44. Tagacaolos.

Die Tagacaolos hausen südlich von den Vilanen, in den westlichen Gestadelandschaften des Meerbusens von Davao und südlich vom Vulcane Apo. Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai. Ihren Namen scheinen sie vom Flusse Tagalaya herzuleiten, welcher auf jenem Berge entspringt. Ihr Hauptort heisst Malalag (Cavada II, 221). Sie sind ebenfalls Heiden, obwohl es unter ihnen genug Mohammedaner giebt, besonders im Süden, welche aber kaum äusserlich an den Lehren des Korans festhalten. Sie glauben an das Dasein eines übernatürlichen Wesens, das seinen Sitz auf dem Apo hat. „Diesem Genius des Guten und Bösen bringen sie, um ihn zu besänftigen, beständig Menschenopfer, insbesondere, wenn sie sich einbilden, dass er ihnen zürnt, oder auch nur, wenn sie sich vornehmen, Schwefel zu sammeln, damit er es ihnen gestatte” (Ausland 1881, S. 219).