Ein Idiot

A: „Mir ist so schlecht, ich kann es gar nicht beschreiben.“

B: „Ja, von was denn?“

A: „Wissen Sie, ich bin von Pest nach Wien gefahren und immer im Coupé verkehrt gesessen.“

B: „Wieso verkehrt?“

A: „Na, gegen den Zug.“

B: „Da hätte ich doch mein vis-à-vis ersucht, es soll mit mir den Platz wechseln!“

A: „Ja, das hätte ich ja auch getan. Aber es ist niemand vis-à-vis gesessen.“

Aller Anfang ist schwer

Ort der Handlung: Ein Eisenbahnzug „drüben“. In einer Ecke am Fenster ein junger, eben eingewanderter Fremdling — in der anderen gleichfalls am Fenster ein alter würdiger Yankee pur sang. Dieser, eifrig mit Tabakkauen beschäftigt, spuckt von Zeit zu Zeit mit großer Vehemenz und noch größerer Zielsicherheit nicht etwa aus seinem Fenster, sondern zum jenseitigen hinaus, dicht an des „foreigner“ Nase vorbei. Der Neuling, mit des Landes Sitten nicht vertraut, beschließt, dem Mitinsassen eine Lektion zu erteilen, und indem er sich den Anschein gibt, als beabsichtige er durch das neben dem Amerikaner befindliche Fenster zu spucken, trifft er den würdigen Herrn mitten ins Gesicht. Der jedoch schüttelt milde tadelnd sein Haupt und sagt gelassen: „Sie sind noch ein Anfänger, mein Herr!“