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„Für den Vertrieb von Oelen und Lacken werden Provisions-Reisende gesucht. Letztere sind im trocknen Zustande glänzend und hart wie Glas, zerspringen nicht, kriegen keine Risse und sind in dem Handel in Flaschen und Kruken auf dem Bauche mit unserer Firma versehen.“

Fatale Empfehlung

Meine Schreibmaschinen sind in folgenden Häusern im Gebrauch

Maier & Müller in Berlin,

Schutz & Cohn in Wien,

Hirsch & Bär in Köln.

Außer diesen angeführten Firmen bin ich in der Lage, noch viel mehr Firmen anzuführen!

August Klapperle,
Fabrik patentierter Schreibmaschinen.

Sally Friedenthal wollte sein Herrengarderobengeschäft aufgeben und veranstaltete einen Ausverkauf. Schließlich blieben aber noch 49 Anzüge, für die sich keine Käufer finden wollten. „Was fang ich damit an?“ fragte er seinen Freund Lilienfeld, „morgen muß der Laden geräumt sein.“ — „Nichts einfacher als das,“ erwidert Lilienfeld. „Du wirst doch haben, nu — sagen wir: sieben Freunde.“ — „Hab ich,“ versetzte Friedenthal. „Also schickste jedem von den sieben Freunden sieben Anzüge mit der Nota über sechs. Werden se nichts sagen und se behalten.“ — „Ausgezeichnete Idee!“ ruft Friedenthal und begibt sich sofort an die Ausführung. Nach acht Tagen trifft er seinen Freund auf der Straße. „Nu?“ fragt dieser, „wie is es geworden mit den Anzügen?“ — „n' Schlag sollste kriegen!“ ruft Friedenthal, „refüsiert haben se und retourniert haben se alle mit'nander, aber keiner mehr als sechs!“

Böse Auskunft

Lehmann kommt in eine Auskunftei, um sich über den Kaufmann Fischer zu erkundigen, auf den er einen Wechsel gezogen. Der Auskunftsbeamte sagt, die Firma sei pikfein, das einzige Nachteilige, wenn jener es so ansehen wolle, sei, daß der Chef blind sei. „Au weih!“ schreit Lehmann, „das genügt, ich bin verloren; mein Wechsel ist ein Sichtwechsel!“