H...., 30. 10. 14.
L. M., Seit 3 Tagen stockt die Post für meinen Teil wenigstens ganz; ich bin immer unruhig über Augusts Schicksal was zu hören; wenn es Nachrichten über ihn gibt, wiederhole sie bitte des öfteren in Deinen Briefen und Karten, wenn etwas verloren geht, erfahre ich es dann beim nächsten Schreiben. Ich sandte Dir einen kleinen Nekrolog, in der guten Hoffnung, daß er umsonst geschrieben sein möge. Hier gibts nichts Neues; wir essen und leben gut. Was mir abgeht, ist vor allem etwas von Dir Gebackenes zum Thee und Kaffee; ev. einmal, wenn das Regimentspaketköfferchen kommt, etwas Eingemachtes in Blechbüchsen. Es geht mir famos.