Anmerkungen zum 16. Kapitel.
Üsküb als Standquartier.
Von historischen Daten, welche Üsküb und Mazedonien angehen, wurden im Führer für den Hochschulkurs in Üsküb (25. März bis 6. April 1916) folgendes angegeben:
- 359-336 v. Chr. Philipp II. König von Mazedonien.
- 336-323 Alexander der Große.
- 146 Mazedonien römische Provinz. Skupi Mittelpunkt der dardanischen Provinz.
- 323-337 n. Chr. Konstantin der Große (geb. in Nisch).
- 395 Gründung des oströmischen (byzantinischen) Reiches.
- 527-565 Justinian I. (geb. in Taor bei Selenikovo).
- 7. Jahrhundert Einfall der Slaven in Mazedonien.
- 679 Gründung des bulgarischen Reiches unter Isperich (auch Asparuch genannt). Allmähliche Ausdehnung auf Mazedonien.
- 907-929 größte Ausdehnung des bulgarischen Reiches unter Zar Simeon.
- 1019 Mazedonien kommt unter die Herrschaft von Byzanz.
- Seit 1026 Verfall des byzantinischen Reiches.
- 1205 Mazedonien kommt zu dem neuen Bulgarenreich; dessen höchste Blüte unter Zar Asen II. (1218-41).
- 1331 Mazedonien unter Serbien; dessen höchste Blüte unter Zar Stefan Duschan (1331-55), Üsküb dessen Hauptstadt.
- 1371 Einfall der Türken in Mazedonien.
- 1389 Sieg der Türken unter Murad I. über die Serben auf dem Amselfelde.
- 1375-1912 türkische Herrschaft über die Slavenstaaten des Zentralbalkan und damit über Mazedonien.
- 1912 I. Balkankrieg. Sieg der Serben über die Türken bei Kumanovo. Besetzung von Üsküb durch die Serben 24. Okt. 1912.
- 1913 II. Balkankrieg. Vertreibung der Bulgaren aus Mazedonien nach der Schlacht an der Bregalnitza 8. Juli 1913.
- 25. Okt. 1915 die Bulgaren rücken in Üsküb ein.
- 1915-1918 Mazedonien unter bulgarischer Verwaltung.
- Sept. 1918 Üsküb von Ententetruppen besetzt und seither wieder serbisch.