Bedeutende Astronomen.
Um 600 v. Chr. Thales von Milet sagte eine Sonnenfinsternis voraus, kannte die scheinbare Jahresbahn der Sonne. Um 550 v. Chr. Anaximander lehrte, daß die Erde keine Scheibe sein könne, hielt sie für walzenförmig. Um 190–125 v. Chr. Hipparchus erkannte die ungleiche Länge der Jahreszeiten. Er stellte ein Weltsystem auf und lehrte, daß die Erde nicht im Mittelpunkte der Jahresbahn der Sonne liege. Um 130 n. Chr. Claudius Ptolemäus bildete das Weltsystem des Hipparchus weiter aus. Seine Anschauungen galten bis Kopernikus. 1473–1543. Nikolaus Kopernikus stellte das nach ihm genannte Sonnensystem auf. 1546–1601. Tycho de Brahe, ein Däne, stellte gegen Kopernikus ein vermittelndes System auf. 1564–1643. Galileo Galilei lebte in Pisa und Padua, entdeckte mit Hilfe des eben erfundenen Fernrohres die Monde des Jupiter, die Phasen des Merkur und der Venus, den Ring des Saturn, die Sonnenflecke und die Mondgebirge. 1571–1630. Johann Kepler entdeckte die drei Gesetze der Planetenbewegung. 1643–1727. Isaak Newton, ein Engländer, entdeckte das Gravitationsgesetz. 1738–1822. Friedrich Wilhelm Herschel, ein geborener Deutscher, lebte in England. Er war ein Meister der Beobachtung, entdeckte den Uranus. 1749–1827. Pierre Simon de Laplace, ein Franzose, stellte die nach ihm benannte Hypothese über die Entstehung des Sonnensystems auf. (Ebenso der Königsberger Philosoph Immanuel Kant.) 1784–1846. Friedrich Wilhelm Bessel in Königsberg stellte zuerst die Entfernung eines Fixsternes mit Hilfe seiner Parallaxe fest. 1811–1877. Joseph Leverrier, ein Franzose, entdeckte durch Rechnung den Neptun (1846), den dann in demselben Jahre Galle in Berlin auffand. geb. 1835. Giovanni Virginio Schiaparelli, Astronom in Mailand, hat bahnbrechende Untersuchungen über den Mars, die Sternschnuppen und die Kometen angestellt.