Das Arbeiten mit dem Gasator.

Den Anschluß des Gasators an den Starkdruckbrenner zeigt [Fig. 90]. Als Füllung für den Gasator wird reinster Schwefeläther (spezifisches Gewicht 0,72) benutzt. Auf Vorsicht mit diesem leicht entzündlichen Material sei besonders hingewiesen. An Stelle von Äther kann man auch Ligroin, Gasolin und leicht flüssiges Benzin verwenden; jedoch ist das, was man unter diesen Namen im Handel bekommt, in vielen Fällen zu schwer flüchtig und ungeeignet. Allerdings sind diese Materialien wesentlich billiger als Äther.

Der Gasator wird zu 3/4 gefüllt und faßt dann etwa 450 ccm Äther. Der Verbrauch ist zwar pro Stunde kaum größer als etwa 100 ccm, jedoch erleichtert die starke Füllung die Vergasung, und da der Rest in die Flasche zurückgegossen wird, geht nichts verloren. Nach dem Füllen, was nicht bei offenem Licht geschehen darf, muß der Apparat wieder gut geschlossen werden.

Fig. 90.

Um das Licht darzustellen, öffnet man beide Hähne des Brenners, dreht die Stellschraube des Druckreduzierventils langsam hinein, bis an der Brennerspitze ein schwaches Rauschen bemerkbar ist, und zündet dann nach einigen Augenblicken an. Die Stichflamme, welche dann entsteht, stellt man zunächst auf einige Minuten klein, um das Kalkstück vorzuwärmen; alsdann werden beide Hähne wieder geöffnet und die Stellschraube im Druckreduzierventil so weit hineingedreht, daß der Brenner das gewünschte Licht gibt, worauf man den Brennerhahn wie beim Arbeiten mit Leuchtgas einreguliert. Mit Hilfe der Stellschraube des Druckreduzierventils kann man auch hier die Helligkeit des Lichtes steigern und schwächen.

Das Auslöschen des Lichtes geschieht, indem man zuerst den linken Brennerhahn schließt und dann den Sauerstoff an der Stahlflasche absperrt. Der nicht verbrauchte Äther wird in die Vorratsflasche zurückgegossen.