18. Gaddanen (Gaddanes).

Die Gaddanen (richtiger: Gad-danen) werden besonders in Missionswerken älteren Datums auch Yogades genannt. Ihr Hauptgebiet ist die Commandancia Saltan, welche von ihnen nahezu ausschliesslich bewohnt wird, von hier dehnen sich ihre Wohnsitze nach den benachbarten Provinzen Isabela, Nueva Vizcaya und Cagayán aus. Man findet sie ebenso bei Gabagan am Rio de Calao, bei Tarnauini, Ilagan, Furao im Stromgebiet des Rio Grande de Cagayán, wie bei Tuao am Rio Chico de Cagayán. Am dichtesten wohnen sie zwischen dem Rio Magat und Rio Chico de Cagayán.

Ihre Hautfarbe ist dunkler, als jene der übrigen Bergstämme Luzons. Sie besitzen einen gedrungenen Körperbau, rundgeformte Augen und eine grosse plattgedrückte Nase (Buzeta I, 56), überdiess sind sie wie die Igorroten schmutzig und unreinlich.

Ihre Hütten stehen auf sehr hohen Pfählen, um der Feuchtigkeit des Erdbodens nicht ausgesetzt zu sein und um feindliche Angriffe zu erschweren, es wird deshalb zur Nachtzeit und in Kriegsgefahr auch bei Tage die Leiter, welche in die Wohnräume führt, aufgezogen. Die Hütten sind aus Holz oder Cogongräsern erbaut (Cavada I, 82).

Ein grosser Theil der Gaddanen ist zum Christenthum bereits bekehrt, wenn auch nur äusserlich. Die heidnischen Gaddanen verehren einen Gottschöpfer Amanolay und dessen Gattin Dalingay (Mas, pobl. 4; Buzeta I, 60), überdiess ist bei ihnen auch der Ahnencultus heimisch (Semper, Erdk. X, 165). Sie sind von sanfteren Sitten als ihre Nachbarstämme.