Reiselatein
Zwei Reisende, beide in feuerfesten Geldschränken machend, sitzen abends zusammen im Hotel. Nach kurzer Zeit entbrennt natürlich ein lebhafter Disput über die Prävalenz der vertretenen Firmen.
„Ich sage Ihnen,“ renommierte der Eine, „wir haben neulich in einen unserer Schränke einen lebendigen Hahn gesetzt, ihn dann 24 Stunden ununterbrochen der stärksten Glühhitze ausgesetzt, nachher wieder abgekühlt und geöffnet. Wir sehen nach dem Hahn und denken Sie — das Tier lebte noch!“
„Das ist noch gar nichts. Wir haben genau denselben Versuch gemacht, aber als wir den Schrank öffneten, da war der Hahn — erfroren!“
Fatale Vergeßlichkeit
Erster Hotelkellner: „Nein, was bei uns für vergeßliche Leute verkehren. Hat da neulich eine junge Dame ihre ganzen Schmucksachen liegen lassen!“
Zweiter Hotelkellner: „Das ist noch gar nichts! Bei uns steigt da neulich ein Hochzeitspärchen ab und nimmt ein Zimmer. Am nächsten Morgen muß die junge Frau mal aus dem Zimmer. Aber als sie wieder zurück will, hat sie die Zimmernummer vergessen. Sie stürzt auf mich zu und fragt mich, welches Zimmer sie habe. „Ganz einfach,“ sage ich, „da sagen Sie mir nur Ihren werten Namen, ich gehe runter und sehe im Fremdenbuch nach, welche Nummer Sie haben!“ Was soll ich dir sagen, den Namen von ihrem Manne hatte sie sogar vergessen. Nee, so was von Vergeßlichkeit!“ —