen auch kulturgeschichtlich von großem Wert, es zeigt uns aber vor allem, unter wie unsagbar schwierigen Verhältnissen heute vielfach die Landwirtschaft in Deutschland betrieben wird.
Th. H. Pantenius.«
Gartenlaube in Leipzig. »… Der Titel »Tagebuch« ist im allgemeinen nicht gerade vertrauenserweckend; es verbirgt sich gemeinhin zu viel Eitelkeit und Selbstbespiegelung, zu viel Absicht und Verlogenheit dahinter. Hier aber ist Wahrheit von Anfang bis zu Ende, ist Erdgeruch und Eigenart, ein Stück Leben, das sich in aller Schlichtheit des Empfindens, ohne jede Pose, offenbart … Und welch goldiger Humor verklärt nicht all die großen und kleinen Fehlschläge, welche Herzensgüte und Vornehmheit der Gesinnung offenbart sich nicht darin, wie diese Frau sich zu den Menschen, zum Leben stellt! Wahrlich, »ein Frauenbuch«, auf das die Geschlechtsgenossinnen der Autorin nicht stolz genug sein können, dessen Lektüre mehr als ein Zeitvertreib, ein gute Unterhaltung ist! … Möge das schöne Buch vielen zu einem Freund und Wegweiser werden.«
Für jede Familien- und Hausbibliothek empfohlen:
Entwickelungsgeschichte der Natur. Von Wilhelm Bölsche. Zwei Bände, 1646 Seiten, 785 Abbildungen, 16 Tafeln in Schwarz- und Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Die Physik. Von H. Maser, Professor Dr. P. Richert und Dipl. Ing. A. Kühns. Zwei Bände, 1745 Seiten, 1183 Abbildungen, 10 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Die Chemie. Von Dr. Max Vogtherr. Ein Band, 847 Seiten, 421 Abbildungen, 5 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 9 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 11 Mk.
Das Mineralreich. Von Professor Dr. Georg Zürich. Ein Band, 754 Seiten, 521 Abbildungen, 8 Tafeln und Beilagen in Schwarz-Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 9 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 11 Mk.
Das Pflanzenreich. Von Professor Dr. K. Schumann und Professor Dr. E. Gilg. Ein Band, 858 Seiten, 480 Abbildungen, 6 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 9 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 11 Mk.
Das Tierreich. Von Professor Dr. L. Heck, Professor Paul Matschie, Bruno Dürigen, Dr. Ludwig Staby, E. Krieghoff, Professor Dr. v. Martens. Zwei Bände, 2222 Seiten, 1455 Abbildungen, 12 Tafeln in Schwarz- und Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Länder- und Völkerkunde. Von Dr. F. W. Paul Lehmann. Zwei Bände, 1646 Seiten, 1024 Abbildungen, 11 Tafeln in Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Weltgeschichte. Von M. Reymond. Zwei Bände, 1672 Seiten, 841 Abbildungen, 16 Bildertafeln und 10 bunte, historische Karten. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Kunstgeschichte. Von Professor Dr. Max Schmid. Nebst einem kurzen Abriß der Geschichte der Musik und Oper, herausgegeben von Dr. Clarence Sherwood. Ein Band, 842 Seiten, 411 Abbildungen, 10 Tafeln in Schwarz- und Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 9 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 11 Mk.
Geschichte der Weltlitteratur und des Theaters aller Zeiten und Völker. Von Julius Hart. Zwei Bände, 1886 Seiten, 825 Abbildungen, 16 Tafeln in Schwarz- und Farbendruck. Preis in Leinen fein gebunden 18 Mk. In Halbleder hochfein gebunden 22 Mk.
Gesamtregister bearbeitet von der Verlagsbuchhandlung. Ein Band von etwa 300 Seiten. Das Gesamtregister wird jedem Abnehmer des Gesamtwerkes, also dem Käufer aller sechzehn Textbände, kostenlos geliefert; sonst wird es abgegeben: in feinen Leinenband gebunden, zum Preise von 6 Mk., in hochfeinen Halblederband gebunden zum Preise von 8 Mk.
Alle Werke zeichnen sich neben anerkannt vorzüglichem Text durch ungemein billigen Preis, reichen, prächtigen Bilderschmuck und geschmackvolle Einbände aus. Es sind Bücher, welche zu den ersten Schätzen unserer Literatur gehören; auf jedem Weihnachtstische werden sie überall Freude und Bewunderung hervorrufen.
Reich illustrierte Probehefte aller Werke werden umsonst und postfrei geliefert.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Für Kriegsveteranen, Volksbibliotheken und zu
Prämienzwecken.
Aus großer Zeit.
Bilder
aus dem Kriegsleben eines pommerschen Jägers.
Von
Paul Lehmann-Schiller.
Mit erläuternden Abbildungen.
Preis hochelegant gebunden 5 Mk.
Die Literatur über Kriegserinnerungen ist nicht gering, aber auch der Interessentenkreis für solche Werke ist ein großer. Unter den vielen Büchern dieses Genres nimmt obengenanntes, das erst im Jahre 1903 erschienen ist, nicht den letzten Platz ein. Die Kritik nennt es mit Recht ein prächtiges, rein aus dem Leben geschöpftes Buch für jung und alt! Sein Verfasser ist heute Direktor des Schiller-Gymnasiums zu Stettin. Nach Ausbruch des Krieges 1870 machte er sofort das Abiturientenexamen und trat als Einjährig-Freiwilliger bei den Greifswalder, pommerschen, zweiten Jägern ein. Nach der Schlacht von Sedan zur Belagerung von Metz ins Feld geschickt, machte Lehmann diese, die Belagerung von Paris (Champigny) und die Jagd auf Bourbaki durch das südöstliche Frankreich mit. – Wir lesen das humorvolle Tagebuch eines jungen Idealisten, dreißig Jahre später durchgearbeitet und in seinem Stoff gesichtet von dem gereiften Manne, mithin ein Werk, dessen Lektüre mehr bietet, wie die meiste stoffverwandte Literatur, und sich dem alten Feldzugssoldaten, wie dem Freunde deutscher Geschichte zum Genuß gestaltet. Auch kulturgeschichtlich, sowohl für deutsche, wie namentlich für französische Verhältnisse, bietet das Buch viel. Besonders aber werden die meist hochdeutsch, aber vielfach auch in echt vorpommerschem Platt gegebenen Schilderungen durch ihren frischen und humordurchwehten Ton seinem Besitzer genußreiche Lesestunden bereiten.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Schönstes Buch für die wirklich reifere Jugend,
besonders für zukünftige Forstleute, Jäger und Landwirte.
Das Jägerhaus
am Rhein.
Jugenderinnerungen eines alten Weidmannes.
Dem jägerischen Nachwuchse erzählt von
Oberländer.
Mit 104 Originalabbildungen von Jagdmaler C. Schulze.
Preis hochelegant gebunden 8 Mk.
Das Jägerhaus am Rhein will den Sinn für echt weidmännisches Fühlen und Denken, sowie für die Liebe zur Natur schon in der Brust des Knaben wecken, aus dem später einmal ein tüchtiger und weidgerechter Jäger werden soll. Die Lehren geschehen an der Hand einer prächtigen und überall in edelstem Sinne unterweisenden Schilderung von Oberländers eigenen Jägerlehrjahren und dabei nicht etwa im trockenen Schulmeisterton, sondern in einer so glücklichen und anziehenden Form, daß das Buch nicht allein eine hervorragende Bildungsschrift für die reifere Jugend genannt werden kann, sondern auch dem erfahrenen Weidmanne, der sich bei Oberländers Schilderungen vielfach in seine eigene Jugend zurückversetzt sieht, das größte Interesse abgewinnen muß. Jedem Jüngling, dem das erste Gewehr soeben anvertraut wurde, oder der es demnächst führen soll, müßte mit diesem Das Jägerhaus am Rhein in die Hand gegeben werden; die Lehren Oberländers werden so unendlich viel Gutes schaffen. Das reich und wunderhübsch illustrierte Buch ist mithin besonders als Festgeschenk für die wirklich reifere Jugend geeignet und namentlich für den in der Jagd-, Forst- oder auch in der Landwirtschaftslehre stehenden zukünftigen Jäger.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Schönstes Geschenkwerk für die Jugend, besonders für Jäger-, Forstmanns- und Landkinder im Alter von acht bis vierzehn Jahren.
Aus der
Waldheimat.
Deutsche Wald- und Jägermärchen
für jung und alt.
Erzählt von
Ernst Ritter von Dombrowski
und reich illustriert von Hans Rudolf Schulze-Berlin.
Preis hochelegant gebunden 4 Mk.
Niemals wird sie ausgesungen, die Poesie des deutschen Waldes; unerschöpflich in ihrer Schönheit quillt sie als ein Born der Dichtung, der Sage und des Märchens aus der Phantasie unserer deutschen Dichter. Zu ihnen gesellt sich als neuester der altbekannte Jagdschriftsteller Ernst von Dombrowski und bietet uns, gleich einem taufrischen Strauß Laub- und Nadelzweige aus deutschem Walde, zwölf herrliche, sinnige und so tief empfundene Märchen für unsere Weidmannskinder, wie sie nur ein Dichter zu schreiben versteht, der in Wald und Weidwerk zum gereiften Manne wurde. Deshalb eignet sich »Aus der Waldheimat« auch wie kein anderes Märchenbuch für das deutsche Jägerkind, und überall, wo einem solchen ein Geschenk gemacht werden soll, wird das hier angekündigte Buch die trefflichsten Dienste tun. Wie bei keiner anderen Lektüre werden unsere Kinder durch diese Dichtung in die Schönheiten und den ewig jugendlichen Reiz unserer Wälder sowie in die Poesie des deutschen Weidwerkes eingeführt und ihre Sinne erfüllen sich unbewußt mit jener Gedankenwelt, die noch den Schatz und das Heiligtum des gereiften Mannes, ja, des Greises im grünen deutschen Walde bilden.
Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Der Schmutztitel wurde entfernt.
Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.
Korrekturen:
S. 36: daß → das
Er sagt, [das] sei Einbildung
S. 65 mirami → mirari
Credo ego vos judices [mirari]
S. 65: summas → summus
Wenn wir z. B. sagen, [summus] mons
S. 99: Konjuktivs → Konjunktivs
Wesen des lateinischen [Konjunktivs] gemartert
S. 100: Deliquenten → Delinquenten
wie dem [Delinquenten], der unter dem Fallbeil liegt
S. 101: jeder diese → jede dieser
daß man [jede dieser] verschiedenen Auffassungen
S. 140: bebesonderes → besonderes
jeden einzelnen in ein [besonderes] Lokal
S. 140: Sympton → Symptom
erste [Symptom] dieser neu sich regenden Elastizität
S. 155: Leben → Lebens
auf die Kleinheit und Gemeinheit des [Lebens]
S. 159: areco → arceo
Odi profanum vulgus et [arceo]
S. 163: gefügelten → geflügelten
die [geflügelten] Worte des Gymnasialherrschers
S. 205: Ihnen → ihnen
daß [ihnen] die Regeln über den griechischen Optativ
S. 212: anderhalb → anderthalb
die [anderthalb] Monate diesmal so recht gründlich