Sciopticon

Einführung

in die

Projections-Kunst.

Düsseldorf.

Ed. Liesegang's Verlag.

1896.


Sciopticon

Einführung

in die

Projections-Kunst.

[INHALT:]

Seite
Sciopticon [1]
Sciopticonlampe [11]
Kalklicht [18]
Electrisches Licht [41]
Projectionsbild [45]
Doppel-Sciopticon (Nebelbilder-Apparat) [54]
Dreifache Laterne [56]
Wundercamera [56]
Wissenschaftl. Projectionen [59]

Düsseldorf.

Ed. Liesegang's Verlag.

1896.


[Alphabetisches Inhaltsverzeichniss.]

Seite
Agioscop, [56]
Alkohol-Sauerstoff,
[30], [38]
Bild, [45]
— Grösse desselben, [48]
Bildhalter,
[9], [46]
Condensor,
[5]
Docht, [13]
Doppel-Sciopticon, [54]
Dreifache Laterne, [56]
Dunkler Raum,
[47]
Einstellen, [52]
Electrisches Licht,
[3], [41]
Gasglühlicht, [4]
Gasometer, [23]
Gassäcke, [22]
Generator,
[19]
Kalkcylinder, [33]
Kalkhalter, [34]
Kalklicht, [3], [18]
— Handhabung desselben, [35]
Kalklichtbrenner,
[29]
Laternenbild, [45]
Lichtquelle,
[2]
Magnesiumlicht,
[4]
Nebelbilder-Apparate,
[54]
Objectiv,
[9]
Petroleum, [13]
Petroleumlicht, [3]
Projectionsapparat, [1]
Projectionsbild, [45]
Projection undurchsichtiger Gegenstände,
[56]
Retorte,
[19]
Sauerstoffbereitung, [18]
Sciopticon, [1], [5]
Sciopticonlampe, [11]
Sicherheitsbrenner, [30], [35]
Sicherheits-Retorte,
[19]
Wand, [47]
Wasserstoffbereitung, [27]
Wissenschaftl. Projectionen, [59]
Wundercamera, [56]

Wer erinnert sich nicht aus seiner Jugendzeit der Laterna magica! Manchem hat sie damals viele vergnügte Stunden bereitet. Aber dann hat man ihr den Rücken gekehrt; man verliess den Spielgefährten und vergass ihn.

Jahrelang haben wir unseren Jugendgenossen nicht gesehen. Jetzt treffen wir ihn wieder. Aber wir können ihn kaum erkennen: so hat er sich verändert. Er ist indess den Kinderschuhen entwachsen und zum Manne gereift. Von neuem bietet er uns seine Freundschaft an. — Und was verspricht er uns! — — — —


In Familien, Vereinen und in Schulen — überall bürgert sich die Projectionskunst mehr und mehr ein. Hier bietet sie anregende Unterhaltung, dort hinwieder dient sie zur Belehrung. Stets wird das Sciopticon mit Freuden begrüsst.

Und was giebt es auch schöneres als eine Vorstellung mit dem Projections-Apparat, was ist interessanter als die Vorführung einer Serie von Laternenbildern, zumal wenn sie durch fesselnde Worte erläutert werden!

Andererseits, wie leicht kann man Andern und sich selbst dieses Vergnügen bereiten — hier ist kein besonderes Geschick erforderlich.

Ganz ohne Kenntniss sollte der Anfänger zwar nicht daran gehen; er thut gut, sich über die Apparate und deren Handhabung zu unterrichten.

Darin soll ihn dies Büchlein unterstützen. Er findet hier nicht die Verfahren zur Herstellung von Laternenbildern, nicht die Beschreibung von Experimenten u. dergl.: das kann er an anderer Stelle nachlesen. Dieses Büchlein soll ihn nur mit den Apparaten bekannt machen und ihn anweisen, wie sie zu handhaben sind.

Möge es diese Aufgabe erfüllen!

F. P. Lg.


[Das Sciopticon]

Fig. 1. Projectionsapparat.

oder die Projections-Laterne — eine neue, vervollkommnete Form der alten Laterna magica — dient dazu, um von Glasbildern, welche in den Apparat gesetzt werden, ein vergrößertes Bild auf die Wand zu werfen. Das Instrument besteht im wesentlichen aus der Lichtquelle, einem Linsensystem, welches die Lichtstrahlen sammelt und auf den Gegenstand leitet (dem Condensor), und einem zweiten Linsensystem (dem Objectiv), welches von dem Gegenstand ein vergrössertes Bild auf die Wand projicirt. Figur 1 zeigt die Anordnung eines Projections-Apparates. Bei L ist die Lichtquelle, I, II und III sind die Linsen des Condensors, O das Objectiv. Der kleine Pfeil stellt den zu projicirenden Gegenstand (das Glasdiapositiv) dar, der grosse Pfeil das Bild desselben auf der Wand.

Man sieht aus der Abbildung, dass man auf der Wand ein umgekehrtes Bild erhält; damit es aufrecht wird, muss man also das Laternenbild umgekehrt in den Apparat einsetzen. Die alte Laterna magica hatte dieselbe Einrichtung; nur waren die einzelnen Theile sehr unvollkommen, und daher liess sich ein gutes Bild nicht damit erreichen.

Ein Projections-Apparat, der etwas Brauchbares liefern soll, muss ein gutes optisches System (Condensor und Objectiv) und vor allem eine gute