Mangelnde Geschäftskenntnis

Frau: „Männchen, heute war der Bote von Schulz & Comp. hier und wollte die gelieferte Ware bezahlen; ich habe ihm aber die Tür weisen müssen!“

Mann: „Aber sage mir doch ...“

Frau: „Der Mensch hatte gar keine Erziehung! Er wollte sich in meiner Gegenwart durchaus — was war es doch? — den Diskont abziehen.“

Der Chef einer „en gros“-Firma in Berlin wünscht auch in der Provinz eine ausgedehnte Kundschaft zu haben und will daher einen seiner jungen Leute probeweise auf die Reise schicken. Da der Jüngling in diesem Fache noch unbewandert ist, gibt ihm der Chef genaue Verhaltungsmaßregeln mit auf den Weg: „Also Se fahren erst nach Nakel. Da trinken Se ne Bouillon und dann jehn Se in das Jeschäft von Lilienthal und machen Offerte ... Se werden ja sehen, was sich machen läßt. Verkaufen Se nich jleich was, nu, schadet auch nichts. Schreiben brauchen Se erst am dritten Tag, am besten Se telegraphieren!“

Der Jüngling reist. Am zweiten Tage schon wird der Chef ungeduldig. Man beruhigt ihn, da er selbst doch erst am dritten Tage eine Nachricht haben wollte.

Am dritten Tage endlich kommt die Depesche. Der verzweifelte Jüngling drahtet: „In ganz Nakel keine Bouillon aufzutreiben! Was tun?“